Arnold Tribus: Wie geht es der Tageszeitung?
Shownotes
1996 blicken Herausgeber Arnold Tribus und sein Team einer Premiere entgegen. Auf der Bozner Messe soll die Nullnummer einer neuen Südtiroler Tageszeitung vorgestellt werden, damals noch unter dem Namen „Tagesprofil“. Das Problem: Die Zeitung ist nicht da. Die druckfrischen Exemplare sind irgendwo auf dem Weg. Wenige Wochen später, am 1. Oktober, erscheint schließlich die erste Ausgabe. Darin prophezeit das Blatt sogar das Aus für den Brennerbasistunnel – eine der wenigen Prognosen, die sich nicht bewahrheitet haben.
Fast 30 Jahre später gibt es die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ noch immer. Anfang Oktober feierte sie ihr Jubiläum. Einer, der von Anfang an dabei war, ist Arnold Tribus. Er begleitet das Blatt bis heute als Herausgeber und hat dessen Entwicklung über Jahrzehnte geprägt.
Im _ff‑_Podcast blickt er mit Verena Pliger auf drei turbulente Jahrzehnte zurück. Er erzählt, was gut gelaufen ist, was weniger, was ihn diese Jahre gelehrt haben, wofür die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ heute steht – und welche Pläne es für die Zukunft noch gibt.
Moderation: Julia Staffler
Interview: Verena Pliger
Produktion: Albolina Film
Link zur _ff-_Titelgeschichte
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Aufs Ohr, der Podcast der FF.
00:00:04: Mit Julia Staffler.
00:00:06: Liebe FF-Hörerinnen, liebe FF Hörer, herzlich willkommen zurück zu unserer neuen Podcastfolge!
00:00:12: Ihr blicken wir zurück ins Jahr Ninzehn, sechsundneunzig.
00:00:15: Am vierzeiten September wollte Herausgeber Arnold Tribus auf der Messe in Bozen die Nullnummer der neuen Südholadageszeitung vorstellen.
00:00:24: Damals hieß sie noch Tagesprofil.
00:00:26: Das Problem?
00:00:27: Es gab keine Zeitungen... Die druckfrischen Exemplare waren irgendwo auf dem Weg.
00:00:32: Am ersten Oktober war es dann endlich soweit, es erschien die erste Ausgabe des Tagesprofil.
00:00:38: Die neue Zeitung profizierte darin das Aus für den Brenner Basistunnel – eine der wenigen Geschichten, die sich nicht bewahrheitet haben wie die neue Südrolatageszeitung, wie sie inzwischen heißt, in ihrer Jubiläumsausgabe schreibt.
00:00:51: Ja, die Zeitung hat zu feiern!
00:00:52: Sie feiert dieses Jahr ihr dreißigjähriges Bestehen.
00:00:56: Einer, der seit Stunden null dabei ist, ist Arnold Tribus, der das Blatt auch mehr als dreißig Jahre später noch als Herausgeber begleitet.
00:01:04: Heute blickt er im FF-Podcast auf dieser turbulenten drei Jahrzehnte zurück.
00:01:09: FF Direktorin Verena Plieger wollte von ihm wissen was gut gelaufen ist, was weniger und was in diese Jahre gelehrt haben, wo für die neue Südholer Tageszeitung heute steht und was für die Zukunft noch geplant ist.
00:01:24: Herr Tribus herzlich willkommen hier bei uns!
00:01:27: In der FF-Redaktion in unserem Podcaststudio ist es mir wirklich eine große Ehre, Sie hier willkommen zu heißen.
00:01:33: Und ich bin da jetzt Sie zu sehen!
00:01:36: Sie waren ja bei uns kurze Zeit und haben dort ihre steile Karriere begonnen.
00:01:41: Das erfüllt mich mit Freude dass sie heute so eine große Position in der Ff haben die irgendwie sehensverwandt ist mit uns.
00:01:50: Also es stimmt tatsächlich, also das war mein erstes Praktikum damals bei der neuen Südtiroler Tageszeitung.
00:01:56: Im Jahr zwei Tausend Einzig habe ich jetzt noch einmal nachgerechnet.
00:01:59: Herr Dribbus, waren Sie eigentlich schon mal hier in der FF?
00:02:03: Na jetzt muss ich denken... Eigentlich nicht!
00:02:07: Wir haben so auch viel über die FF gesprochen weil es hat sogar in vergangenen Zeiten mal so eine Fusionsgespräche gegeben.
