Felix Taschler im ff Podcast: Was passiert mit dem Club Max?
Shownotes
In der Kurstadt Meran gibt es seit Kurzem einen neuen Stern im sonst eher öden Nachtleben: den Club La Perla. Doch die bisherige Bilanz ist durchwachsen. Seit der Eröffnung vor rund zwei Monaten wurde der Club schon zweimal behördlich geschlossen. Beide Male wegen Beschwerden über Lärmbelästigung. Die Debatte um das La Perla geht allerdings weit über diesen einen Fall hinaus. Denn auch der Club Max in Brixen musste Anfang Juni seine Tore schließen. Der Grund für die behördliche Sperre waren wiederholte Vorfälle von Gewalt und Schlägereien rund um den Club. Wie steht es wirklich um die Zukunft des Lokals und das gesamte Südtiroler Nachtleben?Und wo gehen die Jugendlichen feiern? Darüber hat ff-Hospitant Matthias Hillebrand mit Felix Taschler, Betreiber der Disco Max, in der neuen Podcastfolge gesprochen.
Moderation & Redaktion: Julia Staffler & Matthias Hillebrand
Produktion: Matthias Hillebrand
Mitarbeit: Verena Pliger
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Transkript anzeigen
00:00:00: Aufs Ohr, der Podcast der FF mit Julia Staffler.
00:00:06: Liebe FF-Hörerinnen, liebe FF Hörer.
00:00:08: herzlich willkommen zurück zu unserer neuen Podcastfolge!
00:00:12: In der Kurstadt Meran gibt es seit kurzem einen neuen Stern im sonstigen Oen Nachtleben – den Club La Berla.
00:00:19: Doch die bisherige Bilanz ist doch
00:00:21: wachsen.
00:00:22: Seit der Röffnung vor rund zwei Monaten wurde der Club schon zweimal behörtlich geschlossen.
00:00:27: Beide Male wenngeschwerden über Lärmbelästigung.
00:00:31: Während die Betreiber überzeugt sind, alle Vorschriften einzuhalten, sprechen die Anreiner von schlaflosen Nächten.
00:00:38: Unser Hospitant Matthias Hilleprand hat dazu für das aktuelle Heft recherchiert.
00:00:44: Die Debatte um das La Perla geht allerdings weit über diesen einen Fall hinaus.
00:00:49: Denn auch der Club Max in Prixen musste Anfang Juni seine Tore schließen.
00:00:54: Der Grund für die behördliche Sperre waren wiederholte Vorfälle von Gewalt und Schlägereien rund um den Club.
00:01:02: Am Dienstagabend hat der Club ein Statement in den sozialen Netzwerken veröffentlicht.
00:01:07: Darin erklärt das Team, vorerst einen Schritt zurückzutreten.
00:01:11: Für die kommenden Wochen sind nur vier Veranstaltungen geplant
00:01:14: –
00:01:15: ob und wann der Club danach zurückkehrt?
00:01:18: Das ist derzeit noch unklar!
00:01:21: Das Nachtleben in Südtirol ist ohnehin seit Jahren rückläufig.
00:01:25: Im Jahr zehntausendneun gab es noch fast doppelt so viele Diskotheken wie heute.
00:01:30: Zeitausundvierundzwanzig warnes landesweit nur noch mickriger, dreihundzwantig.
00:01:36: Viele Traditionslokale verschwanden – neue kommen kaum nach.
00:01:40: Matthias Hilleprandt hat für Elix Dashler den Betreiber vom Club Max ins Podcast-Studio geladen.
00:01:46: Er spricht mit ihm über das Klubsterben im Land Das harte Vorgehen der Behörden und darüber, wo die Jugendlichen in Südtirol überhaupt noch feiern können.
00:01:59: Wie waren das Wochenende jetzt im geschlossenen Club?
00:02:02: Ja langweilig!
00:02:04: Du bist ja auch Betreiber von Club Max und der ist letzte Woche geschlossen worden von der Polizei.
00:02:10: Was war der Grund?
