Aus der Blase #18: Philipp Achammer
Shownotes
Philipp Achammer ist am 4. Juli 1985 in Brixen geboren und in Vintl aufgewachsen; er ist das dritte Kind einer Gasthausfamilie, hat am Realgymnasium Brixen maturiert und anschließend ein Studium der Rechtswissenschaften in Innsbruck begonnen. Die Politik kam dann gewissermaßen dazwischen, so dass er der Uni den Rücken kehrte und sich dafür der SVP-Parteizentrale in Bozen zuwandte. Achammer war vier Jahre SVP-Landessekretär, seit 2013 ist er gewählter Abgeordneter des Südtiroler Landtages und seitdem auch immer Mitglied der Landesregierung. In seiner Jugend war er fünf Jahre SVP-Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde, sowie ein Jahres Landesjugendreferent in der SVP. Mit Ihrer Frau und Ihren zwei gemeinsamen Kindern leben Sie in Mühlbach.
Im ff-Podcast "Aus der Blase" erzählt er, wie er es geschafft hat, über so lange Zeit in diesem Haifischbecken Politik zu überleben, was er am meisten vermissen würde, wenn er morgen aus der Politik aussteigt – und was er gar nicht vermissen würde. Es geht im Gespräch um das, was Bildungspolitik für ihn ausmacht, wie er die Zusammenarbeit in der Landesregierung empfindet und wie er Familie und Politik vereinbart. Philipp Achammer erzählt aber auch offen über die Adoption der gemeinsamen kleinen Tochter, die ursprünglich aus Burundi stammt.
Moderation & Redaktion: Alexandra Aschbacher
Produktion: Alexandra Aschbacher
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Transkript anzeigen
00:00:00: Schön, dass Sie hier sind
00:00:02: Herr Akama.
00:00:02: Ist das jetzt
00:00:03: zu stark gewesen?
00:00:03: Ja, schauen wir
00:00:09: mal.
00:00:10: Ich schüttle den Kopf wenn ich in Südhol erlebe wie heftig man über eine Regenbogen fahren in der Öffentlichkeit diskutieren kann.
00:00:16: Das ist lächerlich!
00:00:20: Empfinden Sie diese Landesregierung als Team?
00:00:25: Als Landesregierung muss ich sagen arbeitet sie zwischenmenschlich zwar nicht schlecht Aber Dreibungen haben zugenommen.
00:00:37: Es ist möglich, die genau gleiche Nähe zu einem eigenen wie zu einem adaptierten Kind aufzubauen.
00:00:43: Das war für mich oft ein Thema, schaffe ich es meine Kinder Leiblich wir adoptiert gleichzulieben.
00:00:50: Heute würde ich sagen Ich schaffe es.
00:00:54: Was können wir noch von ihnen erwarten?
00:00:57: Das ist eine gute Frage weil manches Mal muss ich mir die Frage selber stellen was ich von mir erwarten kann.
00:01:02: Also lassen Sie sich überraschen so wie ich mich überrasche.
00:01:09: Aufs Ohr, der FF-Polit Talk mit Alexandra Aschbacher.
00:01:16: Herzlich willkommen zum FF Podcast aus der Blase dem politischen Gespräch bei dem wir der Frage nachgehen was machen Politiker eigentlich und was macht die Politik mit Politikerinnen?
00:01:26: Mein Name ist Alexandra Aspacher und ich freue mich dass ihr auch bei dieser Folge wieder mit dabei sind dieses mal mit dem Landesrat für deutsche Bildung und Kultur Innovation Forschung Museum und Denkmalschutz.
00:01:37: Philipp Achama Schön, dass Sie hier sind.
00:01:39: Freut mich sehr!
00:01:40: Danke für die Einladung.
00:01:41: Und der Hitze vom Bozen heute...
00:01:42: Ja?
00:01:43: Muss man dran gewöhnt
00:01:44: sein?!
00:01:45: Aber wir starten relativ früh.
00:01:46: Vor-relativ früh ist es ein bisschen nach neun Uhr am achtzehnten Juni.
00:01:50: Schulschluss haben wir hinter uns und jetzt machen wir noch eine Prüfung.
00:01:54: In diesem Fall machen wir nur in die Prüfungen wieder zwei.
00:01:57: Gerne, ich bin gespannt.
00:01:57: Wie geht das Ihnen gerade, Herr Ackermann?
00:01:59: Gut.
00:02:01: Also ich könnte nichts anderes sagen als wesentliche.
00:02:04: Ich kann gut unterscheiden, was die wesentlichen Faktoren sind.
00:02:08: Dass es einem gut geht und die passen.
00:02:10: Das heißt wenn Sie sagen das geht mir gut?
00:02:13: Ist vor allem Gesundheit und Familie das Wichtigste.
00:02:16: Und alles was danach kommt ist die Zugabe quasi.
00:02:20: Ist die Zugab.
00:02:20: aber ich, wenn ich beruflich sage mal berufliche politisch habe in durch zwölf Jahren schon gelernt wie man gewisse Dinge einordnet.
00:02:28: Ich stelle sie jetzt mal kurz vor auf die Gefahr hin, dass sie jemand noch nicht so gut kennt oder jemand zuhört, der von der Südrollerpolitik noch nicht viel mitbekommen hat.
00:02:39: Sie ergänzen?
00:02:40: Oder korrigieren?
00:02:41: Das soll ich sagen.
00:02:42: Es sind am vierten Juli, in Brixen geboren und den Findler aufgewachsen.
00:02:47: Sind das dritte Kind einer Gasthausfamilie haben am Realgymnasium Brixematuriert und anschließend ein Studium nach Rechtswissenschaften in Innsbruck begonnen.
00:02:55: Die Politik kam gewissermaßen dazwischen, sodass sie da ohne die Rücken kehrten der SVP Partei Zentrale in Bozen zuwandern.
00:03:02: Sie waren fünf Jahre SVB Gemeinderat in Vintl, ein Jahr Landes Jugendreferent, vier Jahre SVP Landessekretär.
00:03:10: und seit im Jahr zwei Tausend Dreizehn sind sie gewählter Abgeordneter des Südtorola Landtages – und davon auch immer Mitglied der Landesregierung.
00:03:18: mit ihrer Frau und ihren zwei gemeinsamen Kinder lebens ihr heute in Mühlbach.
00:03:21: Richtig!
00:03:22: Habe ich etwas vergessen?
00:03:23: Alles perfekt.
00:03:25: Schön, dann zum Einwärmen weil es heute überhaupt nicht heiß ist.
00:03:28: ein paar Entweder oder Fragen.
00:03:30: Sie kennen vielleicht das Spiel entweder oder heißt sie müssen sich entscheiden.
00:03:34: Sie dürfen sich da nicht drüber schwindeln auch wenn das die meisten gerne versuchen.
00:03:38: Ich werde's versuchen.
00:03:39: Schwarzes oder weißes Brot?
00:03:42: Schwarzes
00:03:43: Schokolade oder Kekse?
00:03:45: Schokoladen.
00:03:46: Kontrolle oder Vertrauen?
00:03:48: Vertrauen
00:03:49: Wohnen Mieten oder kaufen
00:03:53: Mieten.
00:03:54: Streit oder Harmonie?
00:03:56: Harmonie.
00:03:57: Reden oder tun?
00:04:00: Tun.
00:04:01: Gewerkschaften oder Aktionsgruppen?
00:04:05: Gewerkschaften.
00:04:06: Bildung
00:04:07: am Abgrund, oder Bildung im Aufbruch?
00:04:10: Im
00:04:10: Aufbrug.
00:04:12: Ganzjahres Kindergarten ja oder nein?
00:04:14: Nein.
00:04:15: Einheitliche Bildungszeiten ja oder Nein?
00:04:17: Ja
00:04:18: Bewundert werden oder verstanden werden.
00:04:20: Verstanden
00:04:21: Partei oder Land?
00:04:23: Land.
00:04:24: Friedrich Merz oder Angela Merkel?
00:04:27: Merkel.
00:04:28: Georgia Meloni oder Markus Söder?
00:04:32: Das
00:04:32: ist ein schwieriger Vergleich!
00:04:36: Ich muss tatsächlich antworten, da würde ich mich tatsächlich das Stimmen
00:04:40: tallen.
00:04:42: Schwierig.
00:04:43: Echt?
00:04:45: Schwierige...
00:04:47: Bis jetzt so gut gegangen?
00:04:48: Ja,
00:04:50: bis jetzt optimal gelaufen.
00:04:52: Beine haben ihre positiven Seiten aber beide sind nicht die politischen Charaktere wo ich eins zu eins sagen würde.
00:05:00: Die würde ich in ihrer Haltung teilen.
00:05:04: Wahrscheinlich... Im
00:05:05: Zweifel für die Frau?
00:05:07: Machen wir das ja!
00:05:09: Österreich oder Italien?
00:05:12: Österreich
00:05:13: Allein sein oder Gesellschaft?
00:05:15: Gesellschaft
00:05:16: Frühaufsteher oder Nachtäule?
00:05:18: Nachtäulen
00:05:19: Familie oder Beruf?
00:05:20: Familie.
00:05:22: So, das haben Sie wunderbar gemacht!
00:05:23: Wir sagen ja vergleichen zu anderen Kollegen... Aber es war jetzt auch nicht so herangesprudend außer die eine Sache vielleicht.
00:05:30: Heute ist meine Stimme ein bisschen angeschlagen also wenn ich zwischen Luft mal krächt sei aber ich lasse einfach Sie reden.
00:05:37: Herr Achama was mich interessieren würde sie sind seit über zwanzig Jahren in diesem politischen Geschäft in unterschiedlichen Funktionen mehr als der Hälfte ihres Lebens.
00:05:47: Wie überlebt man in diesem Highfish-Becken, ohne dass man größere Schäden mit sich nimmt oder davon trägt.
00:05:58: Manche sagen Highfishbecken andere sagen Schlangengrube.
00:06:02: Sie können es sich aussuchen.
00:06:04: Man überlebt nur indem die Haut immer dicker wird.
00:06:07: Manches Mal muss man sogar aufpassen das sie nicht zu dick wird.
00:06:10: Das heißt also man nicht gleich gültige Wissensituationen gegenüberwürdig.
00:06:14: Ich glaube aber, dass ich ein nach wie vor sehr empathischer Mensch bin.
00:06:18: Aber man überlebt nur so.
00:06:19: Ich kann mich gut erinnern, als ich im Gemeinderat empfindet war.
00:06:22: Da war mal eine angespannte Zeit zu beginnen und ich habe da nachts nichts geschlafen wegen der Gemeinderatssitzung.
00:06:31: Das würde mir sicherlich nicht mehr passieren, als ich schlafe immer gut.
00:06:34: Es hat wenige Situationen in den letzten Jahren gegeben die ich im übertragenen Sinne mit ins Bett genommen habe an Schwierigkeiten und Problemen.
00:06:41: aber man überlebt nur so indem man eine gesunde Erdung hat und irgendwo zumindest versucht.
00:06:48: es gelingt nicht immer aber versucht Situationen so einzuschätzen was sie auch wert sind.
00:06:56: Man muss es meines Rachtens lernen, denn ich glaube zu mitfühlend oder zu eingenommen von Situationen sein kann sehr problematisch werden in der Politik.
00:07:07: Warum?
00:07:08: Weil es einfach Momente gibt wo alles an Grenzen gerät.
00:07:11: Ich habe vor ein paar Tagen Da wäre ich noch einmal emotional geworden, da war ich im Covid-Untersuchungshausschuss eingeladen und dann bin ich angesprochen worden auf einem Fehlverhalten meinerseits.
00:07:22: Und dann habe ich gesagt, ich darf aber schon auch darauf hinweisen dass das für viele ein absoluter Grenzkang war mit mehreren Morddrohungen, mit Polizeischutz, mit Bedrohungen meiner eigenen Familie.
00:07:33: Das war für mich glaube also als ich Günther Platter in seiner Abschiedsrede gehört habe, da habe ich mich insofern wiedergefunden, zwanzig Jahren war, wo ich wirklich gesagt habe.
00:07:44: Ich kann es jetzt auch lassen!
00:07:46: Also die Covid-Phase?
00:07:47: Ja, es war natürlich für alle Bedeiligten schwierig.
00:07:51: Das weiß ich und das ist genauso schwierig gewesen für Kinder und Jugendliche wie auch für Familien von älteren Menschen, die allein verstorben sind.
00:07:58: Das ist eine dramatische Situation aber ich habe gesagt, ich will kein Mitleid jetzt.
00:08:04: Das erwarte ich mir nicht.
00:08:06: Aber wenn man uns schon an die Wand stellt für getroffene Entscheidungen dann muss man gleichzeitig sagen wir haben viele Konsequenzen auch so in der Zeit selbst am eigenen Leib spüren.
00:08:16: Sind Sie froh, dass es diesen Untersuchungsausschuss jetzt gibt oder finden sie es gut?
00:08:22: Ich kann das weder noch sagen.
00:08:24: Es gibt ihn ganz einfach – ich bin jetzt den zweiten Mal eingeladen worden und habe gesagt selbstverständlich komme ich, ich stehe für alles Rede und Antwort.
00:08:31: Ich bin auch selbstkritisch zu sagen gewisse Dinge sind sicher aber mit dem Wissen von heute damals falsch entschieden wurden.
00:08:37: Aber es ist immer schwierig zu sagen mit dem wissen von heute ja da würde man vieles anders machen.
00:08:42: Aber für mich ist das eine betrübliche Zeit.
00:08:45: Ich habe wahrscheinlich in meinem politischen Leben noch nie so viel gearbeitet wie damals und im Nachhinein erfährt man von einem großen Teil sozusagen auch Abneigung für getroffene Entscheidungen, ja mit dem Wissen von heute würde ich auch vieles anders machen.
00:08:58: Wieso waren Sie zweimal eingeladen?
00:09:01: Ich werde jetzt noch ein zweites Mal eingeladen, weil die erste Fragestunde dermaßen voll war von
00:09:06: Fragen.
00:09:08: Vor allem als Bildungslandesrat.
00:09:09: Man hat dann schon gemeint ja man könnte einfach auch mal nachfragen was der Arbeits- und Wirtschaftslandesrad damals gemacht hat.
00:09:14: aber in allererster Linie haben Schulschließ so Genassenflügel testen und zu weit und sofort beschäftigt.
00:09:20: Wie viel Ehrgeiz steckt in Philipp Achama?
00:09:25: Ich würde schon sagen nach wie vor viel und der bohlt sich oder er orientiert sich, oder richtet sich immer an unterschiedlichen Situationen aus.
00:09:34: Also einmal kann es der Ehrgeiz sein unbedingt in die Landesregierung zu wollen.
00:09:38: das habe ich früh erreicht und dafür bin ich sehr dankbar.
00:09:42: Ich empfinde das immer noch insofern als Privileg ist dass ich mir denke natürlich bin nach wie vor ein verfechterter Mandatsbeschränkung auch wenn es mich treffen wird.
00:09:50: aber ich denke mir es ist für mich ein unglaubliches Privilegg so viele Menschen getroffen zu haben und so viel Erfahrung machen zu dürfen, auch wenn sie manchmal schwierig sind.
00:09:59: Das ist auch ein Durfen, das machen.
00:10:01: Also das meine ich ganz ernst so und den Ehrgeiz habe ich nach wie vor.
00:10:04: aber da richtet sich immer wieder an unterschiedlichen Dingen aus.
00:10:06: Ich hab so einen Ehr-Geiz etwas Bleibendes zu tun.
00:10:10: Einmal ist es in meinem Ressort Aber ein anderes Mal ist es auch beispielsweise Entwicklungsprojekten die ich im Moment in Afrika, in Burundi oder im Herkunftsland meiner Tochter mache.
00:10:20: Also der Ehr Geiz, den gibt es immer so.
00:10:22: Ich trage so irgendwas in mir.
00:10:24: Ich möchte etwas machen mit dem mich eine große Genugtung verspüren etwas dabei sehe.
