Ulrich Stofner im ff-Podcast: Was bleibt von Olympia in Südtirol?

Shownotes

Vor drei Monaten gingen die Olympischen Winterspiele 2026 über die Bühne. Dafür hat Südtirol viel Geld ausgegeben. Allein für das Biathlon-Zentrum in Antholz waren es 58 Millionen Euro. Ob Olympia in Südtirol sich gelohnt hat und was bleibt, hat Silke Hinterwaldner für die Titelgeschichte in dieser Ausgabe recherchiert. Und für den ff-Podcast „Aufs Ohr“ hat sie mit Ulrich Stofner, dem Vorsitzenden des Landeskoordinierungskomitees für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026, gesprochen, der Bilanz zieht und das Sportevent resümiert.

Moderation & Redaktion: Julia Staffler & Silke Hinterwaldner

Produktion: Alexander Tribus, Albolina Film

Mitarbeit: Verena Pliger

Link zur ff-Titelgeschichte

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Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:07: Liebe FF-Hörerinnen, liebe FF Hörer.

00:00:09: Herzlich willkommen zurück zu unserer neuen Podcastfolge!

00:00:13: Die Olympischen Winterspiele

00:00:15: liegen

00:00:15: nun bereits drei Monate zurück.

00:00:17: seit also Bilanz zu ziehen, dachte sich Kollegin Sirke Hinterwalner.

00:00:21: Sie hat in der aktuellen Titelgeschichte abgerechnet und sich die Frage gestellt was bleibt von Olympia?

00:00:27: Auf der einen Seite geht es dabei natürlich um das Thema Geld, auf der anderen Seite geht aber auch darum zu verstehen wo Fehler gemacht

00:00:35: wurden.

00:00:36: Hinterweilner sagt bei ihrem Besuch in Antholz war die pleiernde Olympiamüdigkeit deutlich spürbar.

00:00:42: Zu sehen sind nur noch die Baustellen entlang der Straße, aber ansonsten wirkt das Tal wie ausgestorben.

00:00:48: und heute hier zu Gast in unserem Botker-Studio ist Ulrich Stoffner.

00:00:53: Er ist Vorsitzender des Koordinierungskomitees für Olympia ins Süddehol.

00:00:57: Er spricht darüber, was uns von Olympia erhalten bleibt.

00:01:01: Wie viel der Staat in Südtirol rund um Olympia investiert hat und welcher Lernen man im Hinblick auf die Schiw-M seit Jahrzehntausend einundreißig ziehen

00:01:09: kann.

00:01:11: Herr Stofner danke dafür dass Sie sich Zeit nehmen für den FF Podcast zum Thema Olympia.

00:01:16: Was bleibt?

00:01:18: Was glauben sie?

00:01:19: Hat sich Olympia ausgezahlt für Südturol?

00:01:21: Ich würde sagen in jeder Hinsicht.

00:01:23: Es hat sich ausgezalt sportlich.

00:01:26: Es war nämlich ein wunderschöner Erfolg auch für uns als Sportland Südtirol mit neun Medailen.

00:01:32: Sieben Medaillen dazu gewonnen, zwei im Übrigen auch von den Paralympics und das heißt diese sieben Medaalien fügen sich zu dem bisherigen siebenundvierzig hinzu.

00:01:42: Das heißt wir haben jetzt vierundfünfzig Medaille als Südturol und bestätigen uns doch als Größe im Bereich Wintersport.

00:01:49: also die sportliche Seite war glaube ich für alle ein wunderbares Erlebnis.

00:01:54: Aber wenn man Ausdragungsstätte ist für Olympia, dann hat das auch mit Geld zu tun!

00:01:59: Es kommt Geld und wir geben Geld aus.

00:02:01: Hat sich's insofern bezahlt gemacht?

00:02:03: Ja ich glaube es ist richtig.

00:02:04: aber es ist auch richtig so wie Sie die Frage jetzt einordnen wollen weil zunächst einmal ist Olympia ein Sportfest.

00:02:11: Das ist nämlich das größte Sportfest der Welt Und für ein kleines Land wie Südtirol kann da seine Freude auch ein Glück sein Ein Gastgeber dieser großen Veranstaltung sein zu dürfen oder gewesen zu sein.

00:02:24: Und ich glaube deswegen ist die Fragestellung zunächst so richtig, ja es war ein wunderschönes Sportfest, Südtiroler und Südtirolerinnen waren begeistert haben viel mitgetan, haben mitgefiebert und das ist glaube ich etwas Gutes.

