Werner Waldboth: Wie wird der neue Jahrgang nach dem Hagelschlag?

Shownotes

Ein massiver Hagelschlag hat die Gemeinde Vahrn am Abend des 31. August schwer getroffen. Gegen 20 Uhr gingen dort Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern nieder. Keller wurden überflutet, Straßen lagen weiß vom Hagel – die Szenerie erinnerte an eine Winterlandschaft. Besonders hart traf es die Weinwirtschaft rund um Neustift. Viele Winzerinnen und Winzer standen unmittelbar vor der Weinlese, als der Hagel die Reben beschädigte und große Teile der Ernte zerstörte. Für Werner Waldboth, den Leiter des Weinguts von Kloster Neustift, ist klar: Dieser Hagelschlag ist eine Folge des Klimawandels. Zehn Tage später ist er zu Gast im _ff‑_Podcast und zieht mit Andrej Werth Bilanz – wie er diese Nacht erlebt hat, wie viel Fläche zerstört wurde und was vom Jahrgang noch zu erwarten ist.

Moderation & Redaktion: Verena Pliger

Produktion: Verena Pliger

Mitarbeit: Julia Staffler

Link zur _ff-_Titelgeschichte

Noch kein ff-Abo? Klicken Sie hier

Transkript anzeigen

00:00:01: Aufs Ohr, der Podcast der FF mit Verena Plieger.

00:00:06: Liebe Verförerinnen und Verförern, schön dass Sie mir dabei sind bei unserem wöchentlichen Podcast!

00:00:12: So etwas hatte sie in unserem Dorf noch nie gegeben – diesen Satz hörte man in der vergangenen Woche in der Gemeinde Farn wiederholt.

00:00:19: Der Abend des einundreißigsten Augusts sitzt vielen dort noch in den Knochen.

00:00:24: Gegen zwanzig Uhr gab es dort einen massiven Hagelschlag.

00:00:28: Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern gingen nieder.

00:00:33: Unzählige Keller wurden überflutet, die Straßen waren weiß vom Hagel.

00:00:38: es wirkte fast wie eine Winterlandschaft Mit verteilen Auswirkungen auf die Landwirtschaft vor allem auf die Weinwirtschaft ganz besonders auf die Winzerinnen und Winzer rund um Neustift Die an diesem Abend unmittelbar vor der Weinlese standen.

00:00:53: Für Werner Waldboot dem Leiter des Weingurts von Kloster Neustif ist klar Dieser Hagelschlag ist eine Folge des Klimawandels.

00:01:02: Jetzt, zehn Tage später, ist er hier bei uns im Studium und zieht mit meinem Kollegen André Wert Bilanz – wer diese Nacht erlebt hat wie viel Fläche vom Hagel zerstört wurde und was den nun überhaupt noch von diesem Jahrgang zu erwarten

00:01:15: ist.

00:01:16: Überall das hat er mit ihm gesprochen.

00:01:22: Feuerwehrsirenen Sturzbecher auf den Straßen überfüllte Keller-Hagelkörner so groß wie Galspelle besorgte Blicke, die in den Himmel schauen.

00:01:33: Am Montagabend vergangener Woche gingen im Raum Bricsen extremer Starkregen und Hagelnieder vierzig Liter pro Quadratmeter zeigte die Wetterstation in Bricssen an.

00:01:44: eine Superzelle hatte sich entladen.

00:01:46: Als der Regen aufhörte wurden die Schäden sichtbar vor allem in der Landwirtschaft.

00:01:51: In einigen Weinbergen hingen kaum noch Trauben an den Reben.

00:01:56: Eine Woche später wir nehmen diese Podcastfolge am Dienstag Nachmittag auf.

00:02:00: Eine Woche später steht in unserem Studio Werner Waldbott, der leider das Weingutz Neustift.

00:02:06: Herr Waldbot, wann war Ihnen klar?

00:02:09: Wir haben ein Problem!

00:02:11: Ja, mir selber eigentlich nicht mal so schnell.

00:02:13: Ich wohne im Feld Durns und irgendwann am frühen Abend hat man schon gehört es donnert aber dann schaut man so über die Berge rein und kam so übers Sahntal und zog an uns vorbei und ich dachte okay das wird jetzt so weiter ins Bustertal ziehen.

