Kuno Prey: Was macht ein Design-Junkie im Ruhestand?

Shownotes

2002 wurde Kuno Prey Dekan der Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bozen. Er hat die Designfakultät aufgebaut und ihre Entwicklung über Jahrzehnte geprägt und begleitet. Bevor er nach Bozen kam, hatte sich der Produktdesigner bereits international einen Namen gemacht und zahlreiche Designpreise gewonnen. Zu seinen bekanntesten Entwürfen zählt das Nudelsieb „Drainer“, von dem bis heute mehr als 600.000 Stück verkauft wurden. Bis zuletzt war Prey Professor für Produktdesign. Nun ist er in Pension gegangen und blickt im _ff‑_Podcast zurück: auf Erfolge und Niederlagen, auf seine Heimat, auf die Universität und auf die Frage, was gutes Design eigentlich ausmacht.

Moderation & Redaktion: Verena Pliger

Produktion: Verena Pliger

Mitarbeit: Julia Staffler

Link zur _ff-_Titelgeschichte

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Transkript anzeigen

00:00:01: Aufs Ohr.

00:00:02: Der Podcast der FF mit Verena Plieger.

00:00:07: Liebe Verföhrerinnen und Verförder, schön dass Sie mit dabei sind bei unserem wöchentlichen Podcast!

00:00:13: Wenn von großem Design die Rede ist, denkt man schnell am Mainland Paris oder New York Und auch viele Südtiroler, Designerinnen und Designer machen Karriere in der Welt.

00:00:24: Einer, der zurückgekommen und am Ende geblieben ist, ist

00:00:27: Kuno Prey.

00:00:29: Als Gründungstekan der Fakultät für Design und Künste hat er das Design an der Freien Universität Brotzen geprägt wie kaum ein anderer.

00:00:38: Zahlreiche Designerinnen und Designer haben bei ihm gelernt, und er selbst hat in seinen jungen Jahren Produkte entworfen

00:00:45: die um die Welt

00:00:46: gegangen sind – und die bis heute Design-Klassiker sind!

00:00:50: Bis gestern war Kuno Brei Professor für Produkte sein heute.

00:00:54: Am Tag, indem dieser Podcast online geht

00:00:58: ist er offiziell

00:00:59: Bensioniert, ein guter Moment also um zurückzublicken auf Erfolge und Niederlagen.

00:01:04: Auf seine Heimat?

00:01:06: Auf die Universität?

00:01:07: Und natürlich auf die Frage was denn gutes Design eigentlich ausmacht!

00:01:16: Herr Prey herzlich willkommen hier bei uns im Podcaststudio.

00:01:20: es ist Montag der achtundzwanzigste September in drei Tagen.

00:01:24: also sobald dieser podcast online geht Ist Ihr erster Tag in Pension?

00:01:31: Sorgen Sie sich davon.

00:01:33: Es wird mein erster Tage in einer unruhe Zeit sein, wenn man so schön sagt und ich freue mich darauf.

00:01:38: Sorgen du mir eigentlich nicht!

00:01:41: Ich freu' mich wirklich drauf einen neuen Lebenserbschnitt

00:01:44: anzugreifen.".

00:01:45: Aber sie beschreiben sich ja selbst gerne als Workaholic.

00:01:49: kann das gut gehen, ziehen Rente.

00:01:51: also man kann sich das nicht so richtig

00:01:52: vorstellen... Nette Dann helfe ich Ihnen.

00:01:55: Aber ein ziemlich großes Haus, das ich alleine pflege... Ich mache die ganzen Reinigungsarbeiten und das nimmt schon Zeit.

00:02:02: Also eher aus dem Neumarkt?

00:02:03: Meiner Hause im Neumarks.

00:02:04: Dann habe ich einen Vespa von neunzehntetzechsundfünfzig.

00:02:08: Dann hab' ich einen Morris Minor von neunsentwanzsechzig.

00:02:10: Und dann habe ich eine BMW R-Achtzig von neuneunzehnundsiebenunddachzig.

00:02:15: Allein schon drei weitere Kinder zu meinen zwei Töchtern.

00:02:19: Die Pflege brauchen, die bewegt werden müssen.

00:02:21: Ich hab Fahrräder, ziemlich viele!

00:02:24: Und ich glaube, ich werde mich nicht langweilen.

00:02:26: Ich habe eigentlich schon immer in meinem kurzen Leben bis jetzt etwas geübt und zwar das Dolce Farniente – ich bin zwar ein Vorkoholiker aber auch die Fähigkeit total auszuschalten.

00:02:38: Aber ich muss da nicht weit wegfahren sondern ich muss eine schöne Bank oder eine praktische Bank in der Sonne sitzen und sich von der Sonnen aufheizen aufladen

00:02:48: lassen.".

00:02:49: Also wenn ich Sie so höre Herr Prey Also dann sind das vor allem Hobbys, private Hobbies die sie in Zukunft pflegen möchten.

00:02:57: Also berufliche Pläne haben Sie keine?

00:03:00: Ja auf jeden Fall und ich habe jetzt am Ritten oben was abgeschlossen?

00:03:05: eine erste Phase ein kleines Museum zur Mobilität wo wir zusammen mit der Kuratorin Ursula Schnitzer und der Grafikerin Elisabeth Hölzler aus Meran beide einen zarten Raum gestaltet haben Einheimische sowie Gäste in Einblick kriegen über diese Pionierleistung Anfang des letzten Jahrhunderts, die man diese Zahnradbahn vom Walterplatz bis hoch zum Ritten gebraut hat.