00:02:38: weil zunächst ist Olympia tatsächlich eine Sportveranstaltung und dann ist richtig was sie sagen Es geht bei dieser Veranstaltung natürlich auch um mehr.

00:02:51: Was können wir im Rahmen von einer Sportveranstaltung, von dieser Dimension die in Südtirol stattfindet dann auch an bleibendem Wert schaffen?

00:03:01: Und darauf zielt Ihre Frage ab und dort würde ich auch sagen kann Südturol getrost und mit gutem Gewissen sagen hier bleibt vieles zurück.

00:03:11: Von dieser Olympiade an Investitionen und auch ein Geld das ausgegeben wurde.

00:03:16: also wieviel bekommen wir?

00:03:18: wie viel haben wir ausgegeben?

00:03:21: Man müsste unterscheiden zwischen den Kosten für die Veranstaltung selber, also Organisation und alles rundherum.

00:03:29: Hier wird Südtirol am Ende in etwa fünfzehn Millionen Euro ausgegeben haben während für die veranstaltung von staatlichen Geldern oder IOC-Geldern, also von Milano Cortina weitere fünfundreißig Millionen in die Veranstalterung geflossen sind.

00:03:45: Und zusätzlich zur Veranstaltung gibt es dann die Investitionen, also die nichts mit der Veranstaltung selber zu tun haben.

00:03:53: Bei diesen Investitionern schaut das Bild aus meiner Sicht besonders gut für Südtirol aus weil wir hier nennen wir erstmal drei Typologien von Investitionn, die durch und Mitte Olympia in Südtirol möglich wurden.

00:04:10: Die erste Typologie betrifft die Sportstätte selber Also das Stadion in Antolz, dass ja modernisiert wurde.

00:04:17: Wir haben für das Stadeon ein Achtundfünfzig Millionen noch einmal investiert also wir das Land gemeinsam mit den staatlichen Geldern wobei es anfangs immer geheißen hat eigentlich ist Antols ja bereit für Olympia.

00:04:28: trotzdem haben wir jetzt so viel Geld investiert.

00:04:31: kann das gut sein oder war das vielleicht hier schon zuviel?

00:04:34: Aus unserer Sicht überhaupt nicht!

00:04:37: Noch mal zu den Zahlen.

00:04:38: Achtundfünfzig Jahre insgesamt in Antolz mit dem Vereinshaus, das gehört ja auch dazu.

00:04:43: in diese Investitionskategorie Antols waren es dann dreiundsechzig Millionen und von diesen Millionen stammen fünfunddreißig Millionen vom Staat.

00:04:52: also der Staat hat hier investiert in die Modernisierung der Beerdlohn Anlage Und warum war das notwendig?

00:05:00: Man kann jetzt sagen wir hätten ja die Anlage schon gehabt.

00:05:02: Das ist ja ihre These und Wir sagen und dass war Der große Wunsch des Beerdlorn-Komitells in Antolz und auch der Olympischen Organisation von Beerdlon war der große Wunscht, diese Sportstätte in Antols auszubauen.

00:05:19: Und zu modernisieren damit auf die nächsten Jahre hin der Weltcup in Antholz sichergestellt ist und abgesichert ist.

00:05:27: Hier waren tatsächlich Investitionen notwendig... In dieser

00:05:29: Dimension?

00:05:31: in diese Dimension um abzusichern, dass wir ein Weltkap-Ausdragungsort sind der Spitze ist und Spitze bleibt.

00:05:41: Vermutlich wäre es möglich gewesen den Weltkap vielleicht für ein paar Jahre auch noch so zu halten.

00:05:47: aber wenn man jetzt weiß das sich die Regeln im Ibu so nennt sich auch der Verband der internationale Verbiertelung ändern werden auch für die Ausdragsorte Und wie er das heute schon wissen wie sie sich ändern Und jetzt die Gelegenheit haben eine Investition zu tätigen, dann ist es sinnvoll dass wir uns heute schon an die künftigen Regeln anpassen damit wir ihn nicht noch einmal später investieren müssen.

00:06:10: Weil jetzt nämlich das Besondere ist, dass wir als Land nur einen Teil der Investitionskosten tragen müssen weil wegen und durch Olympia durch den Olympiatop der andere Teil nämlich der größere Teil vom Staat kommt und das ist eine Chance die wir nutzen konnten.

00:06:25: Jetzt hat Antholz das schönste Stadion der Welt.

00:06:28: Kann man das schon so sagen, oder?