00:02:28: und dann hat man aber schon gesehen wenn man Richtung Brixen geschaut hat dann ist ganz gelb geworden.

00:02:33: Und kurz später bekam ich dann auch schon die ersten Videos und Bilder der starken Hagelschäden in oder Hagenschläge, die im Prichsen

00:02:43: waren.

00:02:43: War Ihnen dann klar in diesem Moment okay?

00:02:45: Auch wir werden ein Problem haben!

00:02:47: Und was sofort klar auch wir werden ein Problem haben, der Kellermeister war zu dem Zeitpunkt noch in der Kellerei.

00:02:55: Wir haben dann auch sofort einen Meeting einberufen und einen Treffen einberufen um einfach für den nächsten oder damit man eigentlich am nächsten Tag früh schon wusste wie soll es jetzt weitergehen?

00:03:06: Das heißt sie sind am Montagabend noch in die Weinberge gefahren oder am Dienstag gleich in der Früh?

00:03:12: Wir sind am Montagabend nicht mehr in die Weinberg gefahren, war schon dunkel.

00:03:15: Man hat sich in der Kalerei getroffen und eine erste Lage Besprechung gemacht.

00:03:20: Wir sind dann am Dienstag gleich in der Früh in die Weinbarg gefahren.

00:03:24: Wussten aber mehr oder weniger bereits was uns erwartet?

00:03:27: Und was hat sie denn

00:03:28: erwartet?!

00:03:29: Ich meine viele ihrer Flächen befinden sich ja rund um das Kloster Neustift herum!

00:03:34: Und gerade diese Gegend hat es sehr hart getroffen.

00:03:36: also Sie stehen in den Weinbergen, da sehen Sie da...

00:03:38: Also man sieht viel oder wenig.

00:03:41: Es gab Weinberge, wo kam noch ein Blatt an der Laubwand hin und dann gibt es halt die Randzone, wo's bisschen weniger betroffen war.

00:03:50: aber wenn wir jetzt uns als Weingut anschauen also das Kloster Neustift uns hat schon so ziemlich den großen Teil unserer Kernfläche betroffen.

00:03:59: Wir reden von sechzig bis siebzig Prozent unserer Fläche die vom Hagel mehr oder weniger stark betroffen waren

00:04:06: Obwohl Sie Hagelnetze nutzen oder nutzen Sie gar keine Netze?

00:04:10: Wir nutzen kaum Hagelnette rund ums Kloster.

00:04:14: Das ist riskant!

00:04:16: Natürlich geht es bei uns im Kloster auch ein bisschen um Ensembleschutz, also man muss sagen wir sind ein sehr frequentierter Ort und wir möchten unsere Weinberge so schön wie möglich präsentieren.

00:04:27: und da haben wir uns auch bewusst dafür entschieden keine Hagelnetze zu haben.

00:04:32: Wir haben zum Beispiel, wir besitzen ja auch in Eppernweingüter also wir sitzen da im Magelhof und haben da fast alles unter Hagelnetzen.

00:04:39: Also es ist jetzt nicht dass wir das nicht wollen sondern es ist eigentlich schon mehr eine bewusste Entscheidung dagegen weil man sagt na wir wollen das Ensemble schützen.

00:04:48: Und dieser Ensembleschutz ist nun nicht infrage gestellt worden?

00:04:51: Natürlich nach so einem Hagelschlag stellt man vieles infrage.

00:04:56: Wir wissen in den letzten Jahren schon, also wenn wir jetzt fünf Jahre zurückschauen hat es eigentlich kein Jahr mehr ohne Hagelschlag gegeben.

00:05:04: natürlich sowas wie heuer glaube ich wird's auch in die nächsten zehn jahren nicht geben.

00:05:09: das ist schon extrem.

00:05:11: Man hofft's natürlich, aber es sind schon diese Extreme-Areignisse.

00:05:16: Wobei wir sagen müssen ... Ich glaube, seit Jahrzehntausend und zweiundzwanzig war es noch mal ein so extremen Habelgeschlag hat uns gestreift.

00:05:24: Aber da hatten wir Hagelkörner bis siehn Zentimeter Durchmesser.

00:05:27: Hat man auch bis dahin gesagt, sowas gibt bei uns nicht!

00:05:30: Und wir sehen halt immer öfters Gibt Sachen Dies sonst noch nicht so geht.