00:02:18: Das Gespräch der Zusammenarbeit Und ich habe damals stolz mit dem Thomas Armond diskutiert.
00:02:25: Da waren sie noch, sagen wir, maßgeblich beteiligt oder auch interessiert und...
00:02:31: Sind Sie nach wie vor?
00:02:32: Ja,
00:02:33: aber nicht mehr in erster Linie.
00:02:35: Damals waren die noch in ersta Linie unter der Thomas und dich.
00:02:38: Wir wollten das unbedingt durchziehen, dass wir einen Medienpool aufbauen.
00:02:43: Nicht aus einer Tageszeitung und einer Wochenzeitung um mehr Schlagkraft zu haben.
00:02:48: Könnten Sie sich das heute noch vorstellen, Herr Tribus?
00:02:52: Na warum nicht.
00:02:54: Also ich sag es ist immer notwendig.
00:02:56: aber wenn man denkt auf der anderen Seite kauft ein Herr alles zusammen was Medien sind und wir rutschen dahin nicht.
00:03:04: und gut die sind alle natürlich im Augenblick sind wir ja relativ stabil.
00:03:09: Die FF ist stabil und reich und stolz wie immer.
00:03:12: Wir weniger aber auch sagen wir krebsen drauf los.
00:03:17: Ein Anpiter, wie man so schön sagt heute.
00:03:21: Alles kauft ist schon für mich ein starkes Stück.
00:03:28: Obwohl natürlich irgendwer sagt, jeder tut was.
00:03:32: Aber ich glaube das ist nicht im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen.
00:03:37: die sagen nein es muss Monopole vermeiden.
00:03:42: Das ist erhalten gebliebensmedienmonopol.
00:03:45: Gegen das wir damals alle angekämpft haben, sobald wir erschienen sind.
00:03:50: Blicken wir noch einmal auf diese dreißig Jahre zurück Herr Trebus?
00:03:53: Man muss ja sagen eigentlich war hier der FF-Schuld das vor dreizig Jahren die Tageszeitung geboren
00:03:58: ist.
00:03:58: Genau ein Streit.
00:04:00: Der Turwuskel Diggantibus, der hat zum Gautet und wir waren dann mit dem Tagestag als Wortwärtsprofil Genau.
00:04:07: Nicht aus dem Streit in der Eiffelfredaktion, sondern aus dem Rauswurf durch damaligen Herrn Schäffredakteurs ist dann das Profil entstanden?
00:04:15: Ja, das war in zweiundneunzig, dreiundneinzig eben.
00:04:19: und um die Berichterstattung um Lüste-Under-Londenschwimmbad der Fähre.
00:04:23: Lüst-Urnweiders
00:04:24: Schwimmbat
00:04:24: usw.,
00:04:25: die den Herrn Amon ein bisschen Gesundheit gekostet haben.
00:04:28: Der war damals ganz fertig bei der Volkspartei.
00:04:32: die neben euch et aloschiert, haben sie mir geglaubt dass der Herr Arm und der Arme Christoph jeden Artikel Einfluss nehmen kann.
00:04:41: Nicht?
00:04:41: Und als das mit nun weiter geschah, haben Sie ihn hergenommen, als wäre er der Chefredakteur.
00:04:46: Das war eine sehr eigenartige Konzeption der Volkspartei über das Medium FF.
00:04:53: also kindisch geradezu nicht zu glauben, dass der Besitzer oder der Eigentümer sagen wir In jeder Summe und Artikel anscheuert er, dass darfst du nicht schreiben das.
00:05:05: Und hingegen da war ich eine ganz vornehmende liberale Person der sich zwar ärgern durfte... Das hat er sich oft, mich habe mit ihm auch damals öfters gesprochen.
00:05:14: Er hat dich geärgert aber mit Würde!
00:05:17: Nicht?
00:05:18: Und als denn das geschah mit Thurnwalder ist die Partei narisch geworden.
00:05:23: Gut es hat ja nach Konsequenzen gehabt.
00:05:28: Es musste ja dann der FF-Chefredakteur Hans Karl Peterlini gehen, er verließ die FF und kurz darauf entstand das Südtiroldprofil.
00:05:36: Wie sind Sie damals zum Südturoldprofilm gekommen?
00:05:39: Sie waren ja dort Kolumnist!
00:05:40: Ich war beim Südtürold Profil so eigentlich ganz auf Vorschlag von Christoph Francis Gini.
00:05:47: Der hat mich angeheuert war in der Redaktion damals nicht sehr, sagen wir es nicht auf gute Liegestoßen.