00:10:29: Hattest du das immer schon, diesen Ehrgeiz?
00:10:33: Irgendwie schon, ja irgendwie schon.
00:10:35: Ich weiß selber nicht warum aber irgendwie war es schon vom Klassen-Sprecher und irgendwo hat man immer den auch das Gefühl manchmal oder nicht nur manches Mal das Gefühl für Ungerechtigkeit die man aufzeigen muss aber dann auch den Ehrgerät zu sagen ich möchte da schon etwas machen wo ich anderem etwas mehr bringen und gleichzeitig dass für mich auch eine Genugtuung schaffe etwas bewegt zu haben
00:10:58: davor angesprochen habe, ihre lange Zeit in diesem politischen Geschäft.
00:11:02: Wie schafft man es oder wie schaffen Sie es da auch nicht abzustumpfen irgendwo und immer den Fokusgerichte zu halten?
00:11:09: Ich habe mir das jetzt gedacht als sie ich glaube vorgestern zur Schulschluss das Video gemacht haben so was das traditionelle Video schon wo sie sich bedanken und wo sie allen einen guten Abschluss wünschen schöne Ferien usw.
00:11:22: Als ich's gesehen habe hab' ich mir gedacht dass wir viel der Videodreter jetzt zu diesen Themen.
00:11:28: Ich hatte aber, bitte korrigieren Sie mich.
00:11:30: Es war ein bisschen den Eindruck ja machen wir das Video und gut ist so.
00:11:35: also bis sie da hineingefunden haben habe ich das Gefühl Aber vielleicht täusche ich mich auch Schade
00:11:41: wenn der Reindruck entstanden ist denn mein Büro hat mich tatsächlich ein paar Tage vorher gefragt vor Schluss machen wir dieses video überhaupt?
00:11:48: Und ich hab gesagt unbedingt dann.
00:11:49: ich hätte schon eine Idee für eine Botschaft.
00:11:52: Ich habe zwar ein paar reaktionen bekommen die gesagt habe dass war zu Überspitztauch oder vielleicht ein bisschen zu viel mit Augenzwink haben gemeint, vorher im Intro sozusagen.
00:12:06: Man muss auch mal was ausprobieren?
00:12:07: Genau!
00:12:08: Aber die Botschaft war mir zu diesem Zeitpunkt wirklich wichtig denn ich einfach um das in einem Satz zu sagen... Ich erlebe im Moment wirklich dass, dass ich mir große Sorgen darüber mache ob Kinder in unserem Land noch gesund aufwachsen Und das ist für mich schon ein zentraler Punkt.
00:12:26: und was mich auch etwas ärgert ist in der ganzen öffentliche Navadionbildung.
00:12:30: Da wird verkürzt oft gesagt, ja es ist die Schuld des Landesrates oder der Politik weil man hätte Folgendes tun müssen.
00:12:35: Man muss schon so keines nehmen.
00:12:36: Die Gesellschaft wir haben vorher kurz über Covid geredet, die Gesellschaft hat sich wenn ich auf diese zwölf Jahre Detikate jetzt zurückblicke die in den letzten vier fünf Jahren war massiv umwälzungen da und das tut mit Kindern zu allererst etwas.
00:12:49: Und jetzt müssen wir acht geben, weil ich mache mir schon Sorgen wenn ich mir denke da sind meines Erachtens gewisse Dinge aus dem Lot geraten.
00:12:56: wie wachsen die denn auf und wie spüren sie das dann später in ihrem Leben?
00:12:59: Aber was meine Sie?
00:13:00: und dann nochmal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen.
00:13:02: aber Zwischenfrage Was meinen Sie genau wenn Sie sagen gesund aufwachsen?
00:13:08: Ich erlebe ja ganz einfach dass die Unsicherheiten in der Gesellschaft so massiv sind Das ist die Kinder am allerersten Spüren.
00:13:14: Es werden die Hintergründe vielfältiger und jetzt meine ich nicht zwingend Migration, sondern auch die familiären sozialen Hintergründen vielfaltiger.
00:13:23: Und meines Erachtens ist die übermäßige Digitalisierung ein enormer Schaden für unsere Kinder.
00:13:28: Ich bin ein sehr liberaler Mensch eigentlich aber im Hinblick auf eine Übermaße in Digitalisierung und auch einen Nehmen von Kind sein den Kindern also was Kinder sehen in einem gewissen Alter online an Krieg, an Sexualisierung, an Hetzen, Hass unterleben müssen, das ist meines Erachtens brauche der Einschränkung.
00:13:46: Also da kann man sagen was man will.
00:13:49: Die Ursprungsfrage wie schafft man es?
00:13:51: Wie schaffen sie es nicht abzustumpfen?
00:13:53: Ich glaube schon dass es immer wieder für mich so Dinge gibt die ich sehe und die mich nie kalt lassen.
00:13:59: wenn es einem irgendwann kalt lässt gewisse Entwicklungen dann muss man den Die Aufgabe ist sofort lassen.
00:14:07: Also ich will nicht ein Politiker sein, da das einfach als Tag für Tag Verpflichtung sieht, abzuarbeiten was auf dem Schreibtisch landet.
00:14:15: aber ich sehe aktuell wieder so Entwicklungen die lassen mich nicht kalt.
00:14:19: Ich sehe wie gesagt Kinder die nicht mehr gesund war aufwachsen.
00:14:22: ich sehe eine Gesellschaft die total ihre eigene Geschichte vergisst.
00:14:25: ich sehe einen sich wiederholen von Diskussionen in diesem Land die irgendwann auch störend und auch nervig werden, denn wir entwickeln uns keinen halben Zentimeter weiter.
00:14:36: Also es wiederholen sich zum Teil Diskussionen in einer von vor zehn Jahren, in einer noch größeren Heftigkeit – das alles lässt mich nicht kalt!
00:14:45: Das
00:14:51: ist ein interessanter Punkt, den Sie ansprechen.
00:14:54: so man bewegt sich oder man hat das Gefühl dass man sich wirklich weiterbewegte.
00:14:58: Diskussionen von vor zehn Jahren kommen wieder auf.
00:15:02: Warum ist das so?
00:15:03: Ist es so, weil wirklich irgendwo alles blockiert ist, weil Stillstand ist und man nicht schafft große Umweltsungen auch vom politischen Seite in die Gänge zu bringen?
00:15:15: oder wo wir uns da auch die eigene Verantwortung sehen seitens der Politik wenn sie sagen ja wieso sind Themen die wir eigentlich vor zehn Warum sind wir da nicht weiter?
00:15:27: Haben Sie dafür sich eine Erklärung?
00:15:29: oder eben, wo sind sie auch die eigene Verantwortung?
00:15:32: Also Politik ist ja in einem gewissen Sinne ja auch Spiegelbild der Gesellschaft.
00:15:35: Denn die Vielfalt, die wir in diesem Landtag im Moment zum Beispiel haben, die es vor zehn Jahren nicht gegeben hat aber vielfalt an Positionen und auch zum Teil Zuspitzungen – das ist ja auch entstanden aus einer gesellschaftlichen Entwicklung – ist ja nicht ein Zufallsprinzip, das vom Himmel gefallen ist.
00:15:51: Ich erlebe ganz einfach, ob meine Erklärung für diese Situation ist durch diese Unsicherheiten.
00:15:56: Also schauen wir zehn Jahre zurück.
00:15:58: es hat Situationen gegeben die hätte man sich vor zehn Jahren nicht vorstellen können.
00:16:01: Pandemiekriege in Europa nicht wissen ob man in der Früh aufwacht und nicht ein neuer Krieg irgendwo ist das tut mit den Menschen viel mehr als sie zugeben würden.
00:16:10: Und ich habe das Gefühl dass bei all diesen Umweltsungen Menschen neue Sicherheiten suchen und diese in scheinbaren alten Dingen zu finden, glauben.
00:16:20: Die glauben den eigenen Gartenzahn so abstecken zu müssen, dass man sicher ist demnächst gegenüber in der Abgrenzung von ideologischen Positionen.
00:16:29: also ich schüttle den Kopf wenn ich in Südhol erlebe wie heftig man über eine Regenbogenfahne in der Öffentlichkeit diskutieren kann.
00:16:36: das ist lächerlich.
00:16:38: Ich bin ein Mensch der nach dem Prinzip leben und Leben lassen.
00:16:40: Warum wird es getan?
00:16:42: Ja, weil man eben glaubt.
00:16:43: Man fühlt sich in einer eigenen scheinbaren Sicherheit durch irgendeine andere Position scheinbar bedroht.
00:16:49: aber ich tue mich ja schon schwer das zu erklären.
00:16:51: oder wenn ich jetzt erlebt habe dann kann man inhaltlich zum Thema stehen wie wie man will.
00:16:56: Aber wir haben vor kurzem Landtag über die mehrsprachige Schule wieder geredet.
00:16:59: Die Diskussion wurde in einer Heftigkeit Härte geführt Wie noch nie in den letzten zwölf Jahren.
00:17:06: Das ist schon oft
00:17:07: diskutiert.
00:17:07: Ich hab die Diskussion so oft miterlebt aber sie hat eine gewisse Wenn ich an die erste Amtszeit zurückdenke in der ich im Landtag war, sie hat eine gewisse Kultur gehabt.
00:17:15: Die Diskussion oder einen gewissen Respekt voreinander, den man gesagt hat ja das ist deine Position und ich teile es nicht.
00:17:22: aber wir haben jetzt von Vaterlandsverrat bis hin zu alles Mögliche gehört und da denke ich mir mal runter vom Gas wie man so schön im Dialekt sagen
00:17:35: würde.
00:17:35: In mehrsprachige Schule müssen wir noch ein bisschen warten.
00:17:39: Ich bedauere gerade diese Diskussionen, dass man gewisse Entwicklungen über die nicht einmal reden mehr darf.
00:17:45: Ich habe ja vor kurzem in der Südholen Wirtschaftszeitung in einem Interview gesagt zwischen schwarz und weiß erkenne ich oder stelle ich mir enorm viele Graustufen vor denn es gibt eben nicht nur das eine oder das andere und das hat schon ein massiver Reaktion ausgelöst.
00:17:59: oder ich habe bewusst jetzt auch einen Schaufenster gestellt auf kurzem auch die Internationale Oberschule in Bootsen, die ich für dich gekämpft habe und da bin ich angefeindet worden.
00:18:08: Wie kann man denn eine englischsprachige Oberschule in Südtirol schaffen?
00:18:10: Es gibt diesen einen Klassenzug!
00:18:12: Da wird nicht mehr untergehen.
00:18:13: deswegen...
00:18:14: Das sagen Sie zu Recht meines Erachtens.
00:18:17: aber es gibt eine Gruppe, die sagt das ist jetzt da Das schleichende Beginn von, und ich denke das ist alles dermaßen überzogen und überhärtet.
00:18:27: Und dann glauben gewisse Gruppierungen noch mehr zu Spitzen zu müssen um Zustimmung zu erhalten.
00:18:33: Das ist problematisch weil das tut ja etwas mit den Menschen.
00:18:36: Aber eben auch dieser Gesetzendorf mit der Mehrsprachenschule da werden ja auch viele Graustufen drinnen eigentlich?
00:18:41: Ist ja kein extremer Vorschlag.
00:18:44: Nein es ist nicht ein extremen Vorschlag!
00:18:47: Ich bin immer noch auf der
00:18:48: Position...
00:18:49: Ja, ich respektiere unterschiedliche Ansätze.
00:18:51: Dass man wirklich sagt ja wir wollen die eine oder andere Richtung gehen aber dass dazwischen das ist mir so wichtig.
00:18:56: im selben Tag als diese ganze Diskussion geführt wurde hat mein Sohn einen mehrsprachigen Zeitschrift aus dem Kindergarten mitbekommen oder mitgebracht und dann habe ich gefragt habt ihr das jetzt heute?
00:19:08: diskutiert ja, dass Deutschland italienisch und das war spannend, italienische zu hören.
00:19:12: Da würden einige schon wieder aufschreien!
00:19:14: Aber das sind, meine ich mit den Graustufen... Das muss doch möglich sein?
00:19:17: Es ist doch die Realität so, weil sie im Kindergarten ansprechen.
00:19:20: Ich meine es gibt viele Kinder mit Migrationshintergrund auch während eines Bildungsjahres eintreten und die oft ein bisschen mehr italienischen können als Deutsch.
00:19:29: also da müssen die Kindergärten erinnern ja auch, jonglieren mit Sprachen.
00:19:32: Das
00:19:32: geht
00:19:33: gar nicht
00:19:34: anders.
00:19:34: Absolut.
00:19:34: Und das war übrigens auch meine Antwort auf die Diskussion und sagt, ja den Kindern?
00:19:39: wenn schon da glaube ich kann man am ehesten noch ein bisschen Zeit lassen.
00:19:42: Die müssen schon.
00:19:43: mein Sohn wird im Herbst eine Grundschulklasse besuchen mit sieben Einheimischen und fünf Migrantenkindern und da kann man durchaus für die Begegnung, für die Toleranz, für den Respekt aber auch für das Wahrnehmen gibt es unterirdische Herkunftssprachen und ich mache Lust auf eine zweite Sprache auch den Kindern etwas Zeit geben.
00:20:00: Sie haben so in ihrem Leben wenig Zeit fürs Spielen Da müssen wir sie nicht noch überhäufen.
00:20:07: Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich ein ideologisches Problem mit irgendwas habe.
00:20:11: Absolut nicht!
00:20:12: Ja, großes Thema die mehrsprachige Schule weil wir den Stillstand angesprochen haben und die Gesellschaft die sich massiv verändert hat im Laufe der letzten fünf, sieben, zehn Jahre.
00:20:23: Als Mitglied der Landesregierung haben Sie eine gewisse Macht.
00:20:26: Wie oft sind sie eigentlich unmächtig?
00:20:30: Kann Politik überhaupt noch etwas bewirken in Zeiten wie diesen Mit all diesen Ideologien, mit diesem Extremismen.
00:20:38: Mit dieser Diskussionskultur die sich auch massiv verändert hat wo man nur noch schwarz und weiß sieht eben keine Graustufen zulässt?
00:20:46: Was kann Politik heute überhaupt noch bewirken?
00:20:50: Sie kann es ja wohl.
00:20:52: ich glaube dass er sich noch mehr darauf Mir, so in meinem Hinterkopf ist immer ein Prinzip drin.
00:21:00: Das hat einmal die noch am Tieren der Vektorin Universität Innsbruck in einem Treffen ausgesprochen und gesagt, aber das finde ich eine starken Satz, dass die Zeit der schweigenden Masse ist vorbei.
00:21:10: Und zwar dem man gemeint hat ja die Verfassungswerte
00:21:13: usw.,
00:21:14: zuvor das ist eh alles gestiftet und achtzig Prozent denkt schon so macht euch keine Sorgen, das glaube ich eben nicht mehr.
00:21:20: Und deswegen sage ich jetzt deswegen, weil ich glaube dass die Politik gerade deswegen hier Farbe bekenne muss.
00:21:25: Auch die Landesregierung und auch sagen muss wo geht das denn um substanzielle Dinge des Zusammenlebens?
00:21:30: Und da lassen wir nicht nur zu, dass dann die extremen Stimmen viel Raum bekommen und die Landesregierung ist einfach still, weil sie glaubt es passt eh ihr empfinde ich, dass die politik mehr tun muss Auch Diskussionen und die Pulse setzen auch für gesellschaftliche Entwicklung.
00:21:45: Ich glaube absolut nicht daran, dass die Politik dann einfach vorgibt und dann werden die Menschen schon folgen.
00:21:49: das glaube ich nicht.
00:21:50: aber in Pulse setzten die muss man ansonsten.
00:21:53: darüber hinaus.
00:21:55: Ein Beispiel, in dem man um es konkret zu machen.
