Aus der Blase #16: Sabina Kasslatter Mur
Shownotes
Sabina Kasslatter Mur, 62, hat es schon früh in die Politik gezogen: Mit 27 wurde sie für die SVP in den Gemeinderat von Barbian gewählt, drei Jahre später – 1993, kandidierte sie erstmals für den Südtiroler Landtag und wurde auf Anhieb gewählt. Sie war zunächst Landtagspräsidentin und in den darauffolgenden Legislaturen dann im Kabinett Durnwalder III, IV und V Landesrätin für die Ressorts Schule, Familie, Denkmalpflege, Kultur. Bei der Landtagswahl 2013 trat sie nicht mehr an und schied aus der aktiven Politik aus. SVP-Mitglied, sagt sie im ff-Podcast-Gespräch, sei sie allerdings auch heute nach wie vor.
Kasslatter Mur erzählt davon, wie sie schwanger Wahlkampf machte, wie sehr sie vor allem von Frauen dafür kritisiert wurde und warum sie sich irgendwann eine Mappe mit dem Titel "Gift" angelegt hatte. Die Eisacktaler SVP-Politikerin hat in ihrer politischen Laufbahn viele kleinere und größere Skandale erlitten – unter anderem die so genannte "Frosch-Affäre". Offen und selbstkritisch erzählt sie heute darüber.
Heute ist die 62-Jährige in ihrem fünften Job angekommen: sie war Lehrerin, Journalistin, Politikerin, Leiterin des Förderkreises - und später der Stiftung der Uni Innsbruck. Heute betreut sie die Gäste der Ferienwohnungen am Hof ihres Mannes. Sie kehrt damit zu ihren Wurzeln zurück: Kasslatter Mur ist in Klausen im Gasthof ihres Vaters aufgewachsen. Sie und ihr Mann leben in Barbian und haben zwei erwachsene Töchter, die in München und Schweden leben.
Moderation & Redaktion: Alexandra Aschbacher
Produktion: Alexandra Aschbacher
Link zur[Titelgeschichte]Linkbeschreibung
Noch kein ff-Abo? Klicken Sie hier[
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ich von einer Maßnahme überzeugt war, dann war der Willen so stark dass sich viele Verletzungen auch zu meinen Ungunsten ausgehalten habe.
00:00:08: Mit schlaflosen Nächten mit Schlafmitteln... Das hab' ich durchgezogen!
00:00:17: Was?
00:00:18: Die Kassel auf der Mura zwei Puppeln daheim, das soll schauen, dass sie dahein bleiben.
00:00:21: Ich war die erste, die einen, wenn ich so nennen darf unter Anführung seinen schwangeren Wahlkampf geführt haben, tab dafür bitterböse Kommentare und Briefe gekriegt.
00:00:31: Ich habe mir irgendwann eine Mappe Gift eingelegt, mit dem Namen GIFT.
00:00:37: Wissen Sie?
00:00:39: Wir Frauen haben noch zu wenig gelernt unsere verschiedenen Rollenverständnisse... ich muss es ja nicht akzeptieren wenn eine andere Frau was anderes tut als ich aber zur Kenntnis Themen und Nicht drüber schimpfen.
00:00:51: Da sind uns die Männer weit, weit, weiter
00:00:53: voraus.
00:00:55: Nach wie vor!
00:00:58: Eine Vorstellung
00:00:59: war immer zum Beispiel, dass
00:01:01: Schule
00:01:03: von den Steuergeldern und der Familien bezahlt wird.
00:01:06: Und Schule hat sich auch nach familiären Bedürfnissen zu richten.
00:01:14: Waren Sie immer mutig genug?
00:01:17: Nein!
00:01:28: Herzlich willkommen zum FF-Podcast aus der Blase, den politischen Gespräch bei dem wir die Frage nachgehen was machen Politiker eigentlich und was macht die Politik mit Politikerinnen.
00:01:38: Mein Name ist Alexandra Aschbacher und ich freue mich dass ihr auch bei dieser Folge wieder dabei sind dieses mal mit der ehemaligen Landesrätin für Schule und Kultur Savina Kasselat Amour.
00:01:47: Schön dass Sie hier sind!
00:01:48: Danke vielmals für die
00:01:49: Einladung In diesem Podcast, für jene die sich jetzt vielleicht wundern.
00:01:53: Wieso jetzt eine ehemalige Politikerin hier sitzt?
00:01:57: Aber es geht darum dass man ein bisschen in dieses politische Geschäft hineinschaut mit Aktiven, nicht mal Aktiven und mit denjenigen die sich von außen beobachten.
00:02:05: also soll ja eine Mischung an Gästinnen und Gästen werden.
00:02:08: deswegen freut das mich.
00:02:09: da sie zugesagt haben Wie geht es Ihnen gerade Frau Kasselatamu?
00:02:13: Mir gehts sehr gut.
00:02:16: Es passt, ich betreibe meinen fünften Job sozusagen.
00:02:20: Helfen Sie uns!
00:02:20: Was ist jetzt der Fünfte?
00:02:23: Der erste ist Journalistin.
00:02:24: Zunächst war ich Lehrerin und dann war ich JournalistIn.
00:02:30: Dann bin ich in die Politik eingestiegen.
00:02:32: Nach der Politik bin ich an die Universität Innsbruck gewechselt und jetzt zumal unsere Töchter hoffentlich nur derzeit aber... erklären nicht nach Hause kommen zu wollen, betreibe ich die Ferienwohnungen meines Mannes am Bauernhof.
00:02:48: Sie haben jetzt schon ein bisschen vorweggenommen, wo ich jetzt hinkommen wollte nämlich ein bisschen ihren Lebenslauf herunterzurattern für jene, die es nicht mehr so präsent haben, wo wir jetzt die Sabina Kassler-Tamur so einordnen.
00:03:00: Wenn ich etwas falsch sage, wenn etwas nicht korrekt ist dann bitte ich sie, können sie halt rufen und mich korrigieren?
00:03:07: Sie sind am achtzehnten Juni dreiundsechzig in Prixen geboren und den Klausen aufgewachsen.
00:03:12: Sie studierten Geschichte und Germanistik an der Universität Innsbruck, und arbeiteten anschließend einige Jahre als Redaktion bei der Tageszeitung Dolomiten.
00:03:22: In den Gemeinderaten in Barabian wurden sie dann hineingewählt für die SVP und wurden auch gleich Referentin.
00:03:28: Dreiundneunzig Landtagswahlen kandidierten sie wieder für die SWB und schafften wieder gleich den Sprung in dieses hohe Gremium hinein und wurden dann zunächst Landtagspräsidenten Und dann drei Legislaturen im Kabinett Dornwalder, Landesrätin.
00:03:45: Und eigentlich die Hauptressourcen waren immer deutsche Schule, Kultur-, Familie-, Denkmalpflege so ein bisschen in diesem
00:03:52: Mix-Jugend.
00:03:53: Die Jugendarbeit und der Deckel und weiter Bildung.
00:03:56: Zwei Tausend Dreizehn hatten sie dann genug vom politischen Geschäft und sagten so jetzt reicht's ich steige aus und leiteten wie Sie eben schon gesagt haben in den Jahren zwei Fünfzehn bis zwei Einundzwanzig den Vorderkreis der Stiftung der Uni Innsbruck.
00:04:09: Dann hab ich aufgebaut.
00:04:10: Den gab's davor
00:04:11: nicht, ebenso
00:04:12: wie die Stiftung.
00:04:13: Aber es gibt ihn jetzt nach und vor, aber wenn sie das nicht mehr testen
00:04:16: ... Ja!
00:04:17: Und das hat mir nicht gereicht in der Politik, sondern ich habe mir überlegt... Ich mach' das jetzt zwanzig Jahre, ich werde bei der nächsten Wahl fünfzig Jahre alt und wenn ich noch was anderes im Leben machen möchte dann muss ichs jetzt sein lassen weil wenn ich nochmal weiter mache, dann warst das.
00:04:35: Und sie leben nach wie vor mit ihrem Mann, wie Sie es davon angesprochen haben.
00:04:40: Ja!
00:04:40: In Barbien auf Ihrem Hof...
00:04:41: Auf seinem
00:04:42: Hof?
00:04:42: ...auf seinem Hof haben zwei erwachsene Tüchter die arbeitsmäßig nicht mehr nach Hause zurückkommen.
00:04:47: Leider wollen derzeit.
00:04:50: Also eine ist in Schweden und die andere
00:04:53: in
00:04:53: München und betreiben den gemeinsamen Hof oder sie dürfen die Ferienwohnungen.
00:04:57: Ich mache die Landwirtschaft und ich betreue die Gäste.
00:05:01: Dann schauen wir mal.
00:05:02: Sie kehren ein bisschen zu ihren Wurzeln zurück?
00:05:04: Das ist richtig, nicht nur ein bisschen sondern voll!
00:05:07: Ich bin im
00:05:08: Gasthof Klostersepp in Klausen aufgewachsen, musste schon als Kind mithelfen und bin jetzt sozusagen zum einen Wurzeln zurückgekehrt.
00:05:17: Mir hat das auch Spaß gemacht der Arbeit im Gasgewerbe.
00:05:20: Es war jetzt nicht so beabsichtigt aber es hat sich so ergeben.
00:05:24: Und sie fühlen sich wohl in dieser neuen Aufgabe.
00:05:26: Ich fühle mich wohl, ich habe den Arbeitsaufwand unterschätzt.
00:05:29: Wenn ich ehrlich bin, ich dachte das ging so nebenbei und ich hätte noch jede Menge Zeit für Kultur- und andere Hobbys.
00:05:36: Gott sei Dank hab' ich seit letzten Jahr eine Angestellte zu Hause.
00:05:39: Dann kann ich das jetzt wieder ein bisschen vereinbaren Aber grundsätzlich macht's mir Spaß.
00:05:45: Wir haben sehr interessante Gäste.
00:05:46: Das Ganze ist ja neu.
00:05:48: Das Haus war Sanier Bedürftig.
00:05:51: Unsere Mädchen wollten nicht nach Hause kommen und deshalb haben wir entschieden so, dann sanieren wir es richten uns eine neue Wohnung ein und schaffen Ferienwohnungen.
00:06:01: Sie brachten das ganze Haus irgendwie umgebaut?
00:06:03: Genau!
00:06:04: Wir haben das Haus kerren saniert, wir haben's komplett ausgehöhlt.
00:06:07: Es war ein Bau aus den siebziger Jahren denn meine Schwiegereltern hingestellt hatten so wie man früher halt baut.
00:06:15: Baute Und mittlerweile waren sozusagen die, ja der Dachstuhl war kaputtiwende.
00:06:21: Waren riskig und es musste was gemacht
00:06:23: werden.
00:06:24: Und meine Schwiegermutter war einige Jahre vorher gestorben.
00:06:28: Solange sie lebte wollten wir da auch nichts anruhren und machen mit denen ich übrigens ein sehr gutes Verhältnis hatte und dem mich irrsinnig unterstützt hat auf meinem Weg in der Politik und meiner Arbeit dich zu Hause samt Erziehungsaufgaben bei den Kindern wegen der Politik nicht unter einen Hut
00:06:47: brachten.
00:06:48: Kommen wir vielleicht noch mal später ein bisschen drauf?
00:06:51: Wir machen das entweder oder-Fragen-Spiel zu Beginn, um ein bisschen hineinzukommen in die verschiedenen Themen.
00:06:58: Bitte für eine Antwort.
00:06:59: sich entscheiden und Sie sind ja aus dem Politiker-Sprech heraus und also sie können das sicher relativ klar sich entscheiden SVP Arbeitnehmer oder soziale Mitte?
00:07:10: Arbeitnehmer
00:07:11: Quote oder Qualifikation
00:07:13: Kurte und Qualifikation.
00:07:15: Ja gut!
00:07:15: Das geht nicht?
00:07:16: Nein, entweder oder.
00:07:18: Dank kurter Angesichts der jetzigen Zustände
00:07:21: Alpenrose oder Ilweiß?
00:07:25: Alpen Rose
00:07:27: Hund oder Katze?
00:07:28: Hund
00:07:29: Frosch oder Kräuter?
00:07:30: Ach, sie kommen ja mit dem Frossch.
00:07:33: Dann lieber einen Frosche.
00:07:35: Land- oder Partei?
00:07:40: Land
00:07:41: Fünf Tage Woche oder sechs Tage Woche?
00:07:43: Fünf Dagewoche
00:07:44: Klauselwitz oder Maxia Belli?
00:07:48: Klausewitz, den hat mir übrigens Landesrat Otto Sauer mal geschenkt mein Kollege.
00:07:52: Und deswegen die Frage ja... ...um
00:07:53: meine Strategie zu schulen?
00:07:55: Hat er gemeint!
00:07:56: Sie haben mit ihm glaube ich doch auch ein bisschen über die Strategie diskutiert, waren aber nicht in meiner Meinung oder?
00:08:02: Nein, aber wir diskutierten kontrovers und konstruktiv und nicht auf persönlicher Ebene und ich habe viel von ihm gelernt.
00:08:09: Und vom Klausawitz auch?
00:08:11: Weniger
00:08:12: Und Sie haben gesagt in Magia Velli, aber auch bei Magiavelli sind sie nicht zu Hause geworden.
00:08:16: Ich
00:08:16: habe MagiaVelli für Frauen gelesen, aber naja!
00:08:19: Na ja gut.
00:08:20: Dialekt oder Hochdeutsch?
00:08:22: Hochdeutzsch.
00:08:23: Rom- oder Wien?
00:08:26: Wien.
00:08:27: Wien oder Berlin?
00:08:29: Puh!