00:03:32: Aber wäre die Präsidentschaft der Südtirolog-Künstlerbundes bei deren Wahl sie im Apriljahr gegen den bisherigen Präsidenten Alexander Zöckeler gescheitert sind?

00:03:41: nicht ein schöner Aufgabe gewesen für Ihren Leben als Pensionist?

00:03:44: Das wäre eine schöne Aufgabe gewesen, das gebe ich zu.

00:03:47: Deswegen habe ich mich auch beworben und bin gescheitert daran.

00:03:51: Und es wäre eine Schöne Aufgabe gewesen um diesen Künstlerbund momentan umzukrempeln der mir zu statisch ist.

00:03:57: Es war sehr aktiv aber mir fehlste einfach an dem Potenzial dass man von Künstlern sei es lokale sei es nicht lokale herausholen kann.

00:04:06: also das ist alles ein bisschen zu brach zu genorm.

00:04:09: Haben

00:04:09: Sie diese Niederlage, also Sie konnten damals sixundsiebzig da Stimmen auf sich vereinen?

00:04:14: Bei Zöckler waren es hundertneunzig Stimmen.

00:04:16: Also konnten sie diese Niederalage mittlerweile verdauern?

00:04:19: Ja die habe ich ziemlich schnell verdauert.

00:04:20: Ich bin da eigentlich gut in Geben aber auch gut in Nehmen.

00:04:24: und diese Nederlage das war eine Niederlager Die von der Gegenseite wenn wir sie so nennen wollen sehr gut konstruiert wurde.

00:04:31: Wir hatten ja keinen Zugang zu den Mitgliederinnen und Mitgliedern außer wenigen.

00:04:35: Die Präsidentschaft sowie die Direktion haben Zugriff auf die ganzen Mitgliederinnen und Mitgliedern.

00:04:41: Und ich weiß auch von vielen, die mir das auch gesagt haben, die wurden kontaktiert angerufen richtig terrorisiert, dass wenn jetzt der Prei das Ruder übernehmen sollte dann fällt das Ganze zusammen und dann ist eben das aus für den Künstlerpunkt.

00:04:56: So wurde es prophezeitlich und wurde Panik geschaffen und es wurden sogenannte Dälegevollmachte eingeholt und mit denen hat man die Wahl gewonnen.

00:05:05: Ist auch in Ordnung also... Aber wie

00:05:07: kann man sich das vorstellen?

00:05:08: In Zukunft werden Sie sich auch nach wie vor engagieren für den Süd- oder Künstlebund?

00:05:13: Weiß ich nicht!

00:05:14: Also ja, ich habe jetzt was anderes angezettelt eigentlich schon vor einigen Jahren gleich nach Covid in Neumarkt.

00:05:21: In dem Dorf wo ich wohne gibt es leider ziemlich einen Leerstand an Geschäftslokalen und da hatte ich damals der Bürgermeisterin vorgeschlagen eine Form von Artist in Residenz einzuleiten, wo man – Ich glaube das sind vier Künstlerinnen und Künstlern für vier Monate einlädt sich mit dem Territorium auseinandersetzen müssen.

00:05:42: Das ist die Auflage, nicht einfach hinkucken und was gestalten sondern sie müssen sich mit den Territorien auseinander setzen.

00:05:48: Sie kriegen auch Unterstützung dazu Einführungen, Führungen und offene Ateliers wo eben Frau Kind Mann Rentner vorbei gehen können und sich ärgern können und mit denen Freundschaft schaffen können damit einfach Leben in diese traumhafte Laubensituation eingebt Haucht wird.

00:06:11: Und ich habe heute Abend ein Treffen mit Verantwortlichen der Gemeinde, das Interesse ist da und jetzt müssen wir schauen wie wir da weiterkommen.

00:06:17: Wie Sie das umsetzen?

00:06:19: Herr Brey, wir blicken ja heute mit Ihnen auf Ihr Berufsleben zurück!

00:06:23: Sie wurden zwei Tausendzwei Dekan der Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bootsen.

00:06:29: Sie haben dann diese Fakulität aufgebaut und waren bis zuletzt Professor für Produktdesign.

00:06:35: Wie schwierig war es denn damals, eine Designverkultät hier in Südtirol durchzusetzen?

00:06:42: Das war extrem einfach.

00:06:43: Ich hatte schon die Möglichkeit vorher, Beno Simmann Paul Thule zu begleiten.

00:06:46: in der Gründung der Akademie für Design und Bozen hieß sie ADB.

00:06:52: Das ging damals über die Eurack und hatte damals mein Pflänzchen schon gesetzt zu dem interdisziplinären Studium.

00:06:59: Das ist damals an der ADB leider geschaltet, weil es ist leicht gesagt aber extrem schwierig durchzuführen.

00:07:05: Man braucht Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind sich hinauszulehnen in das andere Gebiet, in dem Fall der visuellen Kommunikation und umgekehrt und nicht diese Angst haben.

00:07:17: Ich muss jetzt unbedingt alles vermitteln denn ich bin ja der Experte-Designer und die Studierenden müssen Expertedesignerin und Designer

00:07:24: werden.".

00:07:25: sondern diese Großzügigkeit, Selbstsicherheit.

00:07:29: Die braucht es auch mit anderen Disziplinen zusammenzuarbeiten und eben nicht diese perfekten Gestalter zu formen, sondern denen einen Einblick zu geben in der komplexen Wäldergestaltung.