00:21:58: Für mich ist zum Teil himmelschreiend dass ich das Gefühl habe mit den letzten Zeitzeugen von Kriegen in diesem Land die Leute so nicht mehr gibt werden scheinbar fahrlässig, dass man sich auch vorstellen könnte, dass sich Geschichte wiederholt und dass man einfach in einer Härte und Aggressivität voneinander zugeht.
00:22:15: Die am Ende des Tages ja ein Konflikt und in vielem Schlimmen enden kann.
00:22:19: und hier muss man dann dagegen steuern und sagen Achtung da dürfen wir nicht eine gesellschaftliche laufen lassen, sondern müssen darauf achten dass man sich schon bewusst ist gerade dieses Land Südtirol.
00:22:29: Was hat es erleben müssen und was darf sich nie wieder wiederholen?
00:22:33: Also einfach auch Härte aus gewissen Diskussionen herauszunehmen mit Impulsen mit Initiativen.
00:22:38: Darüber hinaus muss man aber schon sagen, man ist bei gewissen Entwicklungen, wo man sagt jetzt brauche ich das große mutige Entscheidungen schon ummächtig.
00:22:45: Das glaube ich schon.
00:22:47: Ich habe vor einigen Monaten mit einer Regierungskollegin mal gemeint die in diesen Zeiten kann man so gut wie gar nichts mehr entscheiden.
00:22:53: es gibt nichts wo es nicht sofort den unmittelbaren großen Aufschrei auch medial gibt.
00:22:58: und jeder Aufschreie Wenn auch eine Rauch im Hintergrund vielleicht nur fünf Prozent zum Ausdruck bringt.
00:23:04: von einer Gruppe, die so denkt bekommt man massive Bühne dazu.
00:23:09: Das macht alles viel schwieriger im Entscheidenden und dazu kommt noch die administrativen Schwierigkeiten.
00:23:16: Aber muss man das nicht auch in Kauf nehmen als Politiker, dass es aufschreibe gibt.
00:23:20: Dass man sich nicht beliebt macht mit gewissen Entscheidungen, dass man sagt okay ich stehe zu meiner Entscheidung weil ich glaube die ist zukunftsfähig Die ist der Richtungsweisen für unser Land ist wichtig Auch wenn jetzt vielleicht einige Prozent die besonders laut sind Das Gegenteil meinen Muss man das Nicht aushalten?
00:23:38: Das muss man aushalten.
00:23:39: und noch einmal Ich bin der letzte da sagt Politik wäre nur ein Wohlfühlprogramm.
00:23:45: dass eben im Vergleich in diesem zehn Jahresvergleich, indem ich auch einfach einen Vergleich anstellen kann.
00:23:50: Dass die Bereitschaft zu Kompromissen und sich hinzusetzen an den Tisch auch die unterschiedlichen Positionen massiv abgenommen hat.
00:23:57: Massiv abgenommen hat!
00:23:58: Also auch die Bereutschaft zu sagen jetzt entscheiden wir zwischen schwarz und weiß jetzt in einem anderen Sinne grau dann wird es im Zweifelsvolle gesagt das ist ein fauler Kompromiss gewesen Die Bereitschaft
00:24:09: ist doch Kompromisse schließlich.
00:24:11: Ja eben, aber die Alexander von der Bellen, den ich sehr bewundere hat einmal gemeint man müsste die Qualität des Kompromisses wieder in den Mittelpunkt stellen und auch sagen, das Kompromiss ist etwas Wunderbares.
00:24:21: Im Zweifelsfall heißt es immer der faule Kompromiss, nicht der schöne Kompromis oder der gute KompromISS.
00:24:28: Sondern wenn schon der faule weil die zwei Extrempositionen, die sich vielleicht hat es damit zu tun dass sie sich nicht mehr zueinander hin bewegen wollen, dass es politische Gruppierungen gibt in dieses Horn auch Blasen und sagen wir müssen so hart wie möglich sein und da müssten die Wirtschaft, die Senioren und alle so laut wie möglich seien.
00:24:44: und ich sage es jetzt bewusst zwar ganz unterschiedliche Gruppierung.
00:24:47: aber ich erlebe das in jeder Gruppierungs man einfach sagt nein wir dürfen jetzt nicht mehr wieder eine Kompromisse ist, nicht mehr noch geben.
00:24:54: Genau!
00:24:55: Also umso länger wir härter bleiben dann wird es schon werden.
00:24:59: Aber das ist schaden gesellschaftlich.
00:25:02: Denn
00:25:02: man kommt nicht weiter.
00:25:05: Und wenn man nicht mal weiterkommt in der Politik?
00:25:08: Eben, dass die große Gefahr ist, dass wir in einer Zeit an sind, in der man im Moment einfach einmal Eine Status-Co versucht dem weiterzuführen, der in Südtirol ja Gott sei Dank nicht ganz schlecht ist.
00:25:19: Also das müssen wir schon auch einmal sagen bei all den Mängeln die es geben kann.
00:25:23: aber ich glaube jeder der einmal außerhalb von Südtirul war und ich wünsche dass es viele waren die merken dass wir doch eine Status-CO haben der verhältnismäßig gut ist bei all den Defiziten und Mängel, die es auch gibt.
00:25:35: Also ich will ja nicht unter dem Tisch kehren aber das ist dann die Gefahr dass man irgendwann sagt da müssen wir halt schauen, dass wir den Status Co gut verwalten.
00:25:43: weil ich glaube gerade jetzt müsste Politik in diesen Zeiten im Stande sein und das sage ich jetzt nicht indem ich auf einen anderen zeige sondern selbst kritisch gewisse Entscheidungen zu treffen.
00:25:53: Aber Koalitionen werden vielfältiger.
00:25:56: Wir hatten noch nie so eine breite Koalition wie jetzt
00:25:58: Wird nicht das letzte Mal sein?
00:26:00: Ja wird sicherlich das letzte mal.
00:26:02: Schauen Sie alle anderen Gebiete an.
00:26:04: Das ist nicht nur Südtirol allein, das ist... Schauen sie nach Frankreich und Höchstdach nach Deutschland.
00:26:08: Wie ist es, dass so?
00:26:09: in dieser Fünfer Koalition hat man sich gut eingerichtet?
00:26:14: Vielleicht kann man es so sagen, man arbeitet zum Teil nebeneinander.
00:26:18: Ich muss schon sagen, Man tritt sich ja manchmal auf die Füße aber dann versucht man gewisse Diskussionen dann einfach wieder abzuschließen.
00:26:25: Also das hat man zu Beginn gesagt, aber es ist nach wie vor so.
00:26:29: eine Koalition ist keine Liebesheirat Das ist das auch nicht.
00:26:32: Aber
00:26:33: es sollte ein gutes Team sein?
00:26:34: Es sollte ein gutes Team sein, ja ich merke aber jetzt zu Hälfte der Amtszeit schon dass einige dann schon wieder im Hinterkopf haben was mit den nächsten Landtagswahlen.
00:26:42: und jetzt muss sich wieder akzentuierter meine Kernklientel ansprechen.
00:26:46: Aber
00:26:46: empfinden Sie diese Landesregierung als Team?
00:26:51: Als Landesregierung muss ich sagen arbeitet sie ich sage es nochmal zwischenmenschlich.
00:26:57: Ich könnte da Einschätzungen geben.
00:26:59: in drei Amtszeiten zwar nicht schlecht Aber Dreibungen haben zugenommen.
00:27:05: Warum?
00:27:06: Eben weil einige vielleicht auch sich im Dauerwahlkampf befinden und einfach glauben, jetzt muss man noch einmal zugespitzter auf der eigenen Klinik zugehen und dann schon deutlich machen zweieinhalb Jahre.
00:27:21: Nein ich habe meine ursprüngliche kreatische S-Haltung nicht verloren oder ich lasse mich nicht von der SVB einsuppen oder was da ist.
00:27:28: Was
00:27:29: macht man als Landesregierung so etwas wie Teambilding?
00:27:34: Ich habe so viele Teambildungsinitiativen in der Landesregierung, aber auch in der SVP-Fraktion in den letzten zwölf Jahren erlebt.
00:27:41: Ich glaube, dass man vielleicht das sich nicht überziehen sollte.
00:27:46: Man kann auch wirklich wahrnehmen, man ist unterschiedlich.
00:27:48: Man muss nur professionell sein.
00:27:50: Allerdings
00:27:51: ja!
00:27:51: Ja und ich glaube Team-Building... Ich habe Initiativen erlebt so in etwa wo man sich in den Klettergarten geht oder in den Hochsalgaarden geht und so weiter, ich halte
00:28:00: ganz wenig davon.
00:28:01: Es hat mal alles richtig in einen Klettergaard gegangen?
00:28:03: Nein als lange Srehung nicht, aber man braucht jetzt nicht auf, wird es nicht.
00:28:06: Aber wenn man in den hochsalgaarten geht und vertraut eine Anderschaft das bringt alles nichts.
00:28:11: Das kann man vielleicht in einem Betrieb machen, wo man ein einziges oder was auch immer.
00:28:15: Da ist es schon schwierig.
00:28:16: aber...
00:28:17: Wollen Sie sich vom Hangalateo sichern lassen?
00:28:19: Klettergarten?
00:28:20: Nichts zwingend
00:28:20: nein!
00:28:23: Aber ich bin ernst wenn ich neugierig sein darf.
00:28:27: War mal die Partei im Klettergarten oder haben Sie das jetzt so ein Wohlhaft gesagt?
00:28:31: In der Fraktion, kann ich mich erinnern in der vorletzten Amstzeit hat man verschiedene Initiativen versucht.
00:28:38: Jetzt ist es vielleicht etwas überspitzt gesagt im Hochsal-Garten bei verschiedenen Initiativen auch des Teambildings.
00:28:44: Wie gesagt.
00:28:45: also bin ich inzwischen doch so abgebrüht einfach zu sagen das schönste wäre professionell und nicht überzogen Emotional und schon gar nicht, was ich am wenigsten in der Politik mag.
00:28:56: Dass Dönige beleidigt sein.
00:28:58: Das hat aber zugenommen.
00:29:01: Man schaut zu wenig auf mich und immer auf mich usw.
00:29:05: Ich glaube man ist nicht gewählt um seinen Charakter... Aber
00:29:08: warum hat das zugenomen?
00:29:09: Also auch diesen Eindruck im Umgang mit Politikerinnen und Politikern und im Gespräch über verschiedene Themen, dass man sehr schnell immer auf diese persönliche Ebene kommt Wirklich zur Sache.
00:29:23: Man spricht zur Sache, aber fühlt sich dann persönlich bedrängt.
00:29:26: Warum?
00:29:28: Also es gibt
00:29:28: zwei Möglichkeiten... Hat das mit den Charakteren zu tun oder...?
00:29:30: Das hat
00:29:31: mit dem Charakter.
00:29:31: Aber meine Sache ist, es gibt Zweimöglichkeiten.
00:29:33: Man kann natürlich mit diesem Argument vieles überdecken und überdünnchen auch inhaltlich und auf der anderen Seite ja, es ist wahrscheinlich das noch mehr.
00:29:44: Auf die andere Seite gibt es sicherer auch irgendwo das Gefühl dass man einfach als Person Falsch dargestellt wird.
00:29:52: Das habe ich schon auch oft erlebt, aber ich bin nicht beleidigt deswegen.
00:29:59: Ich kann mich selten erinnern, beleidigt gewesen
00:30:04: zu sein.
00:30:05: Ja vielleicht ärgert mich einmal etwas und dann entwickle ich aber schnell den da raus.
00:30:10: Den Anspuren zu sagen muss ich mich halt... meine Position anders vertreten oder mehr dafür kämpfen, aber beleidigt sein ist in der Politik kein guter Ratschlager.
00:30:20: Kommt man in das Sache nicht weiter?
00:30:22: Ganz zu Beginn als ich sie vorgestellt habe, hab' ich gemeint ja vielleicht für jene die sich noch nicht so gut kennen Man hat ja oft – so geht's mir auch vor allem auch in der Politik und mit Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen den Eindruck Ja, man weiß ja wie die dicken, man weiss ja wie diese sind was eigentlich ein Trugschluss ist.
00:30:42: Man kennt jemand nicht wirklich
00:30:45: so
00:30:45: und man darf sich das auch nicht anmaßen.
00:30:49: Wer sind Sie, wenn niemand zuschaut?
00:30:55: Als kleinerige Ktote von diesen zwölf Jahren darf ich erzählen dass Menschen zu mir oft meinen wenn sie mich dann
00:31:01: in Fleisch
00:31:02: und Blut treffen aber du bist halt viel netter als er erscheint und dann muss ich hier oft lachen und sagt dann habt ihr oft zu meinem Mitarbeiter gesagt ja wir erscheinen ein bisschen.
00:31:11: Also, ich würde sagen, bist auch recht viel sympathischer.
00:31:15: Auch zwischenmenschlich heißt manches Mal vielleicht professionell oder mit einer... Man sagt mir auch oft ja du kannst gut reden und da scheint es so eine geschniekelte Rhetorik, dass man manchmal einen gewissen Eindruck vermittelt.
00:31:27: Weil ich den Eindruck habe die Menschen von ihnen eben nicht stehen
00:31:29: können?
00:31:30: Vielleicht abgehobener als ich bin weil ich glaube nicht abgehoben zu sein.
00:31:33: Echt nicht!
00:31:34: Echt net abgehoben zu sein.
00:31:36: Noch einmal, ich habe das immer so verstanden.
00:31:38: Es ist ein Auftrag auf Zeit, es ist ein Privileg auch politisch arbeiten zu dürfen und ich hätte jetzt ganz nüchtern gesagt doch wenn ich es nicht tun werde aber wenn ich sie überspitzen darf auch überhaupt kein Problem wogen an die Supermarkkasse zu sitzen.
00:31:51: Das hab' ich zweimal in den Sommerjob getan, das hat mir unglaublich gut gefallen.
00:31:53: übrigens also da hätt ich überhaupt keine... warum?
00:31:56: Warum auch?
00:31:57: Ich bin
00:31:57: der...
00:31:59: Ich war in der Eurosparie in Mieland, in Brixen.
00:32:02: Zwei Sommer lang als Sommerjob und das war ein tolles Erlebnis.
00:32:06: Warum war es
00:32:07: so toll?
00:32:08: Es war eine nette Gemeinschaft.
00:32:10: Ich treffe auch heute durch die Verkäuferin.
00:32:11: Die winken mir von der Ferne zu.
00:32:14: Man lernt zu Menschen an der Kasse kennen.
00:32:17: Ich beobachte unglaublich gerne Menschen.
00:32:19: Ich sage oft zu meiner Frau ich könnte mich mit einem Stuhl hinsetzen und Menschen zuschauen weil ich einfach interessant finde wie Charaktere sind, wie sie sich verhalten usw.. Also da lernt man an einer Supermarktkasse viel mehr als man glauben würde.
00:32:32: Was haben Sie gelernt?
00:32:33: Wie auch so irgendwo, wie soll ich sagen... Beziehungsgeflechte sensibel sind bis an der Supermarkt-Kasse zwischen Kindern und ihren Eltern aber auch von denjenigen die an die Kasse kommen und dann geht der Bankkommand nicht mehr weil es Ende des Monats ist oder also da ist... Man lernt da viel, viel mehr das man glauben möchte.
00:32:50: Was habt ihr denn sonst mal die Summer Jobs so gemacht, weil wir schon im Sommer zu Beginn...
00:32:55: Das ist so bekannt!
00:32:56: Ich war zweimal in einer Bezirksredaktion der Dolomiten.
00:33:00: Das hat deswegen gelacht, weil das ist oft zu zitiert und es ist ja Dolomitten-Mitarbeiter mein Gott.
00:33:06: Mir hat Journalismus immer schon gefallen auch schon in der Mittelschule und ich hätte mir auch einmal eine Zeit vorstellen können Journalist zu werden und dann habe ich mich mal irgendwann beworben.