00:05:35: Und

00:05:35: trotzdem wollen Sie auch künftig auf Hagelnässe verzichten?

00:05:38: Wir werden zu uns überlegen, wir waren ringsumdanks Closter also in den näheren Anlagen um das Closter beim Schauen.

00:05:45: Wir arbeiten aber ja im Eisaktal auch mal mit Sechzig Vertragswinzern zusammen rund um das Kloster und da wird sich sicher vieles tun in den nächsten Jahren.

00:05:55: Herr Waldberg was macht es mit einem wenn man im Weinberg steht und sieht Ein Jahr Arbeit, ich sag's jetzt einfach ganz erlaubt für den Hugo ist.

00:06:04: Ja, ich selber arbeite ja nicht im Weinberg aber ich bin ganz viel in Kontakt mit dem Bauern und dem Personal und mir wurde gesagt man schläft nicht mehr.

00:06:13: also das muss man sich vorstellen wie sie gesagt haben, man arbeitet das ganze Jahr dran und dann geht man da im Weinpark rein.

00:06:22: Und eigentlich der Weinberg ist die Arbeit von einem Jahr nicht kaputt, aber der Weinberge hat keine Blätter mehr.

00:06:28: Die Pflanze ist in dem Moment ja sogar verletzt.

00:06:32: Es ist jetzt nicht mal so sehr... Nicht nur die

00:06:34: Pflanzen auch die Winzerinnen und Winzer, wie Sie es beschreiben?

00:06:36: Genau!

00:06:37: Der dann jetzt nicht richtig, also physisch sondern da geht's mehr um die Seele ganz genau.

00:06:43: Natürlich muss man auch sagen, es ist jetzt nicht so dass da keine Traube mehr hängt.

00:06:47: Das schon auch wichtig zu sagen.

00:06:49: wir haben in den Zentrum was am stärksten war der Hagen Schlag da haben wir ungefähr noch fünfzig Prozent da Menge gehabt und wo's weniger betroffen hat auch siebzig-achtzig Prozent.

00:07:00: also wir verlieren nicht so extrem viel an Traubemengen.

00:07:05: Es gibt zudem Versicherungen muss man aber auch noch sagen als.

00:07:08: die Bauern sind schon geschützt auch wenn man jetzt nicht unbedingt Tagelnetze hat.

00:07:12: aber man schaut schon, dass man für so ein Fall auch gerüstet ist.

00:07:15: Besonders bitter ist doch die eigentliche Ernte hätte doch vergangener Woche beginnen sollen!

00:07:20: Das war dieser Haargel, dieser extrem Regen und dieser Haarl war doch kurz vor einem eigentlichem Erntepigen?

00:07:26: Das war bis zuletzt unser Glück muss man sagen.

00:07:29: also wir hatten Trauben, die fast reif waren.

00:07:32: Also wir haben dann sofort angefangen zu lesen bei uns im Kloster in unserem eigenen Weinberg.

00:07:38: Wir haben es so gemacht das war ganz in der Früh eine Mitteilung an alle Mitarbeiter rausgeschrieben haben und geschrieben hat, wer sich in seiner Arbeit heute entbeeren kann oder in den nächsten zwei, drei Tagen entbeernen kann.

00:07:48: Da möchte doch bitte uns im Weinberg

00:07:51: helfen.".

00:07:51: Und so haben wir es eigentlich geschafft einen Topf von vierzig Personen, so mehr oder weniger zusammenzustellen, der innerhalb von drei Tagen oder zweieinhalb Tage Fläche gelesen hat, niemals sonst eine Woche brauchen oder sogar mehr.

00:08:04: In der Fachsprache

00:08:05: nennt man das nur das Notwimmen?

00:08:07: Das

00:08:08: Notwimen sozusagen... Genau.

00:08:10: Jetzt muss man sich aber vorstellen, wenn der Haggelschlag eine Woche früher gekommen wird dann werden die Trauben noch relativ weit von der Reife weggewöhnt gewesen und wir hätten sie hängen lassen müssen weil Notwemen kaum Sinn gemacht hätte.

00:08:23: Am Freitag haben Sie dann glaube ich die Ernte abgeschlossen ab vergangenen Wochen?

00:08:27: am Freitag kann man dann die Ernte abgeschlossen und bis zuletzt müssen wir sagen, also war die Qualität jetzt nicht ideal aber auch nicht so schlecht.