00:06:30: Antolz hat

00:06:31: mit Sicherheit ein herausragendes Stadions, Biertel und Stadionen.

00:06:35: Das wird ich sagen sicher für andere jetzt auch ein Vorbild ist.

00:06:40: aber die anderen Stadien, die es gibt in Zukunft auch über die nächsten Jahre und vielleicht Jahrzehnte Biertelon-Rennen ausrichten möchten, die müssen sich sowieso anpassen.

00:06:50: Die werden sich eher jetzt dann antolz anpassen weil Antolz schon diesen Standard hat der in Zukunft dann die Regel sein wird.

00:06:58: Wir sind ein bisschen hängen geblieben bei den verschiedenen drei Punkten der Investitionen.

00:07:02: wir sind bei Punkt eins Ausbau des Stadions.

00:07:06: große Investition gab es auch für die Pustertaler Straße also Straßenbauprojekte und die Rikertalschleife was wiederum Ein Bahnprojekt ist das aber vor allem über den Wiederaufbau von BNRR finanziert worden.

00:07:21: Das ist richtig!

00:07:23: Das ist eine wichtige Kategorie, das sind, nennen wir sie Mobilitäts- oder Straßeninfrastrukturprojekte.

00:07:30: und hier wird ich sagen es gelungen mit Olympiageldern oder eben durch Olympia Projekte endlich umzusetzen die in Südro lange auf der Wunschliste waren wofür bislang aber nie das Geld da war.

00:07:45: Und das sind zum einen Gelder, die wir sonst aus dem Landeshaushalt finanziert hätten.

00:07:49: Dazu zählen zum Beispiel eine neue Einfahrt in Sechsten, die Neue Einfahrtin Antolz dazu zähle neue Straßen in Toblauch auch in Kierns, dazu zälen neue Brücken.

00:07:59: Dazu Zählt insbesondere die Umfahrungsstraße von Bercher.

00:08:02: Das sind ja alles Vorhaben, die der Landesregierung umsetzen wollte.

00:08:07: Aber es waren jedes Geld da!

00:08:09: Und jetzt durch Olympia ist es möglich, dass diese Projekte zu einem ganz großen Teil finanziert wurden vom Staat.

00:08:16: Der Gesamtanteil von Kosten sind ja zweihundertvierzig Millionen und der Staat trägt davon mehr wie die Hälfte hundertfünfunddreißig Millionen.

00:08:26: Das heißt das müssen wir nicht aus dem Landeshaushalt zahlen aber es wird jetzt umgesetzt!

00:08:31: Und dann kommt hinzu, was Sie gesagt haben, das scheint mir ein ganz wichtiger Punkt nämlich die Riggertalschleife Ein Wunsch, den Südtirol ja schon seit Langem-Langem gehabt hat.

00:08:43: Aber Südturol allein kann hier ja nichts machen!

00:08:45: Das ist ja der Staat RFI, das sind praktisch die Staatsbahnen, die das machen müssen und dieser Kostenpunkt ist die Mainz, zweihundertfünfzig Millionen.

00:08:55: Das führt dann am Ende dazu, dass das Zugfahren attraktiver wird, interessanter wird.

00:09:00: Weil man von Proneck bis Bozen rund eine Viertelstunde weniger Zeit investieren muss und das schafft nun absolut eine Attraktivität für die Bahn – und dahin wollen wir ja!

00:09:11: Aber

00:09:11: Olympiageld ist das nicht diese Zweihundertfünfzig

00:09:14: Millionen?

00:09:15: Das ist korrekt so dargestellt.

00:09:17: Es kommt nicht aus dem formellen Olympiatopf aber Es ist eine Investition, die mit Sicherheit nur möglich wurde durch Olympia.

00:09:27: Sonst hätten wir die Riccateilschleife jetzt nicht und hätten sie auf absehbare Zeit in Südholen nicht.

00:09:31: Insofern kann man sagen es gibt ein direktes Olympiageld und es gibt andere Gelder, die wegen Olympia in Süde-Olympien investiert werden.

00:09:38: da kommt im Übrigen noch was dazu Und das ist eine Investition in die Stromsicherheit.

00:09:44: Wir erinnern uns ja alle, es gab vor Jahren, seit Jahrzehnten war das zum ersten Mal einen großen Stromausfall in der Bustertaler Gegend und das hing damit zusammen, dass die Strom-Sicherheit nicht garantiert ist weil es nur einen Stromringen gibt und wenn hier ein Ausfall ist dann fällt das gesamte Busterdal aus.