00:33:15: bei der Dolmieten war dann mit einer Bezerk redaktion Bootsnumgebung überall schon unter Land dann so gut gefallen.
00:33:21: Irgendwann hat man entschieden, da kann der Praktikant die Seite auch alleine schreiben im Sommer.
00:33:27: Tolles Erlebnis!
00:33:28: Ich war schon
00:33:29: damals in
00:33:32: einer jungen Generation nicht noch Landesjugendreferent aber ich durfte als kleiner JG-Funktionär den Bürgermeistern interviewen und also war eine nette Erfahrung.
00:33:42: Und ich habe vorher vor diesen Erfahrungen ganz viel – wir haben ja eine Privatzimmervermittlung zu Hause gehabt und habe da ganz viel meiner Mutter geholfen, geputzt und staubgesaugt.
00:33:56: Wie schaffen Sie denn – weil sie Familie ansprechen – wie schaffen Sie Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
00:34:04: Sie haben einen Vollzeitjob.
00:34:05: also mein ist wissen Sie arbeiten Sie nicht in Teilzeit?
00:34:09: um das irgendwie auf die Reihe zu kriegen.
00:34:11: zwei kleine Kinder Ehefrau man hat ja sonst noch soziales Netz
00:34:16: Schwierig, ganz, ganz schwierig.
00:34:18: Die größte Herausforderung ist wirklich Familie und Politik zusammenzubringen.
00:34:22: Ich muss mir häufig einfach private Termine eintragen und dann wirklich sagen da kann jetzt der Zug drüber fahren, da bin ich zu Hause.
00:34:31: Schaffen Sie das?
00:34:32: Das schaffe ich meistens ja nicht immer!
00:34:35: Ich muss sagen wir Männer Wir gestehen uns immer noch viel zu, denn es gibt keinen Fifty-Fifty Verhältnis in diesem Land.
00:34:42: Meine Frau übernimmt noch ganz... Ich bin dankbar dafür dass sie auch wirklich sehr gerne auch dann zwischendurch ... Sie sagt das ist eher einfach wichtig, dafür bin ich enorm dankbar bei den Kindern zu sein auch zwischen drinnen Und sie hätte das Recht aber auch ganz was anderes zu tun, selbstverständlich.
00:35:01: Das ist wirklich sehr herausfordernd und ich glaube es geht aber nicht nur mir sondern es geht ganz vielen Männern auch so.
00:35:07: Die Männer sind oft sehr zerrissen.
00:35:09: die haben zwischen dem Anspruch ja ich muss sozusagen dann schaubend ordentlich zu arbeiten und ein gutes Gehalt nach Hause zu bringen aber doch ein guter Vater zu sein und doch ein bisschen nicht mehr nur weil es ist eine andere Generation die meine als die meines Vaters beispielsweise mehr im Haushalt zu tun und dort auch zu helfen.
00:35:26: Frauen haben eine ungehörige, große Leistung diese hinlegen.
00:35:30: Auch familiäre aber auch Männer sind sehr häufig erlebe ich in meiner Altersgruppe Zerrissen zwischen diesen Ansprüchen also alles perfekt durchhinkriegen zu wollen und ja...
00:35:42: Sie haben den Ehrgeiz auch hier überall in allen Bereichen da entsprechend
00:35:47: das
00:35:47: gutzumachen.
00:35:48: Wir tut
00:35:49: es persönlich einfach weh wenn ich merke dass sich durch meine wenige Anwesenheit zu Hause Kinder vom emotionalen will nicht sagen distanzieren, aber emotional ein Stück das erlebt jeder.
00:35:59: Das ist einfach so wer stärker noch da ist.
00:36:02: natürlich muss denke ich mir dann oft die Zeit wo ich da bin die muss sich halt einfach intensiver noch erleben mit meinen Kindern.
00:36:08: Aber das lässt mich nicht kalt.
00:36:10: das ist mir nicht egal ob sie eh schon gewohnt sind dass der Papa nicht hier ist.
00:36:14: also da tue ich mich ganz schwer.
00:36:15: damit geh ich zu und das ist für mich ein großes Thema.
00:36:19: Und wenn Sie Zuhause sind?
00:36:20: Sind Sie wirklich Zuhauser?
00:36:22: Ich versuche es Also mit dem Kopf gelingt es mir einigermaßen gut, ich versuche wirklich das Handy hinzulegen und umzudrehen.
00:36:31: Lautlos?
00:36:32: Lautlos habe ich sowieso generell aber ich versuch's da wirklich umzutrehen und zu sagen jetzt bin ja mal daheim und jetzt versuch' ich wirklich... Und aber gelingt nicht immer meine Frau, man hand mich dann schon oft und sagt jetzt musst du es schon ein bisschen... Aber man ist ja irgendwann auch einmal müde und das ist einfach nicht
00:36:46: ganz so einfach.
00:36:47: Das heißt,
00:36:49: es ist nicht einfach.
00:36:50: Ja, es is nicht einfach!
00:36:52: und meinen an diesem Land nicht nur mehr.
00:36:54: Was würden Sie sagen, worauf verschwenden sie auch zu viel Zeit?
00:36:58: Zeit ist ein kostbares Gut und gerade wenn es Familienberuf geht, ist Zeitmanagement oft eine große Herausforderung Versucht man immer noch irgendwo Zeit herauszuholen.
00:37:10: Worauf verschwenden
00:37:11: Sie?
00:37:12: Sicher auf digitalen Geräten, ganz sicher weil ich bin insofern auch interessiert dass ich ja gerne ein bisschen mitbekomme was läuft.
00:37:20: und wenn ich mir allein denke für viele Plattformen man mich inzwischen kontaktieren kann dann gibt es E-Mail und da habe ich ja nicht nur eine e-Mails Adresse sondern mindestens drei oder vier.
00:37:29: Dann gibt es Instagram dann gibt das Facebook dann gibt die bei der Plattform wo man kontaktiren kann und dafür verwendet man viel zu viel Zeit.
00:37:39: Damit aber auch so irgendwo schon... Wir sind ja in der Situation, dass viele dann sagen, ihr hast noch alle nicht gelesen und ihr habt nicht viel Zeit und erwartet mal eine schnelle Antwort und viel zuviel Zeit auf diesen Geräten.
00:37:50: Viel zu viel zeit!
00:37:51: Aber
00:37:51: meinest du das all selbst?
00:37:52: Sie haben ja auch ein Team?
00:37:53: Ich habe natürlich schon einen Team.
00:37:55: Das war oft gesagt ich greife zu viel an einige Dinge.
00:37:58: Man soll es dem Team überlassen, aber logisch, mein Team hat auch ein Recht auf Privatleben.
00:38:04: Samstag Sonntag ist es halt so, dass mein Team zwar ein Teil der Fung auch zugreift aber ich es nie erwarten würde denn jetzt ganz nicht.
00:38:12: und betrachtet muss man das einfach so sagen.
00:38:15: Das sind Mitarbeiter die auch weniger bezahlt bekommen und die aus rechtem Recht haben.
00:38:18: Ich bekomme sehr angemessen bezahlt und deswegen erwarte ich von...das ist wieder der Ehrgeiz da warte ich vor mir was anderes, dass sich dann nicht an jemanden deren Freitag am Abend schreibt bis Montauk in der Früh eine antwort warten lasse.
00:38:31: Sie setzen da hohe Ansprüche an sich selbst?
00:38:34: Ja schon,
00:38:34: weil ich habe mir einfach denke der Steuerzahler zahlt mich gut und die soll das sauber machen.
00:38:39: Weil ich davor gefragt habe Kontrolle oder Vertrauen?
00:38:41: haben sie Vertrauen gesagt.
00:38:43: Ein bisschen Kontrolle glaube ich ist ihnen schon auch wichtig.
00:38:46: ja aber ich hab's bewusst vertraut und gesagt habe ich kurz nachgedacht weil wir in einer dermaßen eklatanten Misstrauensgesellschaften sind in diesem Stadt Italien.
00:38:55: das meine ich jetzt nicht herablassend auf Italien.
00:38:58: Das nicht, aber der Ansatz ist sehr häufig so, den negativen Einzelfall zur Allgemeinheit zu erklären und das ist da noch mehr Misstrauensgesellschaften und wir bräuchten einfach eigentlich viel, viel mehr eine Vertrauensges-.
00:39:09: deswegen habe ich Vertrauen gesagt weil mir eine Vertraunsgesellschaft wichtig wäre die es im Moment ganz schwerlich gibt.
00:39:16: Wie sind Sie aufgewachsen Herr Achama?
00:39:19: Ich frage das auch immer bewusst gerne in diesem Format.
00:39:25: Eins ist, man steckt in der politischen Arbeit drinnen.
00:39:27: Jeder kennt sie irgendwo oder glaubt sie zu kennen als Politiker aber da steckt ja sehr viel mehr dahinter auch.
00:39:33: Der ganze Werdegang und was er denn geprägt hat und vielleicht warum man auch da gelandet ist wo man heute isst.
00:39:39: Vielleicht können Sie uns mal mitnehmen in Ihrer Kindheit.
00:39:42: Wie sind Sie aufgewachsen?
00:39:43: Was hat sie gepräght Oder vielleicht auch nicht gepräagt?
00:39:48: Gibt auch manchmal die die kindheits Die eigene
00:39:55: Herkunft ist den oben wichtig.
00:39:57: Ich bin aufgewachsen als Nachzügler, als drittes Kind in meinem Gasthaus.
00:40:02: mit meinen Eltern haben bis ich in die erste Klasse Grundschule gegangen bin das Gasthause geführt.
00:40:07: Es sind schöne Erinnerungen auch an diese ersten Jahre.
00:40:10: Das ist viel Leute, so eine Gemeinschaft wie recht spannend war und viele Gäste.
00:40:16: Man hat immer gesagt, ich kann ein bisschen Sprachen sprechen weil sie halt einfach viel umgehen mit Italienern gehabt haben usw.
00:40:21: Und Ihre Mutter ist Ladinerin?
00:40:23: Meine
00:40:23: Mama ist Ladinarin!
00:40:24: Hat aber nicht ein Ladinisch mit ihnen geredet?
00:40:27: Nein, das war wahrscheinlich noch eine Zeit als die ladinische Sprachgruppe außerhalb von Ladinen.
00:40:33: Sie sagt, sie ist oft als die Krautwalche bezeichnet worden, herablassend im Fintel und zwischendurch ist Gott sei Dank die selbstverständlich der ladinischen Sprachkuppe ganz einander.
00:40:43: Also ich bedauere da so oft, ich rede so halbes, ladinisch verstehe alles... Ich verstehe komplett alles!
00:40:50: Ja ja absolut!
00:40:53: Alfreide und auch immer ein bisschen ladinisch in der Landessergerung oder war jetzt bei einer Diskussionsrunde zu den lingua madri eingeladen, muss ich sagen eigentlich die lingua madre, die meiner Mama ist wirklich ladinische.
00:41:06: Aber ich würde brutal gerne mit ladinischen sprechen können.
00:41:08: ganz also...
00:41:09: Ich kann nicht mehr noch mit ihr rauskommen!
00:41:12: Ich muss sagen immer auch viel zu wenig Zeit.
00:41:14: Jetzt fokussiere ich sehr auf meine Kinder, auf meine Familie und meine Frau und an mir viel zu weniger Zeit für meine Eltern aber einfach... Aber
00:41:21: ihre Mutter kann es schon noch, oder?
00:41:23: Das verliert man nicht.
00:41:24: Natürlich
00:41:25: das verlernt man nicht!
00:41:25: Und jetzt leben meine Oma und mein Opa nicht mehr, waren oft dann eben auf Besuch und ja im Zweifelsfall haben die dann sogar italienisch mit einem gesprochen.
00:41:34: Deutsch konnten sie nicht so gut.
00:41:36: Das hat damit zu tun dass man eher dem italienischen näher ist war wahrscheinlich eher.
00:41:43: Und dann hat man in zweifelsfalles sogar italienisch mit den Enkelkindern gesprochen.
00:41:46: Interessant!
00:41:48: Heute ist es zu bewundern, dass viele medizinische Herkunft oder wirklich ladinisch dann kurz an Anker sprechen von früheren und das ist auch richtig so.
00:41:55: Das ist eine wunderschöne Sprache.
00:41:57: Bist du der ersten klasse Grundschule
00:41:59: Gasthaus?
00:42:00: Genau.
00:42:00: Ich dachte länger.
00:42:01: Na,
00:42:02: bin noch bis zur ersten Klasse.
00:42:03: Ich weiß noch die ersten Hausaufgaben habe ich noch im Gasthaus gemacht.
00:42:06: Irgendwann war das für meine Eltern schon eine große Belastung auch weil mein Vater war ja nicht hartberuflich im Gasthaus.
00:42:12: Meine Mama schon.
00:42:13: Leider ist meine Oma dann parallel erkrankt und auch verstorben und dann hat man irgendwann beschlossen alles schaffen wir nicht mal als Familie.
00:42:20: Dann wird man den Gasthass weitergeben, verbachten... Meine Mama sagt dann immer dann hatte ich zumindest noch diesen sechsjährigen auf dem ich mich sehe dem ich mich sehr widmen konnte, weil Jan und zwei Kinder waren schon größer.
00:42:33: Wahrscheinlich waren sie noch zu jung, aber irgendwie so.
00:42:35: die Option oder diese Gasthauswelt, diese Tourismusbranche war dann aber auch nie so wirklich etwas wo sie gesagt haben, was mich reizen.
00:42:42: Na zwischendrin, es war schon ein bisschen wie wahrscheinlich in jedem Gastbetrieb Zuhause.
00:42:46: Die Erwartungshaltung einer der Kinder wäre halt schön.
00:42:49: Das ist der Traditionsgasthaus.
00:42:51: Mein Bruder wollte das genau so mal machen hat sich dann auch anders entschieden.
00:42:54: Zwischendurch hatte ich dann plötzlich den Einfall in der Mittelschule Ich könnte doch kochen machen War totaler Stumpfsinn.
00:42:59: natürlich Hätte nicht zu mir gepasst, also wenn es zu mir gebast hätte super aber zwischendurch vielleicht aus einer gewissen Maße an glauben das ist eine Verpflichtung Zuhause gegenüber.
00:43:12: sollte ich es mal probieren wäre für mich aber kein guter Einfall gewesen.
00:43:15: Also sicher nicht.
00:43:16: Und dann war er eben keines der drei Kinder, dass ich für das Gasthaus entschieden hatte.
00:43:20: Aber so laufen die nicht
00:43:21: mehr.
00:43:22: So ist oft auch ein Unternehmen jemand braut etwas auf aber es ist ja gut wenn's nicht zwingend irgendwie verlangt wird von den Kindern.
00:43:29: Dann ist das weitergeführt worden.
00:43:30: Das heißt eigentlich eine ruhige schöne
00:43:34: Kindheit?
00:43:35: Ja
00:43:35: schön wirklich eine ruhig.
00:43:37: Ich war ein sehr schüchternes Kind Also ein sehr zurückhaltendes Kind.
00:43:43: Ich sehe mich manchmal in meinem Sohn wieder, der ist aber deutlich aufgeweckt als ich.
00:43:48: Der traut sich schon deutlich mehr.
00:43:51: Ich war immer auch sehr klein, bin erst spät größer geworden, sogar jetzt einmal gewachsen, auch körperlich gewachsen und war immer sehr schüchtern.
00:43:59: Sehr zurückhaltend im Kindergarten, Grundschule, Mittelschule – da knopf es bei mir erst später auf.
00:44:05: Aber irgendwann
00:44:06: ist er knopferbar.
00:44:07: Warum?
00:44:08: Und wie?
00:44:09: Keine Ahnung, kann ich jetzt selber nicht so recht sagen.
00:44:12: Aber irgendwann geht halt der Knopf entweder automatisch auf oder man muss lernen einfach selbstständiger zu werden und sich selber zu entwickeln.
00:44:21: Am ersten ist der Knopf fast erst dann zu Beginn in der Oberschule aufgegangen.