00:02:11: Der Grund wird im Bericht von der Questur werden mehrere Vorfälle umgebend über das letzten Jahr Außerhalb, also zu neun, neinzig Prozent, außerhalb von Klub passiert sein wobei eigentlich gravierende Sachen nicht vorgefallen sind.
00:02:25: Deswegen war mir relativ verwundert dass die Schließung kämmen.
00:02:28: ist das nach einem Ohrengrund ausschlaggebend dafür wurde dass es zugetun worden ist nicht umgeben sie sorgen einfach.
00:02:35: ja das ist ein Treffpunkt.
00:02:37: wer was die öffentliche Sicherheit gefährdet und aus dem Grund ihren Zielen zu.
00:02:41: Wir vermuten etwas anderes dahinter, aber das lassen wir mal auf den Raum gestellt.
00:02:46: Wir denken, dass auf Druck die School-Out-Bärte verhindert werden wollte.
00:02:50: Okay weil jetzt ist ja da oben gegangen, dass die Schools Out-Barty sozusagen gecancelt worden ist, als sie hat stattgefunden, ist es finanzieller Schaden für Sie?
00:03:00: Natürlich!
00:03:00: Von wie viel geht man da?
00:03:02: Also mit so einer School-out-Barete kann man sagen, dass man den Umsatz von einem schwachen Monat macht.
00:03:08: Und ich kann mal vorstellen, das ist auch für die Motivation des Clubs.
00:03:12: Das ist natürlich ziemlich niederschmetternd so mal zwei Wochen geschlossen zu sein besonders bei der wichtigsten Party des Jahres vielleicht sogar
00:03:21: sehr bemotivierend sein.
00:03:23: solche Sachen ja.
00:03:25: Aber wie sieht es jetzt aus?
00:03:27: Wenn das jetzt wieder aufhört, ist es ja glaube ich ein größeres Problem auch da.
00:03:31: Dass die Clubs einfach wegen Sachen in der Umgebung vom Club mit den Sierra nix zu tun haben, sollen jetzt die Clubbetreiber, die neuen Polizisten sein?
00:03:38: Ja eben, dass sie sehr komisch sind für... für die Gesellschaft.
00:03:43: Weil man hört ja nicht, dass gewisse Gewaltvorfälle immer nur vor Nachtlokale passieren sondern das hat man ja tagtäglich zu allen Tages- und Nachtszeiten in allen möglichen Ortschaften, so als im Parksbahnhöfen, Einkaufszentren usw.
00:03:58: Und natürlich können solche Sachen auch vor Nacht lokaler passieren.
00:04:02: aber da muss man sich an die generelle Frage stellen sein wo die Nacht lokale schuld?
00:04:07: Oder ist das einfach ein gesellschaftliches Problem, was zur Zeit vermehrt überall auftretet.
00:04:13: Und da kann man auch schwer in Betreiber von Lokalen die Schulter fürgeben wenn gewisse Individuen sich falsch verhalten vor dem Lokal.
00:04:22: Man hat ja nicht her und spürt einen Einkaufszentrum zu oder einen Bohnhof, weil da all wieder Sachen passieren.
00:04:28: Das ist einfach sehr frustrierend und unverständlich für uns als Betreiber, dass man hierher geht und einfach blind links nach Lokale zusperrt.
00:04:37: Man muss daran denken.
00:04:39: es gibt jetzt seit einund dreißig Jahren und das erste Mal war ich zurücksprachloser in den Jahr Und jetzt der Quest of Ferrari, der hat jetzt ziemlich viele Lokale eigentlich seitdem er im Amtisch in ganz Südtirol sei.
00:04:58: Es barren wie andere Nachtlocale im ganzen Land zugespört.
00:05:02: Ich weiß nicht ob das der richtige Weg ist.
00:05:04: und da Timo schon auch von der Politik wünschen dass man doch sich einmal zusammensitzt und vielleicht dann den Konsens findet und einen Dialog wie man da in der Richtung weitergeht, weil es kann nicht sein dass einfach Betriebe die was in der Tätigkeit nachgehen.
00:05:18: In junge Leiter eine Nacht geben wo sie sicher ausgehen können und einen Treffpunkt spielen können andere in Leit an Arbeit geben um versuchen studieren zu wollen usw.