00:08:30: Meine Mutter ist Bundesdeutscher.
00:08:32: Also hab ich auch da eine gewisse Affilität zumal der Bundespräsident ein guter Freund
00:08:38: ist...
00:08:39: Sie haben jetzt gefragt, Wien oder Berlin?
00:08:41: Wien und
00:08:42: auch bei Wien.
00:08:43: SPD oder CDU?
00:08:45: SPD.
00:08:45: Frank-Walter Steinmeier oder Angela Merkel?
00:08:47: Steinmeyer.
00:08:48: Lüsterunwalder oder Arno Kompaccia?
00:08:51: Ich konnte mit Arno nicht zusammenarbeiten.
00:08:53: Es ist unfair mir da ein Urteil zu bilden.
00:08:55: Ich habe bloß mit Lüsternweiler gearbeitet... Da pass ich!
00:09:00: Ja, sonst Lüstrunwaller ist auch okay wenn sie mit ihm zusammengearbeitet.
00:09:05: Wie lassens passt's?
00:09:06: Ich bin gnädig, weil sie das relativ im Vergleich zu anderen aktiven Politikerinnen sehr gut gemeistert haben jetzt.
00:09:14: Dankeschön!
00:09:15: Frau Kasselert, Sie sind ja über zehn Jahre jetzt weg vom aktiven politischen Geschäft.
00:09:21: Wenn Sie auf Ihre Zeit zurückblicken wo Sie Landesräte waren und wo Sie aktiv in der Politik mitgemischt haben, waren Sie immer mutig genug?
00:09:30: Nein...
00:09:31: Warum nicht?
00:09:31: Weil ich mir hinterher manchmal gedacht habe, so da hätte ich jetzt auf weniger Kompromisse eingehen sollen und das durchziehen sollen wenn ich es dann geschafft hätte.
00:09:40: Das war eines meiner Fazits hinterher.
00:09:44: Frau macht ja auch eine Manöverkritik und da hab' ich mich hinterher einige Male gedacht Mensch ich jetzt doch durchziehen soll.
00:09:53: Können Sie ein konkretes Beispiel machen?
00:09:55: Zum
00:09:55: Beispiel den langen Streit um die fünf Tage Woche
00:09:58: Schule muss man dazusagen.
00:10:00: Wobei
00:10:00: natürlich schon klar ist, dass ich nicht weiß ob ich auf der Schnauze gefallen wäre wenn ich Ratze Putz durchgezogen hätte.
00:10:10: Meine Vorstellung war immer zum Beispiel das Schule... Jetzt bin ich etwas krass.
00:10:15: von den Steuergeldern und der Familien bezahlt wird.
00:10:17: Und Schule hat sich auch nach familiären Bedürfnissen zu richten.
00:10:23: Und so wie ich Schule erlebt habe, mit unseren Töchtern die morgens um halb sechs aufstanden und um halbt drei ohne Mittagessen nach Hause kamen.
00:10:33: Ich will es jetzt nicht nur auf mich beziehen aber das trifft ja viele Familien.
00:10:36: oder mit Nachbarsfamilien eins im Kindergarten einzelner Grundschule einster in der Mittelschule Mutter drei Stunden mittags am Herd jede Stunde kommt wieder.
00:10:44: eines wäre meine Wunschvorstellung gewesen, dass wir Schule mit gleitender Eingangszeit machen.
00:10:51: Dass wir Schule Mit gesichertem Mittagessen machen und Freitagmittag aufhören, während wir Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag bis in den Nachmittag gehen.
00:11:00: Mit Betreuung, etwas aufgelockerter Unterrichtszeit.
00:11:05: Wir dürfen uns nicht wundern wenn ein Lern theoretisch wenig begabtes Kind Um sechs aufsteht, um bündlich in den Mittelschulunterrichtsbeginn und Viertel nach sieben zu kommen.
00:11:16: Da mit sechs bis zu sechs Unterrichtseinheiten sind ja keine Stunden.
00:11:21: Das sind fünf von vierzig-fünfzig Minuten Einheiten sozusagen bedient wird Dieses Kind dann in der fünften oder sechsten Stunde bei Mathematik nichts mehr mitkriegt.
00:11:31: Ich finde das zu viel, ich finde die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern Und auch der Familien sind zu wenig berücksichtigt.
00:11:40: Bei allem Respekt vor den Gewerkschaften Mit denen ich konstruktiv diskutiert habe und wo ich auch viele Verantwortlichen sehr schätze Auch heute noch.
00:11:50: Aber ihr Job ist der Arbeitsvertrag fürs Lehrpersonal.
00:11:53: Mein Job war die Bildungspolitik.
00:11:56: Das sind verschiedene Paare Schuhe.
00:11:59: Wir reden da jetzt, das war
00:12:00: ... Zwei, zehn,
00:12:02: zwei, fünf oder
00:12:03: zwei, zehn Autosauerwappern Personal-Landesrat und ich war die zuständige Landesräte und wir haben Tage und Nächte lang mit den Schulgewerkschaften diskutiert.
00:12:12: außerdem kam zu damaligen Zeit auch das hätte mir nicht schlecht gefallen ein Vorschlag von Rom, wir sind ja von Rom abhängig, wir haben keine primäre Gesetzgebungskompetenz der dann dort keine Mehrheiten fand, aber mir eigentlich gut gefallen hätte wie wohl wir Berggebiet sind und das schwierig zu realisieren gewesen wäre.
00:12:33: Rom hätte den Wahlzeitpunkt Jugendlicher für ihren weiteren Bildungsweg auf das Alter von sechzehn angehoben.
00:12:44: Rom hätte, die damalige Ministerin oder Minister weiß ich jetzt nicht mehr.
00:12:48: Hätte Kompetenzzentren geschaffen mit fixen Fächern und dann Begabungsförderungen.
00:12:56: Warum sage ich das jetzt?
00:12:57: Und warum hätte es mir gefallen?
00:12:59: weil ich einfach erlebt habe Eltern sind mit ihren Kindern einmal oder zweimal je nach Anzahl der Kinder im Leben befasst Mit der Schulwahl oder der Ausbildungswahl nach der Mittelschule.
00:13:13: Wir hatten damals auch die Schulreform, wo sich Oberschulen irrsinnig gesträubt haben gegen eine gewisse Klärung ihrer inhaltlichen Bereiche.
00:13:25: Es geht natürlich auch darum dass das ein Arbeitsmarkt ist, dass die Größe der Schule, die Anzahl der Stellen davon abhängt was sie alles bietet.
00:13:33: aber wir haben drei Große Schienen nach der Mittelschule, auch heute noch nach wie vor eine.
00:13:39: oder die Berufsbildung.
00:13:40: Oder diese E-Mailing Hops und Gopps und Geometerschulen, die jetzt eben Fachhoberschulle für Wirtschaft, fürs Bauwesen und so weiter heißen.
00:13:52: Die sollen das auch zum Ausdruck bringen!
00:13:54: So sehr ich es begrüßt habe, dass meine Tochter beispielsweise an der E-Mailing-Hangels Oberschule in Boots nach Philosophie Unterricht hatte.
00:14:01: Weil er das natürlich gut tut.
00:14:03: War es mir ein Anliegen sich auf die Kerndämen zu beschränken und diese zu vertiefen?
00:14:09: Wenn ich was Philosophisches möchte dann muss ich halt aufs Gymnasium gehen!
00:14:13: Und das hat mir in der Schulreform große Probleme beschert.
00:14:16: Mit den Oberschulen meiner Berufsbildung haben wir nicht so viel geändert, aber ich war dann froh dass wir da einigermaßen Klärung herbeigeführt haben.
00:14:23: Ich stelle fest heute wird es teilweise wieder verwischt ist halt so.
00:14:30: Aber ich denke, wenn es denn Wirklichkeit geworden wäre, dass junge Menschen nach Abschluss der Mittelschule in Ober- und Berufsschulzentren zwei Unterrichtsjahre verbracht hätten... Testen hätten können, wo liegen meine Begabungen?
00:14:49: Wo liegen meine Schwerpunkte.
00:14:50: Was macht mir Spaß?
00:14:51: und danach die letzten drei Jahre bis zur Matura oder bis zum Abschluss seiner Berufsbildung genau diese Schwerpunktfächer hätten wählen können wo natürlich gewisse Pflichtfächer dabei sind, Antoine Mathias.
00:15:03: Das wäre damals möglich gewesen
00:15:04: zu machen?
00:15:05: Nein!
00:15:05: In Rom ging es
00:15:06: nicht durch.
00:15:07: Das hat mir echt Leid getan.
00:15:09: und was die fünf Tage Woche anlangt um auf ihre Ursprungsfrage zurückzukommen... Ich quatsche schon wieder zu viel.
00:15:15: Also das passt
00:15:16: schon.
00:15:17: Es hat dann bloß auch mein Kollege Christian Thomasini nicht mitgespielt.
00:15:21: Italienische Kultur damals?
00:15:22: Genau, italienische Bildung.
00:15:24: Mehr hätte gefallen
00:15:26: wenn wir das irgendwie auch durchgedrückt hätten, dass wir Unterrichtszeit entzerrt hätten.
00:15:33: Also da hätten sie mutiger sein sollen?
00:15:36: Ja denke ich mir schon.
00:15:37: Da nicht so zu sagen ob ich es durchgekriegt hätte weiß ich nicht.
00:15:40: Weil.
00:15:40: heute haben wir im Grunde genommen dieselben Diskussionen.
00:15:44: ja das stelle ich fest.
00:15:45: also wie Sie das jetzt beschrieben haben können wir das eins zu eins in die heutige Situation übertragen denn diese Diskussion haben wir Vereinheitliche Bildungszeiten fließen die Eintritte, Austritte machen wir ein großes Paket für Kindergarten.
00:16:01: Ja
00:16:01: genau und dazu
00:16:02: müssen Sie jetzt... Damit Eltern sich elf Jahre lang zumindest irgendwie verlässlich eine Arbeit suchen können.
00:16:08: So ist das!
00:16:08: Ja
00:16:08: weil das geht anders nicht.
00:16:10: Es ist eine riesen Belastung
00:16:11: vor allem für Mütter.
00:16:12: Ich möchte jetzt die Väter nicht verunglimpfen aber für Mötter, die dann auch noch berufstätig sind, ist es einfach.
00:16:19: Das
00:16:19: ist einfach eine Alltagsorganisation, die viel zu stressig ist Wobei ich mir denke, jetzt muss endlich diese finanzielle Besserstellung des Lehrpersonals aber auch das Pflegepersonal her.
00:16:32: Die sind unsere Zukunft und dann kann darüber diskutiert werden so Leute.
00:16:38: Auch beispielsweise die Verlängerung des Kindergartenbetriebs.
00:16:43: Ich meine, unsere Kindergärten sind drei Monate im Sommer geschlossen.
00:16:48: Was
00:16:48: machen Eltern denn, die nicht so lange Urlaub haben?
00:16:51: Omas und Opas sind heute viel länger berufstätig.
00:16:54: Das kann doch nicht der Familie überlassen werden!
00:16:56: Ich habe damals begonnen... das war ich, jetzt bin ich etwas großdurches unterwegs.
00:17:02: Kindergärtnerinnen gegen deren Protest, die zusammen mit Christa Mesner, die eine äußerst wertvolle Kindergärteninspektoren waren.
00:17:11: KindergörtnerInnen, die während des Bildungsjahres Mutterschaften genommen hatten, im Sommer zurückzuholen in den Dienst.
00:17:23: Die ersten Sommerkindergärten sind unter meiner Zeit in die Wege geleitet worden und daran anschloss sich nur wenige Jahre später dieses ganze Konglomerat an Sommerbetreuung.
00:17:34: was wir heute im Land haben wo aber Landesrätin Rosmaribama eher erklärt hat sie wolle das nochmal verbessern
00:17:41: Dauert, aber ich finde es.
00:17:43: was sagt uns das dass wir heute da sind über zehn Jahre
00:17:48: immer noch darüber diskutieren
00:17:50: und sie haben wenn ich kurz einhaken darf den springenden punkt der salbs gesagt.
00:17:54: ihr ansatz als schulanes retin als bildungspolitikerin.
00:17:59: gewerkschaften ist eines arbeitsverträge sind das eine habe ich bin dafür da das familien Kinder, Kinder.
00:18:06: Vor allem gut durch diese
00:18:08: Jahre
00:18:09: und
00:18:09: auch die stressigen
00:18:10: Jahre
00:18:11: kommen.
00:18:11: Weil von Vereinbarkeit brauchen wir nicht reden denn die gibt es.
00:18:15: Die ist nicht zu schaffen derzeit mit den derzeitigen Rahmenbedingungen was Arbeit betrifft das Löhne betriffte Öffnungszeiten.
00:18:23: Das hat sich ja alles noch viel größer gewonnen als zu ihrer Zeit wo sie's schon versucht
00:18:29: haben.
00:18:30: Warum?
00:18:30: Ich weiß es nicht.
00:18:31: mich
00:18:31: haben die Menschen aufgefragt Im Sommer, was duschen du mit den Kindern auch das ganze Jahr über?
00:18:38: Und irgendwann ...
00:18:39: Ich mir
00:18:40: dachte so.
00:18:41: Meine Kollegen Landesräte werden nie danach befragt.
00:18:44: Dann habe ich irgendwann Patze geantwortet und die haben uns in Kelschrank getroffen.
00:18:48: Also gut okay!
00:18:51: Ich finde nicht
00:18:51: dass der Verkehr noch größer
00:18:53: geworden ist weil diese Sommer natürlich die Berufstätigkeit der Frauen hat zugenommen, was ich sehr begrüße.
00:19:01: Diese Sommer Betreuungsgeschichten haben zugenommen.