00:44:24: Und das war ja auch die Zeit, wo ich mich für ganz viel interessiert habe und dann irgendwann politisch.
00:44:28: Aber viele sagen mir, die mich kennen von Kindern unvorstellbar weil man nicht gekannt hat dass du dich so entwickelt hast.
00:44:34: Hat Ihnen die Politik da geholfen?
00:44:35: Ja sicher.
00:44:36: Ich glaube sie waren ja... davor haben wir angesprochen Gemeinderat.
00:44:39: Sicher!
00:44:39: Auch in der JG früh haben sich, wie weiß es nicht, bald waren Sie da war damals ein großes Thema, so die Umfahrung im Findleremattgemeinheit.
00:44:49: Wo sie da schon sehr aktiv waren und Schriften
00:44:52: gesammelt haben.
00:44:54: Das macht man nicht, wenn man schüchtern ist.
00:44:58: Ja, das Gefühl für Ungerechtigkeiten war bei mir immer sehr ausgeprägt.
00:45:01: Ich kann mich gut erinnern und ich war dann Klassensprecher in der Oberschule und da hat sie eine Erlebnisung gegeben die hat gar nicht getan.
00:45:07: und dann habe ich an das Schulamt geschrieben.
00:45:09: Das ist übrigens auch immer so eine Anekdote an eine Führungskraft, die danach bei mir Führungskasten war.
00:45:14: Und ich hab das Mehl heute noch, musste rüber total lachen, hab dann ans Schulamt geschrien dass die Erlebnisung gar nicht, dann ist ja auch ein Inspektor aufmarschiert im Real-Gymnasium in Brixen tatsächlich.
00:45:24: und dann war es diese Zeit wo ich begonnen habe...
00:45:26: Was ist denn
00:45:27: passiert?
00:45:28: Es hat dann eine Inspektion gegeben, die Schulführungskraft ist auch taktiv gewohnt.
00:45:32: Die Lehrperson ist danach dem Schuljahr als Verschiedene persönlich gesundheitlich in Gründen ausgeschieden aber das war wirklich ein Fasthyranei, das muss mich aus heutigen Sicht sagen also sehr autoritär geführte Klassien und es waren immer so kleine Erfolgsmomente.
00:45:45: vielleicht bin ich dadurch aus meiner Schüchternheit heraus und gewachsen Ist dieser Zuperzufall so eine junge Generationgruppe niederfindlich gegründet worden und dann war plötzlich diese Umfahrungsdiskussion aktuell, kann mich erinnern.
00:45:58: Dann habe ich erstmals die JG-Gruppe vorgestellt in einem vollen Saal von Louis Durnwaller und war unglaublich nervös und aufgeregt und hat mir fast in den Hosen gemacht.
00:46:08: Der Louis Dornwaller sagt erzählt mir heute noch, er hat dann geflüstert zum Bürgermeister zu dem Zug geflüstert und hat bei – weil ich hab damals noch, da war ja noch ein Tageslichtprojektor Wohle verwendet am Tag jetzt nicht Projekte, um zu zeigen was wir da auch alles tun würden.
00:46:23: Also für jene die das vielleicht nicht wissen...
00:46:27: Das gibt es ja tatsächlich!
00:46:28: Gibt es
00:46:28: das noch in Schulen?
00:46:30: Ich habe nie mehr
00:46:31: reingezogen und da ist eine Glasplatte, man schaltet ein Licht und projiziert also irgendwie an die Wand.
00:46:36: gut.
00:46:37: Auf
00:46:37: jeden Fall ist der Louis hat mir erzählt gesagt, schau ich, als ich dich damals kennengelernt habe, den Bürgermeister zugeflüstert aus dem Wert einmal etwas.
00:46:43: Und aber damals war ich enorm stolz
00:46:46: drauf.
00:46:46: Naja, etwas ist ja geworfen.
00:46:48: Ja, etwas isch.
00:46:49: Was wird
00:46:49: als meistens aus jemandem etwas... Haben sie gewisse Eigenschaften?
00:46:54: Die Schüchtern halt haben sie abgelegt aber haben Sie gewisse Eigenschaften die sie seit Kindheit mitschleppen?
00:47:00: Ja, Harmoniebedürftigkeit das ist auch heute was mir sehr häufig vorgeworfen wird.
00:47:07: viel zu harmonie bedürftig zu sein bin ich.
00:47:11: Ich reflektiere es selbst weil glaube zumindest, dass ich über sich selber rede ist nicht das meine aber selbstkritischer Mensch zu sein und reflektiere oft über mich und denke mir oft vielleicht gehe ich einfach konflikten so sehr aus dem Weg.
00:47:23: Hat man mir ja auch als SVP-Obmann damals oft vorgeworfen Auch wenn danach viele Konflikte in der Partei da waren.
00:47:30: Vielleicht oft zu spät angesprochen.
00:47:33: Harmoniebedürftigkeit ist so ein Thema, ich habe immer die tollsten Teams im neuen Büros und sagen oft auch die externen.
00:47:39: Aber das ist wirklich tolle Arbeiten weil ich sehr darauf wertlege dass man gut miteinander auskommt.
00:47:44: aber Harmonie bedürftig kann ja oft auch eine schöne Eigenschaft sein, aber nicht immer.
00:47:50: Das hab' ich mir mitgetragen...
00:47:52: Wenn Sie sagen sie gehen Konflikten aus dem Weg?
00:47:55: Wie tun Sie das?
00:47:56: Einfach
00:47:58: nicht
00:47:58: drüber
00:47:59: sprechen, einen anderen Weg suchen oder manchmal auch die eigene Position schnell nachgeben.
00:48:06: Hauptsache es ist eine Ruhe.
00:48:07: Interessant ist weil sie sagen als Parteiobmann hat man ihnen vorgeworfen viel zu ruhig, haut nie auf den Tisch und was weiß ich was alles.
00:48:17: aber irgendwie wenn man's vergleicht mit der heutigen Zeit oder der heutige Situation der Partei Wo es nach außen hin sehr viel ruhiger ist alles, bei ihnen war doch immer irgendwie etwas los hat man einen Eindruck in der Partei.
00:48:30: Also auch nach Außen hingetragen mit Diskussionen und Debatten noch trotz Harmoniebedürftigkeit.
00:48:37: Ja
00:48:37: ja stimmt!
00:48:39: Ich weiß jetzt nicht genau an woran das liegt oder vielleicht dass mein Eindruck auch ein bisschen
00:48:44: gerecht?
00:48:45: Das höre ich schon
00:48:45: auch.
00:48:46: Weil es dann auch eine interessante Entwicklung der Partei Seit ihrem Abgang.
00:48:50: Ja, es hat sicher viel damit auch zu tun dass wir mal in einer wahlfreien Zeit sind da ist das automatisch ruhiger.
00:48:59: und zweitens ich habe jetzt ohne absolut nicht zu kritisieren, aber ich habe die Partei jede Woche einberufen und dann hat es halt immer auch Gelegenheiten gegeben.
00:49:09: Das
00:49:09: gibt sie jetzt nicht mehr?
00:49:10: Ein
00:49:10: bisschen weniger, aber noch einmal das ist der Entscheidung des Parteiermannes und jeder hat seine... Aber ich... Und dann hat er's halt jede Woche anlass für Diskussion gegeben und ja... Bestimmt!
00:49:21: Ja,
00:49:21: die hatte es wirklich gegeben jede Woche.
00:49:22: Die Journalistenmäute, die heraussengewartet haben vor der Partei Zentrale.
00:49:27: Absolut, absolut, absolut.
00:49:29: Wir machen ein kurzes Zwischenspiel.
00:49:31: Bevor wir in die Schlussrunde kommen, Sie dürfen kurz antworten.
00:49:35: Sie dürfen aber auch eine längere nicht so lange Ausführung oder Erklärung dazu machen.
00:49:41: Also im Grunde müssen sie den Satz vervollständigen.
00:49:45: Das Dulle an den Sitzungen der Landesregierung ist...
00:49:51: Wenn man am Ende die eigenen Punkte umgesetzt
00:49:54: hat?
00:49:55: Die erste Landeshauptfrau Südtirols heißt
00:50:02: Gute Frage, aber ich würde mich auch eine lange Zeit für Sie wohl wünschen.
00:50:05: Aber jedenfalls kein Name rein!
00:50:09: Ich glaube, eine Rosmeribama hätte durchaus Potenzial dazu.
00:50:12: Aber ich kann es heute noch nicht.
00:50:14: Es ist schwer zu sagen
00:50:15: ob das... Ja Politik
00:50:17: ist schnellelig und man muss manchmal zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Ort sein, nicht nur die eigenen Fähigkeiten zählen.
00:50:24: Das ist ja auch manchmal bedauerlich!
00:50:26: Ich muss sagen dass ich Rosmaribama mit der ich in der Partei oft zusammengestoßen bin vorher sehr schätzen gelernt habe.
00:50:32: sie ist sehr trocken manchmal Aber sie ist durchaus sehr empathisch und wir verstehen uns sehr gut.
00:50:39: Sie hat aber einen unglaublich großen Arbeitseifer und Einsatz, das es bewundern wird.
00:50:43: Am Koalitionspartner Fratelli d'Italia kritisiere ich?
00:50:49: Ja gerade gewisse Zuspitzungen die es um Dinge gibt für mich verfassungsrechtlich klar geschützt sein sollten am wesentlichen Freiheiten also Zuspitzer von der ideologische Zuspitzungen von Regenbogen, Fahne bis hinzu.
00:51:07: Das sind so unnötige Dinge.
00:51:09: Manchmal bin ich so richtig genervt... ...von der SWB.
00:51:15: Also das hat sich schon fertig gemacht!
00:51:17: Ja, die
00:51:19: Beründung war schön.
00:51:20: Ja, genervt von der SVP aber nicht nur von der SvB wenn sich Diskussionen zum hundertsten Male wiederholen.
00:51:27: Wann haben Sie das zuletzt erlebt?
00:51:28: Immer wieder!
00:51:28: Aber nicht nur in der SVB sondern auch außerhalb.
00:51:31: Das heißt gesellschaftspolitisch meine ich einfach.
00:51:33: Genau.
00:51:34: Aber wirklich was jetzt an Ihrer Partei?
00:51:36: da musst du ja doch auch irgendwas geben.
00:51:37: Wirklich partei spezifisch.
00:51:42: Sie sind ein Gewächs dieser Partei, sie kennen
00:51:44: sich nur
00:51:44: auswendig.
00:51:45: Ja ja die kenne ich wirklich sehr gut diese Partei!
00:51:48: Die kenne Ich wirklich sehr Gut.
00:51:50: Ja irgendwo genervt bin ich manchmal von diesen gespielten, wie soll ich sagen intern gespielte Oppositionsrollen also von Leuten die glauben mehr Opposition sein zu müssen als die Opposition selber.
00:52:04: davon bin ich oft
00:52:05: genervt.
00:52:05: Ich habe mich mal gefragt wer kennt ihr eigentlich besser?
00:52:08: Ihre Partei oder ihre Familie?
00:52:11: Na schon, meine Familie.
00:52:12: Schon!
00:52:13: Wohl wohl absolut.
00:52:15: Meine Partei kennt den Politiker Philipp Bachmann aber dem Mensch wahrscheinlich nicht so gut.
00:52:19: Ja, glauben Sie.
00:52:20: Wahrscheinlich die Mitarbeiter in der Partei kennen den Menschen eher.
00:52:23: ich habe mit den Mitarbeitern in der SVP immer ganz ein enges Verhältnis gehabt kann mich erinnern als ich als Landessekretär gehen musste hab' ich geweint.
00:52:29: Ich hab' geweint im wahrsten Sinne des Wortes.
00:52:31: Als ich dann ging als Obmann haben die Mitarbeiter geweint.
00:52:35: Sie
00:52:35: mussten ja nicht gehen.
00:52:36: Doch Also, also als verbissene Kriteria schon.
00:52:39: Damals schon.
00:52:39: Da hat Richard Deiner ja die Entscheidung getroffen, den ich heute noch dankbar bin, dass er mir die Chance gegeben hat das überhaupt zu machen.
00:52:45: Denen ist ein Wechsel zu geben.
00:52:46: es war diese Konfliktzeit wo es um die Kandidatur kompatcher gegangen ist und so weiter nicht noch alles aufzuwärmen.
00:52:52: da musste ich gehen.
00:52:53: ich habe geweint
00:52:54: weil sie auch ein sehr emotionaler Mensch sind.
00:52:55: Ich bin
00:52:56: ein emotionaler Menschen und ich kann mich gut darin und ich hab mit Margaret Greif geweilt Weil ich gesagt habe wir am wichtigsten sind.
00:53:02: wir
00:53:02: hier die langjährige...
00:53:04: Die langjährigen
00:53:06: Chefs sind
00:53:07: mit der ich immer noch sehr freundschaftlich verbunden bin.
00:53:09: Das bin ich mit allen Mitarbeitern, freundhaftlich.
00:53:12: Das größte Problem von Philipp Achama ist?
00:53:14: Ja er ist eine Harmoniebedürftigkeit.
00:53:16: Konflikt manchmal aus dem Weg zu geben.
00:53:18: Und meine größte Begabung?
00:53:21: Andere würde sagen meine Rhetorik.
00:53:23: Und Sie selbst sagen...
00:53:27: Ich hoffe meine größten Begabe ist nie die Empathifektheit zu verlieren!
00:53:33: Ich möchte empathisch sein und spüren wenn es jemandem schlecht geht oder dass wenn man das verliert dann soll man von der Politik gehen.
00:53:41: Dieser Moment meines Lebens hat mich am stärksten geprägt.
00:53:47: Wenn ich an einen jüngeren Moment denke, die Adoption meiner Tochter.
00:53:50: Das Schlimmste in der Politik ist?
00:53:53: Dünn heutige Charaktere, beleidigte Charaktäre und auch Selbstverliebte!
00:54:00: Mein Traumberuf als kleiner Junge war...
00:54:02: Oh vieles, da hat es vieles gegeben.
00:54:04: Amalarchäologe, Journalist, Koch.
00:54:09: Es ist eine Mischung aus allem möglich.
00:54:10: Alle
00:54:10: möglichen?
00:54:11: Ja, aber ich hört es dir.
00:54:12: Die Interesse für Geschichte, für Journalismus... weniger aber für die Gastronomie!
00:54:17: Für die anderen Sachen ist nachgefohnt da.
00:54:19: Es müsste irgendwie jedes Mal ein neues Menü kredenzen.
00:54:21: Ist so wie das war.
00:54:23: Die größte Herausforderung unserer Zeit.
00:54:27: Ist die Gesellschaft zusammen zu Halle?
00:54:29: Ich bin froh nicht mehr Parteiobmann zu sein weil..
00:54:33: Ich wieder nur an mich selbst denken darf.
00:54:36: Diese Person der politischen Minderheit würde ich gerne besser kennenlernen.
00:54:42: Ich kenne mehrere auch besser, aber es gibt mehrere der politische Minderheiten die ich sehr schätze.
00:54:48: Und wo sie sagen würden wir auch mal einen gemütlichen Abend, wo man nicht nur über Politik gequatscht hat.
00:54:52: Ja
00:54:52: ja, da gibt's durchaus mehrere!
00:54:57: Zum Beispiel eine Brigitte Fuppe sehr, ich schätze ein Entsehene Oberkofler sehr.
00:55:02: Ich schätze auch andere.
00:55:04: Das muss jetzt kann Zufall sein oder nicht dass es beide grüne Exponenten sind aber menschlich habe ich durchaus mit einem Zugang gefunden.
00:55:12: Letzte Frage von dieser politischen Niederlage habe ich am meisten gelernt.
00:55:19: Puh!
00:55:21: Vielleicht vom Stimmenverlust bei den letzten Landtagswahlen?
00:55:24: Es ist nicht wirklich eine Niederlage, weil es ist immer noch ein schönes Ergebnis gewesen.