00:05:30: Dass man dann einfach die Arbeit nicht mehr ermöglicht indem er sich zuspürt.
00:05:33: Aber ist diese Schließung von Clubs durch den Questour?
00:05:37: Ist das ein Phänomen von den letzten Jahren?
00:05:39: Ja
00:05:40: Ja, ganz
00:05:41: genau.
00:05:42: Da wird immer der Cardi Giacento dei Tulps angewandt, sein Totes kommt noch aus dem Faschismus, dieses Gesetz sozusagen... Und dann irgendwer hat das irgendwie herausgefunden, dass der einfachste Weg ist am schnellsten sich ein Problem vom Hals zu schaffen sozusagen wenn irgendwo was entsteht und so sagen ja um ihr um etwas getun.
00:06:03: wir haben für die Sicherheit gesagt da weil man anstatt ein Problem gelöst.
00:06:07: Die Übeltäter zur Rechenschaft gezogen einfach leider das Problem verschoben Anstatt jetzt wirklich zu lösen.
00:06:13: Das ist jetzt so in Mode geworden in ganz Italien das vor allem speziell für Nachtlokale anzuwenden eine positive Schlagzeile zu verschaffen.
00:06:22: Da wollte ich jetzt auch fragen, wie sieht es denn im Umkreis von Südtirol aus?
00:06:25: Also in Trentino oder in Nordtirol?
00:06:28: ist da eine Situation, dass so viele Clubs geschlossen werden.
00:06:30: Oder das ist so schwierig für die Clubs?
00:06:32: Das Gesetz gibt's nur in Italien.
00:06:35: Es gibt sie in Österreich, Deutschland und den anderen Ländern nicht.
00:06:38: In restlichen Italien wird es von den Questoren durchaus angewandt.
00:06:41: Auch zum Lightwasten der Nachtlokale – und ich bin hier in meinem eigenen Kontakt mit der Federalberge.
00:06:48: Sie haben das Problem eben, dass die Quest-Schuhe einfach lokale oft wegen Sachen schließt, wofür das Lokal eigentlich gar nix dafür kann.
00:06:58: Das
00:07:00: schaut so aus als würde man die Verantwortung von den Gästen auf die Clubs abwälzen?
00:07:06: Ja
00:07:06: ganz genau und meistens handelt sich es ja dabei nicht um Gäste, die was im Lokal drin waren sondern um Leute, die zum Beispiel sogar der Zutritt verweigert wurden weil man schon weiß okay das sind ein bisschen komische Ist das ja auch politisch gesehen, wie ein Schwierig?
00:07:20: Weil wir haben ja gar keine Handhabe.
00:07:22: Es ist ja auch, wenn es halt auf dem öffentlichen Parkplatz irgendwas passiert oder in der Nähe umgebung des Clubs ... Wir sind ja keine Ordnungskräfte, die was sie macht hätten da irgendwie für Recht und Ordnung zu sorgen.
00:07:36: Das dürfen wir ja rechtlich schon gehen.
00:07:40: Es sich die Politik dieser Probleme auch bewusst?
00:07:43: Ja, ich denke schon.
00:07:44: Ich stehe im Austausch mit unserem Bürgermeister mit dem Gemeinderat.
00:07:51: Ich bin in Kontakt mit gewissen Landesräten oder HGV-Präsidenten und ich schmiere in einen Kontakt.
00:07:56: Und wir sind jetzt dabei, dass wir Lösungen finden oder zumindest mal in Dialog mit der Questur kämen um da im Konzenz zu finden.
00:08:06: Und jetzt würde ich Sie mal fragen warum haben sie eigentlich überhaupt einen Club eröffnet?
00:08:12: Sie sind ja, es gibt schon seit einigen Jahren das Club Max.
00:08:14: Ja also
00:08:15: ich habe einen nicht eröffnet, der seitdem ich fünfzehn bin im Club arbeiten, bin auch mit den achtzehnten Bergekeeper gemacht und mit den zweizehnzehn kann ich ihn dann übernommen.
00:08:23: Also ich habe ihn nicht eröffnet sozusagen.