00:19:04: Es gibt jetzt viel mehr, das waren Ansätze zu Beginn meiner Zeit als Landesrätin.
00:19:09: Also jetzt fühlt sich eigentlich schon jede Gemeinde verpflichtet, genötigt vielleicht manchmal ein oder andere weil es kostet natürlich auch Geld und Kitas kosten sehr viel Geld Das weiß ich aus der Zeit meines Mannes als Bürgermeister.
00:19:23: Und man braucht Personal?
00:19:26: Ja
00:19:27: genau.
00:19:28: Was war jetzt die Frage?
00:19:29: Ja, die Frage ist warum.
00:19:31: Warum sind wir da nicht vom Fleck gekommen?
00:19:35: Es geht zu langsam.
00:19:36: Dass wenn ich vom Flecks gekommen wäre würde ich jetzt ein bisschen... Wenn
00:19:40: wir dieselben das zusammen
00:19:41: haben... ...der Zweifel nicht mehr überlege wie.
00:19:43: vielleicht ist es zu viel Frauenthema und dass es Männer zu wenig zu ihrem Thema machen.
00:19:49: Das könnte eine Interpretationsmöglichkeit sein.
00:19:54: Das ist deswegen einfach stockt oder irgendwie eben Eingepremst.
00:20:00: wird das Ganze?
00:20:01: Ja,
00:20:01: ich denke mir zwar.
00:20:02: Aber es wird jetzt schon hinhauen mit der besseren Bezahlung.
00:20:05: Ich glaube mit dem Betreuungspersonal und den Lehrkräften...
00:20:10: Ist ja nicht so dass keine Ansätze oder da will er nicht da gewesen wäre glaub' ich auch von ihm die entsprechend an den Stellen sitzen.
00:20:19: aber eben ist halt ein Protest dort.
00:20:23: natürlich will jeder In dieser Branche arbeitet, natürlich schaut auf seine Zeiten ist alles ganz klar.
00:20:31: Aber das gar... also ich meine sehr stockund!
00:20:34: Also das müssen wir jetzt beide glaube
00:20:35: ich zugeben.
00:20:36: Stockund haben Sie recht?
00:20:37: Auf der anderen Seite sehe ich halt das.
00:20:39: Ich habe längere Jahre in Innsbruck gearbeitet und hab dort festgestellt dass die familienpolitischen Leistungen und das... ich habe ein paar mal drüber gestritten weil Männer behaupten, das sind Frauenpolitische Leistungen.
00:20:55: Wir müssen Frauenfamilien politisch im Maßnahmenstrick auseinanderhalten.
00:20:58: Für Frau ist es kein Vorteil wenn's viel Erziehungsgeld gibt.
00:21:02: Wenn sie dann zu Hause bleibt und hinterher sich schwer tut ins Berufsleben einzusteigen.
00:21:07: die familienpolitischen Maßnahmen in Österreich und Tirol beispielsweise sind sehr viel mehr auf Geld gaben konzentriert als auf Dienstleistungen.
00:21:17: In München hat meine Tochter Freundinnen, die jetzt im dritten Monat schwanger sind und jetzt verzweifelt auf der Suche nach einem Kitaplatz sind.
00:21:27: also da sind wir besser dran.
00:21:29: und ich begrüße auch dass bei uns hier in Südtirol die Dienstleistung im Verhältnis besser funktionieren ob sie es glauben oder nicht dass die Angebote der Dienstleistung in Stärkung fokussiert werden als die Geldbeträge.
00:21:49: Weil ich glaube, es geht für Familien darum den Alltag zu organisieren und gemeinsam beide sowohl Mutter- als auch Vater nicht daran gehindert werden zur ihrer Arbeit zurückzukehren wenn sie das denn wünschen zu ihrer bezahlten Arbeit, weil wir ja zu Hause auch viele unbezahlte Arbeiter ledigen.
00:22:09: Also wenn Vater und Mutter entscheiden nach der Geburt eines Kindes, nachdem sie Eltern geworden sind in den Arbeitsmarkt zurückzukehren weiterhin Berufstätig zu bleiben dann sollen Sie daran nicht gehindert – es ist Ihre freie Entscheidung!
00:22:21: Wenn Sie das entscheiden, sollen Sie darin Unterstützung gefördert werden zumal die Wirtschaft des Unternehmertums verzweifelt nach Arbeitskräften sucht.
00:22:31: Und jeder will ja, dass die Geburtenrate auch entsprechend nach oben und nicht nach unten geht.
00:22:35: so dann muss man ja auch was dafür
00:22:36: tun.
00:22:36: Ja da haben junge Menschen heute eine andere Einstellung.
00:22:39: es ändert sich halt
00:22:40: zu meiner
00:22:41: Zeit und deswegen gibt's auch weniger Arbeitskräfte.
00:22:44: meine jahre gängig bin dreiundsechzig.
00:22:46: der fünfund sechziger Jahrgang war in Südtirol das stärkste.
00:22:49: da gab es noch vierzehntausend fünfhundert geburten.
00:22:52: Heute haben wir viertausend Mitmigrantinnen und Migranten, ohne jetzt auch wieder irgendwas zum Ausdruck bringen zu wollen.
00:22:59: Die sind einfach nicht mehr da!
00:23:00: In meiner Matura-Klasse gingen zwei, das war Reall Gymnasium, die Hälfte zum Studium.
00:23:09: Und von anderen Oberschulen dann überhaupt nicht, sondern gleich in den Arbeitsmarkt.
00:23:13: Und es war klar ich komme nach Hause zurück... Ich habe mich überlegt auf der Welt unterwegs zu sein.
00:23:19: Wenn ich mir die Situation jetzt anschaue, dann ist sie völlig anders weil ein hoher Prozentsatz das Land verlässt um zu studieren und einen sehr hohen Prozensatz dann gar nicht mehr zurückkommt auch weil die Arbeitsangebote ich sehe es bei meinen Töchtern schon auch besser sind in großen Zentren.
00:23:36: da kann Südtirol nix dafür.
00:23:37: es gibt auch hier viele tolle attraktive Arbeitsplätze.
00:23:42: Die Welt ist insgesamt kleiner geworden.
00:23:45: Claudia sagen sie leben halt jetzt mal lieber in Göteburg und München als hier.
00:23:52: Ist auch verständlich irgendwo, das bringt die Entwicklung mit sich.
00:23:56: aber vielleicht ich insistiere noch einmal auf diesen Punkt weil Sie selbst angesprochen haben Ich hätte mutiger sein sollen.
00:24:02: was waren immer das schwierigste in der politik?
00:24:05: war es weil man protest bekommen hat weil man eigentlich Man will ja auch als Politiker irgendwo gemocht werden, man will ja nicht immer nur die Pufraus an irgendwas durchdrückt und der ganze Landschreit auf.
00:24:17: Obwohl man weiß es ist eigentlich politisch und gesellschaftlich wäre es klüger das jetzt durchzudrücken.
00:24:22: was hat es denn oft so schwierig gemacht?
00:24:24: Also schwierig war das nicht.
00:24:25: aber irgendwann ist man dann einfach.
00:24:28: und hinterher habe ich mir beispielsweise bei der Froschgeschichte gedacht Ich hab falsch gehandelt.
00:24:35: Warum?
00:24:36: Ich habe falsch gehandelt.
00:24:37: Ich hätte in die Dörfer gehen sollen, Vereinssäle reservieren einen Pfarrer mitnehmen und jemanden von diesem Public-Private Aufsichtsrat des Museums und mich den Menschen zur Diskussion stellen.
00:24:52: Kippenberg war ein... Gläubiger Katolik.
00:24:55: Ich weiß nicht genau, ob er dann von der Kirche ausgetreten ist oder nicht?
00:24:58: Also vielleicht mache ich mir kurz seine Klammer auf.
00:25:00: Eröffnung-Museum in dem
00:25:02: Jahr
00:25:03: acht.
00:25:03: Gab es diesen gekreuzigen
00:25:04: Frosch... Von leichtem Sonntag!
00:25:05: Den gekreutzigen Zent
00:25:07: mit dem gekreuteten Froscher
00:25:09: vom Warten Kippenberger wo die Menschen
00:25:10: an den Prozessionen in den Dörfern Z-Aushängetaschen vorbei.
00:25:15: Da ist der Museum gehangen, dieser gekreuzigte Frosch.
00:25:18: Das Werk von Martin Kippenbauer und entsprechend ist dann auf ... Der Bischof hat protestiert.
00:25:24: Der Landeshauptmann hat protestieren.
00:25:26: Gläubige Gruppen sind vor dem Museum gestanden.
00:25:28: Sie haben sich gekreutzigt!
00:25:30: Sie sind wochenlang ...
00:25:32: Franz Baal?
00:25:33: Franz Baahl hat den Maastreich Access for Beer Abgeordneter.
00:25:36: Und sie sind praktisch wochenlau...
00:25:38: Und sich gleich auf Steuerzahlerkosten ins Krankenhaus einliefern zu
00:25:41: lassen.
00:25:42: Es sind quasi auch, wenn ich das jetzt über Spitzsangwungen von der Öffentlichkeit gekreuzigt wurde und dann noch so.
00:25:48: Das hat mir hinterher
00:25:49: allein gedacht... Sie hätten da mehr offensiv sein sollen?
00:25:52: Ja!
00:25:53: Und da hatte ich dann irgendwann die Kraft auch nicht mehr.
00:25:56: Klar
00:25:56: hätte ich das machen sollen.
00:25:58: Aber ich habe überhaupt das Talent kurz vor Neu, weil in meiner ersten Legislatur als Landesrätin habe ich beispielsweise nicht überlegt Das Gesetz zur Einführung des Italienen Zuf zum Vorziehen des italienischen Unterrichts in die erste Klasse Grundschule, denn es bis dato nur ab der zweiten gab.
00:26:18: Im Wahljahr gemacht.
00:26:20: Eva Klotz hat mich vor sich hergetrieben und viele Menschen älterer Generationen in Südtihol, die mich das erste Mal gewählt hatten...
00:26:28: Haben sie da nicht mal gewählt?
00:26:30: Nein!
00:26:30: Weil Sie dachten ich würde das Land italianisieren oder sowas.
00:26:35: Das hat Eva Klutz perfekt beherrscht.
00:26:38: Ich schätze sie, weil sie authentisch ist.
00:26:42: Ja okay ich schätze Sie Punkt!
00:26:44: Aber ich Urschl habe dann in der Folge im Wahljahr keine Gesetze mehr gemacht, die die Öffentlichkeit so aufregen können.
00:26:52: Das musste ich lernen!
00:26:53: Ja
00:26:54: aber eigentlich sollte es doch andersherum sein, so wie Sie's gemacht haben etwas von dem sie überzeugt sind wo der Großteil heute glaube ich froh ist in erster Klasse Grundschule?
00:27:03: Das ist einfach
00:27:03: eine strategische Frage.
00:27:05: Im Wahljahrelang hätte ich genauso das Jahr vorher machen können.
00:27:08: Ich hab halt viel gelernt.
00:27:10: also ich habe echt viel gelernt in der Politik.
00:27:11: Aber es kann dann auch nicht sein Dass man im letzten oder wir können glaube ich schon zwei Jahre vor der Wahl beginnen, da macht man gewisse Dinge gar nicht mehr.
00:27:21: Man macht gewisse Gesetze, gewisse Reformen.
00:27:22: Macht man nicht mal weil man will ja gewählt werden?
00:27:25: Das ist doch eigentlich schade!
00:27:26: Das ist auch traurig!
00:27:28: Da bleiben einem ja nur zweieinhalb Jahre für irgendwas...
00:27:31: Ja schon drei vier.
00:27:32: Sie haben dich ganz unrechtlich, ich habe es in fünften Jahren gemacht.
00:27:35: Also das ist vielleicht strategisch nicht so sinnvoll aber trotzdem sie waren überzeugt.
00:27:39: heute glaube ich.. Ist das normal?
00:27:41: das gehört dazu.
00:27:42: viele sind froh.
00:27:43: Ich habe auch diese Glill-Fächer an den Oberschulen eingeführt, also das gewisse Fächer.
00:27:49: Aber was sagt uns das?
00:27:52: Helfen Sie uns!
00:27:52: Sie kennen die hinter den Kulissen.
00:27:55: Sie wissen wie das Geschäft hinter den kulissen läuft und wo man oft vielleicht auch besser nicht immer Einblick hat aber eben... Auf was sind Politikerinnen so ausgerichtet?
00:28:07: Ich darf das nicht, ich muss das.
00:28:10: Dann kommt die Partei noch dazu, die erlaubt mir das auch nicht.
00:28:13: aber ich möchte doch eigentlich wie oft haben Sie Kompromisse mit sich selbst schließen müssen obwohl sie es gar nicht wollten weil sie loyal zu ihrer Partei waren, loyal zur Regierung.
00:28:23: Wissen Sie wenn Sie jetzt sagen ich darf das oder ich muss dass tun dann trifft das nicht zu.
00:28:30: Es geht auch immer darum, sie haben vorhin Klausewitz und Markiwelle genannt Zustimmung zu kriegen.
00:28:37: Wenn ich in die SVB-Fraktion gehe mit einer glänzenden Idee dann kostet die ja meistens Geld Und dann haben wir einen Haushalt, das ist der Haushalt derer ist.
00:28:48: Ich brauche jetzt sowohl Zustimmung für meine Idee als auch Zustimmung zur Finanzierung dieser Idee gibt es eine Abstimmung und ich kann vorher versuchen zu überzeugen.