00:55:28: Aber ich habe vieles an Zustimmung verloren.
00:55:31: Ich hab davon schon gelernt.
00:55:32: Was?
00:55:34: Ja erstens mal dass man...ich war immer so auf einem Erfolgstrip bis dorthin und da muss man erstmal mit einer persönlichen Nieder Lage oder einem Rückstritt umgehen lernen.
00:55:46: Erstens ohne Ausreden und blöde Ausflüchte.
00:55:51: Zweitens auch selbstkritisch zu werden und zu sagen, was habe ich effektiv falsch gemacht in den letzten Jahren?
00:55:56: Und drittens die Politik einzuschätzen ist das, was sie wert ist und nicht mehr.
00:56:01: Was haben Sie falsch gemacht?
00:56:02: aus Ihrer Sicht wenn Sie etwas falsch gemacht haben...
00:56:06: Ich bedauere viele Konflikte, die man so von ausgetragen hat Auch wenn mein Verhältnis besser war, als manches mal transportiert.
00:56:15: Das heutige Verhältnissen das ich mit Arno Kompaccia habe ist wahrscheinlich so gut wie noch nie in den letzten zwölf Jahren.
00:56:22: Ich muss sagen...
00:56:23: Heute ist es nicht so gut wir noch nie?
00:56:26: Heute ist das so gut!
00:56:28: Weil ich gerade dieser gesellschaftlich angespannten Zeit seine Haltung bei gewissen Themen sehr zu schätzen gelernt habe.
00:56:36: Also mehr als noch, ich habe sie nicht nie nicht geschätzt.
00:56:38: Aber mehr zu schätzen gelernt habe es noch in der Vergangenheit.
00:56:42: Aber nochmal was genau haben Sie gelernt?
00:56:45: Weil Sie sagen das war doch irgendwie eine Niederlage an das sie zu knabbern hatten.
00:56:49: und gelernt meine ich im Sinne von wenn man etwas lernt, etwas einzieht für sich einsieht dann muss es ja auch irgendwie unmittelbar oder auch nicht unmittelbare längerfristige Konsequenzen im eigenen Tun haben wo man sagt Ja hab' ich gelernt dass mache jetzt anders
00:57:05: Ja, zum Beispiel nicht immer nur alles anzukündigen und weniger zu reden was mir manchmal nicht so leicht gelingt.
00:57:14: Ich bin eben nicht der, wenn man ja sagen wird Leute ja ein lehnhaltes Interview ab ich rede im Zweifelsfall eher warum soll ich es auch als nicht das meine Verpflichtung erkennen dass sich erklären sollen.
00:57:29: aber ich kenne durchaus auch Fehler an gewisse Dinge die er wirklich die mir gelungen sind und manche nicht, oft noch größer angekündigt zu haben als umgesetzt zu haben.
00:57:38: Das ist dein Fehler von
00:57:39: mir.".
00:57:40: Also aber ich habe alles ernst genommen!
00:57:42: Es ist nichts so das ich es in der Armarkt sag kann und dann war es mir nicht wichtig, aber es gelingt eben nicht immer.
00:57:47: Vielleicht hat's auch damit zu tun dass wenn sie etwas sagen auf das viele warten.
00:57:52: vielleicht?
00:57:53: Ich spreche jetzt zum Beispiel fällt mir nur spontan ein einheitliche Bildungszeichen Wo wir sagen, das wäre doch irgendwie in diese Richtung.
00:58:02: Und dann sind die Hoffnungen groß und natürlich warten ist schwierig in Zeiten wie diesen.
00:58:07: Dann kommt vieles zusammen und dann hört man nichts.
00:58:12: Dann passiert nichts.
00:58:13: Nichts und Anführungszeichen.
00:58:15: Was war das jetzt?
00:58:17: Na eben wahrscheinlich.
00:58:20: Ein kleines Beispiel,
00:58:23: gerade bei diesem Thema habe ich mir selbst kritisch auf die Frage gestellt.
00:58:26: Da habe ich Fehler gemacht.
00:58:28: Das möchte ich mir behalten auch wenn andere sagen das soll ich nicht tun.
00:58:31: Ich bin dann vor der Schulführungskräfte hin und habe mich entschuldigt für ein froh Breschen dass unabgestimmt war.
00:58:39: Das möchte ich mir auch bewahren.
00:58:41: Warum soll sich ein Politiker, weil er dann Schwäche zeigt?
00:58:44: Es ist so eine stumpfsinnige Sache nicht entschuldigen können.
00:58:48: Ich finde die Politik ganz toll ja auch mal Entschuldigung sagen können
00:58:51: für etwas.
00:58:53: Ja
00:58:53: aber jeder von uns macht Fehler!
00:58:55: Wie schaust du denn jetzt aus mit diesen einheitlichen Bildungszeiten?
00:58:58: Ich hoffe immer noch dass sie... Auch wenn es ja auch ist so kann man diskutieren wie viel man will.
00:59:02: Es ist autonome Entscheidung der Schule selber laut Gesetz, laut Staatsgesetz schon.
00:59:08: kommen, schrittweise.
00:59:10: Jetzt ist die ganze Diskussion mit sehr aufgeheizter Stimmung da gewesen aber ich erlebe es ja selber jetzt.
00:59:15: Ich habe in Kürze einen Schulkind und ein Kindergarten Kind.
00:59:18: wie wichtig abgestimmte Zeiten wären um Vereinbarkeit zu mögen und wir müssen einfach auf die Familie schauen weil irgendwann haben wir keine Kinder mehr.
00:59:23: Es gibt ja Pilotprojekte, oder?
00:59:26: Wie laufen die?
00:59:27: Die laufen prinzipiell gut.
00:59:29: Wir haben hier inzwischen an ein paar Kritikpunkten und Faktoren weitergearbeitet zum Beispiel eine fünf Tages-Mensa.
00:59:35: dass wir da Gemeinden fördern, die an einem fünf Tagen wirklich Mensa der Küche oder mittagstisch anbieten.
00:59:42: Also an den Kritikpunkten, die uns entgegen gebracht wurden sind bei diesen Themen.
00:59:46: ich hoffe immer noch das sie kommen werden weil ich glaube, dass es einfach ein bisschen Stress in Familie nehmen würde Hindern von der Planbarkeit nicht schlecht tun würde.
00:59:56: und viele Schulen haben dann geantwortet auf meinen Vorschlag hin.
00:59:58: Wir haben mit unseren Eltern schon gesprochen, die sind alle sehr glücklich und zufrieden.
01:00:02: Ich glaube dass man auf Dauer wirklich schon hinschauen muss.
01:00:05: Man muss nicht alles auf Zufuhr machen auch was Familien sagen aber wir müssen schon an Bienen drauf schauen das man Arbeit und Familie verbinden kann.
01:00:11: denn Es ist ja wirklich tragisch, dass viele einfach dann entscheiden keine Kinder zu haben oder weniger Kinder zu habe.
01:00:18: Also ich schaffe das sonst nicht.
01:00:21: Das verstehe ich.
01:00:22: Das verstehen
01:00:23: wir
01:00:23: immer wieder mit einem Grund.
01:00:26: Es gibt mehrere Gründe und es gibt auch... Was ich genauso kritisiere, ist auch von vielen die Haltung.
01:00:31: Ich will von meiner individuellen Freiheit gar nichts hergeben, auch wenn ich ein Kind habe.
01:00:35: Man gibt viel her aber gleichzeitig müssen wir Familien schon unterstützen.
01:00:39: Sie sind seit über zehn Jahren Bildungslandesrat.
01:00:43: Wenn sie heute auf dieses Schulsystem schauen, Bildungssystem ... Sie kennen das ja auch in und auswendig mittlerweile die Protagonisten vielfach.
01:00:54: Was läuft
01:00:55: schlecht?
01:00:59: Schlecht?
01:01:00: also ich würde sagen Es ist schwer zu sagen, weil ich sehe immer im Zweifelsfalle das positive und ich erlebe so viel Einsatz.
01:01:09: Das ist nicht nur weil ich jetzt das sagen muss.
01:01:12: Ich erlebe wirklich sehr, sehr viel Einsatz und sehr viel Bemüden.
01:01:16: Eher würde ich als im Gesamtkontext sagen schlecht läuft dass der Schule immer mehr aufgebürdet wird.
01:01:23: Das is ein riesiges Problem!
01:01:27: Von wem?
01:01:28: Von der Gesellschaft und auch von einzelnen Familien.
01:01:31: D.h.,
01:01:32: die Schule muss jetzt Aufgaben nachkommen, also hat eine Vielfalt an Herausforderungen sozialer, familiärer, kultureller, auch von der mentalen Gesundheit her an Situationen wo Schule sehr stark zu einem Heim geworden ist.
01:01:52: und sich nicht ja nicht in Gleichgültigkeit verlieren sollte, weil wenn eine Lehrperson sich dann den fünfundzwanzig Charakter innerhalb der Klasse annimmt und auch sieht wo fehlt es?
01:02:01: Dann ist denn oben viel zu tun.
01:02:03: Also das läuft wirklich schlecht.
01:02:04: diese Tendenz wir laden das mal auch noch ab.
01:02:08: Ich war jetzt in einer Grundschule von Kursen, die gesagt hat wir müssen jetzt Kindern da ist ein klasse Grundstuhl viel mehr Sozialtraining vermitteln.
01:02:14: Die sind in der Gruppe nicht mal gewöhnt umzugehen.
01:02:17: also es sind so Dinge wo ich sagen würde ihr auch Späle?
01:02:19: Da habe ich eben benenkt ob Kinder noch gesund aufwachsen oder ob sie viel zu viel verplant sind und dann am meisten auch in digitalen Geräten.
01:02:27: aber Sie haben gewisse natürlich Erfahrungen nicht mehr und das läuft falsch.
01:02:31: Aber da kommt doch wieder soviel zusammen wo man sich durch denke.
01:02:36: Als Bildungs-Landesrat frage ich mich, was mache ich da?
01:02:42: Was kann ich überhaupt noch machen?
01:02:44: Da spreche ich die O-Macht an von der ich davor angesprochen habe.
01:02:48: War es im Rahmen meiner Möglichkeiten, damit ich dieses Bildungssystem nicht sie allein, nicht die Politik allein... Politikerlein kann vieles nicht mal alleine machen.
01:02:59: aber was kann ich da...?
01:03:00: tun, damit die Zukunft zu fit oder in die richtigen Weichen stellen für die Zukunft.
01:03:05: Ich stelle mir das manchmal als ein Knoten im Kopf.
01:03:10: Das ist wirklich so.
01:03:11: was mich am meisten beschäftigt sind Bildungsungerechtigkeiten also Bildungsungleichheiten besser gesagt Das meine ich mit dem Party, das lässt mich nicht kalt.
01:03:19: Wenn ich Kinder sehe wo ich wirklich merke die starten mit einem riesigen Nachteil ins Leben oder in ihrer Bildungskarriere weil es eine soziale prekäre Situation ist oder weil die Familie ein Kind auch allein lässt auch das gibt es immer mehr Da könnte ich tatsächlich, da könnten mir die Tränen kommen diese Kinder anzuschauen weil Kinder sehen das Wichtigste dass wir haben und das ist für mich im Moment ein großes Thema.
01:03:40: Ich verstehe immer mehr die Diskussionen die auf bundesdeutsche Ebene geführt werden über Ganztagesangebote weil auch ich rede momentan gerade in diesen Tagen mit ein paar Schüler heimen ob es nicht Tagesheimsituationen für gewisse Grund- und Mittelschüler geben könnte, die ansonsten außerhalb allein auf dem Spielplatz sind am Nachmittag oder mit dem Größer ein Bruder oder Schwester auf dem Spielplatz sind.
01:04:00: Und warten bis nach achtzehn Uhr jemand nach Hause kommt... ...und die einfach einen Nachteil an den Massiven haben in ihrem Leben für ihre Bildungskarriere.
01:04:08: Wenn sie mich davor auf meine Kindheit angesprochen haben, die haben wahrscheinlich dann andere Erinnerungen.
01:04:13: Das ist ein Thema das mich im Moment sehr beschäftigt auch in Südtirol, auch im kleinen Südtiron.
01:04:18: Aber nochmal was kann man konkret?
01:04:20: tun auch als Bildungslandesrat.
01:04:23: Gerade nach so einem Schuljahr wie diesen?
01:04:26: natürlich Proteste, Diskussionen und ich habe die gut empfunden dass sie auch da waren wo man von unterschiedlichen Seiten zu unterschiedlichen Aspekten des Lehrerberufs das Unterricht Wie Schule heute funktioniert?
01:04:39: Was wichtig ist für Kinder?
01:04:41: Ist ja alles durchdiskutiert worden.
01:04:43: Wo viele sagen einfach mehr Ressourcen.
01:04:47: Wobei ich mir dann immer die Frage stelle Was nützt es, wenn ich zehn Sozialpädagoginnen mehr habe?
01:04:54: Aber ist das nur eine Symptombekämpfung und nicht wirklich die Wurzeln des Problems angegangen.
01:05:04: wo man einen Pflaster drüber klebt und dann noch ein Pflasta wichtig
01:05:07: wird.
01:05:08: Wird so sein,
01:05:09: aber das System als solches...
01:05:11: Ist es das System oder ist es die Zeit, die Kinder in allererster Linie außerhalb der Schule verbringen?
01:05:18: Wie geht es Familien?
01:05:19: Wie können wir Familien stärken, die überfordert sind?
01:05:21: in Erziehung, in der Begleitung der Kinder oder auch Kinder links liegen lassen.
01:05:26: Wie können wir dafür sorgen das Kinderhaushalb noch gesund aufwachsen?
01:05:30: Was läuft falsch?
01:05:30: was muss man auch deutlich machen dass falsch läuft?
01:05:32: denn die Schule?
01:05:33: ich kenne diese Diskussionen die habe ich ja auch schon mal geführt wo ich sage ah man wir müssen uns dagegen wehren dass immer mehr an uns delegiert wird.
01:05:39: Das ist inzwischen würde ich es als blotzblödsinnig in Sofern betrachten als das Die Kinder sind einfach da!
01:05:44: Was will man denn tun?
01:05:46: Es ist alternativlos.
01:05:47: eben Nichts zu tun ist keine Alternative.
01:05:50: Und ich glaube, dass es dann einfach Angebote braucht, die auf gewisse Sicht das große Glück schütteren sind ja wirklich... wir sind einfach immens klein!
01:05:58: Wir sind eine Halle wie ein Einwohner groß und glauben aber was Gott will groß sein?
01:06:02: Aber es ist dein Glück so klein zu sein.
01:06:03: Vielleicht klar mir so groß zu sein weil in einem großen Landeshaushalt
01:06:06: haben.
01:06:07: Auch?!
01:06:08: Viele Dinge, wir haben ein falsches Selbstverständnis.
01:06:10: Wir glauben mit Tanzen zu viel über unseren eigenen Nabel herum und glauben immer die besten der Statistiken sein.
01:06:16: das ist ja keine Krankheit Südtirols auch da sich einmal eine Schwäche zuzugestehen und zu sagen na na es geht vieles gut aber es läuft einiges falsch und wir sind klein und sehen auch die Welt außerhalb von Südturol hoffentlich.
01:06:29: Aber wie gesagt, die Kleinheit bringt mit sich das man eigentlich schon.
01:06:31: Wenn Sie mir sagen, dass sie mir die fünfzehn sicher herausfordernsten komplexesten Schuldirektionen dabei sind, dann weiß ich die.
01:06:38: Das heißt, die Bildungsministerin von Baden-Württemberg oder der Bildungsminister von BadEN Württembergen wahrscheinlich schwerer aufgrund einfach der Größe.
01:06:45: Wir haben die schon da zu reagieren und da muss braucht es halt einfach Angebot entsprechende weil jede einzelne Situation die wir verbessern ist viel wert.
01:06:54: Haben Sie mit diesem Schuljahr noch mal was gesehen?