00:08:26: Ich habe ihn noch weiter gefilgt.
00:08:28: Und wie hat sich das jetzt in die letzten Jahre verändert?
00:08:32: So die Ausgehkultur ist das jetzt anders vielleicht mit Social Media oder damit Mit Corona war sicherlich auch ein einschneidendes Erlebnis oder eine einschneebende Sache für die ganze Clubkultur.
00:08:44: Wie haben Sie das beobachtet?
00:08:45: Ja, es hat sich sehr stark verändert.
00:08:48: vor allem was mir eigentlich verwundert ist zu sein ja mittlerweile viele Jahre vergangen seitdem ich angefangen habe in Max zu arbeiten und generell gesehen seine Gewaltelikte eigentlich sehr viel weniger geworden Denn früher hat es keine Überwachungskammer gegeben.
00:09:02: Aber
00:09:02: trotzdem werden die Mehrklubs
00:09:04: geschützt?
00:09:04: Eben, ganz genau!
00:09:04: Das ist aus verwunderlichem für uns.
00:09:07: Es hat damals kein Handy oder wenig Handys geben können mit keinem Smartphone.
00:09:11: Kein Social Media, keine Überachkungskammern – das gibt's heute ja alles.
00:09:14: Jeder findet sofort heraus wenn und wo wer was getan hat.
00:09:19: Und deshalb sind eigentlich die generellen Gewaltelikte rückläufig.
00:09:23: Und trotzdem reagieren die Behörden... sehr viel sensibler, wenn jetzt irgendwo irgendwas passiert.
00:09:32: Und natürlich, Corona hat es dazu beigetragen, dass sich die allgemeine Ausgehkultur sehr stark geändert hat, Social Media macht seinen Rest.
00:09:39: Früher hat man von Haus gehen müssen und irgendwo hingehen müssen um jemanden kennenzulernen, dann kann man das alles ganz easy vom Home aus auf den Devan erledigen.
00:09:48: Ohne noch irgendwo hingehend zu müssen.
00:09:51: Aber viele junge Menschen sagen halt, ich war vor kurzem mal wieder in einem Club Und da hat jetzt ein kleines Bier, sieben Euro gekostet.
00:10:00: Ist das vielleicht auch... also wieso sind die Preise in Clubs überhaupt so hoch?
00:10:04: Wenn man manchmal schon nur zehn Euro eintritt und plus dann noch sieben euro Bier als wenn ich jetzt einen Clubabend mache und zwei Bier trinkt und Eintritt soll, dann bin ich gleich bei dreißig Euro.
00:10:14: Die Preise sind erstens so hoch weil ein Club hat extrem hohe Späße.
00:10:20: Für eine Unterhaltung zu sagen, da DJ und die Künstler, die haben ja gewisse Gaschen.
00:10:25: Die kosten was.
00:10:26: Aber ist sicherheitspersonal.
00:10:28: Die Nachtarbeit, die Feiertagsarbeit, das kostet alles mehr.
00:10:31: Die Angestellten müssen schon um mehr bezahlt werden.
00:10:34: Zusätzlich ist die Besteuerung noch mal höher.
00:10:37: Was wir rein an CIE zahlen, das ist Wahnsinn!
00:10:41: Ja, prozentuell gesehen sind es auch dann dreißig Prozent steuern also nicht wenig.
00:10:47: Und was ich nachher noch dazu sagen muss?
00:10:48: Ich finde ... Preise in Südtirol, in Clubs nicht einmal so hoch.
00:10:53: Weil wenn man bedenkt ... ... nach dem Fünfund und Neunzig hat das Max auch getun dort ein Long Drink, Zehntausend Lire gekostet.
00:11:00: Und dann und Zeitkosche Long Drinks zehn Euro.
00:11:02: Okay.
00:11:02: Und damals, weil wir mit Zehnteausdieren in die Spargungen ist, hat man sicher mehr reingekauft als für heutzutage um Zehn Euro.
00:11:08: Da hat die Sorge dass die Preise so extrem hoch sein... Ich finde jetzt nicht mal so!