00:29:00: Ich kann überreden, ich kann die Wände hochgehen aber wenn nicht eine Stimme mehr als die Hälfte der Anwesenden für mich stimmt dann kann ich zusammenbacken und das gehört einfach dazu.
00:29:13: Das gehört auch zum Wesen der Demokratie.
00:29:16: Das musste ich nicht oft.
00:29:17: Nein, echt nicht!
00:29:18: Ich hatte das schon gut vorbereitet und weil Sie vorhin fragten darauf habe ich auch noch nicht geantwortet... ...das Schwierigste in der Politik war für mich die Gratwanderung zwischen der öffentlichen Präsenz der Teilnahme an Veranstaltungen und dem sich zurückziehen.
00:29:36: Nicht einmal so Vereinbarkeit-Beruffamilie, weil mein Mann ist Bauer, da war zu Hause und Oma war auch da sondern die Gratswandering zwischen öffentlichem Präsenz sein, zwischen Terminen wahrnehmen und sich das sich zurückziehen um Konzepte zu überlegen.
00:29:56: Um Ideen weiterzuentwickeln, um Gesetze vorzubereiten.
00:30:00: Das war für mich die Gradwanderung Die nötige Zeit dafür zu entwickeln mal besser, mal schlechter.
00:30:06: Aber das war für mich unendlich wichtig auch wieder mal zu klasurieren ich muss ja die Dinge weiter denken Ich muss die Dinge ja von ... ich will die Dinge von ihrem Ende her denken.
00:30:19: Wenn wir ein Gesetz vorbereiten dann will ich zuerst die Vorstellung davon haben was dieses Gesetz gesellschaftspolitisch verändert.
00:30:31: Ich habe eine Vorstellung, eine Idee und ein Wahlprogramm.
00:30:34: Wir können bei der Schule bleiben... Wie bestimmte
00:30:36: Dinge erreichen?
00:30:37: Zuerst muss ich das im Kopf haben.
00:30:40: Ich will ein Papier haben wie es danach aussehen soll.
00:30:43: Und dann arbeiten wir gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen an der Umsetzung dieser neuen Vorstellung von Schule, von Gesellschaft, von Museumspolitik oder was auch immer sie wollen.
00:30:58: Das braucht Ruhe und Zeit.
00:31:00: Und gleichzeitig sollten Sie im Präsenzheim in den Dürfern veranstalten... Was mir
00:31:04: noch Spaß gemacht hat aber
00:31:06: ich habe es oft
00:31:07: abgesagt.
00:31:08: Gott sei Dank!
00:31:11: Ich hatte Louis Dornwalder als Landeshauchmann und Louis Dorenwalder war vielen an Wochenenden unterwegs.
00:31:18: Und wir haben uns dann irgendwann abgewechselt, das war für mich auch eine gewisse Erleichterung.
00:31:22: ich habe ihn gefragt, gehst du da hin?
00:31:23: Dann hab' ich auch manchmal abgesagt.
00:31:25: Und das ist dein vierundzwanzig-Stundenjob ohne Wochenende... Ja, na gab's keins!
00:31:31: Vor allem in der Bildungs- und Kulturpolitik nicht.
00:31:34: Sie haben immer irgendeinen ehrenamtlichen geschätzten Verein oder eine Schuleröffnung, einen Kindergarteneröffnungen oder also Wochenende.
00:31:42: Habe ich abgeschrieben?
00:31:44: Ist das Ihnen da passiert?
00:31:45: vielleicht nicht mal so sehr als sie drinnen steckten sondern eher danach als die Manöverkritik vielleicht gemacht
00:31:51: haben?
00:31:52: Ja, aber ich habe zwischendurch auch noch weitergemacht davon.
00:31:55: Ja man hat vielleicht dann noch einen anderen Blick nochmal wenn man von außen draus schaut.
00:32:01: warum?
00:32:02: Ja, weil ich ihm halt auch widersprochen habe.
00:32:04: Es braucht auch ein Lustum, dass man ihn widerspricht?
00:32:08: Das hat er auch dann gut vertragen!
00:32:10: Also zu Beginn nicht...
00:32:11: War das unser Majestätzbeleidigung?
00:32:15: Er wollte mir mit meinem Riesenwahlerfolg von über vierzigtausend Stimmen ein.
00:32:21: unter Einführungszeichen ein anständiges Ressort geben, aber da hat mir Otto Sauer geholfen.
00:32:25: Ich habe dann öffentlich mit ihm gestritten – das können Sie noch nachschauen – die Prichsner SVB-Frau und die Arbeitnehmer haben gesagt, ich muss das und das und Das kriegen!
00:32:32: Ja,
00:32:32: nein!
00:32:34: Und Otto Sahrer hat mich in einem Gespräch mit Tornwall dabei geholft.
00:32:38: Als wir im Namen der Arbeitnehmer konnten, wir dann auch was einfordern.
00:32:43: Die erste Zeit war etwas schwierig, aber ab der Spätestens in der dritten Legislatur Vielleicht auch schon früher.
00:32:53: Ja, da ging es dann ganz
00:32:55: gut.
00:32:56: Zehn Jahre waren's nicht.
00:32:57: Also nach einigen Jahren... Ich musste auch lernen!
00:33:01: Ich war neu in der Landesregierung.
00:33:05: Sie waren da?
00:33:07: Einer der Dreißig ... Da war
00:33:08: ich Präsidentin, fünfunddreißig
00:33:10: war ich.
00:33:11: Ich habe zwanzig Jahre gemacht von dreißig bis fünfzig.
00:33:13: War beim Ausstieg immer noch eine der Jüngsten
00:33:15: bei meinem Ausstiege.
00:33:16: Eine der Jungs.
00:33:16: Jungs sind als VB-Fraktion
00:33:19: ja.
00:33:21: Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass der Landeshauptmann der Primus Interbares ist.
00:33:27: Das habe ich nicht gemacht weil ich habe mich viel zu viele Dinge eingemischt und ich dachte mir, ich sitze in einer Landesregierung kann überall mitreden.
00:33:34: Wenn Sie etwas zu sagen haben warum nicht?
00:33:36: Ja vielleicht hatte auch manchmal was zu sagen ohne das sich wirklich zu sagen.
00:33:41: Also da sind wir Frauen auch recht kritisch im Ungang mit uns selbst.
00:33:44: Ich hatte das zu lernen und er hat irgendwann mal nach ein paar Jahren glaube Aber das ist jetzt blöd, wenn ich es in seinem Namen sage.
00:33:52: Ich denke er hat dann schon zu schätzen gewusst
00:33:55: meine
00:33:56: Arbeit zu schetzen gewusst so.
00:33:58: Aber es hat doch schon, weil sie sagen dritt der Leser tot.
00:34:01: also
00:34:02: es war schon, dass
00:34:03: wir sich angenähert haben.
00:34:05: Es sind zwei, das hat gedauert.
00:34:06: Ja es hat um drei
00:34:07: Jahre gedauerte
00:34:08: ja.
00:34:08: Aber am Ende jedenfalls
00:34:09: hatte ich dann auch irgendwann einmal seine Folie unterstützt und konnte auch recht frei, weil viele Menschen meinen Er hätte keine andere Meinungen gelten lassen, er hätte
00:34:22: überall dreingeredet
00:34:24: und so.
00:34:24: diese Erfahrung habe ich nicht gehört.
00:34:26: Also sie hatten freie
00:34:27: Hand?
00:34:28: Total Freie Hand!
00:34:29: Das war das was ich zu lernen hatte.
00:34:31: Er ist Dremos in der Bares.
00:34:33: Aber man hat es zusammengearbeitet.
00:34:35: Ich konnte gut arbeiten ja.
00:34:37: Weil Sie gesagt haben, das Schwierigste in der Politik war gleichzeitig auch das Anstrengendste?
00:34:45: Kann man wohl sagen... Ja, anstrengende... Anstrengend.
00:34:51: für mich war dieses wahrscheinlich das anstrengende, was ich sagte die Gradwanderung zwischen zurückziehen und in der Öffentlichkeit stehen.
00:35:02: Aber natürlich als ich Landtagspräsidentin war hatte ich zwei Kinder anderthalb-und ein halbes Jahr alt.
00:35:12: Ich war die erste, wenn ich so nennen darf unter Anfang sein schwangeren Wahlkampf geführt habe pitterböse Kommentare und Briefe gekriegt.
00:35:22: Ich habe mir irgendwann eine Mappe Gift angelegt, mit dem Namen GIFT bis Bertha Linter meine geschätzte Ressortchefin gesagt hat schmeißt die Mappe weg Sabine.
00:35:30: das tut er nicht gut.
00:35:31: Was war da alles drinnen?
00:35:33: Zum Beispiel Doppelkarten anonym mit dem Foto von einem weinenden Kind unter Hinterbeschimpfungen wie ich es wagen kann in die Politik reinzusteigen.
00:35:46: Also, in three-and-neunzig?
00:35:47: Das
00:35:48: war drei-und neunzig.
00:35:49: da war der Wahlkampf.
00:35:50: Sie waren schwanger
00:35:51: und hatten... Ich habe im Mai das Baby bekommen und der Wahlkämpf ging im Februar, jener Februar so richtig los für
00:35:58: Herbst.
00:35:59: also böse Geschichten und ich leidere leider vielfach von Frauen und ich hab...
00:36:05: Von Frauen?
00:36:06: Ja
00:36:07: ja vor allem von Frauen!
00:36:08: Ich habe Wahlversammlungen in Erinnerung Damals kandidierten Gretewörter, glaube ich.
00:36:14: Weiß' ich jetzt nicht mehr so genau.
00:36:16: Christine Meyer und ich... Wir haben uns beide vorgestellt Und hinterher gab es Frauen die gesagt haben Was?
00:36:24: Die Meyer hat nicht einmal ein Kind.
00:36:26: was will denn die verstehen?
00:36:28: Was?!
00:36:29: Die Kaislat Amur hat zwei Poppeln daheim!
00:36:31: Das soll schauen dass ihr dahein
00:36:32: bleibt.
00:36:33: Also zu was nun?
00:36:34: Wissen Sie, wir Frauen haben noch zu wenig gelernt unsere verschiedenen Rollenverständnisse.
00:36:41: Ich muss es ja nicht akzeptieren, wenn eine andere Frau was anderes tut als ich.
00:36:45: Aber zur Kenntnis nehmen und nicht drüber schimpfen, da sind uns die Männer weit, weit, weiter
00:36:50: voraus.
00:36:52: Nach wie vor?
00:36:53: Nach wie Vor!
00:36:54: Weil natürlich... Wenn ich Leben anderer Frauen höre, die anders sind als meine, dann habe ich mich damit auseinanderzusetzen aus meiner Rolle zu gehen und das ist unbequem.
00:37:07: Ich hab mir Fragen zu stellen gestalte ich mein Leben richtig, stehe ich dazu oder nicht?
00:37:12: Oder könnte ich es auch verändern.
00:37:15: Das ist viel unbequemer als in seiner eigenen Rolle zu verharren und dafür in Anspruch zu nehmen – das
00:37:21: ist das Richtige!
00:37:23: Hausfrau Mutter zum Beispiel.
00:37:25: Ja okay… Ich habe ja nichts dagegen.
00:37:28: Aber bitte jede, wie sie sich richtig hält.
00:37:30: Und dann vielleicht
00:37:31: wären wir mal in der Lage, dasselbe habe ich mir oft für die Gewerkschaften gewünscht, die unterschiedlichste Vorderungskataloge gebracht haben weil die Stärke noch mal sehr viel potenziert hätte.
00:37:44: Können wir uns bitte bei unseren zwanzig verschiedenen Anliegen, ich nenne jetzt eine x-beliebige Zahl auf die fünf Einigen, die wir gemeinsam vertreten können?
00:37:54: Dann sind wir stark!
00:37:55: Dann kann uns keiner und das beispielsweise hat der Wirtschaftsring der Arbeitnehmerinnenseite voraus.
00:38:04: Also dieses vernetzt sein.
00:38:06: und am Ende, wenn es um die gemeinsame Sache geht.
00:38:08: Ja, das vernetzen
00:38:09: Gewerkschaften und Frauenorganisationen ja auch.
00:38:13: Um auf politischer Ebene erfolgreich zu sein ist es schon sinnvoll zu schauen was können wir gemeinsam weiter tragen?
00:38:28: Weil das klappt dann!
00:38:32: Und hinterher dann zu schauen, wie gehen wir mit den unterschiedlichen?
00:38:35: Ja.
00:38:36: Aber wenn wir bei den Frauen bleiben, klappt ja immer noch nicht wirklich.
00:38:41: also wo sind wir gemeinsam politisch erfolgreich wenn wir uns gemeinsam zusammen tun.
00:38:49: da können wir immer noch so viel lernen.
00:38:51: Luisa Njeky war meine Zeit lang und dann war ich auch alleine nach.
00:38:56: So
00:38:57: Landesrätin Partite Demokratie kam
00:39:00: Und ich habe einiges miteinander gemacht, auch wenn wir unterschiedlichen Sprachgruppen und Parteien angehören.
00:39:06: Wir haben auf jeden Fall den Tag der Frau... ...den Tag der Verliebten nicht im Sinne von Verliebt, sondern Zeit schenken.
00:39:17: Den Muttertag, gewisse Tage oder Begebenheiten zum Anlass genommen immer wieder um bewusst gemeinsam Stellung zu beziehen.
00:39:29: Auch Veranstaltungen und so
00:39:30: Unter Ihrer Zeit als Kulturlandesrätin haben Sie auch das Magazinalpenrosen.
00:39:35: Das
00:39:35: sind da vor der Frage den Frauenkalender, auch so Geschichten die man wieder mit begründet und angestoßen um das auf andere Art und Weise in die Bevölkerung zu tragen.