00:08:36: Also Säurewerte relativ gut und Gradationen auch etwas niedriger als sonst.

00:08:41: Aber jetzt muss man sagen das wie gesagt dadurch dass man es so knapp vor dem Leset beginnt da ist Schanken.

00:08:47: eigentlich sind wir fast mit den blauen Augen davon gekommen.

00:08:50: Wie hoch

00:08:51: ist denn der ertrag?

00:08:52: Der Ertrag wird sich irgendwo zwischen siebzig und achtzig Prozent bewegen, vielleicht auch ein bisschen mehr muss man schauen.

00:08:59: Hängt jetzt natürlich auch stark davon ab weil es hat ja nicht die ganzen Flächen betroffen sondern wie ist jetzt mit der Witterung in den anderen Gebieten noch weitergehen?

00:09:08: Kann man das im Flaschen übersetzen?

00:09:12: Wie viele Flasche produzieren Sie normal und wie viel würden das wahrscheinlich weniger sein?

00:09:16: Genau, wir produzieren mehr oder weniger so achthundertfünfzigtausend Flaschen Wein pro Jahr.

00:09:22: In diesem Jahr wird es ein bisschen weniger sein.

00:09:25: Es werden achthunderte sein und es werden siebenhundertachtzig sein kann man heute noch nicht so genau sagen.

00:09:30: Wir wissen aber auf der anderen Seite auch dass da der Weimarkt ja momentan jetzt nicht so rund läuft wie er immer gelaufen ist Und deshalb haben wir auch bis in Reserven noch im Keller und es wird uns jetzt nicht das Riesenloch reinreisen sag ich mal in die Mengen.

00:09:46: Die Vereinwirtschaft ist ja insgesamt unter Druck der Absatz geht zurück.

00:09:50: Könnte die kleinere Menge jetzt produziert werden, vielleicht sogar ein Vorteil sein?

00:09:55: Ich würde jetzt nicht von einem Vorteil sprechen aber natürlich es nimmt uns den Druck dem wir hätten Wenn so eine kleine Ernte in einem normalen Jahr oder vor fünf, sechs Jahren gewesen wäre.

00:10:07: Oder im Jahr zum Beispiel hat man so einen Fall.

00:10:10: Da hatten wir dann um diese zwanzig Prozent weniger und bis zuletzt schon auf dem Markt auch große Probleme auf Grundtag kriegen.

00:10:19: Das Eisergdalles ist berühmt für seine Weißweine, Kerne, Riesling.

00:10:23: Welche Sorten sind denn v.a.

00:10:24: betroffen?

00:10:26: badreifenden Sorten.

00:10:28: Ich habe vorhin gesagt, wir waren schon kurz vor der Lese.

00:10:31: deshalb zum Beispiel ein Kerner den hätten wir ohnehin letzte Woche oder diese Woche einen Großteil gelesen.

00:10:37: das gleiche gilt für Silvaner da war man auch schon in den Startlöchern.

00:10:40: natürlich Rebsorten wie der Gewürztraminer dabei wo man eigentlich zwei Wochen später sind oder auch ein Riesling der etwas länger braucht um zu reifen.

00:10:49: Da ist es dann eher problematisch weil da die Reife vielleicht noch etwas weniger weit ist und Anlagen auch trotz Hagelschlags sagen, das können wir heute noch nicht lesen.

00:10:59: Das müssen wir hängen lassen weil das ist noch zu wenig Reif.

00:11:04: Ihre Mitarbeiter bewirtschaften dreißig Hektar dazu kommen siebzig Hektare davon.

00:11:08: Sie haben vor selber gesagt sechzig Vertragswinzerinnen und Winzern.

00:11:12: wie ist denn die Stimmung unter den Leuten?

00:11:15: Ja natürlich ist jeder etwas schon mal geschockt in dieser Situation Aber natürlich, man hat sich zusammengehalten.

00:11:26: Man hat es auch insgesamt in der Einwirtschaft gesehen also in den Tagen danach.

00:11:30: Das Telefon hat was unentwickelt geläutet und Leute haben ihre Hilfe angeboten und gesagt kann ich dir was Gutes tun?

00:11:37: Kann ich dir Leute schicken?