00:10:00: Hier war die Investition notwendig.

00:10:02: Erinnern

00:10:02: wir uns an die großen, relativ großen, für Süddeolgroßen Blackout in Bruneck und im Garadal v.a

00:10:09: Ja.

00:10:10: Und was war hier die Investition?

00:10:11: Die war notwendig, dass sie für die Stromversorgung zuständige Gesellschaft Tärner in Italien dann einen zweiten Ring geschaffen hat und somit gibt es jetzt eine Stromsicherheit.

00:10:22: Dieses Geld ist das gleich wie bei der Ricca-Dalschleife mit Sicherheit nur möglich weil es Olympia ist.

00:10:29: Kann man aber sagen ein richtiges echtes Olympiageld, wie viel das war jetzt ohne diesen positiven Nebeneffekte mit einzurechnen.

00:10:38: Ja, also wir könnten sagen dass es rund eine halbe Milliarde Euro sind die der Staat in Südtirol investiert hat im Zusammenhang mit Olympia.

00:10:49: Reine Olympiagelder aus dem Olympiatopf werden ist dann zweihundertachzig Millionen in etwa sein.

00:10:58: Ich hab immer das Gefühl, auch wenn man mit den Leuten draußen spricht.

00:11:02: Manche sind auch einverstanden und froh über diese Straßenbaubrojekte und die Riccadal-Schleife vor allem.

00:11:09: was doch aber schon beklagt wird ist dass es so spät kommt also manche dieser Projekte gerade die Einfahrt nach sechsten dort haben die Bauarbeiten noch gar nicht begonnen.

00:11:19: kann das sein?

00:11:20: Dass das ein Fehler war, dass man da nicht früher damit gestartet ist oder schneller machen konnte?

00:11:25: Nein das hängt Einzig und allein zusammen mit den materiellen Zeiten, die notwendig sind bei solchen Vorhaben.

00:11:31: Auch Straßenvorhaben brauchen Vorlaufzeit in der Planung, Projektierung und dann in der Ausführung.

00:11:37: Und natürlich ist es jetzt schön zu sagen wir haben Olympia als Aufhänger damit wir jetzt die Finanzierung schaffen.

00:11:44: aber Olympia ist nicht der Moment wo dann alles fertiggestellt ist.

00:11:47: Olympia war für uns Der glückliche Vorwand, um jetzt Gelder einschreiben zu können die wir vorher nicht hatten.

00:11:54: Aber die Realisierungszeiten gehen dann einen anderen Weg.

00:11:57: bestimmte Sachen waren möglich schneller umzusetzen und andere sind als rein materiellen Zeitgründen halt später dran so zum Beispiel auch sechsten.

00:12:06: Noch eine letzte Frage zum Geld.

00:12:08: Die Stiftung Milano Cortena, das wurde vor einigen Tagen bekannt, hat einen Defizit im Haushalt von dreihundertzehn Millionen Euro.

00:12:15: Südtirol muss da mitzahlen wahrscheinlich fünf Millionen.

00:12:18: Ist das etwas was dann das Land wieder kalt erwischt oder was einfach für die Stimmung schlecht ist?

00:12:23: Oder wie haben sie reagiert als Sie davon erfahren

00:12:27: haben?

00:12:28: Ja ich glaube wir können das alles schon gut einordnen warum hier am Ende bei der Bilanz ein Fehlbetrag steht.

00:12:36: Wir müssen auch wissen, dass die olympischen Winterspiele Milano-Quartina und Antolz in denen am wenigsten Budget zur Verfügung stand seit je.

00:12:49: Also wenn man das kurz sich in Erinnerung ruft wir haben für die Veranstaltung in etwa eins Komma Sechs.

00:12:54: Am Ende werden es Eins Komma Sieben Milliarden Euro sein.

00:12:57: Für die Investitionen getrennt sind es da noch einmal drei Komma Vier oder Drei Komma acht Milliarden.

00:13:02: Und wenn man das jetzt im Vergleich setzt, zum Beispiel mit den olympischen Spielen die vorher waren, Baking – zitieren wir das.

00:13:09: Wir wissen dass dort in etwa einer Investitions- und Gesamtausgabe von über dreißig Milliarden US Dollar waren.

00:13:17: In Sochi waren es über fünfzig Milliarden US dollar!

00:13:21: Und die bis dato nennen wir sie kostengünstigste Version von Olympischen Winterspielen in einem demokratischen Land.