00:39:47: Wenn einige auf einem Gipfel stehen und die anderen irgendwo anders leben wir müssen ja zusammenkommen.
00:39:54: Und das hat mich schon erschreckt.
00:39:55: Das habe ich so nicht gewusst, dass vor allem von Frauen diese Kritik anfangs kam.
00:40:00: Hat sich das dann irgendwie immer so durchgezogen?
00:40:02: Durch die Jahre also die die Kritik ihnen gegenüber eben Frau, Mutter kleine Kinder, kleines Reden ist es besser geworden?
00:40:09: Das hat dann
00:40:10: geklappt!
00:40:10: Das ist besser geworden und ich stelle auch fest sowohl bei Magdalena Amow als bei Renate Geppert.
00:40:15: Ich weiß jetzt nicht was sie beiden zu Hause für post gekriegt haben Ist in der Öffentlichkeit nicht so schlimm gewesen wie bei mir.
00:40:22: Ja Es braucht halt die Macht.
00:40:24: Aber
00:40:24: nichts zu trotz, das eine ist die Öffentlichkeit und das andere ist wie man als Frau in der Politik sich bewährt und seine Frau steht quasi.
00:40:34: Haben sie oft auch zu spüren bekommen?
00:40:38: Ich werde jetzt so behandelt durchaus auch in einer Regierung, in Parteigremien
00:40:42: usw.,
00:40:43: weil ich eine Frau bin, denn Männer werden da anders beurteilt an Männer.
00:40:48: Sagt man das Maß anders diese Geschichten oder sind es immer nur so... Vorurteile oder Klischees, die man meint dass sie passieren aber eigentlich in Realität.
00:40:57: Das ist mir selten passiert hat wohl auch damit zu tun ich bin ein Gospelausgitsch.
00:41:04: Sie wissen sich
00:41:06: zu wehren und ich habe eine gewisse Größe.
00:41:09: das spielt auch eine Rolle.
00:41:10: mehr kann kein Mann so schnell den Arm um die Schulter
00:41:13: legen.
00:41:15: Ich hab es denn noch ab und zu verspürt aber höchst selten.
00:41:17: eher habe ich mich selbst unter Druck gesetzt als einzigen solchen Gremien zu setzen Und dann noch eine Frau zu sein.
00:41:28: Das spornt uns Frauenverwutlich nochmal mehr an, die Ansprüche mich selbst habe ich sehr hochgestellt.
00:41:34: Ich war zu perfektionistisch und das muss sich jetzt nachher schon sagen Es sind immer noch teilweise Tugenden oder Untugenden Aber das wäre auch leichter gegangen.
00:41:50: Ja immer diese hundertzwanzig oder hundertfünfzig Prozent zu wollen Das muss alles klappen denke ich mir heute, aber natürlich ... Frau wird ja auch älter.
00:42:02: Das Leben muss ja einen Sinn haben damit sie sich weiterentwickeln.
00:42:04: Aber sind das Einschaften die Sie mitgebracht haben?
00:42:08: Auch in der Politik?
00:42:09: Die kommen von irgendwo her?
00:42:11: Ja vom Elternhaus.
00:42:13: Ich hatte ein Vater für den es nur Arbeiten gab und Arbeit.
00:42:18: Und zu Hause haben wir wirklich wie Geschwister viel mit gearbeitet, viel geholfen schon nach dem Alter von neunzehn Jahren.
00:42:26: Das haben Sie alles gemacht?
00:42:28: Alles, was so anstand.
00:42:30: In jungen Jahren die Wohnung der Eltern und unsere Wohnung aufgeräumt und ein Taschengeld bekommen, dann Kegelbanddienst im Alter von zehn, elf, zwölf Jahren und danach in den Service.
00:42:42: Die Küche war ich nicht, das macht mein Vater und mein Bruder.
00:42:46: Ich habe auch meinen Studium selbst finanziert weil Vater wollte eigentlich nicht.
00:42:49: Dass ich studiere.
00:42:50: hinterher, war er riesen stolz auf mich.
00:42:53: Aber seine Vorstellung war immer die, die bleibt mir jetzt.
00:42:55: Die ersetzt mir vielleicht zwei Kellnerinnen zu Hause und irgendwann heiratet sie dann einen reichen Mann oder so.
00:43:02: Das war klar, dass mein Bruder den Betrieb kriegt nicht?
00:43:05: Sie und Bruder noch Geschwister?
00:43:06: Eine Schwester!
00:43:07: Ich bin die älteste meine Schwester ist anderthalb Jahre jünger und andert die halbe Jahre später dann noch meinen Bruder.
00:43:12: Aber für Sie war immer klar in einem Gasthaus das es nicht mal Leben.
00:43:17: Wussten Sie das?
00:43:20: Nein, nein, nein.
00:43:21: Das erzähle ich Ihnen nachher.
00:43:22: Ich wollte noch was sagen.
00:43:23: Und mein Vater zu Hause, ihr seid nicht streng und Mutter für die Schule.
00:43:27: Meine Mutter ist Bundesdeutsche.
00:43:29: Sie war eine Urlaubsliebe meines Vaters.
00:43:31: Sie lebt noch.
00:43:33: Sie ist achtzehn Jahre jünger aber ist jetzt auch schon neunzig.
00:43:36: Also für Mama war eine Acht oder Neun in der Schule schon fast zu wenig.
00:43:43: Sie wollte halt ... Das war
00:43:46: für sie Antrieb?
00:43:47: Ich
00:43:49: bin schon auf der einen Seite ... Weil ich will das ja nicht gering schätzen, bin ich meinen Eltern sehr dankbar dafür.
00:43:58: gefördert und gefordert, vor allem gefordert haben.
00:44:01: Weil es bringt ja nichts Kinder zu verschonen.
00:44:04: Wir sind dann immer wachsenden Leben viel unbeholfener.
00:44:07: Also dafür bin ich ihnen dankbar.
00:44:09: manchmal wenn ich so meine Ansprüche oder meinen Ehrgeiz beobachte erst der Distanz denke ich mir nasser bin.
00:44:16: jetzt brauchst du Mama oder ein Tater nicht mehr recht zu machen.
00:44:19: aber das dann auch umzusetzen ist schwierig?
00:44:23: Immer noch!
00:44:23: Es steckt dann in den Knochen irgendwo.
00:44:25: da sieht man nicht schnell los.
00:44:27: Aber wenn sie sich bewusst sind, dass es immer der erste Schritt ist, dass man rauskommt aus der Geschichte.
00:44:30: Ja ja, die Frage ist
00:44:32: ob ich mir dessen Rechtseite bewusste?
00:44:34: Das ist dann eine allerfrage!
00:44:35: Also das ist kein Problem, wir haben jetzt so halt, weil wir beide
00:44:39: darüber reden,
00:44:39: ne?
00:44:40: Das hat sich zum einen dieses ganze Gasthausleben sehr geprägt... Ja
00:44:44: also Kommunikation war immer meins und das zweite noch.
00:44:47: Und natürlich der Erziehungsziel so.. Wenn
00:44:49: Sie die Berufe anschauen, die ich gemacht habe, dann sind das auch alles Kommunikationsgeschichten.
00:44:54: Lehrerinnen, Journalisten Politikerin, Stiftungs- und Förderkreis.
00:44:59: Es
00:44:59: gibt immer Reden.
00:45:01: Ja,
00:45:02: mach ich gerne!
00:45:03: Ich mag auch Leute.
00:45:05: Ich bin neugierig.
00:45:06: Mich
00:45:06: interessieren Leute Menschen wirklich?
00:45:08: Wie haben Sie das dann gemacht?
00:45:10: Weil sie reden gerne und sind ein sehr kommunikativer und offener Mensch.
00:45:14: Als die Politik hinter sich gelassen hat, sind sie Billionen gegangen.
00:45:19: Allein.
00:45:21: Ich bin allein gegangen.
00:45:23: Wie haben Sie damit sich selbst geredet?
00:45:24: Haben sie jemanden gefunden zum Reden?
00:45:26: Ich finde jemand und ich rede auch mit mir selbst, das mache ich zuhause auch oft kein Thema.
00:45:33: Ich bin danach in Bildung gegangen weil ich gesagt habe ich will mal weg und hab zu meinem Mann gesagt wenn Max kommst du nach und wir haben gedacht wenn es nicht klappt dann komme ich halt wieder nach Hause wo ich die ganze Atlantik küsste entlang von Will Barrow gewandert.
00:45:50: Ja, hundertfünfzehn Kilometer vor Santiago ist dann mein Mann nachgekommen und wir haben das gemeinsam gemacht.
00:45:57: Das eh nicht klappte!
00:45:58: Weil wir völlig unterschiedliche Wanderrhythmen haben.
00:46:00: Wir waren am Abend zum Morgens und nachts beieinander.
00:46:04: Echt?
00:46:04: Ich bin eine Nacht-Eule.
00:46:06: Je später der Abend desto munterer werde ich.
00:46:09: Mein Mann ist ein Frühjahr aufsteher also er ist um fünf sechs Uhr schon unterwegs oder auf oder im Feld Und er läuft langsamer als ich.
00:46:20: Er läuft aber beständiger als ich.
00:46:22: Ich verstehe.
00:46:23: Er macht seine fünfzehn, zwanzig Kilometer oder fünfundzwanzig dann ist Ende.
00:46:27: Sabine schläft länger und
00:46:30: so haben wir es dann gemacht
00:46:31: und das lief perfekt!
00:46:32: Ich habe im Ruhe fegetrunken und bin dann losgezockt.
00:46:36: wie man so schön sagt
00:46:37: wenn
00:46:37: nach allen Kilometern jung sein Dorf kam, dann habe ich mir das Dorf angeschaut.
00:46:41: Habe ein Kaffee geholt oder etwas zum Essen und habe mich wieder hingesetzt.
00:46:45: Und weiter!
00:46:45: Ich konnte dafür auch bis neunzehn Uhr abends laufen.
00:46:48: Dann haben Sie sich irgendwann wieder getroffen?
00:46:50: Und irgendwann haben wir telefoniert von Bischu da woher?
00:46:55: Haben sie wahrscheinlich aus einem bestimmten Grund gemacht dass sie danach... Das war vor allem der Rentenskandal.
00:47:02: Ich fand
00:47:03: nicht so ungerecht behandelt.
00:47:05: Diesen Ausstieg, diesen Abschied hätte ich mir niemals gewünscht und dann bin ich abgehaut.
00:47:11: Also das war gleich am Anfang des
00:47:14: Jahrhunderts.
00:47:16: Im Mai bin ich losgegangen!
00:47:18: Das heißt, sie hatten die Schnauze voll irgendwo.
00:47:20: Sie wollten mich einfach raus... Ja ich habe meinen Vorschuss
00:47:22: zurückgegeben.
00:47:23: Ich wollte mal weg und hab dann gleich danach schon für den Rektor der Uni Innsbruck zu arbeiten begonnen.
00:47:33: und jetzt im Nachhinein denke ich mir, ich hätte mehr länger Zeit demnach so.
00:47:36: Ah!
00:47:37: Sie wussten schon danach dass ihr da...
00:47:39: Der war ja schon in meiner politischen Zeit dreimal in meinem Büro und hat gesagt wir brauchen sie, wir brauchen sich.
00:47:43: Sie sind eine Erlunge.
00:47:44: nach der Uni kommen sie zu uns.
00:47:47: Viermal nein gesagt und das fünfte Mal ja.
00:47:49: Aber jetzt im Nachhinein denke ich mir, ich hätte eine längere Pause machen
00:47:53: sollen.
00:47:53: Das war aber wirklich dann kurz diese Pause?
00:47:55: Ja, ich habe schon im Juni-June angefangen mit Konzepten für Innsbruck.
00:48:00: Das heißt meine Frage erübrigt sich dann was diese Bilderreise so wie sie die geprägt hat auch alles was danach gekommen ist oder ob es einfach... Die geprägte mich
00:48:09: überhaupt nicht!
00:48:10: Sie hatten
00:48:10: einfach Spaß gemacht.
00:48:11: Ich würde das auch sofort wieder machen.
00:48:13: Ich hatte leider eine Rückknoppe, war gesundheitlich Aber das hat mir überraschenderweise ... Ich wusste auch nicht, wie es geht.
00:48:24: Aber so in den Tag hineinzuleben, das kannte ich ja jahrzehntelich.
00:48:30: Gut, das war jetzt schon im Sommer.
00:48:34: Vielleicht mache ich diese Bilderreise?
00:48:37: Vielleicht auch um mich nicht unter Druck zu setzen.
00:48:39: was kommt danach und so.
00:48:41: Dabei
00:48:41: hatte ich ihm schon vorhin zugesagt.
00:48:44: Ja okay, passt!
00:48:44: Das war eine wunderschöne Arbeit.
00:48:46: Ich habe viel dazu gelernt.
00:48:47: also die Politik ist eine Aufgabe.
00:48:54: Jetzt im Nachhinein gesagt, ich habe es immer schon so gesagt.
00:48:57: Die wie kaum eine andere Aufgabe ist einem Menschen oder einer Menschchen ermöglicht oder schenkt den persönlichen Erfahrungshorizont irrsinnig zu erweitern.
00:49:10: Das habe ich immer zu Schätzen gewusst.
00:49:13: Ich konnte meine Nase überall reinstecken, ich konnte mich über alles erkunden.
00:49:16: Ich bin sehr neugierig und mag Menschen getaugt, wenn ich es so sagen darf.
00:49:23: An der Uni war's ähnlich!
00:49:25: Es war ungeheuer spannend sowohl im Universitätsbetrieb beispielsweise am Morgen mit einem Mathematiker dann mit einer Soziologin und Angst nochmal mit einer Physikerin zu reden und sich auszutauschen.