00:07:43: Und wenn das in drei Jahren passiert – jetzt ist es der kleine Universitätsabschluss Bachelor dann haben sie danach genügend Zeit, sich weiter zu vertiefen und zu spezialisieren orientieren.

00:07:54: Sie kriegen von uns oder sollten wir unseren breiten Einblick so auf dreihundertsechzig Grad in die Welt der Gestaltung kriegen – das ist meine Vorstellung damals gewesen und ich habe mich auch über gute zehn Jahre meiner Dekanarzeit eingesetzt dafür um gute reife Gestalterinnen, kritische Gestalterin und Gestalter zu bilden!

00:08:16: Ist das gelungen, am Ende?

00:08:18: Also wie fällt dir der Fazit aus?

00:08:20: Nein.

00:08:21: Wir spiegeln jetzt viele Faktoren.

00:08:23: Einmal das italienische Hochschulsystem.

00:08:25: Das sich aber jetzt breitschlägt auch in anderen Ländern... Sie

00:08:29: bezeichnen dieses italienisches Universitätssystem ja immer als Serigide.

00:08:34: ...das italienischen Hochschulsystem habe ich versucht über gute zehn Jahre draußen zu halten also von der Fakultät der damaligen meinen Fakultät, wenn wir so nennen wollen, fernzuhalten um diese Besonderheit des Entwerfens zu pflegen.

00:08:50: Um den Studierenden Entwürfen beizurengen denn nur jemand der entwirft oder lange entworfen hat ist eigentlich fake Entwurfskultur zu vermitteln.

00:09:01: Werfen lernt man nicht von den Büchern, sondern das lernt mit Händen anpacken.

00:09:05: Mit Erfahrung und ganz viel auch mit Scheitern was wunderbar ist und ganz wichtig ist.

00:09:10: Wo ist die Fakultät heute mutiger geworden?

00:09:13: Und wo fehlt ihr noch immer der Mutzen-Experiment obwohl sie so sehr darauf gebaut haben genau dieses Experimentieren, dieses Ausprobieren in der Universität umzusetzen.

00:09:25: Und das Problem ist, dass die Fakultät so wie sie heute sich sehr verschuld hat und das italienisches System aufgegriffen hat.

00:09:34: Das ist auch irgendwie gezwungenermaßen passiert weil heute kann man nur mehr akademische Karriere machen wenn man einen Doktorabschluss hat an sogenannten BHT.

00:09:44: Also es wäre nicht mehr möglich wie damals bei ihnen als Professor von außen nur mit einer Matur apiolissen zu werden.

00:09:51: Das war damals auch schon nicht möglich in Italien.

00:09:53: In Italien brauchte man damals einen Abschluss und man musste publiziert haben, das Publizieren ist eigentlich... Aber noch immer

00:09:58: und wie lief es bei Ihnen?

00:10:00: Sie wurden von... Also ich hatte eine Professur und eine bestehende Professur konnte man als Professor importieren.

00:10:07: also das war gleiche Ware, gleiche Münze.

00:10:08: Also das war jetzt schon alle in Ordnung und legitim.

00:10:12: In italien ist es üblich dass man macht ein Abschluss dann versucht man in den Gunsten des Professoren, der Professorin zu kommen, der dich dann irgendwie so nebenbei bis er arbeiten lässt.

00:10:25: Dann kriegt man vielleicht einen Asenio di Ricerca.

00:10:29: Vom Asenno di Ricercca steigt man auf in einem Reciccatoria tempo determinator – das sind so die Vorstufen um dann eine Professor zu kriegen und damit entstehen Abhängigkeiten diese.

00:10:43: Ich bin jetzt sehr frech.

00:10:44: Diese unsicheren Professorinnen und Professoren, ganz viele Kollegen in Italien, die mich bewundern weil ich eben weiß was Entwerfen heißt, weil ich es erfahren habe.

00:10:54: Ich bin mit dem Entwerfengroß geworden, die bewundert mich und beneiden mich gleichzeitig, weil sie das nie gemacht haben.

00:11:02: Und man sieht es ja auch an den Ergebnissen der Studierenden wenn man so die verschiedenen Abschlussaustellungen in den Italien anschaut – die sind einfach schwach!

00:11:11: Weil die Erfahrung fehlt.

00:11:12: Weil

00:11:12: der Erfahrung fehlt!

00:11:14: Sie kritisieren ja auch immer wieder, dass sich die Freie Universität Sprotzen zwar die Dreisprachigkeit auf die Fahnen schreibt das aber nicht wirklich umgesetzt wird.

00:11:25: was fehlt denn?

00:11:26: Also ich kritisiere nicht sondern ich stelle fest wenn ich Südtiroler Rinnen und Südtrolers sehe wie sie mit Italienern auf Englisch unterhalten dann dreht sich bei mir alles um, dann sage ich wo sind wir denn jetzt gelandet?

00:11:38: Das sind Gäste die zu uns kommen.

00:11:40: Die Studierenden sollten hier Sprachen auch praktizieren und hingegen hat sich da alles ziemlich stark verenglischt und auch die ganze Kommunikation intern ist meistens so... Ich würde sagen jetzt über neunzig Prozent kommt die in englischer Sprache.

00:11:56: Das ist natürlich der kürzeste Weg, um mit Deutschbrechenden und Italienisch-Sprechenden zu kommunizieren.

00:12:02: Aber damit verlieren wir ganz was Wertvolles unsere eigenen Sprachen – die deutsche sowie die italienische.

00:12:08: Bozen hat zwei Amtssprachen, deutsch sowas, deutscher und italienisch.