00:13:28: Weil ich habe jetzt Länder zitiert, wo es leicht ist das Geld auszugeben weil irgendein Machthaber das so will und entscheidet.

00:13:33: Demokratische Staaten verfahren hier anders.

00:13:37: Die bisher günstigste Ausgabe vom Olympischen Winterspiel war Vancouver.

00:13:41: Das waren acht Milliarden US-Dollar!

00:13:43: Wenn man unseren Euro-Betrag im US Dollar übersetzt, dann werden das rund sechs Milliarden US-Dollar für ein Milano Cortina.

00:13:52: Und es haben viele Leute gesagt, es ist nicht möglich, olympische Winterspiele mit so einem Budget durchzuziehen – insbesondere dann nicht wenn es dezentral organisiert ist, weil da eigentlich einen höheren logistischen Aufwand nach sich zieht!

00:14:05: So, Milano Cortino und wir alle haben uns bemüht wie ihr mit.

00:14:09: Inhalt dieses Kostenpunktes zu sein hat sich aber dann schon ab einem bestimmten Moment ausgezeichnet, dass an allen Ecken gespart wurde.

00:14:17: Vieles wurde tatsächlich nicht gemacht.

00:14:19: deswegen kamen zuweilen ja auch ein Vorwurf von bestimmten Leuten man sieht ja nichts von Hollywood.

00:14:24: Das hängt ja auch damit zusammen.

00:14:26: Dass er eben gespart worden und für uns war das jetzt nicht eine Überraschung, dass in der Abrechnung es einen Fehlbetrag geben wird.

00:14:34: Es laufen jetzt die Verhandlungen wie wir diesen Fehl Betrag decken.

00:14:38: Hier ist besonders auch der Staat gefragt und da gibt es jetzt Verhandlungen.

00:14:41: Und am Ende werden wir sehen, in welcher Weise und in welchem Ausland wir als Südhol hier mitgehen werden?

00:14:46: Sie haben gerade gesagt, dass man so das Gefühl hatte anfangs man sieht ja gar nichts von Olympia.

00:14:52: Ja, was bei Ihnen den Moment wo so richtig Olympiastimmung aufgekommen ist, wo die Euphorie für sie begonnen hat eben auch auf die sportlichen Bewerbe ausgelegt?

00:15:03: Das ist eine schöne Frage weil wir ja hier gerade im Bereich der Kommunikation eine wichtige Entscheidung gemeinsam getroffen haben, dass wir nicht möchten große Kampagnen für Olympia fahren.

00:15:17: Öffentlichkeitswirksam, weil wir glauben das ist ein schlechter eingesetztes Geld.

00:15:22: Weil Leute wissen, dass Olympia hier stattfindet.

00:15:24: Wir müssen nicht den Leuten erzählen, da es Olympia herstatt findet und wir haben eine Kommunikion gewählt die ganz bewusst sich orientiert hat an der Information über Veranstaltungen und Rahmenprogramme die wir gemacht haben.

00:15:38: und hier ist ja ganz viel geschehen.

00:15:40: Wir hatten zum Beispiel eine Medaillenausstellung, gemeinsam mit Künstlern wir hatten eine ganz wenigen Fackelausstellungen die vollständige Fakkeln aller olympischen Wettbewerbe beinhalten Hier in Südtirol gemeinsam mit dem Museum wo das Museum selber sich beteiligt hat.

00:15:57: Wir haben eine große Veranstaltung gehabt quasi unser Auftaktveranstaltung des On Fire mit Sytiol, Philharmonika und Wann

00:16:06: in der Sauce mit der guten Stimme

00:16:08: bei Ihnen.

00:16:08: Genau das will ich Ihnen genau in diesem Moment jetzt sagen und das heißt wir haben das so getaktet dass das Veranstaltungen sind die dann eher später gestartet sind ab Dezember ab Jänner ganz besonders und ich glaube unsere Kommunikation ist dann rund um diese Veranstaltung diese Events herum gestartet, auch mit dem Fackellauf und den Einzug der Fackel.

00:16:29: Alles das!

00:16:30: Und hier ist es gut gelungen so ab Jänner dann Schritt für Schritt immer stärker dieses Olympia-Gefühl zu steigern – und auch die Begeisterung, auch die Vorfreude.

00:16:39: Ich glaube, dass hat geholfen, dass wir genau auf das Gesetz haben, auf ein sinnvolles, gut austariertes Rahmenprogramm ohne zu übertreiben aber eben auch zum Ausdruck zu bringen, dass Olympia hier ist.