00:49:40: Ich muss dann immer erst meinen Kopf wieder in Ordnung bringen auf der Heimfahrt
00:49:45: Weil so viel Inputs da war?
00:49:46: Ja,
00:49:47: es war total interessant und spannend.
00:49:49: Genauso habe ich es als sehr interessant und spannend erlebt.
00:49:52: Ich habe ja praktisch Spenden gesammelt für die Universität Deshalb diesen Förderkreis oder einen Freundinnen, ein Freundeskreis und die Stiftung dann noch einmal.
00:50:01: Die gemeinnützigen Jubiläumsjahr.
00:50:03: Und zu diesem Zweck bin ich viel unterwegs gewesen in Luxemburg, in Vorarlberg – das sind so die Stammländer der Uni wo die Studierenden herkommen – Nordtirol, Südtirol und Osttiroll und habe einfach die großen reichen Menschen abgeklappert!
00:50:16: Viel Männer aber auch einige sehr, sehr interessante Frauen.
00:50:20: Und haben Geld zusammenbekommen?
00:50:22: Ja sieben Millionen oder sowas hab' ich gesammelt.
00:50:27: Ich habe dann natürlich immer versucht, direkt Kontakt an die Spitze zu kriegen und diese Menschen und ihren Lebenslauf und ihre Biografien zu erfahren.
00:50:36: Das war für mich eine riesige Bereicherung und höchst interessant ein Geschenk.
00:50:41: Da habe ich auch wieder sehr viel gelernt.
00:50:44: Ja, ich sage immer es ist eigentlich ein Privileg vor allem auch dass wir Journalisten haben so ins Leben von anderen Menschen ja eigentlich wildfremde Personen sind teilweise dass die einen die Tür öffnen und man da hineinschauen darf.
00:50:59: Ich finde das jedes Mal wieder egal aus welcher Branche, welchen sozialen Status, weil das absolut nicht selbstverständlich weiß ich nicht ob ich das machen würde.
00:51:09: Also
00:51:10: das war bei mir so als Lehrer mit
00:51:12: den
00:51:12: Kindern danach als Journalistin,
00:51:14: dann in der Politik
00:51:15: an der Uni und dann mit denen zu kommunizieren.
00:51:18: also gewisse Grundlinien setzen sich schon fort.
00:51:21: Und ich bin auch sehr dankbar dafür und weiß es sehr, sehr zu schätzen dass ich eben verschiedenes ausprobieren durfte in meinem Leben und er weiß was noch kommt
00:51:31: solange
00:51:31: ich gesund bin.
00:51:32: Ich bin erst nicht einmal dreißsechzehntig
00:51:34: fast.
00:51:35: Aber weil sie diesen Rändenskandal wie man den jetzt auch benennen will angesprochen haben wir haben über die Fruschaffäre gesprochen Wir haben über diese
00:51:45: Schulproteste
00:51:47: gesprochen Mann, das sind ja ... Italienisch
00:51:49: in der ersten Klasse.
00:51:50: In jeder Legislatur von diesen Dreien, wo sie da waren einen großen, also im Vergleich auch zu anderen Mitgliedern der damaligen Landesregierung.
00:51:58: lassen wir den Sellskandal vielleicht
00:52:00: so verzeiten.
00:52:00: Das war einfach groß.
00:52:01: Ich hatte elf Abteilungen und hatte kein anderer.
00:52:03: Aber das hinterlässt
00:52:04: Spuren.
00:52:05: Das
00:52:05: hinterläßt auch Spuren?
00:52:06: Ja, Verletzungen!
00:52:07: Inwieweit... Also vielleicht ist es auch ein bisschen immer der Kern von diesem Podcastgesprächen, der mich sehr interessiert, inwieweit der Mensch verändert sich überall, wo er steckt.
00:52:18: Wir reden jetzt mal über die Politik.
00:52:20: Und Politik ist doch eine Branche, die man nicht so leicht vergleichen kann.
00:52:24: Es hat sehr viel mit Öffentlichkeit zu tun und mit medialem Druck, öffentlicher Druck – mit vielen Menschen.
00:52:31: Inwieweit würden Sie heute sagen?
00:52:33: Hat sich diese politische Arbeit verändert?
00:52:40: Das müssten andere beurteilen!
00:52:41: Ich habe vorhin schon gesagt eben diese Chance meinen Erfahrungshorizont So weiter habe ich als riesengroße persönliche Bereicherung erlebt.
00:52:53: Ich hab viel dazulernen dürfen, verändert könnte ich nicht sagen.
00:53:00: Ich weiß ja nicht wie es anders gewesen wäre.
00:53:03: Vielleicht verändert im Sinne auch von... Wahrscheinlich trifft das nicht ganz so.
00:53:08: Ich meine, Sie haben zwei kleine Kinder gehabt in diesen Jahren die aufgewachsen sind.
00:53:14: Ihr Mann in der Landwirtschaft also waren doch sehr im Boden, in einem Bodenstellungsfeld... Also in einer Blase glaube
00:53:18: ich nicht
00:53:19: gewesen
00:53:19: zu sein wenn sie auf das raus wollen?
00:53:21: Ist man sich das als Politikerin bewusst wo man drinnen steckt oder nicht bewusst dass man jetzt ein bisschen abtriftet von der Realität und Anführungszeichen?
00:53:31: Ich
00:53:31: möchte für mich einen Anspruch nehmen kaum oder gar nicht abgedriftet bin, weil ich den Austausch und den Kontakt mit Menschen aller Art immer betrieben habe.
00:53:40: Weil ich das auch gerne mache!
00:53:43: Ich weiß nicht, gibt es andere Meinungen über mich.
00:53:45: Aber natürlich hat man mir manchmal vorgeworfen seitens der Schule, du bist ja jetzt in der Realität oder Schulamt das geht
00:53:52: und so bis ich
00:53:52: irgendwann gesagt habe... Jetzt machen wir vierzig Bedienste des Schulamts raus in die Klassen zum Unterricht und vierzig Lehrerpersonen holen wir ins Schulamt damit sie deren Arbeit kennenlernen.
00:54:04: aber ich nehme schon für mich einen Anspruch dass sich nicht abgedriftet bin.
00:54:13: Deswegen konnte trotzdem eine andere Meinung zu Dingen haben.
00:54:18: Vermutlich haben auch die Kinder und die Familie, die Oma und der Mann dazu beigetragen?
00:54:23: Haben Sie sich manchmal schwergetan mit den Menschen im Land für das ja die Politik gemacht haben?
00:54:31: oder haben sie sie manchmal auch nicht verstanden wo sie sagten ich mache zwar Politik für euch aber ich verstehe euch da jetzt nicht mehr wir treffen uns dann nicht mehr.
00:54:39: eigentlich seid ihr doch ein Fernerplaneten wegen Protesten, wegen falscher Einschätzungen.
00:54:45: Keine Ahnung wo sie sich gehadert haben mit ihrer eigenen Bevölkerung?
00:54:55: Na gehaderte habe ich wenn ich Proteste oder Forderungen als ungerechtfertigter Leben habe.
00:55:01: aber das hab' ich denen dann auch so gesagt.
00:55:03: Ich meine muss ja auch eine Linie herrn'.
00:55:06: Das war für mich kein Podest gehörte dazu.
00:55:07: Hat nicht
00:55:08: jeder!
00:55:09: Ja,
00:55:10: das gehört da einfach für mich dazu.
00:55:13: Was mich sehr gestört hat, ist wenn die Dinge dann persönlich wurden.
00:55:16: Wenn unter der Gürtellinie es Angriffe gegeben hat... Das fand ich einfach unfair!
00:55:22: Hat ab und zu gab's das.
00:55:27: aber grundsätzlich.
00:55:29: Ich denke, es ist das Wesen der Demokratie, dass wir in konstruktiven Austausch verschiedener Meinungen einen gemeinsamen Weg finden.
00:55:38: Ich habe das auch begrüßt!
00:55:40: Ich war froh, dass ich kritische Mitarbeiterinnen in meinem Umfeld hatte und da fühlte ich mich sehr aufgehoben.
00:55:47: Montags nach der Landesregierung, Dürn zu bei Ressortschefin und Referentin und noch ein oder zwei Mitarbeiterinnen war ich die Sabine und nicht mehr die Landesrätin sehr recht, dass sie mir ihre persönliche Meinung, weil das sind ja auch Fachkräfte ins Gesicht sagen und nicht
00:56:05: nur den Bauch
00:56:06: pinseln.
00:56:07: Ja, das ist ein großer Unterschied.
00:56:08: Und das war
00:56:09: für mich eine... also die, die im Nachhinein, ich habe es auch zu Schätzen gewusst werden meiner Zeit da ein paar Menschen zu wissen, weil Das Glück haben nicht alle Politikerinnen ein paar Menschen zu wissen, auf die ich mich hundertprozentig verlassen kann.
00:56:24: Die zwar meine Meinung nicht teilen und wir haben fünf Minuten lang gestritten.
00:56:28: dann geht der Tür auf und eine fremde Person kommt da rein und sie stehen vollkommen vor mir auch wenn Sie meiner Meinung nicht deilen.
00:56:35: das ist etwas vom besten was in der politischen Tätigkeit passieren kann und dafür bin ich heute noch
00:56:41: dankbar.
00:56:41: Das ist nicht verständlich.
00:56:42: ja weil es
00:56:44: gibt doch viele wohnen... Das rechne ich denen hoch
00:56:53: an.
00:56:53: Sie haben dafür, dass wenn man damit umgeht... Ich finde, das ist eine schöne Aussage im Jahr den Sie zu mir sagten.
00:57:01: Wenn ich von einer Maßnahme überzeugt bin – ich zitiere sie jetzt – halte ich Angriffe gut aus.
00:57:07: Unter die Haut geht es bei Angriffen unter der Gürtellinie oder bei Parchala-Kritik.
00:57:11: Vielleicht ist meine Haut zu wenig dick aber ich denke mehr, dass ich Mensch bleiben will und darf mich jetzt auch verletzen.
00:57:18: Das habe
00:57:19: ich immer so gelebt.
00:57:21: Die Verletzungen waren natürlich nicht so angenehmer!
00:57:25: Ja, aber es ist halt
00:57:25: so.
00:57:25: Aber wie geht man damit um?
00:57:27: Ich denke das waren jetzt keine kleine Skandale, die wieder
00:57:29: aufgezählt
00:57:29: haben... Ja schlaflose Nächte!
00:57:31: Hatten Sie dann auch mal... So, jetzt reicht's, jetzt lausst es, jetzt kennt mich jetzt Malolla?
00:57:35: Nein wenn ich von einer Maßnahme überzeugt war, dann war der Willen so stark dass sich viele Verletzungen auch zu meinen Ungunsten ausgehalten habe mit schlaflosen Nächten, mit Schlafmitteln.
00:57:48: Das habe ich durchgezogen.
00:57:51: Mit vielen Zigaretten, wie gut das eine Gesundheit getan hat ist eine andere
00:57:55: Frage.
00:57:55: Wie viele Zigarette wollen wir nicht rissen?
00:57:57: Nein besser nicht!
00:58:00: Ich habe es geschafft, ich habe mir immer vorgenommen nach der Politik lerne ich ein Instrument.
00:58:05: Ich lerne Englisch und ich lasse das rauchen sein.
00:58:08: Englische haben Sie angefangen?
00:58:09: Ja ja, ich spreche
00:58:10: leidlich Englischen.
00:58:11: Ich bin in der Lage mit englischsprachigen Gästen zu Hause zu reden.
00:58:16: Ich würde jetzt nicht sagen dass ich so flüssig das beherrsche wie ich jetzt gerade mit Ihnen rede aber zur Hälfte schaffe ich's!
00:58:22: So alles zur hälfte.
00:58:24: Gitarre bin ich am üben weil mehr mal weniger.
00:58:27: und das Rauchen habe ich letztes Jahr am dreizehnten Mai sein gelassen für sieben Monate.
00:58:32: Und ich urschel, hab dann in der Semesternacht nach zwei Gläsern Wein wieder damit angefangen.
00:58:37: So!
00:58:38: Jetzt muss ich mich wieder vorne stecken.
00:58:39: Ich
00:58:39: stecke wieder drin.
00:58:40: ja.
00:58:41: Okay passt.
00:58:42: Das Glas ist halb
00:58:43: voll.
00:58:46: Aber
00:58:46: jetzt muss ich nicht beeilen.
00:58:48: Sonst schaffe ich es nicht
00:58:50: mehr, dass es voll wird Ja, weiß ja nicht.
00:58:52: Das sind jetzt zehn Jahre, ne?
00:58:54: Das kann man... wie alt ihre Mutter ist, neunzig.
00:58:56: Stimmt!
00:58:57: Also sie haben jetzt
00:58:58: wahrscheinlich... Und ich mache
00:58:59: mal Schäne habe.
00:59:01: Es schaut recht gut aus.
00:59:03: Sie haben noch Zeit, wobei man nicht frei hat.
00:59:05: Ich
00:59:05: weiß schon sehr zu schätzen, wie gut es uns geht also.
00:59:08: D.h.,
00:59:09: Sie haben nie gesagt okay, ich lasse das jetzt, ihr könnt mich mal alle, das ist nicht Ihr Charakter.
00:59:13: Nee,
00:59:13: ich hab's am Ende gesagt,
00:59:14: ich
00:59:15: lass' es jetzt mit fünfzig.
00:59:16: Ich kandidiere nicht mehr.
00:59:19: Daher habe ich nach Barma gedacht, hätte ich doch nach Rom sollen.