01:06:58: oder sind auf was aufmerksam geworden, wo sie jetzt wissen okay wir müssen da noch mehr unseren Fokus richten.
01:07:03: Oder was war das Gewinnbringende für Sie aus diesem durch sehr besonderen eigenartigen Schuljahr?
01:07:10: mit Protesten, Diskussionen, Verhandlungen.
01:07:13: Es ist
01:07:13: sicher nie negativ wenn die Überbildung diskutiert wird.
01:07:16: also das will ich auch sagen dass was ich als negativer irgendwo empfunden habe wenn die Fronten irgendwann so verhärtet sind dass man aufeinander wirklich nicht mehr zugeht dass die Konfrontation dann wieder zunimmt Das hab' ich eben auch gemeint irgendwo.
01:07:27: wir haben agiert.
01:07:28: Ich glaube viele Botschaften sind da auch verstanden worden.
01:07:31: Der Protest war nicht nur ein Ausdruck von Gehalt ich bindet ihr noch inzwischen eine Meinung oder vielmehr Dass sich Schulhof zum Ausgabacht hat seht bitte diese Komplexität so stark zugenommen hat, wir können das schwerlich hinbekommen.
01:07:44: Wenn das das Ziel war dann war es wichtig das zu tun.
01:07:48: aber wir müssen zu einem gewissen Punkt muss man halt schauen.
01:07:50: die Schule muss sich immer mehr öffnen in diesen Zeiten.
01:07:53: aber wenn die Konfrontation zunehmend dann öffnet sie sich nicht sondern wird es eher noch schwieriger und ich hoffe dass im Herbst nicht die konfrontation auch einmal gesteigert wird.
01:08:01: Aber kann man Konfrontations nicht auch abbauen indem man einfach mal klingt jetzt vielleicht banal vielleicht naiv sich an einen großen Tisch zusammensetzt.
01:08:10: Ja, ja das schon
01:08:11: vielleicht.
01:08:12: Auch mit
01:08:13: solchen wo man sagt wir haben diesen Aktionsgruppen.
01:08:16: Ich habe mit den Aktions Gruppen...
01:08:18: Also ich glaube der große Wunsch
01:08:20: ist da
01:08:21: auch mit den anderen Landesreden, Landeshauptmann einfach alle gemeinsam.
01:08:24: Wo man sich... Entschuldigung bitte raus wo sie alle mal auskürzen können!
01:08:29: Ohne
01:08:30: dass man jetzt gleich... Es gibt
01:08:32: in diesen vielen Gruppentherapiden immer zuerst die Blitzphase und die Klagemauer oder was auch immer sie es heißt.
01:08:38: aber danach ist, die nächste Phase muss halt auch die Bereitschaft dazu da sein.
01:08:42: auch eine Einigung zu finden.
01:08:44: Und
01:08:45: ich habe
01:08:46: durchaus nicht mit beiden Initiativgruppen genauso, mit einer noch mehr aber erlebt dass man reden kann das aber dann bis so einen gewissen Punkt man auch erklärt hat man sei aber bitte nett für alles zuständig was draußen passiert also verselbstständigt sich und da.
01:09:01: wir sind nicht kompetent dafür hier eine Einigung zu finden und dann hören morgen die Proteste auf.
01:09:06: das meine ich damit Die erste Phase sehr gerne, ich hatte mit Qualitätsmarke Sütterl und dieser Gruppe viele Austausche auch in letzter Zeit noch.
01:09:14: Am Ende muss man irgendwann bereit sein zu sagen jetzt stehen wir alle zu einer Linie und vertreten diese und die ist auch ein Kompromiss.
01:09:22: eher erlebe ich jetzt aber dass man sagt ja schau durch die harte Haltung ist so viel möglich geworden.
01:09:27: deswegen müssen wir langer
01:09:28: hart bleiben.
01:09:28: Ja so mein Empfinden ist hart bleiben ja in der Sache Die Gesprächsbereitschaft ist schon da.
01:09:35: Vielleicht bin ich da... Nein,
01:09:37: die Gesprächspereitschaft, das kritisiere
01:09:38: ich auch nicht.
01:09:39: Manchmal geht es nicht um unbedingt Ziel.
01:09:40: Es geht ja auch im Personal eines Reden langes Hauptmann und sagt okay setzen wir jetzt eine Stunde zusammen vielleicht kann man dann einfach ein bisschen Ruhe hineinbringen Aber mit Reden kommt man noch im Zusammenhorst nicht irgendwo.
01:09:52: Das heißt, es wird wahrscheinlich auch ein spannendes nächstes Schuljahr werden, wobei im Sommer wird ja weit aufhandelt.
01:09:59: Genau
01:09:59: und das ist der erste Vertrag oder der nächste Vertrag jetzt verunterzeichnet worden.
01:10:03: Es sollten also die Aufbessungen bei uns in den nächsten Monaten oder werden definitiv ausgezahlt werden.
01:10:09: Also das geht schon weiter!
01:10:12: Wenn Sie Ihre Bilanz so bis jetzt als Bildungslandesrat in einigen Sätzen zusammenfassen müssten, wo sie wirklich den Eindruck haben, darauf bin ich stolz.
01:10:23: Das habe ich geschafft und das habe ich vielleicht auch neu hineingebracht in diese ganze Bildungswelt.
01:10:29: würde Ihnen da ein paar Sätze einfallen?
01:10:32: Ja, mir fällt immer was ein.
01:10:34: Es ist aber nicht ganz... Insofern für mich war ein großer Bruch in meiner zwölf Jahren Tätigkeit bis jetzt, dass es zwischendurch einfach drei- bis vier Jahre fast nur Krisenbewältigung war.
01:10:44: Das ist ein riesiger Buch.
01:10:45: da ist vieles eine Entwicklung.
01:10:47: das war ein Einschnitt der Entwicklung einerseits, es war ja keine Weiterentwicklung möglich in dieser Zeit und danach eine Umweltsung um und zwar eine massive Umwälzung.
01:10:59: Es gibt einzelne Projekte, wo ich sehr stolz darauf bin sie angeschoben zu haben.
01:11:06: Wenn mich jemand fragt das ist eines der schönsten Projekten im Bildungsbereich dann sind es diese Projektes von außerschulischen Lernorten die ich gefördert habe.
01:11:12: Ich glaube empfinde dies auch aus ganz wichtig des Sicherheits und des Verwurzelens.
01:11:16: Da sage ich immer das etwas vom Schönsten und diese haben eine große Kraft auf Kinder wie auch auf Erwachsene.
01:11:22: Die, die dort sind sagen auch das ist wirklich etwas Tolles was da gemacht worden ist.
01:11:25: Es gibt mehrere solche Dinge im Kleinen aber es sollen die Leserbrief erscheinen die sagen es ist zu wenig passiert.
01:11:31: für mich habe ich meinen Weg schon gefunden.
01:11:33: wo ich auch sage mit diesen Projekten bin ich glücklich dass sie gemacht wurden und ich habe auch kein Problem zu sagen da hab ich noch zu wenig weiter gebracht.
01:11:41: also bin nicht der Politiker des alles schön malens müssen's.
01:11:46: Ich sag das wo ich glaube, was getan zu haben und auch sage auch das wo ich glaube dass es so langsam gegangen ist.
01:11:52: Wo ist es zu langsam gegangen?
01:11:53: Ich bin vorgestern beispielsweise mit dem AIB zusammengesessen der Elternvertretung von Kind und Jugendlich mit Behinderungen.
01:12:01: Du gesagt hast wir waren ja einfach zu langsamer in der Umsetzung von ein paar Schritten.
01:12:05: Wir sind jetzt dabei sei es auch im Personalschlüssel wie auch in der Art-und-Weise dazubeißen des Personals Und da habe ich auch kein Problem gelaufen zu sagen da waren wir zu langsam aber werden uns bemüht Geschwindigkeit zuzulegen.
01:12:19: Wenn Sie heute nochmal zurückschauen, was würden Sie Ihrem zwanzigjährigen Ich raten oder mit auf den Weg geben?
01:12:29: Ja...
01:12:31: Jeder muss seine Hörner abstoßen aber nicht alles so tragisch zu nehmen also alles ein bisschen gleichgültiger bis zu einem gewissen Punkt zu sehen.
01:12:42: ich war zu verbissen manchmal vielleicht Also politisch gesehen zuverbissen, ein bisschen mehr Lockerheit.
01:12:50: Vielleicht findet man die mit dem Alter oder das kann eine Königin eines sagen, wo ein bisschen eher Lockerkeit zu haben in den Dingen.
01:12:56: Politik ist ein schönes Geschäft, ist ein anderes Geschäft hat viele ... hat viel positive Zeit, ist für mich nach wie vor ein Privileg aber ist nicht alles Gutswillen.
01:13:06: Haben Sie das?
01:13:07: Ich habe das schön empfunden.
01:13:08: Sie haben davor gesagt dieser Moment hat mich am meisten geprägt, die Adoption ihrer Tochter Und auch in der Vorbereitung zu diesem Gespräch mit anderen Menschen, was interessiert an einem Bildungsland ist oder was möchte man wissen.
01:13:22: Da haben viele und das war durchaus nicht so voyeuristisch gemeint, sondern einfach... Was viel beeindruckt hat und wo viele Fragen haben auch, ist die Adoption.
01:13:32: Weil man ja doch aus dem bekannten Kreis oft barer kennt, die lange überlegen aber sich zum Schluss dagegen entscheiden, aus verschiedensten Gründen.
01:13:41: Vielleicht können Sie uns noch mal ein bisschen mitnehmen, soweit sie das möchten.
01:13:46: Ja an die würde ich immer gerne und immer laut sagen traut euch!
01:13:50: Das ist eine Lebensreise, die unbezahlbar ist.
01:13:54: Also die stellt Dinge im Leben ganz anders dar.
01:13:58: Ich kann mich gut erinnern als ich von Brunnen zurückgekehrt bin mit meiner Frau und meiner Tochter und meinem Sohn und dann habe ich zehn Tage später eine Schuleinweihung in Sahantal... Das war eine Schule, eine Weihundeschule hat sich ja dreizehn vierzehn Millionen Euro gekostet.
01:14:15: Und ich habe mich brutal schwer getan!
01:14:17: Es war ein Kulturschock für mich tatsächlich, denn ich bin irgendwo hergekommen, wo ich auch sagen muss im Jahr zwanzig sechsundzwanzig gibt es auch Kinder auf dieser Welt die ganze andere in ganz andere Situationen hineinbohren wurden, denn ein Kind kann sich nicht aussuchen, wo es auf der Erde fällt.
01:14:34: Das hat auch viel in meiner Haltung verändert.
01:14:37: zur Diskussion, die geführt werden um Migration und alles Mögliche.
01:14:40: Am Ende des Tages sind wir Menschen – ob heil oder dunkel, ob groß oder klein – haben alle dieselben Bedürfnisse.
01:14:46: Wir überdünchen es nur mit hundert Dingen…
01:14:49: Und desselben Rechte?
01:14:51: …und desselbe Rechte!
01:14:52: Ich sehe aber Situationen wo auf die Rechte der Kinder getreten wird, richtig getreten.
01:15:00: Meine Tochter ist ein weißen Kind, das stark unter einer Erdgefunden wurde und sie oft sagt man hat viel Glück mit uns.
01:15:07: Wir hatten viel Glück auch dazu.
01:15:11: Meine Frau sagt immer was wir für einen Glück hatten gerade diese Shoal zu bekommen.
01:15:15: Die hatte unsere Familie enorm weiterentwickelt.
01:15:21: Es ist aber schon, es macht mich einfach traurig nachdenken zu müssen.
01:15:25: Gibt es diese Schwellen, die so lebenslustig und so gewieft sind?
01:15:30: Und da gibt es eben viele andere, die haben dieses Chance nicht.
01:15:36: Wir haben immens viele Paare getroffen, die gesagt haben mir das immer gefallen, ich habe mich nicht getraut.
01:15:41: Traut euch!
01:15:42: Es ist nicht ein einfacher Weg, hat auch viele Rückschläge Aber es ist eine Lebensreise, für die ich bis an mein Leben sende immer dankbar sein
01:15:49: werde.
01:15:50: Was hat bei euch den ausschlaggebenden Punkt gegeben das ihr euch getraut habt?
01:15:57: Interessanterweise war das als wir uns noch gar nicht kannten sei es für meine Frau wie für mich immer schon ein Thema einem Kind.
01:16:03: Ja, wir haben... Ich kann mich gut erinnern, wir sind irgendwann spazieren gegangen in Mühlbach.
01:16:06: Es hatte uns so noch nicht gegeben.
01:16:08: Wir hatten dann auch einen schwierigen Weg zu einem eigenen Kind Das muss man dazusagen.
01:16:13: Aber das war vielleicht ein Faktor mehr.
01:16:16: Wir haben schon vorhin mal diskutiert, meine Frau sagt immer ein eigenes Kind und ein Adoptiertes – das war immer so etwas wie ihr Lebenswunsch.
01:16:24: Und ich habe dann gleich zugezählt gesagt ja, gleich bin da sofort mit dabei!
01:16:30: Da sagt man dann aber schnell es ist doch eine Reise auf die man sich begibt?
01:16:34: Absolut, aber ich bin total... Total, total dankbar für diese
01:16:39: Erfaltung.
01:16:40: Wie gesagt man ist sich einig oder man weiß okay?
01:16:43: Man will das zwischen reden und tun.
01:16:45: Jan Medzolmare wie man es im Italienisch sagt.
01:16:47: Ist ja auch ein schwieriger Weg glaube ich bis man auch
01:16:51: wirklich
01:16:52: die Bestätigung kommt.
01:16:53: ihr könnt das Kind abholen also der ganze Vorbereitung.
01:16:56: Vielleicht können Sie da noch ein bisschen erklären, was das ist?
01:16:59: Weil hier bürokratischer Aufweg ist.
01:17:01: Er ist nicht einfach, er hat auch eine Gleichzeit, haben wir wahrscheinlich den schnellstmöglichen Weg gewählt.
01:17:07: Das sind seit circa zwei Jahren von Beginn der gesamten Prozedur.
01:17:12: Obai wird bei der Prozedur, da wird ja ein Wochenende Kurs gemacht oder dann eine Paarstudie auch von den Sozialdiensten gemacht und beauftragten.
01:17:21: Wir haben das schon recht bereichernd empfunden.
01:17:23: Das waren viele Gespräche um wie sehe ich Familie?
01:17:26: Wie sehe ich meine Haltung innerhalb der Familie?
01:17:28: Wissee ich die Haltung der Kinder in der
01:17:30: Familie?".
01:17:31: Natürlich haben wir oft gesagt, wenn morgen eine Frau schwanger wird, kann es auch oft so schnell passieren dass man eher jemanden einen Kurs wünschen würde vorher.
01:17:41: Aber trotzdem hat es Sinn, denn es sind Kinder die per se eine Geschichte in sich tragen.
01:17:47: Die brauchen ein Zuhause das gefestigt ist zumindest, perfekt nie aber gefestigt ist.
01:17:53: also insofern haben wir diesen Weg sehr... bereichernd empfunden.
01:17:57: Der letzte Teil des Weges war nervlich anspannen, wenn man irgendwann ein Foto in der Hand hat und das Gefühl hat ich muss morgen im Flieger steigen und ich will das Kind jetzt holen und dann sind passende Dokumente nicht und dann bricht noch einen Krieg zweihundert Kilometer entfernt aus und dann hat man auch so geobmann die sanitäre Situation in diesem Land dann ist einem ermöglicht schon wieder gesund nach Hause zu kommen.
01:18:18: Das ist eine anspannte Situation Die Vorbereitung per se.
01:18:22: also Ich kann immer nur sagen für diejenigen die darüber nach denken, traut euch.
01:18:25: Also klein auf die Mut zeigen und dann wird man doch oft zweifeln wir haben danach hat noch oft gesagt war das jetzt richtig?