00:12:12: Und dann ist diese lingua franca englisch hinzugekommen.

00:12:15: Und das Englische hat sich aber zu stark meines Rachnisses breitgeschlagen dass ich mit Studierenden zu tun habe, wenn ich dann auf Deutsch lehren möchte, müsste ich gleichzeitig ein Deutschlehrer werden.

00:12:28: Umgekehrt auch auf Italienisch!

00:12:30: Ich bin bekannt, das ich mich weigere des Englische zu sprechen in Unterricht als Ausweg und so weiter.

00:12:41: Nix, ich behaare bei meiner Sprache sagt es auch den Studierende vorab.

00:12:44: kommt nur zu mir, wenn ihr etwas oder Deutsch- oder Italienisch versteht, Englisch spreche ich nicht.

00:12:51: Und gibt es hier Proteste?

00:12:52: Seitens der Studierenden stille Proteste ja, wobei die auch den kürzesten Weg gehen.

00:12:59: Die sollten mehr protestieren und diese drei Sprache gleich einfordern Und die Universität könnte und ich glaube immer, dass sich es noch könnte.

00:13:07: Ich glaube auch machen wird.

00:13:09: Sonst müssen wir sagen, das sind nur mal Englisch.

00:13:11: Man muss sich jetzt richtig ins Zeug legen um diese beiden Sprachen zu pflegen nicht nur im Sprachunterricht sondern im Alter.

00:13:19: Das ist ganz wichtig!

00:13:21: Die Möglichkeit zu geben die Sprache zu praktizieren und auch wenn es krach hat klingt, das macht nix.

00:13:27: Wir sind keine Sprachschule!

00:13:29: Das ist das Problem, dass man auch im Sprachenzentrum – auch damals habe ich oft immer gesagt – wichtig ist, dass sich ein Designer verständigen kann und dass er irgendwas versteht.

00:13:38: Wenn er einen perfekten Text braucht dann lasst er sich helfen.

00:13:41: Designer sind Netzwerker.

00:13:43: Die haben ihre Experten und wissen wo sie was abholen um perfekte Arbeit zu leisten.

00:13:50: und das ist dann eben auch bei der Sprache.

00:13:52: Ich kann nicht erwarten, dass ich in drei Jahren jemanden auf ein hohes Niveau sei es in Deutsch oder Italienisch oder in Englisch sprenge.

00:14:08: Höchste Zeit!

00:14:13: Also mein Problem oder Vorteil ist, ich kenne das Territorium.

00:14:17: Ich weiß aber auch was Universität bedeutet.

00:14:19: Ich war in Weimar auf dieser traumhaften Universität mit der Musikhochschule daneben, circa fünftausend Studierende und weiß, was es bedeutet für einen Ort Studierenden zu haben.

00:14:28: Diese wenige hundert Studenten im ProNEC die waren für mich immer irgendwie so verloren und ich hoffe dass wenn sie jetzt hierher kommen, dass sie von der Universitätsgemeinschaft aufgesaugt werden kommen kann und zwar von der Basis.

00:14:44: Die Interdisziplinität kann ich zwar von oben irgendwie freischalten, aber kommen muss sie von der Base.

00:14:49: Ich muss es von seitens des Studierenden denen die Möglichkeiten geben dass Sie sich mit den Designern treffen, die Touristiker zum Beispiel, aber auch die Wirtschaft lassen sollten.

00:14:59: Ich habe einige Versuche gemacht, die auch gut funktioniert.

00:15:01: haben wir auch eine ganz schöne Publikation herausgegeben über Mikrostoria mit dem Kollegen Nardozzo, der Fakultät für Wirtschaft da.

00:15:09: es gibt einfach.

00:15:13: Also Möglichkeiten der Kooperation.

00:15:14: sehen Sie im Brotzen sehr viel stärker gegeben.

00:15:18: Wie gesagt, wir möchten heute mit Ihnen einen etwas zurückblickend noch einmal.

00:15:26: An die Freie Universität Potsen geholt, mit ihnen Herr Preiss.

00:15:29: Sie hatten damals ja bereits zahlreiche Designpreise gewonnen.

00:15:34: In den ersten Jahren haben sie Dimensione d'Honore beim wichtigen Designpreis Compasso d'Oro erhalten.

00:15:41: Sie haben damals bei Brillenproduzenten Lonsa in Berluno gearbeitet und die Allitalia-Brille entworfen.

00:15:48: Erzählen Sie doch mal kurz was war das für eine Brille?

00:15:52: Okay, ich war im vierten Jahr der Oberschule und mein Professor für Projetationen in Mobile.

00:15:57: Mein Entwurzprofessor hat mich gefragt was machst du danach?

00:16:01: Wenn du jetzt nächstes Jahr fertigmachst, soll ich sagen, ich werde Architektur studieren.

00:16:06: Das war mein Onkel, der Architek war.

00:16:08: Und ich dachte das ist ein Bereich wo ich mitmischen könnte.

00:16:12: Ganz überzeugt war ich nicht aber das lag so in der Familie, es lag so an der Hand.

00:16:16: Warum?

00:16:17: Perke, ja weil er hätten golden Job für mich!

00:16:20: Und der tolle Job wäre, er wurde beauftragt von Mario Lotza diesen Gentro Studi Ricerque zu gründen und durfte einen Mitarbeiter zu sich holen.

00:16:29: Er hatte mich außer Korn als der Mitarbeiter.

00:16:31: Wir hatten dann noch vor Weihnachten im vierten Schuljahr ein Abendessen mit dem damaligen Direktor der Firma.