00:59:22: Ja das war damals die Option oder sie wurden gehandelt?
00:59:25: Aber nein,
00:59:25: ich bin jetzt froh weil wenn ich mit fünfzig nochmal kandidiert hätte dann wäre ich sicher, dann wäre die Politik vermutlich meine letzte Lebensstation in Sachen Erfahrung.
00:59:37: Das war für mich so ein...
00:59:38: Ist jetzt Müsig?
00:59:40: Das ist Müsigi drüber.
00:59:41: Lassen
00:59:42: wir's!
00:59:42: Es ist auch Müsik, Sie hätten es den Frusch nicht gegeben.
00:59:45: Sie waren auch lange gehandelt, wo uns ja als erster Mann das Hauptfrau... Ja
00:59:50: und ich denke heute dass das die Strategie war, dass der Frusch ein Mittel zum Zweck war um meine Umfragewerte zu senken, weil ich zu gefährlich nicht ehrlich
01:00:00: bin.
01:00:01: Das ist natürlich auch eine Strategie, die von anderen Seite hätte so sein können allerdings.
01:00:06: Ich denke,
01:00:07: sie waren es.
01:00:10: Haben
01:00:10: Sie eigentlich diese ganzen Frösche noch zu Hause, die Sie alle geschenkt bekommen?
01:00:14: Ein
01:00:14: paar schöne!
01:00:16: Ja,
01:00:17: ein paar schöne habe ich und was ich nicht backe ist so eine Kröte oder einen Frisch auf der Straße oder nur Wiese.
01:00:22: Aber wird auch noch wärmen.
01:00:24: Sie nähern sich an... Was vermissen Sie wenn Sie denn etwas vermissen von politischen Leben?
01:00:34: Die kulturellen Angebote die ich leider am Berg lebe und nicht mehr so viel weniger wahrnehme.
01:00:41: Und dieses Konzept der Brüten, und manchmal auch den Menschen... Ich lebe jetzt sehr viel
01:00:51: zurückgezogen als früher.
01:00:52: Ein Samut verlassen
01:00:53: am Berg?
01:00:53: Nein nein nein, ein Samut verlass ich dann schon mal.
01:00:55: Aber es ist anders!
01:00:56: Aber passt ja, ich wollte so und das ist auch okay.
01:01:01: Aber diese Vielfalt an Menschen wahrscheinlich, also wo man als Landes geht.
01:01:05: Ich kann aber jetzt
01:01:06: das bisschen mehr
01:01:06: auf meine Freundinnen zu konzentrieren und die Freundschaften.
01:01:10: Das bin ich jetzt wieder aufbauen und wieder aufholen.
01:01:13: Und das genieße ich schon auch sehr endlich mal Zeit zu haben für Dinge, die vorher nicht... Platz gehabt haben.
01:01:23: Wir machen vor unserer Schlussrunde noch ein kurzes Spiel.
01:01:25: Spiel ist das eigentlich nicht.
01:01:27: Es geht darum, dass ich Setze beginne...
01:01:31: Was ich will?
01:01:33: Das ist schön!
01:01:34: Ich beginne einen Satz und sie vervollständigen ihn einfach.
01:01:37: Sie müssen sich auch nicht beeilen.
01:01:40: Meine erste Erinnerung an Louis Thornwalder.
01:01:51: Punkt.
01:01:55: Also, hier haben sich gedacht, oh je was kommt in der... Darf ich fragen, was das war?
01:01:59: Ich weiß
01:02:00: nicht mehr.
01:02:00: Das war mein erstes Wahlkampf kurz vor dem
01:02:06: ersten Wahlkopf.
01:02:08: Alles klar!
01:02:09: Die erste Landeshaupt Frau Südtirols heißt...?
01:02:12: Ja vielleicht Schafz-Rosmaribama.
01:02:15: Das größte Problem der SVB zurzeit?
01:02:19: Die Diskussionen im Außen.
01:02:21: Wir haben auch gestritten, es ist nicht so das Landeshauptmanduernwarner immer alles bestimmt hat.
01:02:26: er hat auch andere Meinungen zugelassen.
01:02:28: wir hatten auch immer Abstimmungen auch in der SVP-Fraktion aber nach außen gegangen.
01:02:32: mit bewussten Strategien oder persönlichen Angriffen meine ich dass wir das weniger sind.
01:02:41: und ich meine auch dass wir als Team eine bessere Landesregierung waren als es die heutige ist.
01:02:49: Das waren jetzt drei Sätze.
01:02:51: Es passt schon, aber sie haben einen interessanten Punkt erwähnt.
01:02:56: Warum?
01:02:56: Weil man im Team gearbeitet hat, hat sich das besser gemacht damals
01:03:00: als Gruppe.
01:03:00: Ich glaube schon dass es weniger ausspringen und Zeiten springen mit einigen Ausnahmen Informationen nach außen gegeben hat über Dinge die noch nicht ausgereift sind.
01:03:12: Und dann kommt natürlich noch was dazu.
01:03:14: da beneide ich auch noch Kompattor nicht.
01:03:17: Er hat heute dreizehn Menschen, dreizehn Männer und Frauen gibt es von der SVB im Landtag.
01:03:25: Und er ist auf den italienischen Koalitionspartner angewiesen wenn er ein Gesetz genehmigt haben will.
01:03:31: das erfordert ihn in meinen Augen zu viele Kompromisse einzugehen.
01:03:37: Wir waren immer mindestens achtzehn, das ist was ganz
01:03:40: anderes.
01:03:41: Das ist
01:03:42: völlig anders in der politischen Alltagsarbeit.
01:03:44: Die Zeiten damals waren anders aber wir sind ein bisschen in der Normalität angekommen.
01:03:50: Und da würde es wahrscheinlich vernöten sein dass man und Frau sich noch mal korrekt verhält und überlegt wie gestalten wir unsere Teamarbeit?
01:04:01: Denn die Geschichten, die nach außen kommen, fallen immer auf die ganze Partei und die ganzen Landesregion zurück.
01:04:07: Aber
01:04:07: wie haben Sie es damals geschafft dieses ein Team zu werden das wirklich ein Team ist?
01:04:12: Wie schafft man das?
01:04:13: Ja
01:04:13: großteils ein Team nicht immer.
01:04:14: Ja ist klar!
01:04:16: Wo Menschen sind.
01:04:17: Das hat ja schon auch meine Feindbilder in der Landesregierung.
01:04:20: Jedenfalls ich glaube dass das schon eine Fähigkeit Luis Donvalas war Die richtigen Menschen um sich
01:04:27: zur Führung zu schauen
01:04:28: Und auch auszusuchen.
01:04:30: Da waren ihre Feindbilder, wenn sie das sagen können.
01:04:33: Durfen?
01:04:35: Feind Bild!
01:04:36: Mit wem ich am Eisen gestritten habe war der Thomas Wiedmann.
01:04:39: Ja!
01:04:40: Warum?
01:04:41: Oder warum gestriten
01:04:42: du... Er hat eine andere Art des Arbeiten als ich.
01:04:47: Okay.
01:04:49: Wir machen jetzt weiter.
01:04:51: Einige Sätze hab' ich noch.
01:04:53: Aber das ist nie nach außen gegangen?
01:04:54: Nein.
01:04:55: Eben im Unterschied zu heute
01:04:59: Das ist eine Regierung und das gehört
01:05:01: zusammen, das ist eine Gruppe.
01:05:03: Und sie
01:05:05: profitieren gegenseitig voneinander.
01:05:07: Aber
01:05:08: heute geht schon
01:05:08: von SVB
01:05:09: zu SVP vieles los.
01:05:10: Nicht
01:05:10: mal damals ist das rausgekommen.
01:05:14: Ab und zu ist ja doch was rausgekommen
01:05:15: aber nicht in der Intensivität so wie es ist beschreiben.
01:05:19: Es ist auch gut so dass man das erst den Tag hineinweist.
01:05:21: Weil uns da die Medien mit, was Schuler, was Weichern, was Kompatschen
01:05:25: usw.,
01:05:26: beispielsweise das Thema Bettenstopp denken.
01:05:29: Das
01:05:29: ist noch nicht zu Ende?
01:05:31: Ja, es sollte halt das Schade der Partei nehmen!
01:05:35: Das ist auch eine Frage von mir.
01:05:37: Wann haben Sie sich das letzte Mal politisch so richtig geärgert?
01:05:45: Ich ärgere mich eigentlich jeden dritten oder vierten Tage ein bisschen.
01:05:48: Das letzte mal, dass Sven Knoll-Rosmaribama so angegriffen hat mit diesen Flüchtlingsunterkünften...
01:05:54: Mit dieser Politikerin möchte ich gerade nicht tauschen.
01:05:58: Kann auch national international muss nicht lokal sein.
01:06:02: Also bei den Politikerinnen muss ich ein bisschen denken, weil da gibt es ja nicht so viele.
01:06:08: Da gibt's ja nicht zu viele!
01:06:11: Jetzt fällt mir die ideenische Ministerpräsidentin ein, die gerade mit knapper Mehrheit am Regierungsbildnis, das sind Herausforderungen.
01:06:23: Ja hier im Land, ich denke Rosemary Palmer ist auch nicht zu beneiden auf italienischer Ebene.
01:06:32: Werden wir jetzt niemand ein?
01:06:33: Das passt.
01:06:35: Ich bin froh, nicht mehr in der aktiven Politik zu sein.
01:06:38: Weil...
01:06:41: Froh?
01:06:42: Ich habe die Zeit genossen!
01:06:44: Froh ist der falsche Terminus.
01:06:46: Ich beneide die jetztige
01:06:47: aktive Politik.
01:06:48: Nicht.
01:06:50: Das heißt aber nicht dass ich froh bin und sich draußen bin.
01:06:52: Stimmt
01:06:52: ja.
01:06:52: Dann würde
01:06:53: ich alles infrage stellen was ich da gemacht habe.
01:06:55: Ich habe das sehr gern gemacht.
01:06:56: Bist schon die Antwort auf den Satz.
01:06:58: Das Schlimmste in der Politik war immer ...
01:07:01: Die Angriffe unter der Gürtellinie.
01:07:04: Ein Satz zur Situation der Südterola-Schule von heute
01:07:09: Gehört weiterentwickelt.
01:07:12: Und dann die Bedürfnisse von Familien und Jugendlichen angepasst.
01:07:15: Die größte Herausforderung unserer Zeit?
01:07:19: Frieden, Krieg!
01:07:22: Mit diesem Mitglied der Landesregierung könnte ich einen vergnügten Abend verbringen.
01:07:27: Der heutigen Landesregierung?
01:07:28: Ja ja.
01:07:31: Arno Kompaccio, Rosemarie Palmer... Sie wollten nur eins, jetzt habe ich Mann und Frau genannt.
01:07:35: Sehr schön, gleichberechtigt.
01:07:37: Was ich dem Abgeordneten der Südtiroler Freiheit, Hannes Rabensteiner schon lange sagen wollte?
01:07:43: Ja, er soll halt... Er muss halt Deutsch lernen.
01:07:46: Das hilft ja nix!
01:07:47: Und auch italienisch.
01:07:49: Was mich beim Ehrgut das haben wir eigentlich schon geklärt den Jakobsweg.
01:07:53: Das lasse ich jetzt weg.
01:07:54: Was würden Sie denn jungen... Also das ist jetzt zu Ende.
01:07:57: Sie können jetzt wieder lang antworten.
01:07:59: Du weißt ja viel
01:08:01: zu genau.
01:08:02: Was würde sich denn die jungen Menschen heute empfehlen, Also nein, anders gefragt.
01:08:07: Würden sie jungen Menschen empfehlen heute in die Politik zu gehen?
01:08:10: Auf jeden Fall!
01:08:12: Jedem junger Menschen gleich ob man oder Frau ... Sie sind die Zukunft.
01:08:16: Sie haben das Leben zu gestalten.
01:08:18: Meine Töchter reden oft von alten weißen Männern, die da die Welt regieren.
01:08:22: Die Jungen müssen rein.
01:08:23: Das heißt nicht dass sich die Alten unter Anführungsteichen weghaben will sondern ich wiege die nicht gegeneinander auf und sage einfach es braucht beides aber Junge wo sind denn die Jungen?
01:08:34: Wo sind sie?
01:08:34: kommt bitte
01:08:36: Bitte
01:08:36: bitte.
01:08:36: engagiert euch, weil ich mir davon eine Verbesserung verspreche.
01:08:40: Schauen Sie wie viele junge Menschen jetzt in Ungarn nicht Orban gewählt haben.
01:08:44: denen hat der neue Präsident seinen Sieg zu verdanken.
01:08:49: Die sollen rein.
01:08:50: Sie haben jetzt die Werte
01:08:51: zu gestalten?
01:08:52: Bei der Wahl zum Verfassungsreferendum ist dies geformt, aber auch bei den jungen Ausschlaggebenden.
01:08:59: Da hätte ich zwar nicht wegen Meloni, sondern wegen der Sache für Ja gestimmt
01:09:04: oder wegen
01:09:04: der parteipolitischen Ideologien für Nein.
01:09:09: Aber warum gehen die Jungen nicht in die Politik?
01:09:14: Haben sie dafür sich eine Antwort bekommen?
01:09:15: Das ist ein Teufelskreislauf!
01:09:18: Je mehr über, vor allem über Social Media.
01:09:21: die sind nicht demokratiefreundlich diese ganzen sozialen Medien.
01:09:26: Die Medien sind vielfach nur der Schein.
01:09:29: Die Wirklichkeit ist eine andere.
01:09:31: Junge Menschen haben kaum Zugang zur Wirklichheit, da sollten sich Parteien auch bemühen, denen mehr Zugang zu Wirklichkeiten verschärft in der Politik.