00:11:14: Wenn man in Mailand am Piazza Duomo an Veneziano trinkt, Untertocks, der kostet wesentlich mehr als ein Long Drink Club.
00:11:24: Und jetzt auch wieder zum Verhalten von den Clubs zurückzugehen ist das jetzt auch mit Fändis dass da vielleicht die Leute auch vorsichtiger sein weil alles gefilmt werden kann weil man sich nicht so traut viel zu machen, weil man dann vielleicht auf Social Media landet.
00:11:40: Ganz genau!
00:11:41: Da ja Social Media sein ist dazu beigetragen dass die Leute sich anders verhalten, viel vorsichtiger sein, Angst davor oder Respekt davor haben.
00:11:50: kann dir irgendwo ein Foto von mir gepostet werden oder irgendwas wo ich vielleicht nicht so dargestellt werde wie gern da gestellt werden würde oder überhaupt dargestellt werden möchte?
00:11:59: und aus dem finde ich den sich die Leute generell anders verholten im Club auch eindeutig
00:12:07: Was macht jetzt im Club effektiv gegen dieses neue oder für diese neue, dass man vielleicht mehr Leute reinkriegt?
00:12:13: Wo sind es so momentan die Trends in Clubs.
00:12:16: Ja, die ganze Tendenz gibt einen Weg eigentlich vom musikalischen sogenannten Superstars Musik-Superstars zu holen, wobei es immer die Garschen ja... ...ins unermessliche Gange sein.
00:12:28: Was aktuell ziemlich gut funktioniert, seine Social-Media-Starser wie Tiktaker Influencer und so weiter... ...die was die Leute gerne mit einer Foto hätten, die nochmal sehen würden, reden würden, den irgendwo nahe einfach am geschehenen Teil haben möchten.
00:12:45: Aber ist es dann immer noch ein musikalisches Event?
00:12:47: Es hört sich jetzt fast so an, als wäre es jetzt eher ein Meet and Greet.
00:12:51: Ja, das ist natürlich immer noch eine musikalische Event, denn die Musik trägt zur Unterhaltung bei und Leute haben einfach mehr Spaß wenn Musik von Partys.
00:13:00: klarerweise.
00:13:02: aber um davon zu sprechen was zieht heute viele Leute an?
00:13:07: da musst du ja einen Dick-Docker Influencer in Clubholen als wir halt einen sehr bekannten DJ.
00:13:14: Was würden Sie jetzt jemanden sagen, der einen Club in Südtirol eröffnen möchte?
00:13:19: Schlechte Zeit.
00:13:21: Sehr schwierig!
00:13:22: Es ist europaweit ein Schengelubsterben entstanden vor allem im perifären Bereich.
00:13:27: wenn man direkt an einer Stadt angebunden ist dann haben die Clubs eigentlich Reidenweiße zu, Deutschland sind bei fünfzig Prozent, Italien bei dreißig Prozent Österreich bei vierzig Prozent von den Clubs was vor Corona offen kapur und jetzt zu Jetzt.
00:13:41: momentan ist sicher eine sehr schwierige Zeit, ein Nachtlokal zu eröffnen.
00:13:45: Dadurch auch, weil sich der Trend eher ins Daydrinking und Departing hinverlegt als wir spät in die Nacht.
00:13:54: Es sind aber schon natürlich gewisse Locations, die was stark vom Tourismus geprägt sind, was gut funktionieren, Ibiza, Mallorca, Mykonos
00:14:02: etc.,
00:14:03: ob es allgemeine ganze Jahres-Clubleben ... hell ist er rückläufig, der so ein Lokal aufzumachen würde ich nicht machen.
00:14:14: Und so auch über die Situation in Südtirol.
00:14:17: sind sie immer noch?
00:14:18: Ich
00:14:18: bin der Vorsitzender
00:14:19: von
00:14:20: Diskothek verbandt im Hergefährlich.
00:14:22: Wie hatten sich da die Lage in den letzten Jahren verändert als in den vergangenen zehn, zwanzig Jahre?
00:14:27: Da hat es ja seit dem Jahr zwei und neun noch über fast fünfzig Diskotheken gegeben in Südtirol.