00:16:38: Der war mir sympathisch, ich war ihm sympathisch.

00:16:42: Als Südtiroler ist man eigentlich leicht irgendwo sympathisch aus verschiedensten Gründen, und das ist eigentlich eine Ressource die wir haben.

00:16:51: Die wir nicht nur in der Tourismuswerbung ausschöpfen sollten sondern auf vielen anderen Gebieten.

00:16:57: und wir haben ja ganz dolle Citroler in der Welthasen.

00:17:00: Und dann bin ich nach der Matura dort eingestiegen und habe diesen Gentros to the research mit gegründet hab gelernt auch etwas wissenschaftlich zu arbeiten schon recherchieren.

00:17:13: Das war jetzt nicht die Firma Lotta, sondern das war die Firma GDS International.

00:17:17: Man muss sich das vorstellen in Galal zu Dicatore.

00:17:19: Wir sind ein kleiner Ort wo nur Brillenfirmen sind und da gab es einen Restaurant wo man zum Mittag alle Quadris sozusagen essen gegangen ist.

00:17:29: Und da hat man sich kennengelernt und da hat mich eine Konkurrenzfirma sozusagen rausgefischt und meinte sie haben das Label all'Italia entwerfen, die mit diesem Label mit der Marke Alitalia gekennzeichnet wird.

00:17:44: Alitalie war damals eine sehr angesehene Fluggesellschaft.

00:17:47: heute glaube ich kennt sie auch niemand mehr weiß es nicht mehr gibt.

00:17:51: und da hatte sich diese Brille gestaltet, die dann ein riesengroßer Erfolg war.

00:17:55: Und die dann ausgezeichnet wurde.

00:17:57: aber wie lange wurde die produziert?

00:17:59: Ich glaub Mitte achtziger Jahre.

00:18:02: Brillen haben oft ein sehr kurzes Leben besonders so spezielle Brillen.

00:18:07: Das gibt dann welche, das sind dann Klassiker wie Bersol und Ribern.

00:18:11: Die gibt es heute noch und ist auch schön wenn so was passiert.

00:18:14: aber es gibt dann Brillen die haben circa dreimal im Jahr gibt es neue Kollektionen.

00:18:19: Was ist ein ganz schnelllebiges Produkt?

00:18:21: Ihr erfolgreichstes Designobjekt?

00:18:23: das ist aber ein ganz anderes.

00:18:24: Sie haben das Nudelsieb Dweiner entworfen von dem bis heute über sechshunderttausend Stück verkauft worden.

00:18:31: also kann man sagen ohne sie würden wir Die Nudeln immer noch mit dem Deckel des Kochdorfs abseiden?

00:18:38: Es gibt diesen klassischen Nudel Sieb, also diesen Berhälter der Volumen hat.

00:18:43: Der Platzbrauch und ich hatte in Inichen wo ich geboren bin und meine Wohnung habe eine kleine Küche.

00:18:50: hat keinen Nudel-Sieb reingepasst und habe die Nudeln immer auch mit diesen Genglieren zwischen Deckel und Topfe abgeseicht.

00:18:57: Und das hat halt nicht richtig funktioniert, bis ich mir dann versucht hab aus solchen Nöten entstehen an Entwürfen wie könnte man das anders machen?

00:19:05: Dann habe ich angefangen einen Deckel Löcher zu bohren und gesehen okay oder besser gesagt das könnte das funktioniert.

00:19:12: den Deckel muss man aber besser festhalten können.

00:19:14: und so habe ich diesen halben Deckel gemacht.

00:19:17: mit den vielen Löchern sieht aus ist ein lachendes Gesicht Kunststoff und den habe ich dann der Firma Rosti auf der Frankfurter Konsumgütermesse vorgeschlagen.

00:19:26: Und die haben denn dann sofort aufgenommen in eine Kollektion.

00:19:29: Und diese dänische Firma, die produziert den Raynor ja noch bis heute?

00:19:33: Wie ist das damals aber noch einmal gelungen?

00:19:36: Sie haben es angesprochen sie sind in Frankfurt auf dieser Messe zur Firma hin.

00:19:41: wie gelingt es aus einem Entwurf wirklich ein marktreifes Produkt zu machen?

00:19:45: also man bastelt macht Am Anfang Charatomodelle auch, dann habe ich das optimiert und hab von den damals bekannten Modellbauer Joranisaki in Mailand mir ein eins zu eins Modell mit der richtigen Oberfläche aus Holz bauten lassen.

00:20:01: Und bin mit dem Modell unterm Abend schön verpackt.

00:20:05: auf die Premiere, glaube ich hieß sie damals.

00:20:07: Es gab zwei Messen im Jahr Konsumgütermessen in Frankfurt.

00:20:13: Dort haus hier gegangen und haben das sozusagen die Firmen ausgesucht, wo das rein passen könnte.

00:20:18: Hab da angeklopft.

00:20:19: Ich bin ein junger Designer.

00:20:20: Wer ist zuständig für die Entwicklung neuer Produkte?

00:20:23: Das ist die Frau so Merete Hissy.

00:20:26: Könnte ich einen Termin bitte haben?

00:20:28: Ja am nächsten Tag hatte ich den Termin Haben uns hingesetzt, haben erklärt was ich da entworfen habe.

00:20:35: Sie hat das begutachtet und meinte sie hat heute Abend ein Treffen mit dem ganzen Verkaufsstab.

00:20:40: ob ich ihr das übergeben würde.

00:20:42: Ich sage dich vertraue ihnen nicht gebe dann das.