00:05:55: Da mit der Linie.
00:05:56: eigentlich wollte mich nicht und einige andere auch.
00:06:00: aber Zerlin hat dann gemeint ja er geht schon gut recht?
00:06:04: Und dann bin ich da.
00:06:05: Zerrin war damals sagen wir da der große Geist aus Wien, der uns den Namen gegeben hat bisschen Finanz und so.
00:06:15: Und somit hat er eigentlich das große Wort geführt, Zernin war der Mann des Profils genauso wie es.
00:06:21: das Ende dann war nicht als die wieder gesagt haben zum Zernien ist sie fertig mit Südtirol.
00:06:26: Haben Sie uns von heute auf morgen den Namen entzogen?
00:06:30: Warum ist eigentlich dieses Südturold-Profilen damals gescheitert?
00:06:34: Ja wissen Sie Es ist schon ein Wunder, wenn zwei Tageszeitungen leben können.
00:06:40: Wir sind ja so eine Mikroprovinz von jedem Staat und dann zwei Wochenzeitungen – obwohl das Profil ja ganz gut war.
00:06:49: aber das ist an einer Art der Gewohnheit.
00:06:51: Man kauft nicht zwei Wochen Zeitungen.
00:06:53: Also
00:06:53: die Erfeipe von der Südhoptischen?
00:06:54: Ja, eines genug!
00:06:56: Und somit sagen wir hat das ... Ja, der Anfang war gut.
00:06:59: Weil die Neujahre gut war aber dann ist es immer gesunken und am Ende hat sich das einfach nicht mehr gezahlt.
00:07:07: So
00:07:07: entstand die Idee eben aus diesem Wochenmagazin aus dem Süddeo-Profil eine Tageszeitung zu
00:07:13: machen?
00:07:13: Genau weil wir gesagt haben zwei Wochen Zeitungen gehen nicht Im Grund, dass gleiche Leserpublikum auch ansprechen.
00:07:22: Nicht die FF hat hier Lesern, sagen wir denn mal sich weise, die kritische Intelligenz von damals.
00:07:27: Heute wird es schon anders, aber damals war das halt die kritischen Intelligenzen, die ganzen Lehr-, diese ganzen Geschafftelhubern... Die alle haben uns gelesen nicht nur weil sie ein bisschen mehr wissen wollten, das waren so die ersten Versuche einer Demokratisierung, die Vorhänge aufzumachen und schauen was dahinter ist und so.
00:07:46: Also das hat Eine Leserschaft gegeben in der Tat.
00:07:50: Aber zwei ist zu viel des Guten, nicht?
00:07:53: Und dann haben wir gesagt, angedacht eigentlich nur!
00:07:57: Eigentlich bräuchte es eine zweite Tageszeitung – das wäre's, aber wir haben durchgehalten mit dem Profil drei Jahre In der Hoffnung, die Füchse nicht.
00:08:09: Um an die Finanzen der Tageszeitung heranzukommen musste man in einem Medium drei Jahre gewirkt haben.
00:08:15: Es war so ein Traum, dass die in Rom sagen, das können wir gelten lassen.
00:08:21: Für die staatliche Förderung?
00:08:22: Genau!
00:08:25: Und das war natürlich eben der Anreiz auch eine Tageszeitung.
00:08:28: Genau, ohne
00:08:29: hätte man es da nicht machen können!
00:08:31: Und deshalb auch die Wahl des ersten Namens der Tageszeitungen, die hieß ja nicht sofort Neue Südtiroler-Tageszeitung sondern Tagesprofil?
00:08:39: Tagesprofilm.
00:08:41: und dann plötzlich kommen in die Wiener und sagen Profil dürft ihr lieber verwenden von heute auf morgen.
00:08:46: Da hat uns irgendein gefinklter Advokat gesagt er lasst sich jeden Tag am Buchstaben weg nicht, damit sie nichts sagen können.
00:08:54: Das heißt dann sagt Tagesprofi, blablabla... Und da haben wir so einen Wettbewerb ausgeschrieben und sagten wie soll die neue Tagesteilung Südtirols heißen?
00:09:04: Und das ist halt herangekommen.
00:09:08: Und am Ende ist geblieben die Frage!
00:09:11: wie so die neue Südtiroler-Tageszeichen heißen.
00:09:15: So banal war das damals!
00:09:17: Aber das heißt, wie lange hieß denn diese Tageszeitung Dagesprofil?
00:09:21: Ja, bis ein Buch dann vom Profil weg waren.