01:09:39: Sie sind vor allem über den Schein informiert.
01:09:43: Sie müssen junge Menschen Karriere machen – das übliche Thema.
01:09:50: Für mich war es ja auch.
01:09:51: Ich war eine außerirdische, die im Landtag zu erscheinen mit zwei kleinen Kinder, ne?
01:09:57: Wenn du dreißig bist und deine Arbeit fortsetzen willst.
01:10:00: Und kleine Kinder die auch noch leistest unter Anführungszeichen.
01:10:04: Ja dann bleibt für Politik keine Zeit.
01:10:06: jetzt das sage ich jetzt Frauen spezifisch aber wir müssten Mittel-und Wege finden um sie wieder zu begeistern.
01:10:12: Ich weiß nicht ob es früher besser war Das weiß ich nicht.
01:10:14: Schauen Sie sich unsere Landtagsabgeordneten deren Alter vor vierzig Jahren oder Dreißig War jetzt nicht besser.
01:10:21: Deswegen das Wort Wieder dürfen wir eigentlich gar nichts verwenden.
01:10:24: Und ihr Tipp an junge Frauen, die heute schon in der Politik stecken?
01:10:30: Sagt mutig.
01:10:34: Auch wenn es Kraft kostet.
01:10:36: Der Mut ist eine Sache mehr.
01:10:39: Sucht euch Verbündnis!
01:10:40: Das hat mir immer sehr
01:10:41: geholfen.
01:10:46: Ich habe viele Gemeindereferente in den Stadträtinnen immer sehr unterstützt und ich habe ja wohl nun ihre Wertschätzung am eigenen Leib erlebt.
01:10:55: Und das tut gut, und das baut auf!
01:10:58: Wir können jetzt frisch ... weil wir bei einem Tipp sind noch einen dritten dazu nehmen.
01:11:02: ihr Ratschlag für die heutige soziale Mitte ehemaliger SVP Arbeitnehmer-Truppe Die ist ja auch immer sehr... Ich
01:11:11: gebe natürlich zu, dass Landeshauptmann Arno Kompacho sich als Feindbild nicht so eignet wie Louis Dornwalder.
01:11:18: Das ist schon mal eine Ausgangsposition!
01:11:20: Nein, nein, das war geschickter zum Streifen auch öffentlich.
01:11:25: Aber ich finde halt schon, sie sind ja alle engagiert und motiviert.
01:11:31: aber ich glaube ab und an eine Konfrontation Ja, jetzt bei diesen Mehrheiten eine Konfrontation mit der Partei oder ein klareres, eine klarere Vision was sie von anderen Parteirichtungen unterscheidet und weshalb Wählerinnen und Wähler auf Sie zukommen sollen.
01:11:56: Vielleicht nötig wäre über die Medien.
01:11:58: andererseits muss ich natürlich die Gruppierung der auch Ich Angehörter wieder in Schutz nehmen denn die Vielfalt der Zielgruppe ist immens größer als beispielsweise, wenn ich jetzt die Landwirtschaft hernehme der Unterschied zwischen Berg- und Dahlbauer.
01:12:15: Sie haben bei den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen von Abteilung vom Abteilungsleiter beim Land und Ressort
01:12:21: bis hin
01:12:22: zum Landschararbeiterin alles zu betreuen und das macht es nicht einfacher.
01:12:27: aber vielleicht ja.
01:12:29: Gibt es Bündnispartner, die wir auch jedes Mal gesucht haben?
01:12:32: Bündnispartnerinnen.
01:12:33: Die Gewerkschaften oder Naturschutz?
01:12:36: Oder haben sie in den Zielen entsprechen?
01:12:38: Ich finde den Punkt, den Sie angesprochen haben da hat schon was für sich die Konfrontation und ich meine jetzt wirklich nicht die nach außen oder umhören.
01:12:46: deine Schlagzeile für uns Medien... Ich weiß
01:12:48: ja nicht
01:12:48: ob
01:12:48: Sie ihnen konfrontieren das weiß ich ja nicht!
01:12:51: Das wäre unfair wenn ich das jetzt einfordere und Sie machen sich ... ich weiß es nicht
01:12:58: aber kann es sein.
01:12:59: Sie haben jetzt öfters angesprochen, so diese internen Debatten und wie man sich intern zusammengerauft hat.
01:13:05: Und auch gestritten hat ohne dass es am nächsten Tag in der Zeitung stand oder auch in einer Woche in der Man hat manchmal auch das Gefühl insgesamt in der Gesellschaft, man scheut gewisse Konfrontationen.
01:13:19: Man streitet anders miteinander, schwarz-weiß...
01:13:23: Genau!
01:13:23: ...dass es manchmal sehr schwer macht.
01:13:25: Ich finde auch dass wir Menschen heute an einer Gesellschaft, entweder du bist dafür oder dagegen, in der Mitte gibt's nichts.
01:13:30: Dann wirst du sozusagen abschätzig Und
01:13:34: mit dem rede ich eh nicht mehr, weil er ist in dieser Ecke.
01:13:37: Genau und das bringt
01:13:37: uns nicht weiter!
01:13:38: Das stört mich auch sehr.
01:13:40: Wir kommen wieder raus.
01:13:40: Noch einmal zu diesen Arbeitnehmerinnen der SVB... Was wollte ich vorhin noch sagen?
01:13:48: In Hinblick auf die Gesamtpartei ist es natürlich sehr viel schwieriger für sie da so auf Konfrontation zu setzen und damit auch Erfolge zu erzielen wie wir damals.
01:14:00: Ich will nicht die Lehrmeisterin von außen sein.
01:14:02: Schauen Sie!
01:14:07: da auch ab und zu mitgemischt haben.
01:14:09: Und das hat mich sehr gestört, deshalb war es mein fester Vorsatz Wenn ich draußen bin dann habe ich kein Amt mehr Dann hab' ich keine Macht mehr Dann habe ich keine Verantwortung mehr Und dann halte ich auch nach außen die Klappe.
01:14:21: Das ist nicht mehr
01:14:22: die Zeit.
01:14:22: Also
01:14:22: für alle die Zuhause meinte ich oder möchte ich gar nichts von Außen gescheite reden Sondern einfach aufgrund ihrer Erfahrung und vom Wissen wie das läuft So ein paar Hilfestellungen geben.
01:14:34: Also die Hilfestellen für mich nicht... Die Hilfestellerin gefragt werden
01:14:36: denen Betroffenen selbst, aber nicht ihr.
01:14:38: Die
01:14:38: Hilfestellung für mich in dem Sinne!
01:14:40: Für sie?
01:14:42: Man lernt immer was dazu über der Politik.
01:14:44: Ja
01:14:44: dann machen wir das außerhalb des Mikrofones.
01:14:45: Das
01:14:46: machen wir auch.
01:14:46: Wir sind echt fast zum Schluss.
01:14:47: Dann reden wir das an anderer Stelle.
01:14:58: Was ist die größte Lüge, die sich Politiker Politikerinnen selbst machen, sich selbst erzählen diese Lüge.
01:15:10: Wenn man in diesem politischen Geschäft drinnen steckt das macht ja doch also.
01:15:16: Man kann natürlich am Boden bleiben.
01:15:17: aber vielleicht gibt es so etwas was man sich einredet und irgendwann glaubt man's dann selbst.
01:15:29: Aber ich jetzt ausnahmsweise keine Antwort.
01:15:31: Das finde ich
01:15:34: gut.
01:15:37: Zumindest habe ich geschafft, dass sich das Sprach losgemacht hat.
01:15:42: Vielleicht ist die Frage einfach auch mal blöd gestellt.
01:15:45: Vertrauen Sie noch der Politik?
01:15:47: Ja muss ich ja.
01:15:48: Bleibt uns ein anderes Übrig.
01:15:50: Ich bin so froh!
01:15:51: Ich weiß bloß nicht wer es jetzt schafft in Ungarn weil ob er natürlich alle Positionen mit seinen Leuten besetzt hat und Schulden zu zahlen sind.
01:15:58: aber bis vor der Wahl in Ungern hab' ich mir gedacht Wie sollen Menschen in autoritären Staaten noch auf die Demokratie hoffen, wenn sie erleben wie im demokratischen Ländern, wie Amerika regiert wird?
01:16:13: Ja denen kann das ja dann irgendwann mal bippe gehalten sein.
01:16:15: Dann haben Sie lieber Ihrem Diktator dort und jetzt mit Ungarn eigentlich ein Zeichen für die Demokratiewahl... Das
01:16:22: ist vor Kurzem unmöglich.
01:16:24: Wir hatten
01:16:24: Kaiser, wir hatten Könige.
01:16:26: ich glaube halt dass im Verlauf der Geschichte, wie er heute in einem Zustand sind.
01:16:33: Auch hier bei uns in Europa dass wir mit der parlamentarischen Demokratie die bisher beste Regierungs- und Staatsform haben.
01:16:44: Wahrscheinlich ist sie weiter zu entwickeln.
01:16:48: Vielleicht gibt es noch bessere Formen Weil heut ist halt so das Dinge dann auch stecken bleiben und nicht weiter betrieben werden weil sie zu Das klingt jetzt so blöd, wenn ich das sage.
01:17:02: Weil es zu viele Einspruchsmöglichkeiten, weil zu viele Widerstände dann auch vollkamen und das hat mit dem Individualismus der Menschen zu tun.
01:17:11: Und das hat damit zu tun dass wir manchmal meinen von allem etwas verstehen und überall
01:17:16: damit reden wollen.
01:17:20: Vielleicht ist das ein
01:17:21: blöder Verbleib.
01:17:21: Da bräuchte es sicher Diskussionen auch im Land, ne?
01:17:25: Ich kann das weitergehen oder ich denke...
01:17:27: Es gibt ja durchaus immer wieder Ansätze wie
01:17:28: man das an das Gestalten
01:17:30: kann.
01:17:30: Aber
01:17:31: was ist eine
01:17:31: Alternative?
01:17:32: Brauchen wir irgendwann einen kleinen Putin oder einen Urban damit dieses Land hier regierfähig bleibt?
01:17:38: und in dieser Hinsicht angesichts Da jetzt in Dinge, die ich mitverfolge, denke ich immer schon, dass sie nicht zu beneinen sind.
01:17:46: Und diese Debatten sind natürlich schwierig zu führen in einer Zeit, wo ... muss viele andere Probleme herausfordernden gibt, die sehr groß sind.
01:17:53: noch mal im Alltag der Menschen um diese... Da passiert
01:17:57: wieder eine Proba.
01:17:59: Die Politiker werden in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht.
01:18:02: Die Politikverdrossenheit der Bevölkerung steigt.
01:18:05: Sie geht nicht mehr zur Wahl.
01:18:06: Das Vertrauen wird geregelt?
01:18:08: Das Vertrauen wird zerstört und das ist sehr, sehr schade für uns alle und unsere Zukunft.
01:18:13: Sind sie noch SVP-Mitgliedt?
01:18:15: Ja!
01:18:17: Also
01:18:18: ich bin nicht einer von denen, die aus dem Napf ist und den dann links liegen lässt.
01:18:24: Ja es gibt auch andere, die sagen okay danach irgendwann reicht's und ich will mit dem Verein nichts mehr zu tun haben, also im Herzen nach wie vor verbunden.
01:18:34: Es gibt viele Alternativen.
01:18:35: Ich bin jetzt nicht engagiert in der SVB aber ich zahle den Mitgliedsbeitrag.
01:18:41: Ich finde das war jetzt ein schönes Schlusswort Frau Kasseler, da mohre.
01:18:45: ich danke Ihnen sehr, dass Sie sich die Zeit genommen haben als nicht mehr aktive Politiker.
01:18:50: Die haben ja manchmal noch weniger Zeit als die Aktiven.
01:18:53: Der Terminkalender ist sicher auch sehr voll ein bisschen über alte Zeiten zu reden und ein bisschen aus Ihrem Erfahrungsschatz den sie mit uns geteilt haben.
01:19:03: Ich habe das jetzt sehr schön gefunden und auch um einige Erkenntnisse reicher.
01:19:09: Das war aus der Blase.
01:19:10: Mein Name ist Alexandra Aschbacher und meine heutige Gästin war Sabina Kasselatamo.
01:19:15: Ich habe schon Reaktionen bekommen, wieso Gästen?
01:19:18: Das sagt man doch nicht!
01:19:20: Ich finde so ein schönes Wort...
01:19:22: Ich selbst habe mir zum Vorsatz gemacht, alles weiblich auszusprechen was noch irgendwie geht.
01:19:29: Wenn es Politikerinnen nicht tun wäre dann...
01:19:32: Sie haben das immer sehr praktiziert, ja?
01:19:35: Wenn wir Frauen in der Sprache nicht vorkommen,
01:19:39: dann gibt es uns nicht!
01:19:40: Sie haben da immer sehr schöne Wortspiele gemacht, kann ich mich erinnern.
01:19:43: Ich habe jetzt leider kein konkretes Beispiel parat.
01:19:46: Deswegen Gästen passt vor allem bei Ihnen heute.
01:19:48: Vielen Dank Ihnen zu Hause für das Zuhören!
01:19:51: Liebe Grüße auch an all jene die mir zwischendurch rückmelden dass sie diesen Podcast auch hören Jenseits des Brenners aus Vorarlberg, liebe Grüße gehen raus München-Wien.
01:20:02: Also herzlichen Dank auch für diese Unterstützung und ich wünsche Ihnen allen jetzt noch einen schönen Tag oder eine gute Nacht jemanden je nachdem wann man diesen Podcast hört auf Wand.
Neuer Kommentar