01:18:34: Wir haben dann immer geantwortet für uns irgendwann kommt wieder ein Moment da darf man nicht mal nachdenken einfach nur tun
01:18:40: Es ist jetzt praktisch eineinhalb Jahre.
01:18:43: Fast eineinhalte Jahre, noch nicht ganz?
01:18:45: Und ich denke mir mal... Sie haben gesagt man steigt in den Flieger ein darf dann doch nicht wegen aller Umstände und das wird da nochmal verschoben.
01:18:52: und die Anspannung unter Druck.
01:18:54: und dann ist man wirklich im Land, nimmt seine kleine Tochter mit, steigt ihnen flieger und kommt zurück zu Hause dass dann auch wieder wahrscheinlich ein anderes Zuhause ist weil da plötzlich ein kleiner Mensch dazu kommt.
01:19:08: Es ist schon nicht einfach, wenn man mit einem Baby nach Hause kommt und dann auf einmal alles auf den Kopf stellt.
01:19:15: Geschweige dann ein kleiner Mensch da schon eine eigene ... ja zwei.
01:19:20: Bei allem Schönen war für sie das Schwierigste?
01:19:25: Ich glaube für jedes Adoptionsbaar ist das Schwichtigste, wenn mein Kind in den Händen hält dass einem so nah und doch so fremd ist Das muss man sagen.
01:19:35: heute ist Erkenne ich gar nicht mehr, dass Schoell eine andere Hautfarbe hat.
01:19:41: Wirklich!
01:19:42: Ich habe oft zu meiner Frau gesagt, kommt ihr denn manchmal vier?
01:19:45: Man muss darüber lachen.
01:19:46: also ich merke es einfach bewusst nicht mehr.
01:19:49: Schön total schön bin ich dankbar dafür.
01:19:52: aber das die größte Herausforderung ist, wir sind dann irgendwo im Runde gesessen haben und zwei, drei Bahre kontaktiert, die wir vorher kennengelernt haben, die bereits adoptiert hatten um einfach nachzufragen.
01:20:01: ging es auch so und sie haben alle gesagt macht's ein Kornesorgen Ein Kind zu haben, du weißt auf dem Papier ist das bereits dein Kind voll mit allen Rechten und Pflichten.
01:20:11: Vor allem mit allen rechten.
01:20:13: Aber man isst dem Kind emotional noch nicht so nahe wie man es gerne ab dem ersten Zeitpunkt dann hätte.
01:20:19: Es geht aber nichts Man muss wachsen.
01:20:22: Natürlich ist das was anderes wenn... Ich darf nicht, aber natürlich wenn ein Kind aus jemandem herauskommt als ob das Kind von irgendeinem Wanderstil her kommt.
01:20:31: Aber es ist möglich die genau gleiche Nähe zu einem eigenen wie zu einem adaptierten Kind aufzubauen.
01:20:37: Das war für mich oft ein Thema.
01:20:38: schaffe ich meine Kinder leiblich wie adoptiert gleichzulieben?
01:20:44: heute würde ich sagen ich schaffe es absolut!
01:20:47: Es war schon ein selbstkritisches Thema Aber das ist sicher das Herausforderung.
01:20:53: Da darf man nicht verzweifeln, da muss man die Zeit bringen.
01:20:56: Das ist sozusagen so wie wenn bei den Säuglingen von Bonding spricht... Ja!
01:21:00: ...das ist das.
01:21:01: Das Bonding braucht es diese Momente, sich einander bindend und sie kommen schon.
01:21:08: Die kommen und man darf sich auch nichts so machen.
01:21:11: Wenn Sie aus einem herauskommen, dieses Bonding ist einfach so da.
01:21:16: Genau.
01:21:16: Das sagen wir
01:21:17: oft seine Zeit.
01:21:18: Das will ich eben Frauen auch so ganz genau sagen.
01:21:22: Je mehr Zeit vergeht, da muss man sich selbst Geduld geben und in diesem Fall vielleicht nochmal besonders mehr.
01:21:31: Vielen Dank dass Sie uns da ein bisschen mitgenommen haben und da auch Lust hatten darüber zu erzählen ist nicht selbstverständlich.
01:21:39: was können wir noch von Ihnen erwarten?
01:21:44: Das ist eine gute Frage, weil manches Mal muss ich mir die Frage selber stellen was ich von mir erwarten kann.
01:21:50: Ich schiebe den Moment bei dem ich entscheiden möchte ob in der Politik bleiben oder nicht immer ein bisschen hinaus.
01:21:57: Die Politik interessiert mich nach wie vor.
01:21:59: also es freut das mich auch und ich sehe immer noch meine Herausforderung von mir.
01:22:04: aber ich kann mir was ich mir vielleicht vor zehn Jahren schwerlich hätte vorstellen können oder noch schwerlich auch wenn ich es gesagt habe viele andere Wege auch vorstellen.
01:22:13: Also lassen Sie sich überraschen, so wie ich mich überrascht lasse.
01:22:17: Die Frage bin haltet auch irgendwo was können wir von Ihnen erwarten?
01:22:21: Auch noch durchaus in den nächsten zweieinhalb Jahren?
01:22:25: Ich habe da schon den Ehrgeiz vieles noch an zumindest anzustoßen.
01:22:28: wo ich das Gefühl habe das hast du noch nicht gemacht und das war nicht gut in den letzten Jahre.
01:22:33: Und da gibt es noch Erwartungshaltung.
01:22:36: Es gibt so... Manchmal, vor allem wenn ich einmal einen Tag weg bin irgendwo dann fallen mir so viele Dinge ein dass ich auch an mir manchmal Notizen machen muss und dann kriegen meine Mitarbeiter eine ganze Kanonade an Ideen ab wo ich mir denke ja das wollte die Alben schon dienen und da wollte ich nochmal was anstoßen.
01:22:54: Es kommt schon noch einiges.
01:22:55: Ich bin nicht amtsmüde zumindest.
01:22:57: Es
01:22:57: muss doch irgendwie auch befreiend sein, so man hat jetzt irgendwo zum Beispiel als Mitglied dieser Landesregierung das Mandat Ende in Sicht.
01:23:05: Absolut!
01:23:06: Sie sind jetzt nicht mehr parteipolitisch gebunden im Sinne
01:23:09: des freien
01:23:10: Funktions.
01:23:11: Sie können frei aufspielen.
01:23:13: Das muss doch wirklich eine geniale Zeit sein weil in Vergangenheit waren sie immer Parteiobmann waren sie, dann wussten Sie ja ich möchte wieder kandidieren.
01:23:20: Ganz vergraulend darf ich die Wähler auch nicht, wobei man sich doch wieder vergeht.
01:23:25: Es gibt nie die maximale Freiheit zu entscheiden weil es einfach viele Zusammenhänge gibt.
01:23:29: aber man ist schon freier das insgesamt schon.
01:23:31: Aber
01:23:32: wenn Sie wirklich heute etwas entscheiden können ganz eine grob geschnitzte Frage Wo sie wüssten, dass da morgen kein Aufschrei, keine Polemik, keine bösen Medien darüber schreiben.
01:23:45: Wir bleiben bei der Bildung – Entschuldigung an alle anderen Ressorts heute!
01:23:50: Würde es da was geben?
01:23:52: Dann mach ich das jetzt!
01:23:53: Zack!
01:23:54: Könnt mich alle mal.
01:23:55: Schwierig, diese Frage ist enorm schwierig weil ich automatisch dann immer daran denke was tut das mit den Menschen?
01:24:00: und einfach zu sagen...
01:24:01: Was für das soll es ja du mit dem Menschen?
01:24:03: Ich würde so ein paar so größere revolutionäre Dinge ein totales modulare System in der Oberstufe oder solche Dinge würden mir schon einfallen die nicht so einfach... Sie
01:24:14: hätten nicht Rom an einer Strippe
01:24:16: zum Beispiel.
01:24:17: Ja eben
01:24:18: wo sie erst gar nicht mehr auf unsere Zuständigkeit Alles
01:24:21: das Sofenheit beiträgt bei unseren Kindern und Jugendlichen.
01:24:25: Das würde ich tun.
01:24:26: Ich würde von den ideologischen Diskussionen mehr noch weglänken wollen und einfach mal sagen, trauen wir uns etwas?
01:24:33: Und schauen wir es wie das in Kinder- und Jugendlichen geht?
01:24:36: Also da gibt's schon einiges aber man denkt automatisch vielleicht schon sehr starken Rast.
01:24:40: dann was tut das jetzt?
01:24:41: Schade bis an einen gewissen Punkt ja!
01:24:43: Ich habe mir oft gedacht was sage ich dann wenn ich draußen bin von der Politik?
01:24:48: Wie sehe ich das?
01:24:48: Bin ich dann frustriert weil ichs nicht geschafft habe Gewisse Dinge anzustoßen die ich gerne hätte heute hier am Tisch sitzen und sagen, das geht so schwer?
01:24:57: Also mal schauen.
01:24:59: Weil Sie davor angesprochen haben, das wollte ich davor schon fragen als sie sagten in der Urschulzeit haben Sie ein Schulamt geschrieben wegen einer Lehrperson.
01:25:08: Das muss man sich einmal getraut.
01:25:10: Wenn das heute passiert vielleicht passiert ist ja das ab und zu Ein Schüler.
01:25:14: ein Lehrer schreibt es geht gar nicht mit den was passiert.
01:25:17: Heute bekommen die Antworten absolut.
01:25:20: Also wenn mir zum Beispiel ein Schüler schreibt, nämlich jetzt sind wir ganz besonders ernst weil ich mir denke... Ich liebe auch Schülerdiskussionen.
01:25:27: Also ich liebe mit so... ...sechzehn, siebzehn und achtzehnjährigen zu diskutieren.
01:25:31: Das sind da total schöne... Sie könnten
01:25:33: ja auch noch in den Lehrberuf einsteigen?
01:25:36: Ja, aber weiß!
01:25:36: Ich hätte mir vor zehn Jahren das nie vorstellen können.
01:25:39: Ganz nüchter gesagt habe heute nicht die Ausbildung dazu um einen Lehrerberuf als Supplent oder als Square-Einsteiger.
01:25:45: Aber ich könnte mir durchaus vorstellen mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten durch Haus Und ich könnte es mir auch vorstellen wirklich auch bewusst in einer Grundschule zu tun wo es auch mehr Männer bräuchte Weil ich einfach sehe, diese Kinder, die so alles in sich tragen.
01:25:59: Und für mich sind Kindergarten und Grundschulen manchmal sogar noch mehr Kindergärten das faszinierendste weil man sieht dass die Menschen so eine schöne natürliche Veranlagung haben Die verloren geht durch gesellschaftliche Prägungen und wenn man einem nur ein winzigen Teil dazu beiträgt.
01:26:14: Das sind ja natürlicher Veranlagen wo das menschen erhalten bleibt.
01:26:19: Wissen
01:26:19: Sie, was erschreckend ist?
01:26:21: Weil sie das ansprechen.
01:26:23: Wenn man sieht wie Kinder... Im Kindergarten ist es noch nicht so aber dann wenn sie ins Schulsystem eintreten Wie man merkt, wie sich Kinder in dieses System einfügen Obwohl es nicht ihrem Wesen oder ihrer Natur entspricht.
01:26:40: Aber sie lernen zu funktionieren.
01:26:43: Das ist Schade.
01:26:44: Ich meine, es braucht gewisse, damit das alles irgendwie jeden Tag über die Bühne gehen kann aber trotzdem jetzt schon schreckend.
01:26:52: Wo ich mich auch oft die Freistelle... Aber da drehen wir uns jetzt im Kreis auf und vielleicht so zum Mitnehmen.
01:26:58: Soll
01:26:59: dieses Bildungssystem in Zukunft sein?
01:27:01: Und
01:27:01: wissen Sie, mir fällt dann immer wieder eine meiner ersten Schulbesuche war irgendwann in Sankt Martinin gesehen.
01:27:07: Da habe ich eine Lehrperson getroffen, mit der war ich dann lange befreundet.
01:27:11: Bis sie leider verstorben ist vor ein paar Jahren Ritter-Schwingshack.
01:27:13: Das war für mich so eine ganz prägen Persönlichkeit.
01:27:15: Die vermisse ich unglaublich weil sie mir viele WhatsApps geschrieben hat immer wieder und gesagt hat Philipp das und also das ist evolutionsprobaurevolutionspädagogin.
01:27:24: Und ich war in dieser Schule und habe gedacht wow!
01:27:27: Das gibt es doch Die Schule hat keine Klassenstufe gegeben.
01:27:32: Es gab ein Leitersystem, wo die Kinder gearbeitet haben.
01:27:36: Ich habe das immer als Beispiel genommen.
01:27:38: Irgendwo war dann einmal eine Diskussion mit anderen Sternen und ich habe gesagt es geht doch!
01:27:43: Und schau diese Frau da waren dreieinhalb Leute da an... ...die hat das gemacht als Schulleiterin.
01:27:49: Deswegen sage ich es geht so eigentlich so viel.
01:27:51: Deswegen sag' ich auch immer dass heute Schulsystem ist eine historische Zufälligkeit.
01:27:56: Das ist halt einfach so gewachsen, aber deswegen ist es nicht das was man hatte die Notwendigkeit etwas organisieren.
01:28:02: Aber es ist nicht so dass es dann das perfekte ist für Kinder und Jugendlichen.
01:28:05: Die Situationstruktur
01:28:06: war ein
01:28:06: anderes Arbeitsumfeld.
01:28:08: Das kann man nicht mehr weiterziehen
01:28:10: so.
01:28:10: Absolut!
01:28:11: Letzte Frage Herr Achaama wenn Sie morgen kein Politiker mehr wären.
01:28:15: Was würden sie am meisten vermissen?
01:28:18: Und was würden sie gar nicht vermissen ?
01:28:21: Meistens sicherlich.
01:28:22: erstens mein Dean Das sind nicht nur Mitarbeiter, sondern gute Freunde und die vielen Kontakte.
01:28:29: Ich habe Tag für Tag also der Radtagesablauf, der jeder Tag ein anderer ist, die vielen Möglichkeiten Menschen zu sehen, zu treffen.
01:28:36: das würde ich schon sehr vermissen.
01:28:38: auch eingeladen zu werden zu wunderschönen Dingen darf ich ja auch ganz offen sagen Ja wenig vermissen würde ich den gewissen Druck dem man schon spürte den Druck doch zu bestehen mitzumüssen.
01:28:53: Aber dann gibt es irgendwann das ja auch.
01:28:55: Ist dir nicht so, dass ich es nicht nur in der Politik geben würde über den Druck gehen?
01:28:58: Würde ich wahrscheinlich nicht vermissen und auch ... Also ich stehe... Es ist nicht so ,dass ich ungern in der Öffentlichkeit stehe aber was sich nicht vermessen würde ist, dass Menschen glauben mich zu kennen Und sie glauben das oft mich zu können und kenne mich gar
01:29:17: nicht.
01:29:18: Und vielleicht was sie nicht vermissen würden, die selestigen Journalien.
01:29:22: Sie
01:29:22: machen ja auch nur ihre Aufgabe und wir manchmal ärgern sie uns und wir sie... So ist es
01:29:29: so wunderbar ausgedrückt!
01:29:30: Vielen Dank dass ihr sich die Zeit genommen habt für alles weiterer was für sie kommt beruflich wie per VAT.
01:29:36: Alles Gute.
01:29:37: aber in der Zwischenzeit waren wir uns gegenseitig noch ein bisschen auf den Erken liegen.
01:29:42: Das war aus der Blase.
01:29:42: Mein Name ist Alexandra Aschbach und mein heutiger Gast war Philipp Achama.
01:29:46: Vielen Dank Ihnen für das Zuhören immer wieder aufs Neue.
01:29:50: Ich wünsche Ihnen allen jetzt doch einen schönen Tag oder eine gute Nacht, je nachdem wann man den Podcast hört und auf bald!
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