00:09:24: Am Ende
00:09:26: hießen nur noch Dages.
00:09:27: Aber
00:09:27: ein Jahr oder zwei Jahre?
00:09:29: Nein, nicht so lang, ein paar
00:09:31: Monate.
00:09:31: Ein paar Monate... aber kommen wir noch einmal auf diesen Sommer, nineteen-seixundneinzig zurück.
00:09:38: Das Südturol-Profil wurde aufgelöst?
00:09:41: Es entstand die Idee, okay.
00:09:43: Die Wochenseitung hat nicht funktioniert.
00:09:45: machen wir doch eine Tageszeitung.
00:09:47: es gab dann im Juli nineteen sechsund neunzig ein berüchtigtes Treffen in Ums bei Völz.
00:09:53: fünf
00:09:53: Männer waren dort dabei Christoph Lange Heinrich Schwarzer Arthur Oberhofer Christoph Franceskini und Sieher Träger.
00:10:00: mich haben sie versucht weil sie mich überzeugen wollten herausgeber dieses blattes zu werben.
00:10:08: ja Wir haben schon dort, natürlich waren wir alle ein bisschen verrückt und alle gesagt was wie toll diese Zeitung sein könnte.
00:10:17: Und das kann man machen und das wollen wir machen.
00:10:19: und dass und dies und jenes?
00:10:21: also es war eine ganz große Begeisterung.
00:10:24: mit dieser Begeistung wollte bei mich überzeugen.
00:10:27: ja mit so.
00:10:27: ich war ein bisschen skeptisch muss ich ehrlich sagen weil ich ja sagen nicht die besten Erfahrungen Das war alles sehr praktisch.
00:10:46: Die Idee war ja faszinierend!
00:11:05: Neue Person, nicht von mir der alten Redaktion.
00:11:09: Weil ich war ja nicht redaktional.
00:11:10: Ich war nur so ein billiger Kallungnist.
00:11:13: Aber
00:11:14: auch jemand...
00:11:15: ...der anders gedacht hat?
00:11:17: Der
00:11:17: anders gedacht hatte aber auch der die Zeitung nach außen hin repräsentieren konnte und sie Herr Tribus waren immer schon für ihren perfekten Auftritt bekannt.
00:11:25: Immer stilvoll gekleidet.
00:11:27: also das hat natürlich auch mit eine Rolle gespielt oder?
00:11:29: Ja es bräuchte eine Person sagen wir die den Bruch oder das Neue auch repräsentiert.
00:11:36: Das sind nicht die drei alten Langharigen, sondern da ist jetzt ein neuer Stil, neue Ausrichtung, neuer Weg und das hätte ich irgendwie darstellen sollen.
00:11:47: Auch weil ich damals ja einen guten Zugang zu allen Personen gehabt habe ... Sie waren
00:11:54: ehemaliger Landtagsabgeordneter?
00:11:55: Das muss man ja auch sagen!
00:11:56: Ja,
00:11:57: aber viele von der Redaktion haben das nicht gehabt.
00:12:01: Nicht früher war ja das Klima sehr rau.
00:12:07: Heute muss ich überstanden, heute geht jeder zu jedem.
00:12:11: Jeder kleinste Redakteur in seinem Telefon, alle Landesräte drinnen, die rufen sich an und sind per du, heu Franz mach's mal des und so.
00:12:20: Also ein Stil der uns natürlich fremd war, den ich auch nicht mag.
00:12:24: ganz nebenbei aber sagen wir waren noch als... Anführungszeichen Feinde betrachtet, also in der Politik sowieso und dann auch mit Vorsicht zu genießen.
00:12:39: Also man hatte große, ja ein bisschen Angst auch.
00:12:45: Und heute hingegen gehen die praktischen Entzeitungen ein-und aus nicht?
00:12:49: Bei uns gibt es einige, wie lasst ihr da mal die telefonierenden Redakteurinnen in der Früh um sechs?
00:12:56: Das ist eine totale mediale Perversion, die sich breit gemacht hat.
00:13:05: Früher war das Klima ganz anders und da muss man sagen ... Da kann ich schon stolz sein, dass die Medien, also die Tageszeitung, KFF
00:13:14: usw.,
00:13:15: die politische Kultur im Lande verändert haben.
00:13:20: Weil damals Frau Blieger war das alles ein sehr ... Tum war Haufen, nicht?
00:13:28: Es hat nur eine Meinung gegeben best.
00:13:30: Die anderen sind niedergeschwiegen worden.