00:14:33: jetzt sind's glaube ich nur noch... Bisschen über zwanzig?
00:14:36: Ja, ja.
00:14:36: Wenn überhaupt... Also das ganze Jahr über Offen hoben sind es wahrscheinlich sogar wesentlich weniger.
00:14:42: Es gibt natürlich weiterhin verschiedene Locations mit aktiver Lizenzen.
00:14:46: Da gibts auch verschiedene Hotels, die was noch eine aktive Lizenz haben und die ab und zu allein... verwenden, um aufzusperren.
00:14:52: Genauso wie andere normale Clubs, die was aber einmal sporadisch öffnen als sie einfach die Lizenz haben oder nicht mehr das ganze Jahr übergeöffnet haben.
00:15:01: Die Ohr hat sich die Situation doch hin verändert dass eben wie gesagt ganz viele einfach geschlossen haben und nicht mal aufsperren.
00:15:07: Wie sieht man das auch mit den Lizenzen aus?
00:15:09: Weil in der FF gibt es ja dieser Woche die Geschichte über das Berler ist die Lizenz bis fünf Uhr morgens, weil sie als Nachtlokal eingestuft sind.
00:15:21: Also was ist denn da der Unterschied?
00:15:23: Das erklärt sich mir nicht ganz.
00:15:25: Das La Perla war vorher ein Dabeldance.
00:15:29: Doch die Folge hat es natürlich, dass du den Eintritterstoff auf... Man muss achtzehn sein, volljährigen gewähren darfst und deshalb hast du auch die Möglichkeit bis fünf uhr offen zu lassen wenn du eine normale Diskotheke-Lizenz hast und ich stehe bis vier Uhr, dürfe schon über Leid absechtern reinlassen, natürlich vorausgesetzt.
00:15:46: Du darfst aber keine halben Aktenmädchen tanzen
00:15:48: lassen.".
00:15:49: Okay also so sagen ein Schlupflach?
00:15:52: Ja ja jetzt sind zwar verschiedene Lizenzen ganz einfach
00:15:56: und wir wissen eigentlich auch die Situation mit den Anwohnern im Hinblick auf die Geschichte von La Perla, aber auch in Max ist er ziemlich zentral gelegen.
00:16:05: Wir wissen da die Situation auch mit den Heute mehr Respekt voller.
00:16:14: oder sind die Anwohner verständnisvoller?
00:16:16: Teils, teils.
00:16:16: Es wird weniger randaliert oder auf dem Weg vom Club und weg vom Club ist die Lautstärke der Leute leiser geworden.
00:16:28: Blumen und Apfel umgeschmissen, mit Flaschen geworfen.
00:16:30: Passiert sich auch noch.
00:16:31: also aber sicher weniger als wie früher dadurch dass die Leute einfach weniger trinken.
00:16:35: wenn ich ein weniger Alkohol konsumieren das
00:16:37: ist ein
00:16:38: Trend ja sind sie einfach weniger betrunken und dann sind die Hemmungen einfach anders gegeben als wir wenn jemand voll drunken.
00:16:45: klarerweise bei unserer Situation muss ich sagen es max gibt's relativ schon lang und bevor da andere leute hinzugezogen sind war in der näheren Umgebung waren zwei drei Häuser.
00:16:57: Dann sind auch später Kondromine hinzugekommen.
00:16:59: Natürlich ist das noch schwer zu rechtfertigen, kann ja nicht neben dem Bahnhof ziehen und dann sagen sie auf der Zugnummer vor.
00:17:05: Funktioniert
00:17:06: die auch nicht.
00:17:07: Im La Perla war es eine ganz genaue Situation, ich bin ein bisschen verfolgt.
00:17:13: Das war vorher natürlich ein Neid und da sind halt eher so fünfzig plus Jungs hingangen, die waren drin ein bissel schaugen und dann seien sie wieder nach Hause gegangen und da war nicht der große Radau von den jungen Leuten.
00:17:25: Das hat sich jetzt natürlich geändert.
00:17:27: Und da war vorher auch nicht extrem laute Musik, sondern ja Hintergrundmusik.