00:16:51: Das gibt es ja nur ein einziges Mal im Land Südtirol und dann würde ich sagen, dass es schon gut gelungen ist Schritt für Schritt.

00:16:58: Bei Ihnen persönlich also kam gar nie Olympia Stimmung auf?

00:17:02: Auf die Frage haben Sie noch nicht geantwortet?

00:17:05: Doch!

00:17:05: Es kam Olympia-Stimmung auf natürlich sehr früh.

00:17:09: alle Leute involviert waren und das waren ja wahnsinnig viele in der Vorbereitung an den unterschiedlichsten Positionen, Stellen, Institutionen.

00:17:17: Die hatten natürlich Olympia-Feeling früher.

00:17:19: aber das ist ein anderes Olympia Feeling.

00:17:21: Das sind die Vorbereitungen.

00:17:23: Wir wissen dass es hier um etwas Großes geht.

00:17:25: Hier ist auch Anspannung dabei nicht nur Freude Aber das richtige Olympia feeling im Sinne von Euphorie Dass man sich interessiert wer hat wo gewonnen?

00:17:34: Wer macht mit also richtig das Sportereignis?

00:17:37: Das vielleicht ist so drei Wochen vorher bei mir persönlich auch geschmackt.

00:17:40: Ja, wie viele Rennen oder Wettbewerber haben Sie denn angeschaut?

00:17:44: Ich war dann auf der Tribüne in Antolz zweimal am Ende eigentlich nur.

00:17:50: Hatten sie Glück

00:17:51: mit Medaille oder

00:17:52: ohne Medaillen?

00:17:53: Beim ersten Mal ja und beim zweiten mal nicht!

00:17:55: Ich glaube das ist jetzt etwas wirklich Tolles zu sehen was so ein Sportfest dann vermag als Wirkung auszulösen Weil nur wenn man dann dort ist mittendrin, spürt man die Kraft so eines Sportfestes.

00:18:11: Weil es wirklich so verbindend wirkt über die Grenzen hinweg, über die Sprachen und über die Kulturen.

00:18:17: Es ist eine Begeisterung, die die Leute trägt und die die auch zusammenbringt.

00:18:23: Und ich möchte betonen dass es so viele Leute gegeben hat, die im Thema Olympia jetzt gearbeitet haben.

00:18:30: das war ein regelrechtes Heer von Leuten in unterschiedlichen Rollen, da geht es zum einen natürlich um die Veranstaltung in Antholz selber mit dem gesamten Team.

00:18:39: Die Gemeindeantholz, die er die ganz wesentlichen Leistungen erbracht hat.

00:18:43: dann gibt es die Mobilität und die Logistik geführt von Martin Walazer, ungemein kompetent.

00:18:50: Das Thema Sicherheit, das Thema Zivilschutz, geführt vom Unseren Zivillschutz-Chef Klaus Unterweger.

00:18:55: Das Demos Sanität, geführte von Marc Kaufmann.

00:18:58: Das demo der Veranstaltungen – alles als Pakete hat eine Reihe von Veranstaltung.

00:19:02: und das demo die Kommunikation mit Hannes Größer und Claudia Messner.

00:19:05: Und das Thema Sponsoring ist es uns auch daran gelegen, dass wir Südtirol hier darstellen.

00:19:10: Auch mit unseren Produkten weniger als Territorium, sondern besonders mit unserem Produkt und das ist ja gelungen durch eine Sponsorinvereinbarung wo ich sonst am Ende sogar dann möglich gemacht wurde etwas was gemäß Vertrag nie denkbar gewesen wäre dass wir sogar die Südturoler Milch dort hatten.

00:19:26: Die hat man auch getrunken und sogar im Café war die Südtiroler Milchs drin.

00:19:30: Glauben Sie, dass vor mittlerweile zweieinhalb Monaten ging in die Wettbewerbe zu Ende.

00:19:35: Dort stand eben lange das sportliche Aspekt der Freude und die Euphorie fest im Vordergrund?

00:19:41: Ist es aber nötig jetzt, wenn wir so stehen diese Bilanz zu ziehen wie wir das machen oder sollte man eigentlich alles belassen?

00:19:49: Oder kann man leeren daraus ziehen für die Zukunft?

00:19:52: Ja ich glaube schon, dass das möglich ist, dass man leerender ausziehen kann und das sollten wir auch tun.

00:20:00: Also ich würde sagen, die Feststellung ist dass es in demokratischen, partizipativen Gesellschaften auch schwierig ist.