00:13:34: Ich war zehn Jahre im Landtag und mich haben sie vielleicht einmal bei der Nachrichtung zitiert, weil das halt ... Als er damals
00:13:44: Landwärtsabgeordnete der Alternativenliste für das andere Südtirol
00:13:48: war.
00:13:49: Wie immer dagegen.
00:13:50: die Punkt ist aber die Namen also...
00:13:54: Noch einmal zurück zu dieser Gründungsphase.
00:13:56: Wer
00:13:56: war damals in dieser Zeit der größte Optimist?
00:13:59: Und wer war der größste Skeptiker?
00:14:02: Skeptika war am Anfang eigentlich ich, aber dann habe ich mich ...
00:14:07: Oder ihre Frau!
00:14:08: Meine Frau sowieso.
00:14:09: Dann hab' ich mich bekehren lassen weil ich gesehen habe dass doch viel Herzblut dahinter steckt und viel Kreativität.
00:14:17: Das hat mir sehr gefallen.
00:14:18: nicht das sagen wir.
00:14:21: plötzlich sagen wir eine eine Wut auch zum Ausdrucken.
00:14:28: Wir müssen was Neues machen, wir müssen das schaffen und wie wir gestartet sind haben wir schon immer zum Ziel gehabt.
00:14:36: Es war uns natürlich bewusst dass man nicht gegen ein Medienmonopol sagen wir konkurrieren kann.
00:14:44: Sie machen ihre Zeitung und wir machen unsere.
00:14:48: also uns muss es gelingen einen neuen Stil zu prägen Nachrichten zu bringen, dass die Leute sagen, das gehört in der Tageszeitung.
00:14:58: Wir haben uns praktisch jeden Tag.
00:15:00: ein Thema muss Gesprächsthema werden und so sind wir eigentlich auch groß geworden nicht?
00:15:06: Unser erstes Publikum waren ja die Kaffeehäuser.
00:15:10: gekauft hat uns ja niemand nicht.
00:15:12: also mein Zeitungsmensch hat mir immer gesagt wieso er diese Zeitung oft einrollt wie ein Pornohäft.
00:15:18: Sogar weiß ich eigentlich auch nicht, da ist ja nichts Stimmes drinnen.
00:15:21: Aber es war damals, sagen wir, etwas verpönt noch die Tageszeitung zu kaufen.
00:15:28: Also
00:15:28: das heißt man musste damals tatsächlich diese Neueshütte oder Tageszeitungen wie sie dann hieß heimlich kaufen?
00:15:35: Ja und im Landtag nicht, also in den Landhäusern, da standen in der Früh immer so große... Dreihundert, vier, fünf hundert Dollar mitten unter den Sechsmord-Altoreide und umgekehrt.
00:15:48: Und bei uns waren zehn nur für die Landesräte.
00:15:52: Die Beamten haben sie sich fotokopiert weil man wollte uns nicht unterstützen.
00:15:58: Weil wenn ja immer davon ausgegangen ist das war ja die Botschaft langheben Sie es nicht!
00:16:04: Nicht?
00:16:04: Und dann sind wir kreisend auch Monat zwei Monate.
00:16:06: da geht Ihnen jetzt Geld aus, also sind Sie tot.
00:16:09: Aber warum sollte das mit der Tageszeitung klappen Wenn doch der Südtürot-Profil gescheitert ist, durch den Zugang zu den staatlichen Förderungen für Minderheiten sprachen?
00:16:20: Ja auch.
00:16:22: Aber vor allem war das ein neues Produkt.
00:16:26: Weil es hat keinen Sinn dass wir DREFEF eine Konkurrenz machen wo wir ja im Grund ähnlich ausgerichtet waren.
00:16:37: also wir würden zwei Produkte kaufen mit derselben im Grunde selben ausreden, weil alle Redakteure von mir waren ja in Refev.
00:16:45: Wo sollen sie es hernehmen?
00:16:46: Das sind alle im Grund gleich geblieben.
00:16:48: und die Themen, die Sie bei mir geschrieben haben, die hätten Sie auch in Refef geschrieben.
00:16:54: Also hatte ich das überkreuzt!
00:16:55: Das war dann im Grund ja lächerlich.
00:16:57: Ich sage, ah, das hat jetzt gerade die Refeff nichts abgestochen weiter
00:17:01: nicht?!
00:17:02: Also das war im Grund ein Streit unter Armen Während dem der andere Weg, also mit der Tageszeitung.
00:17:09: da gab es schon sagen wir eine sichtbare Alternative.