00:11:39: Kann Ich dir weiß ich nicht hast du Traumaterial usw.

00:11:42: Und so fort.

00:11:43: man hat sie aufgeholfen und auch bei dem Winzern hat man schon irgendwo versucht diese positive Stimmung zu.

00:11:51: Wir waren irgendwo, weil auf der anderen Seite nützt es ja auch nichts.

00:11:55: Wenn man jetzt den Kopf in die Hand steckt und sagt okay, oh Gott, alles ist verloren...

00:11:59: Es heißt das wir ein besonders guter Jahrgang geworden!

00:12:01: Wieso denn?

00:12:03: Es wäre ein guter Jahrgang geworden, dabei man hat aus anderen Jahren gelernt.

00:12:13: Wir wissen ob es ein gutter Jahrgang ist wenn das alles im Keller vergoren und wein ist weil es kann bis zur Ernte immer noch was passieren und das ist ja immer.

00:12:23: also der Jahrgang hängt extrem von den letzten Wochen ab.

00:12:26: Also kann ich ganz schwer im August sagen, ob es ein guter Jahrgang ist wenn das Sedemmer nicht schön ist.

00:12:32: Warum wäre es so ein gutter Jahrgang gewesen?

00:12:34: Vor allem im Eisaktal draußen hatten wir trotz eigentlich des heißen Jahres genügend Wasser als es hat geregnet und es war genügt Wasser da.

00:12:43: auf der anderen Seite hat man einen schönen Sonningsommer wenig Krankheitsdruck.

00:12:49: also wir hatten wirklich an den Tagen vor der Lese in super gesundes Traubematerial geschaut und haben uns einfach nur noch gefreut, bis es losgehen kann.

00:13:00: Was bedeutet denn jetzt ein Walbot der Ernteausfall ökonomisch für das Stift?

00:13:05: Das kann man heute!

00:13:07: fast gar nicht sagen noch.

00:13:09: Also das ist schwierig zu sagen, zum einen in dem Weinberg gibt es Versicherungen also die natürlich Ausfälle ersetzen.

00:13:18: wir als Kellerei-Betrieb hingegen können das net versichern, also die fehlenden Mengen an Wein können man net versuchern.

00:13:24: aber wie gesagt da muss man jetzt schauen okay wie viel fehlt uns bis zuletzt an Flaschen und wie ist das Marktpotenzial?

00:13:34: Dann heißt er ganz ganz schwer zu beziffern

00:13:37: Sie sprechen die Versicherungen an.

00:13:39: Wie läuft es denn ab, dass wie bei einem Einbruch man macht eine Meldung als einen Schadensfall und dann kommt ein Gutachter?

00:13:45: Und dann wartet man erst mal!

00:13:48: Nein, das geht nicht.

00:13:51: Beziehungsweise da schon der Gutachter kommt aber man kann nicht warten bis der Gutachter kommt.

00:13:55: also man muss anfangen zu lesen die Trauben müssen gelesen werden dann lässt man ein bisschen Wasser im Stock damit der Gutachteur danach schauen kann wie groß der Schaden wird.

00:14:06: und dann macht diese Gutachter eine Schätzung und sagt, okay da ist ein Sechzehprozentausfall.

00:14:12: Da ist ein Achteprozentausfalt.

00:14:14: Da hat es sich bewegt.

00:14:16: Man bekommt nicht hundertprozent ersetzt.

00:14:17: oder bei Hundertprozentausfall?

00:14:20: Dann gibt's einen Selbstbehalt also abzüglich selbst behalten immer wie man mit der Versicherung ausmacht und das bekommen wir dann eigentlich ersetzt.

00:14:27: genau

00:14:28: Jetzt ist der Weinbau ein Standbein des Stifts, aber was bedeutet dieser Ausfall für die freien Weinbauern und Weinbauerinnen?

00:14:36: Ist das nicht wesentlich heftiger?

00:14:38: Ja auch bei uns muss man schon sagen.

00:14:41: Der Weinbau ist ein Teil Tragende Teile des Stiftes ist natürlich sehr, sehr wichtig für uns.

00:14:46: So Finanzierung des gesamten Stiftests brauchen wir dem Wein.

00:14:50: Natürlich für die Weinbauern, die jetzt mitten in diesem Zentrum waren, ist das auch schlimm.