00:17:32: Natürlich dadurch dass da jetzt eine ganz andere Gruppe von Menschen angesprochen wird.
00:17:37: durch das Lokal, kommen da andere Leute hin, die was jünger sein vielleicht ein bisschen rebellischer sein oder lauter sein und auch die Musik dementsprechend ist lauter und die weiß nicht wie sie es mit der Demo haben und natürlich noch ist die Lautstärke eben im La Perla da Hauptstörfaktor dann was eben die Nachbarn dazu bringt.
00:17:56: Aber ich finde die Geschichte vom Berler aus dem Grund auch interessant, weil das ja mal eine neue Eröffnung ist von einem Club.
00:18:02: Das hat sich seit ewig langer Zeit glaube ich nicht mehr gegeben.
00:18:06: also ich weiß nicht wann das letzte Mal ein Club neu eröffnet worden ist und deswegen findest schon interessant dass natürlich jetzt alles wieder hoch kommt besonders auch in Meran wo man ja es glaube ich auch exemplarisch für eine Stadt was früher mehrere Diskotheken gegeben hat und jetzt also vor dem Berler gab es nur noch eine Einzige, die besucht worden ist.
00:18:26: Jett glaube ich auch sehr sympathisch für die ganze Klubkultur in Südtirol.
00:18:29: Auf alle Fälle.
00:18:30: Mir hat es eh gewundert dass jemand den Mut aufbringt.
00:18:34: Jetzt genau in dieser Zeit Nacht lokal zu öffnen und dann auch noch so zentral in der Stadt denn wenn's die Leute nicht gewohnt sind das da jetzt mal die Nacht Probleme untereinander gestärkt ist.
00:18:46: ja
00:18:47: Glauben Sie, dass das Erfolg haben wird?
00:18:50: Ich wünsche den Sinn und sehr wünschend.
00:18:52: Aber ich sehe es als sehr schwierig.
00:18:56: Und was kann man jetzt aber konkret machen für eine bessere Clubkultur in Südtirol?
00:19:02: Es ist ja ein Maus-Sitz aus, wenn man so sagen kann.
00:19:06: Was würden Sie sich jetzt von der Politik
00:19:09: wünschen?
00:19:09: Ich darf mir wünschen, dass die Politik hinter uns stirbt und auch einzig, dass junge Leute Treffpunkte brauchen.
00:19:16: Wo sie nicht einmal das Monat hingehen können sondern die was einfach da sein.
00:19:20: Wo Sie wissen okay der ist lokal erdoffen das ist ordentlich geführt.
00:19:24: Da kann ich ruhigen gewissens mein Sohn meine Tochter hinschicken und was das passt.
00:19:28: Und dort können aber alle verschiedenen leute aus dem ganzen Landtag zusammenkommen und dass die Lokale ja unterstützt werden und dass man da in Austausch mit den Behörden steht und sagt, wenn ich das Lokal effektiv nicht dafür kann, dann kann man es nicht einfach schließen.
00:19:42: Das tat ihm ja Wünschen von der Politik.
00:19:44: Der Trend geht in eine andere Richtung aktuell, nicht zu den Nachtlokalen sondern eher ins Daydrinking.
00:19:53: Ich weiß noch was in den nächsten zehn Jahren passieren wird aber die Nacht wird immer seinen Reiz oben vor allem für junge Leute auszugehen zu feiern.
00:20:02: bisschen anonymität ein bisschen mystische das werde sicher allen funktionieren.
00:20:07: aber dass die Politik die Augen verschließt und einfach wegschaut, alle Nachtlokale vorzu in ganz Südtirol schließen.
00:20:16: Das wäre in meinen Augen eine kulturell technische Katastrophe.
00:20:20: Die Nachtlokaale schließen ja meistens nicht wegen finanziellen Gründen sondern weil auch die rechtliche Situation so schwierig ist kann ich mir vorstellen?
00:20:30: Ja es ist sehr demotivierend wenn man sich bemüht und verarbeitet ein tolles Angebot auf die Füße zu stellen.
00:20:39: Und man sieht, dass die Jungen Freude haben zu kämen.