00:17:14: Die ist bei der FF-Profil nicht gehabt.
00:17:16: Da aber nicht gewusst wer Alternativ war, weil keine Alternativen waren.
00:17:20: Sie waren beide im Grundeckungsgleich oder ähnlich.
00:17:23: hingegen bei der Tageszeitung hat man schon können sagen wir ein Produkt produzieren das sagen wir völlig anders in Inhalt und Aufmachung ist als die regierende Tageszeit um die Große.
00:17:39: Und wir haben uns total differenziert, mit dem haben wir gepunktet, dass die Leute ... Jetzt haben wir die Toten ausgenommen, aber sieh mal das Alibis in Südtirol, ich muss die halt kaufen weil die Totendrehen sind.
00:17:52: Das ist auch nicht mehr so, weil es jetzt ja ins Netz geht, die Totennicht.
00:17:56: Aber das war eigentlich ... unsere Attitüde.
00:18:01: Ja, wir müssen jeden Tag ein Thema haben das sonst nirgendwo steht und so haben wir uns differenziert und so langsam langsam.
00:18:10: ich sage ja du musst die Tageszeitung lesen da erfährt man mehr.
00:18:17: Das war dann sagen wir es hat sich durchgesetzt eine andere Form der Information nicht?
00:18:23: Und auch der Aufbereitung.
00:18:25: Wie lange hat das eigentlich gedauert, Herr Trebus?
00:18:28: Bis sie wirklich sagen konnten, dieses Projekt klappt.
00:18:31: Diese Zeitung wird so schnell nicht mehr eingestampft.
00:18:34: Zerklang gebraucht weil wir ja sagen, wenn ich halt denke am Anfang haben wir ein paar Unterdexemplare verkauft.
00:18:43: also wir waren lang im Brutkasten dann bis dann das Geld gekommen ist eben praktisch immer Wir hatten so wenig Ressourcen wir waren personalmäßig so knapp Es war alles so knapp, es war wirklich so ein bisschen Kamikaze, ein bisschen Wahnsinn.
00:19:02: Wir müssen das machen und jeder hat da alles hinein, er hat auch aufs Geld verzichtet damit man das ja machen könne weil man geglaubt hat Das ist ein Projekt dass halten wird.
00:19:13: wir haben sie selber eingeredet Aber jetzt, wo noch dreißig Jahren kann man sagen es hat sich bewährt.
00:19:20: Also steht da Tropfenhölz in Stein?
00:19:22: Absolut!
00:19:23: Aber es waren auch schwierige Zeiten nicht nur politisch schwierige Zeit, sondern auch es gab wirtschaftlichen Druck denn ihre Idee mit den staatlichen Förderungen ließen sich so schnell nicht umsetzen.
00:19:36: Also gab es hier Versuche, die Zulassung zu diesen staatlichen Fördungen zu verhindern?
00:19:40: Ja
00:19:40: sehr massiv!
00:19:42: Wir waren fest überzeugt jetzt kriegen wir's dann weil wir hatten alles eingerechnet und so weiter.
00:19:47: Dann hat mich der Honoreboato angerufen.
00:19:50: Der ist ein ganz fleißiger Parlamentarier der den ganzen Akten durchliest.
00:19:54: Das war in einem Haushaltspaket drinnen das liest ja sonst niemand.
00:19:58: Und er hat gesagt mir scheint da irgendwas.
00:20:04: Das war ein winziger Abänderungsantrag aus dem Haus, wo Sie wissen.
00:20:08: Und da stand drinnen das Sondergesetz für Finanzierung der Winterhaltenseitungen, die finanziert wird die Zeitung mit der größten Auflage und dass wir hätte unser Tod sein sollten aber ganz von langer Hand und stillen Leiste vorbereitet.
00:20:27: Damals waren habe ich doch ... Gute Beziehungen, da waren ... Ich weiß nur, der Hotel war an der Regierung.
00:20:35: Der Braude, glaube ich oder die, der Flügel.
00:20:39: und da bin ich natürlich auf die Hinterbeine mich gestellt, dass das ja wieder herauskommt.
00:20:44: Ich hab's sogar nicht Pirino Mitolo angerufen, der war damals Parlamentarier.
00:20:48: Und da hab' ich gesagt, Pirino Senti, dann sag' er, ah, Tjaiuto Senzaltroh!
00:20:52: Nicht so jetzt wenn ... Wenn wird sich alle?
00:20:55: Dann wird es ja nicht Bei der Abstimmung gefehlt hat dann die Volkspartei nicht außerhalb der Abgeordnete Wiedmann.