00:20:09: Große Entscheidungen, große Investitionen hier auch ein großer Ereignis durch zu setzen.

00:20:15: Wir erleben das ja auch in Deutschland.

00:20:17: jetzt, wenn Hamburg sich kandidiert oder München sich kandidiert hat für Olympia und Volga-Olympian dann sieht man ja diesen Prozess.

00:20:24: es ist ein schwieriger Prozess und ich finde das eigentlich auch gut.

00:20:27: Es ist gut dass es Leute gibt die hier Bedenken einbringen und es gibt ja Gründe hier zu sagen Das ist nicht gut.

00:20:35: Gerade bei Olympia muss man ja schrauben wenn man zurückblickt Dass Olympia eben nicht nur Glanz und Glory war Olympia gerade auch konertiert ist mit den Themen wie Korruption.

00:20:47: Eindeutig!

00:20:48: Oder das Olympia... Hat

00:20:49: du ein bisschen Kontakt damit als Vorsitzender

00:20:52: des Koordinierungs?

00:20:53: Nein, ich glaube Olympia, das IOC besonders hat hier ja auch eine Leiterung hinter sich einen großen Prozess.

00:20:59: Gerade auch nach dem letzten Olympiaden in den Autokratieren wenn man im China oder Russland denkt wo ja Olympia auch missbraucht wurde Und aus all dem und vor allem der Erkenntnis viel Geld irgendwo zu investieren in Anlagen, die danach eh niemand mehr braucht.

00:21:16: Das alles hat ja einen Denkmumschwung nicht nur bei vielen Leuten, die jetzt mitdiskutieren ist das sinnvoll oder nicht sinnvoll?

00:21:23: nach sich gezogen sondern auch bei IOC selber also bei den Verantwortlichen.

00:21:28: Insofern gibt es eine neue Ausrichtung und die neue Ausreichtung heißt ja ganz stark legacy.

00:21:33: Also es muss am Ende was übrig bleiben für die Bevölkerung.

00:21:37: ein Teil muss so sein, dass es dem Territorium weiterhin dient.

00:21:43: Und ich finde etwas ganz Entscheidendes, was Olympia auch gelernt hat und die Leute von Olympia, der JZ, gelernt haben ist, das wir nicht mehr wiederholen möchten – die Olympianer vergangenen Jahre, wo an einem Ort alles hochgezogen wurde, investiert wurde und dann verlottert, sondern dass dann die Entscheidung richtig ist, Spiele dezentral organisiert.

00:22:06: Zweitens, dass man Anlagen nutzt, die es schon gibt und drittens... ...dass man die kale Veranstaltungskompetenz also die lokalen Leute wissen wie das geht einbindet.

00:22:17: Und das war der Super-Effekt auch hier in Antolz und auch deswegen hat der Landeshauptmann Arnold Kompatscher dieses Mal gesagt, da sind wir dabei!

00:22:28: Sie ziehen eine positive Bilanz für die Bevölkerung jetzt am Ende dieser Großveranstaltung, aber es gibt doch bestimmte Punkte wo sie sagen das würden wir anders machen wenn wir nochmal könnten.

00:22:41: Was ist das?

00:22:42: Ich glaube ein Punkt ist das Thema Diskussion und Leute mitnehmen.

00:22:51: ich glaube nicht dass jetzt ein Fehler war weil Es war in gutem Glauben Und es war ganz ernsthaft so gemeint dass viele leute aufbauen entwickeln und sich vorbereiten für den Moment, wo Olympia dann da ist.

00:23:04: Aber ich glaube im Nachhinein betrachtet wäre es auch möglich gewesen früher die Kommunikation zu Olympia zu machen über die Vorteile, die sich am Ende ergeben werden.

00:23:16: Ich glaube wir waren in dieser Kommunikion eher etwas spät dran so dass sich Fronten auch schon verherrtet haben.

00:23:23: Und ich finde gut den Dialog und die Gegenrede.

00:23:27: das macht ja Sinn weil in der Regel führt auch eine konträre Position oft dazu, dass das Ergebnis besser ist.

00:23:35: Und hier vielleicht hätten wir können Positionen auch früher abholen, das wäre möglich gewesen und so hatten wir dann eine relativ verhärtete Situation, sodass dann eine große Voreingenommenheit auch da war... ...und ja, auch eine Unerbittlichkeit in der Diskussion die nie gut ist, die immer schlecht ist, besonders für eine Demokratie.