00:20:44: solche wichtige Firmen sind ehrlich, die tricksen dich nicht aus.

00:20:48: Und dann habe ich das übergeben.

00:20:50: und ein paar Tage darauf kommt Telefax, das gab es damals noch war eigentlich ein ganz tolles Kommunikationsmittel.

00:20:56: kamen Telefx ja welcome we would like to produce it und wir bräuchten aber einen Aufhängeloch und dann hab' ich dieses kleine Loch lange herum experimentiert.

00:21:04: wie kann ich da wo kann ich den Loch unterbringen damit man den Trainer auch aufhängen kann?

00:21:10: klein in innen weil da konnte man oder kann man in jeder Küche halbe Scheibe überall reinschieben oder eine Schublade hinlegen, oder sonst vertikal überall dazwischen schieben.

00:21:22: Und das ist das dolle an dem Teil.

00:21:24: Ja und was ist das für ein Gefühl heute in einem Laden zu stehen?

00:21:27: Und zu sehen dass dieses von Ihnen entwurfende Produkt heute noch verkauft wird?

00:21:32: Das ist ein schönes Gefühl!

00:21:33: Ich, das auch mein meist verschenktes Produkt auch weil es nur ein paar Euro kostet wirklich sozial günstig vier Euro glaube ich kostet jetzt gibt's auch im Bozen in einen speziellen Laden noch.

00:21:44: Das sind Freude.

00:21:45: und besonders wenn man dann von Freunden oder Bekannten angesprochen wird, ich habe jetzt entdeckt das hast du gemacht.

00:21:51: Da steht dein Namen drauf!

00:21:53: Ich hab das seit vielen Jahren.

00:21:54: Das funktioniert wirklich wunderbar und das ist eine schöne Freude.

00:21:58: ja.

00:21:59: Viele Designerinnen und Designern träumen ja von einem Produkt der zum Klassiker wird.

00:22:04: wie schafft man es aber aus einer spontanen Idee?

00:22:07: Bei ihnen war es das Nudelkochen einen Designklassiker zu machen.

00:22:11: Doch den Entwurf also ein Designklassiker definiert der Verbraucher, die Verbraucherin durch die Nachfrage.

00:22:19: Und natürlich auch die Fachschurin wie im Fall jetzt von Adrena mit dem Compasodoro, die in den Produktenpotenzial sehen und dieses dann auszeichnen.

00:22:29: Dann wird es langsam, langsam ein Klassiker.

00:22:31: Haben

00:22:31: Sie eigentlich heute noch den Drang selbst zu entwärfen?

00:22:35: Ich entwerfe eigentlich die ganze Zeit.

00:22:37: als Universitätprofessor darf man ja nichts entwerfen also im klassischen Sinne dass man einen Auftrag von einer Firma kriegt.

00:22:43: deswegen habe ich ganz, ganz viele Ausstellungen entworfen für uns.

00:22:46: Für meine Studierenden.

00:22:48: Eine steht jetzt in Meranin-Palemaming bis zum zwanzigsten November wo aus meinen vierundzwanzig Jahren Lehre in Bozen zweiundvierzig Projekte der Studierende gezeigt werden.

00:23:00: Also es geht vor allem heute darum Studierender und Studierend zu unterstützen?

00:23:04: Ja das ist ja meine Mission auch ich werde sehr gut bezahlt nicht nur um Lehre zu betreiben sondern ich sehe diese Lehre die geht über das Stunden des Lehrdeputats hinaus, sondern ich muss diesen jungen willigen Studierenden helfen.

00:23:19: Ich muss die Begleiten auch rausbegleiten.

00:23:21: Ich bin mit einigen oder vielen in Kontakt und gebe auf Trabzschläge, krieg einen Entwurf gezeigt.

00:23:26: was halten sie davon?

00:23:27: Oder was haltest du davon?

00:23:29: nach dem Studium bin ich meistens per Du Und dass ist einfach eine schöne Hilfe die ich leiste und ich bin ja total unbefangen und habe jetzt kein Interesse denen etwas Schlechtes zu geben zu sagen, sondern kann ganz offen darüber sprechen und ihnen Ratschläge zu geben.

00:23:46: Ich schicke ganz viele Studierende und auch Abgänger in Wettbewerbe.

00:23:49: Denn Wett bewerbe ist so eine Plattform wo man Sichtbarkeit erlangt.

00:23:53: So ist es mir damals mit dem Kompassadorer im April ergangen.

00:23:58: Kamen daraus auch Projekte hervor die von Unternehmen umgesetzt wurden?

00:24:03: Auf jeden Fall!

00:24:04: In Meran kann man einige davon sehen, die eben in Produktion waren oder noch in Produktion sind von renommierten Firmen, wo Studierenden den Sprung geschafft haben.

00:24:15: Ich habe oft eine kleine Brücke gebaut aber habe mich immer so ein bisschen zurückgenommen und gesagt, schreiben Sie!

00:24:20: Schreiben sie, dass die Studierende von mir sind, aber Sie sollten schreiben machen Sie den Schritt und dann hat es einige Male auch sehr gut funktioniert sowie auch bei dem Wettbewerben.

00:24:29: wir haben sehr viele Wett bewerbe gewonnen oder wurden ausgestellt oder eben ich hab Ausstellungen promoviert um die Leistungen der Studierendem zu zeigen.

00:24:39: Herr Prey, warum sind Sie eigentlich damals Designer geworden?

00:24:44: Gab es einen Schlüsselmoment?

00:24:45: Nein.