00:21:03: Der ist sein, sagen wir ... Hans-Wiedmann?
00:21:06: Alle anderen singen natürlich aufs Klo gegangen und sagen so, das war ja nicht der Grund zu sagen, weil sie Angst gehabt haben von Repressalien.
00:21:17: So war das Klima damals!
00:21:19: Und am Ende konnten Sie erfolgreich intervenieren und Sie haben die staatlichen Vernungen erhalten.
00:21:24: Die FF war ja auch nie glücklich mit unserem Geld, muss ich daneben sagen.
00:21:28: Bei jeder Gelegenheit ist der Nachsatz gekommen.
00:21:31: wie finanziert die FF und der Tageszeitung.
00:21:34: Wie sie die datische
00:21:35: Verhörungen
00:21:36: selbst
00:21:36: erhalten haben, muss man sagen.
00:21:40: Sie haben ja auch selbst erlebt, wie unangenehm Medien für politische und wirtschaftliche Macht sein können?
00:21:46: Gibt es heute eigentlich Themen oder Personen bei denen Journalistinnen und Journalisten heute tatsächlich vorsichtiger geworden sind?
00:21:56: Über diese kann es einfach nicht mehr schreiben oder nicht mehr so kritisch schreiben.
00:22:02: Würde ich eigentlich nichts sagen, also nein, nein!
00:22:08: Also die Tageszeitung hat sich ja auch verändert, aber allzu aggressiver Journalismus den wir früher gepflegt haben – auch in der Wortwahl Sagen wir, abgemildert.
00:22:24: Wir sind altersmilde geworden oder auch wohlerzogener.
00:22:28: Anständiger?
00:22:29: Anständig!
00:22:30: Es wird nicht mehr offiziell geflucht.
00:22:34: Das haben wir auch gelernt, weil wir ja viele Prozesse gehabt haben.
00:22:41: Wie viele Prozess hatten Sie?
00:22:43: Lauf in dieser Dreißig-Jahre.
00:22:44: Sie sind ja pressrechtlich verantwortlich.
00:22:45: Ja
00:22:45: logisch!
00:22:46: Ich war halt so oft bei dir.
00:22:47: Es weiß ich nicht genau für das Fünfzig, Sechzig, Siebzig, Achtzig.
00:22:51: Ich weiß es nicht genau.
00:22:52: Vor allem alle viele... Weil es hat sich damals als plötzlich ein Ding durchgesetzt zu sagen, muss klagen.
00:22:59: Weil vorgegeben von drei T's ist ja immer Klang immer klagen.
00:23:05: Und dann ist auch der letzte Idiot gekommen, also ich klag sie.
00:23:09: Ja, klagen sie nur!
00:23:11: Auch Sachen wo man wirklich sagt das... und da sind es ja bei mir in einem Prozess dann wirklich stattfand gekommen, die hat gesagt gib uns tausend Euro, dann lass mal, sag ich nein weil das gewinne ich ja.
00:23:24: Es war so eine Prozesse Wut eine gewisse Zeit.
00:23:27: Heute ist es ruhiger, auch weil wir ruhiger geworden sind.
00:23:32: Es ist schon so, wir waren früher sehr aggressiv.
00:23:36: Aber es gibt nach wie vor Prozesse?
00:23:38: Ja, gar nicht mehr.
00:23:42: Sind
00:23:42: Sie heute vielleicht die Klagen und die Prozisse am Ende anders als damals?
00:23:47: Weil das ganz einfach auch nicht mehr um tausend Euro geht?
00:23:51: Heute verlangen sie natürlich viel, viel mehr.
00:23:55: Aber das Gericht ist auch vernünftiger geworden, nicht?
00:23:58: Ich weiß jetzt einen Prozess.
00:24:00: Da hat eine Person vierhunderttausend Euro verlangt und da hat der Richter ganz entgeistert, gesagt, bitte wie viel?
00:24:08: Ja, und am Ende hat sie gekriegt zwanzig, also weil sich auch die Juris Prudenz mittlerweile.
00:24:16: früher war es aber nicht das strengste.
00:24:19: Jetzt lehnen Sie sich alle an, sagen wir ein Vorgang Meiland und so an wo andere Tarife galten.
00:24:27: Und jetzt sind wir auch so im nationalen Schnitt, was die Forderungen betrifft.