00:14:56: Da gibt es zwei Drei, die enorm... getroffen hat, wie gesagt haben wir momentan das Glück dass man es vielleicht schaffen mit den Mengen so mehr oder weniger über die Runden zu kommen.

00:15:08: Also man hat zwar weniger aber hat noch ein bisschen Lagerbestand weil natürlich ist es als Betrieb auf der anderen Seite auch wichtig dem Kunden Continuity zu garantieren und das wird immer vergessen.

00:15:18: ja wenn ich heute heuer weniger Wein habe das ist ein Problem weil der Kunde kauft... Kundesweck

00:15:23: dann?

00:15:23: ...Kundesweg kauf bei jemand anderem... Der kommt

00:15:25: nicht wieder!

00:15:26: Vielleicht kommt er wieder, aber das ist schwierig viel Arbeit und wie gesagt wir machen alle guten Wein.

00:15:31: Es gibt wenig Betriebe die nicht guten Wein machen und deshalb natürlich wenn der dann auf den Geschmack eines anderes kann, dann ist es sehr gut möglich dass er sagt jetzt bleibe ich bei dem weil jetzt wechsle ich einfach mal nach X Jahren zusammenarbeiten.

00:15:46: Der Landesrat für Landwirtschaft Louis Walcher war auch auf Lokalaugenschein im Eiserktal hatte eher Versprechen dabei.

00:15:56: Man muss sagen, man hat die Not erkannt.

00:15:59: Man hat das gesehen.

00:16:01: Aber unser Sektor muss momentan auch sagen, okay, man sieht grundsätzlich ... Also auch sieht die Schwierigkeiten in unserem Sektorspektor weil vor allem der Absatz natürlich auch schwierig ist und man unterstützt.

00:16:14: also damals muss ich schon sagen wir werden unterstützt mit Absatzförderungsprogramm, Absatzförderungsprogramm usw.

00:16:22: und sofort wo auch Gelder vorgesehen sind, weil natürlich es ist im Agrarbereich eine wichtige Branche und es sind viele Familien die davon leben.

00:16:34: Vor allem über den Genossenschaften dann natürlich aus, wenn wir schauen haben heute an der Anäher in fünftausend Traubenproduzenten und viele viele Familien, die daran hängen und man versteht schon... dass da auch was tun muss und deshalb bis jetzt vielleicht im speziellen Fall das Eiserktall nicht, wo man heute dann aus schnell etwas tun.

00:16:53: Aber grundsätzlich wird der Bereich auf jeden Fall gefördert.

00:16:58: Und was bedeutet es für die Preise?

00:17:00: Wird der Eiserkthaller Wein künftig noch teuer werden?

00:17:06: Nein, wird er nicht.

00:17:07: Wir haben einen extrem sensiblen Markt zur Zeit und der Markt – wir haben vorhin schon gesprochen darüber – es wird eigentlich schon seit Jahren mehr Wein produziert wie konsumiert wird und momentan ist der Wein oder würde uns der Markt es nicht erlauben, eine Preiserhöhung zu machen?

00:17:28: und deshalb werden wir auch trotz geringerer Menge auf keinen Fall an einer Preisschraube drehen.

00:17:33: Er ist ja schon ziemlich teuer?

00:17:34: Ja, er ist ziemlich teurer!

00:17:38: Wir müssen aber auch sagen dass natürlich bei uns auch der Traubenproduzent gut davon leben kann.

00:17:46: Wir können gute Traubenpreise auszahlen und halt Familien damit ein gutes Leben und Überleben ermöglichen.

00:17:55: Und natürlich macht das alles etwas teuer, genau.

00:17:59: Sie haben vorhin gesagt – und damit möchte ich zum Schluss kommen!

00:18:02: Es wäre ein guter Jahrgang geworden... Was wird es denn dann schlussendlich für einen Jahrgang sein?

00:18:08: Wir

00:18:09: sind im Moment beim Schauen, was kommt rein.

00:18:13: Es wird kein Wein, ja da großen Selektionsweine geben.

00:18:17: also wenn wir schaffen von einigen Sorten Selektionzweinen zu machen dann wird es geringere Mengen geben.

00:18:23: aber vor allem werden auch die Trauben die für die Seleksionzweine vorgesehen waren sofern sie noch... gibt irgendwo, die kommen dann auch in den normalen Wein rein.