00:24:47: Also ich verdanke extrem viel meinem Dorf innichen und zwar den ganzen Handwerkern die im Dorf verteilt waren.

00:24:56: Und damals war der Handwerker im Dorfe nicht außerhalb des Dorfes.

00:25:00: Das war für mich ein erweitertes Wohnzimmer, bei denen Sachen zu betteln, zuzuschauen.

00:25:06: Wir sind oft nach der Schule anstatt Fußball spielen.

00:25:09: Ich war eine Niete im Fußballspielen.

00:25:11: Bin ich halt so in den Handwerk gegangen und so schauen was passiert?

00:25:14: Was machst du?

00:25:15: Da riecht es irgendwie dann wird man reingezogen oder es lernt besonders.

00:25:19: Dann geht man rein und schaut oder man braucht ein Stück Sperrholz oder man brauche ne kleine Scheibe Glas geht man zum Glaser und versucht da sich breit zu machen, also da durchzukommen.

00:25:29: Durch diesen Filter des Handwerksmeisters und auch das ist eine soziale Kompetenz die man erlernt durch solche Momente.

00:25:37: Ist es der richtige Moment dem Schraffelkrande für ein Stück Speerholz zu bitten oder ist die Luft in der Werkstatt so dicht dass es besser ist, als wenn man wieder rückwärts rausgeht?

00:25:47: Und das lernt... Sie sind heute

00:25:48: mehr als Designer oder Handwerker?

00:25:50: Nein ich bin Entwerfer!

00:25:51: Ich bin Designer.

00:25:52: Klar mit einer guten Basis als Handwerka.

00:25:56: In der Zwischenzeit kenne ich eigentlich ganz, ganz viele Materialien sowie Produktionstechniken.

00:26:02: Und das ist für einen Designer eben sehr, sehr wichtig diese Kompetenz mitzubringen.

00:26:06: Denn Firmen haben oft nur wenige Kompetenzen und es gibt auch Produkte wo man fremde Kompetenten dazu braucht.

00:26:14: Wenn nicht dann der Firma sagt, kein Problem!

00:26:15: Ich habe das schon vorexperimentiert und sondiert.

00:26:20: Ich habe jemanden der die Betonuhen für der Nese zum Beispiel fertigt.

00:26:25: Daneze war total begeistert von meinem Entwurf.

00:26:27: Man sagt immer, guck mal, ich habe schon jemanden gefunden der bereit wäre in kleinen Stückzahlen diese beiden Ohren zu produzieren und somit sind die Ohren im Katalog gekommen und haben auch einige Preise gewonnen.

00:26:41: Die Frage, die ich mir immer wieder stelle wer so viele Preise geworden hat wie sie warum lebt er in Südtirol und nicht etwa in Mainland?

00:26:50: Weil ihr Hamplera bin.

00:26:52: Also Sytherol ist meine Heimat.

00:26:54: Ich verteidige auch meine Heimate auf meiner Art und Weise, ist ein Ort der einfach indem ich mich wohlfühle und in dem ich mich auch unwohl fühle wenn ich sehe das andere an dem Astsegen an dem wir alle drauf sitzen.

00:27:07: aber Wer

00:27:08: sieht an diesem Ast?

00:27:09: Da gibt es einen schönen Entwurf, also ich mache jetzt ein bisschen Eigenwerbung.

00:27:13: Anlässlich Bulsano Artwig gibt es im Hau in Waghaus unter den Lauben zwei Schaufenster die ich bespielen durfte und dort gibt's einen Entwurf.

00:27:22: das ist ein Stuhl der klassische Tiroler Bauernstuhl Der Sinnbild für Heimat Segen stecken und diese vier Segen sind einmal der Tourismus, einmal die Landwirtschaft.

00:27:35: Einmal die passiven Bürgerinnen und Bürger – jetzt fehlt mir der Vierte – an diesem Schulsegen.

00:27:43: Also wir haben eine Landespolitik, nicht so weit in die Zukunft schaut und sehr kurzfristige Entscheidungen trifft, und meistens die Entscheidungen unter Druck von externen Interessengruppen trifft.

00:27:59: Das ist ein gewissen großes Problem hier bei uns im Südroll.

00:28:03: Zwar überall aber bei uns in Südrol noch größer weil man kennt die Leute!

00:28:07: Man kennt sich...

00:28:08: Sie haben meinen Kollegen Georg Maier vor zwei Jahren ein sehr schönes Songgespräch in der FF gegeben und dort meinten sie, Designer sind Junkies.

00:28:16: Ganz egal wo sie sind, Herr Preis, Sie müssen immer an Design denken!

00:28:20: Ist das nicht anstrengend?

00:28:23: Wenn man es gerne macht, nein.

00:28:25: Und wenn man es kann also dann macht man's.

00:28:27: Das ist irgendwie eine Selbstverständlichkeit.

00:28:31: mein Problem ist oder Problem, meine Tatsache ist Überall wo ich hingehe, schaue.

00:28:36: Ich greife alles an weil mich interessiert ist wie es gemacht ist, wie was schlecht gemacht ist und gut gemacht wird.

00:28:41: Das haben wir gerade auch heute im Studio erlebt.

00:28:44: das ist einfach in dem DNA ganz tief drin dass man als Gestalter das umfeld anschaut anfasst kennenlernen will.

00:28:56: Eine abschließende Frage habe ich noch über das Thema schlechthin im Moment und das betrifft natürlich auch die kreativen Berufe, die künstliche Intelligenz, die KI.