00:20:42: Sie vielleicht nicht mehr so wie einmal aber nach wie vor funktioniert es und dann wird einfach von allen Seiten dagegen gearbeitet.
00:20:49: Das ist noch sehr frustrierend wo man in Gallinger sagt ich kann auch die ganze Zeit und die ganze Energie was sie da eigentlich aufwenden irgendwann was einstecken wo ich danach viel weniger Probleme habe als wir jetzt.
00:21:02: Aber ist es nur finanziell jukrativ einen Club zu betreiben?
00:21:06: Bis noch geht es ja wohl.
00:21:08: Einen Club hat er nur wenige Tage in der Woche geöffnet?
00:21:11: Ja, vielleicht
00:21:12: am Samstag und den Vorfeiertag.
00:21:14: Es stellte mir schon schwierig vor, wenn man durch den ganzen Umsatz von einer Woche angestellt hat zum Beispiel der Club Max.
00:21:20: Mir um aktuell vierzig Meter weiter.
00:21:22: Wobei ich natürlich sagen muss, dass die meisten sind so ein Erfolg aufgemeldet.
00:21:26: Die arbeiten nicht jedes Wochenende, weil nicht jedes wochenende immer arbeiten möchte, klarerweise.
00:21:32: Die meisten sind Studenten oder haben sonst einen Hauptberuf und verdienen sich nebenbei noch was dazu.
00:21:38: Wie lange ist jetzt der Club noch geschlossen?
00:21:40: Das Wochenende ist auch noch zu, und nächstes mit den sechsundzwanzigsten Juni sparen wir wieder auf.
00:21:44: Okay dann freuen Sie sich schon wieder auf die Wiedereröffnung!
00:21:47: Ich
00:21:47: denke schon ja.
00:21:52: Kommen wir nun zum aktuellen Heft.
00:21:55: Auf dem Cover der FF ist Neujong Khan mit einem blauen Rucksack zu sehen.
00:22:00: Er ist Essenslieferant für den Liberu und arbeitet meistens sieben Tage die Woche.
00:22:06: Die Leute, die uns das Essen liefern oder auch die Leckerlies für den Hund sind im Stadtbild allgegenwärtig.
00:22:12: Manchmal nerven Sie weil sie so eilig haben
00:22:15: und drängeln
00:22:16: Aber sie haben es eilig, weil sie selbstständig arbeiten und mehr verdienen wenn Sie schnell arbeiten.
00:22:23: In der Titelgeschichte in diesem Heft erzählt Lizzie Habermann was sich hinter den Essenslieferanten also hinter den Rydern mit ihren typisch blauen Rucksäcken verbirgt.
00:22:33: Hier am XXIII.
00:22:34: Juni wird die Autonomiereform in Kraft treten.
00:22:37: Anlass genug um noch einmal einen vertieferen Blick auf diese Reform zu werfen.
00:22:43: Dazu hat sich Alexandra Aschbacher mit dem Verfassungsexperten von Jessica Palermo getroffen.
00:22:49: Es ist ihm wichtig zu betonen, die politische – von der rechtlichen Ebene bei diesem Thema zu trennen.
00:22:55: Technisch gesehen sagt er «Ist attacks wirklich schlecht?».
00:22:59: Politisch ein Meisterwerk!
00:23:03: Und Chefredakteur Georg Meyer hat einen Blick in die Vergangenheit beworfen und zwar ins Jahr neunzehnneinundreißig.
00:23:10: Dort hat die Option
00:23:11: Süddeburg gekennzeichnet
00:23:13: das Land gespaltet.
00:23:15: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie beschwiegen.
00:23:18: Was war mit den Leuten, die zurückkamen?
00:23:22: Ein neues Buch gibt darüber Auskunft.
00:23:25: Georg Maier hat es gelesen und mit der Herausgeberin Eva Pfanzelter Professorin an der Uni Innsbruck darüber gesprochen.
00:23:33: Ja, das wars für diese Woche!
00:23:34: Ich bedanke mich fürs Zuhören.
00:23:36: Wir hören uns wieder nächsten Donnerstag Denn Donnerstag ist FF-Tag.
00:23:40: Machen Sie's gut.
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