00:18:35: Einfach um da wieder die klassischen Weine aber die Normallinien ein bisschen zu stützen also dass man da eine gleichbleibende Qualität hat und in den Selektionen wird es dann halt nichts bis wenig geben.

00:18:47: so wird das wahrscheinlich mehr oder weniger oder werden wir das mehr oder wenige einrichten bei uns im Betrieb.

00:18:53: Also ein Okay-Jahrgang.

00:18:54: Es wird ein okay Jahrgang, also es wird nicht der Jägern wo man sagt oh Gott, das kann man nicht trinken!

00:19:00: Es wird auch nicht der Jahrhundertjahrgang genau, es wird einen okayen Jahrgang.

00:19:04: Vielen Dank fürs Gespräch.

00:19:07: Das war Werner Waldboot da Leiter des Weinguts von Kloster Neustift über den Hagelschlag die Ernte, den neuen Jahrgang und das große Glück am Ende doch noch mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

00:19:18: – nun aber zur aktuellen FF.

00:19:21: Worüber berichten wir diese Woche?

00:19:23: Auf der Titelseite sehen wir vier Frauen, zwei davon mit Sonnenschirm vor der traumhaften Kulisse des Karasees.

00:19:30: Und zwar in perfekter Bruse für ein Foto!

00:19:33: Bitte lächeln, Südtirol – so lautet entsprechend die Titelschlagzeile.

00:19:38: Ja es ist vielleicht auch ihnen aufgefallen immer mehr Reißende aus Asien, v.a.

00:19:42: China kommen nach Südtiorol.

00:19:44: Der Fotograf Thomas Rötting, der selbst einige Jahre in China gelebt hat und seine Frau die Autorin Sylvia Pollex – die haben diesen asiatischen Gästen nachgespürt.

00:19:54: Sie haben an Hotspots mit Gästens aus Kina, Malarisia oder Taipei gesprochen aber auch mit Toni Messner dem Parkplatzwächter von der Zanzer Albin Füllnöss oder auch mit Angelika Sattler vom Hotel Ikoro auf das heiße Alben.

00:20:07: Sie haben für das aktuelle Heft recherchiert, wie denn die Gäste aus Asien reisen?

00:20:11: Wie sie dicken.

00:20:12: Was sie an Südiol finden und wie sich Hoteliers, Gastwirtinnen und auch Einheimische auf sie einstellen müssen!

00:20:19: Dann war Silke Hinterwalner in Salon.

00:20:22: Die Gemeinde ist ja seit Wochen Schauplatz eines Kulturkampfes.

00:20:25: dort im Schwimmbad also im Lieder durften diesen Sommerjahr Montagabends ausschließlich Frauen baden – Bimpikini oder im Burkini.

00:20:35: Die Aufregung war entsprechend groß und Hinterwalner berichtet für die aktuelle RFF von der letzten Frauenschwimmstunde dieses Sommers.

00:20:43: Und von der Debatte, die sich in diesem Damenbad daran entzündet hat.

00:20:48: Ja und ich durfte für diese Ausgabe Katharina Von Schorchenthaler treffen!

00:20:52: Die aus Brotzen stammende und den Hamburg lebende Journalistin ist ab Januar, twenty-sevenundzwanzig Leiterin des ARD Studios in Tokio als erste Frau

00:21:02: überhaupt.

00:21:03: Im Vergleich zu Washington oder Brüssel ist Tokio zwar ein kleineres Studium, aber das Berichtsgebiet – das ist riesig.

00:21:11: Nehm Japan wird von Schwarzenthaler auch über die Philippinen, Taiwan, Korea und die Südsee berichten.

00:21:17: Und zwar nicht nur als Korrespondentin sondern sie wird ein zwölfköpfiges Team leiten!

00:21:23: Wie es ihr geht so kurz vor der Abreise was

00:21:26: man mitnimmt

00:21:27: wenn man bis zu fünf Jahre auswandert und was Sie an Japan so sehr reizt All das nachzulesen in diesem letzten Sommergespräch für dieses Jahr.

00:21:36: Ja und das war's für diese Woche, den nächsten FF Podcast.

00:21:39: Den gibt es in einer Woche wieder wie immer am Donnerstag!

00:21:42: Denn Donnerstag ist der FF Tag.

00:21:44: Machen Sie's gut!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.