00:23:53: Hier braucht es Ausgleich, hier braucht es auch den Kompromiss Am Ende wir wirklich sagen können, dass so wie wir Olympia gestaltet haben in Südtirol.

00:24:04: So wie der Landeshauptmann und die wesentlichen Akteure im Übrigen auch der Landesrat Alfreider zusammen mit den ganzen Investitionen für die Mobilität das Gestaltet haben kann man sagen da bleibt wirklich so ein Riesenmehrwert für das Land etwas, was wir ohnehin schaffen wollten und jetzt durch Olympia auch mit Unterstützung des Staates schaffen konnten.

00:24:23: Und das nutzt allen!

00:24:24: Ich glaube diese Botschaft können dann alle auch mittragen.

00:24:27: Ja

00:24:28: weil Sie davor gesagt haben die Bevölkerung mitnehmen, Citroën bekommt ja insofern auch eine zweite Chance.

00:24:34: wenn man es so vergleichen kann man das nicht.

00:24:36: aber man kann's schon versuchen mit der Schiebe M in Gröden, im Jahr zwanzig-einundreißig versuchen sie da gerade auch die Bevölkerungsstärke mitzunehmen.

00:24:45: oder läuft eh, wie es immer gelaufen ist.

00:24:48: Ich glaube dass man hier sich schon doch einiges dann mitnehmen kann als sogenanntes Learning von Olympia.

00:24:57: ich glaube das Gröden ausgesprochen gut vorbereitet ist mit einer ähnlichen Situation die wir sie in Antolz hatten nämlich mit einem herausragend aufgestellten Organisationskomitee.

00:25:10: Das hatten wir ja auch in Antols mit den Leuten dort Lorenz Leitge, Berika Ballhuber.

00:25:15: Die ganzen Teams machen ja seit Jahren Weltkap, die machen seit Jahren Weltenmeisterschaften und brillieren jedes Mal!

00:25:21: Und so verhält es sich auch in Grünen.

00:25:22: Insofern kann man sagen sind hier die Vorzeichen ziemlich ähnlich und eben auch die Straße hin zum Erfolg.

00:25:28: eigentlich ist relativ gut geebnet aber ich würde auch sagen dass man sicher eine wichtige Aufgabe darin hat Leuten auch immer zu erzählen was jetzt geschieht welche Investition gedätigt wird wofür Wie viel es kostet und was das am Ende bringt.

00:25:44: Danke sehr, dann versuchen wir das.

00:25:46: Danke Herr Stofner für das Gespräch!

00:25:48: Danke vielmals!

00:25:50: Ja, das war Silke Hinterwalner im Gespräch mit Ulrich Stofnau.

00:25:54: Kommen wir nun zu den restlichen Themen in der aktuellen Ausgabe.

00:25:57: Es ist genau ein Jahr her, dass Andere Wert in Rom war Und für die FF über die Wahl des neuen Babstes Leo XIV berichtete.

00:26:05: Dort traf er auch Severina Bartoniček.

00:26:08: Sie ist seit Jahrtausendzweiundzwanzig Vatikan-Korrespondentin für die katholische Nachrichtenagentur KNA.

00:26:15: Die Journalistin begleitete den Barbst auf seiner kürzlich stattgefundenen, mehrtägigen Reise

00:26:21: nach Afrika.

00:26:22: Anderer Wert sprach mit ihr über eben diese Reise – über die Auseinandersetzung mit dem US-Präsidenten Donald Trump und wie sich der Barbst im Laufe des ersten Jahres veränderte.

00:26:32: Ja, der Bürgermeister von Santin Dauvers Josef Nöckler hat mit seinen rückständigen Frauenaussagen im ganzen Land für Führere gesorgt.

00:26:40: Damit macht er Familienpolitik wieder zum Streitfall.

00:26:43: Warum es noch sehr viel mehr Streit und Debatte zum Thema braucht, schlüsselt Alexandra Aschbacher in ihrem Essai auf Und ich habe mich mit der Trauerbegleiterin Margerita Profunzo getroffen.

00:26:54: Im Interview erklärt sie was Trauer eigentlich ist Welche Bedürfnisse trauende haben und wie Freunde und Familie ihnen sinnvoll beistellen können.

00:27:03: Ja, das war's für diese Woche!

00:27:05: Ich bedanke mich herzlich fürs Zuhören – wir hören uns wieder nächsten Donnerstag, denn Donnerstag ist der fünfte Tag.

00:27:10: Machen Sie es gut!

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