00:29:05: Welche Fähigkeiten werden Designer denn künftig mitbringen müssen um überhaupt noch relevant zu bleiben?

00:29:11: Also ich glaube sie müssen Fähigkeit mitbringen um diese KI gut nutzen zu können.

00:29:16: Die KI ist eigentlich ganz was Dummes.

00:29:18: Geniales einerseits aber eigentlich ganz etwas Dummes weil der nimmt her was es gibt und schneidet das zusammen.

00:29:26: kriegt die KI nicht auf den Punkt momentan und ich hoffe auch nicht irgendwann später.

00:29:32: Das ist ein extrem frisches Thema, ich habe jetzt wenig Angst von der KI benutze.

00:29:38: Die Studierenden benutzen sie auch ganz intelligent in dem Sie sich einfach Zeit sparen und photorealistische Bilder schaffen lassen.

00:29:46: und um das fotografische Bild zu schaffen muss man ein gutes Braum schreiben.

00:29:51: Man muss genau wissen was ich will.

00:29:53: Wenn ich genau weiß, was ich brauche und will, dann gebe ich die ganzen Inputs.

00:29:58: Und die reagiert eigentlich sehr positiv.

00:30:02: Ich darf aber nicht sagen bitte machen wir jetzt einen Stuhl... Wir messieren uns oft, haben gesagt jetzt machen wir mal ein Stuhlt der siebziger Jahre.

00:30:10: Erklären ihr und bitten Sie das ist unsere Stuhle des siebzehreimer.

00:30:13: Da kommt so Stumpfen raus!

00:30:15: Aber ansonsten, besonders im Text nicht.

00:30:17: Ich möchte heute nicht mehr Übersetzer sein, weil die Übersetzungsbüro, glaube ich, die Büros haben jetzt ein bisschen Knappheit

00:30:25: an Arbeit.

00:30:25: Herr Prey!

00:30:26: Ich bedanke mich vielmals für das Gespräch – wir könnten natürlich noch lange weiter sprechen über Ihr Leben und Ihre Zukunft.

00:30:33: Ich wünsche Ihnen jedenfalls für alles was kommt, alles Gute.

00:30:36: Ich bedank mich.

00:30:39: Und nach diesem Gespräch mit Kuno Prey blicken wir wie jede Woche auf die aktuelle FF.

00:30:44: Worüber berichten wir?

00:30:46: Auf der Titelseite sehen wir die Rittner Hausärztin Doris Gatteron und die Frage, Frau Doktor wer hält das noch aus?

00:30:55: Unsere Redakteurin Silke Hinterwaldner hat vor drei Wochen alle Hausärzinnen und Hausärzte ins Südtirol kontaktiert.

00:31:02: Die Frage lautete was läuft gut und fast gar nicht?

00:31:05: Und die Antworten?

00:31:06: sie zeichnen ein ziemlich deutliches Bild.

00:31:09: Viele erzählen von Überlastung durch Bürokratie von zu wenig Zeit für die Patientinnen und Patienten, und von einem fehlenden Austausch mit Politik-und Sanitätsbetrieb.

00:31:20: Wobei es bei den meisten – und so auch bei Doris Gattauer – nicht die Patientininnen und die Patienten sind, die sie Mörbe machen sondern vielmehr das System.

00:31:30: Befragt hat Hinterwalder auch Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

00:31:33: Er reagiert auf die zahlreichen Vorwürfe und erklärt worum er sich oft missverstanden fühlt.

00:31:40: Dann haben meine Kollegin Alexandra Aschbacher mit Albert Wurzer gesprochen, eine Mann der die Welt der Politik und der Landesverwaltung kennt wie nur wenige andere.

00:31:49: Der Busterer war Ressortdirektor SVP Landtagsobgeordneter und zuletzt sieben Jahre lang Chef der Landesdomäne.

00:31:56: Ende Juli ist er nun in Pension gegangen und im ausführlichen Interview spricht er über politischen Druck, fachliche Unabhängigkeit – und darüber warum man sich heute eher für die Privatwirtschaft entscheiden würde!

00:32:09: Und schließlich jetzt noch ein Blick nach Shanghai.

00:32:12: Dort wurden in den vergangenen Tagen die Berufsweltmeisterschaften ausgetragen, einen Wettbewerb der Superlative mit dem China einmal mehr zeigen wollte was das Land leisten kann.

00:32:24: Mittendrin waren auch fünfzehn junge Talente aus Südtirol und sie waren äußerst erfolgreich!

00:32:30: Gold ging an Liam Fichter im Mediendesign Bronze an Jonas Winter bei den Tischlaumen.

00:32:36: Unser Kollege Karl Hinterwaldner war vor Ort und berichtet in der FF ausführlich über die Weltmeisterschaften, Stimmungen Shanghai und natürlich über den Golderfolg von Liam Fichter.

00:32:47: Über diesen Sieg freuen wir uns hier in der Redaktion ganz besonders denn Liam war ausbetannt bei uns in einer Redaktionen hat für uns recherchiert geschrieben und auch Filme produziert und zudem hat er den Gabriel Grüner Schülerpreis gewonnen den mein Kollege

00:33:03: Georg

00:33:03: Meier betreut.

00:33:04: Wir gratulieren ganz, ganz herzlich.

00:33:07: alles Gute lieber Liam.

00:33:09: Und das war's für diese Woche!

00:33:10: Den nächsten FF-Podcast den gibt es in einer Woche wieder wie immer am Donnerstag Denn Donnerstag ist der FF Tag.

00:33:16: Machen Sie es gut.

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