00:24:32: Obwohl es ist auch so muss ich sagen dass auch die gewisse Advokaten die Kundschaft in Prozesse sagen wir treiben weil sie denen sagen da holen wir etwas heraus und dann kommen diese halben Lappen und sagen sie mein Advokat hat gesagt das wird ihnen da ja kommen.
00:24:51: Und dann, am Ende kam nichts heraus.
00:24:53: Welche Geschichte ist die in einem bis heute am teuersten gekommen?
00:24:56: Ja diese von der Jungfrau aus Malz nicht, das haben wir schon habig gezahlt.
00:25:04: Erzählen Sie noch einmal ganz kurz.
00:25:05: Das war eine Dame aus einer Kellnerin praktisch, aus einem Sportzentrum in Malz glaube ich.
00:25:12: und da plötzlich als Kaiser bis zu uns einer gekommen hat gesagt sie habe wie viele Briefe geschickt ein Herrn einer politischen Gesellschaft, die sie verantwortlich machen wollte für diese Schwangerschaft.
00:25:29: Und mein Redakteur hat mir gesagt, er habe dieser Herr, bringe ihm den Brief!
00:25:36: Dann hab ich gesagt, hast du den Brief?
00:25:38: Ja, ja dann kriege ich, dann krieg' ich und so ist die ganze Geschichte gestartet.
00:25:44: Und als der Herr hat mir keinen Brief gehabt, hat der natürlich gesagt nein tut er nicht und so hat er es praktisch hineingelegt.
00:25:51: Und wir sind ja eben um das Coupes-Wilm, das Coupe.
00:25:57: Es ist zwar die Geschichte gewesen mit der, die uns in ganz Europa berühmt gemacht hat aber die uns auch am treuersten gekommen ist dann nicht?
00:26:05: Weil am Ende der, der es eigentlich ins Rollen gebracht hat ein Rückzieher gemacht.
00:26:10: Aber
00:26:10: natürlich!
00:26:13: Würden Sie heute bei dieser Geschichte was anderes machen?
00:26:15: Selbstverständlich.
00:26:16: Ohne
00:26:16: diesen Brief als
00:26:17: gar nichts Ja.
00:26:19: Herr Triebos, ist heute eigentlich nach wie vor die Tageszeit und Dolomiten die größte Konkurrenz der Tageszeitung?
00:26:26: Oder ist es längst Facebook, Instagram, TikTok oder all die sozialen Netzwerke?
00:26:32: Die Dolomitten glaube ich – die Dolomit ist eine schöne Zeitung, eine gute Zeitung.
00:26:35: Sie machen sich, sie sind wunderbar, sind jeden Tag Fotos drinnen von Leuten die Preise kriegen und Pferde legen müssen.
00:26:41: Alles ganz wunderbar!
00:26:43: Ich mach das nicht streitig.
00:26:44: Das ist ein Stil Ich habe einen anderen Stil und ich glaube, dass der, sagen wir all along sich bezahlbar macht.
00:26:53: Weil ja wie du sagst also mittlerweile wirklich die sozialen Medien unsere Konkurrenz sind.
00:27:00: das ist klar nicht?
00:27:01: Also die jungen Leute lesen ja keine Zeitung mehr.
00:27:05: Sie begnügen sich mit dem was sie in den sozialen Medien haben auch nicht.
00:27:10: die Abos kaufen sie.
00:27:12: Das ist auch eine Tragödie.
00:27:14: Aber es sagt ja, die lehnen dann in der Karriere nicht.
00:27:15: Die lesen die fünf Zeilen vom Karrier und die sechs Zeilen von der Tageszeit aber auch was machen sie ja nicht!
00:27:22: Diese neue Generation, das bedrückt mich.
00:27:25: Die reduziert das Informationswissen, das Nachrichtenwissen auf die drei Zeilen, die Sie dort als Schlagzeile... Das genügt ihnen wenn sie sagen, sie haben drei Ziele und dann sind sie schon genügend.
00:27:38: Und das glaube ich wird sich aber all along auch nicht halten.
00:27:42: Es gibt dann doch wieder eine, sagen wir mal, eine kritische Jugend, eine Schicht von Vernünftigen und Gescheidenmenschen.
00:27:51: ist ich wohl nicht ewig ein Student verstehe ich, aber da sagen wir dann, dass man es sich ewig mit drei Zeilen abfinden muss, das ist nicht normal.
00:28:00: drum glaube ich auch, dass die Zeitungen nicht aufhören.
00:28:03: Trotzdem gerade in diesem Wochenende musste ich daran denken... Ich war in Badua im bekannten Café Grocki saß dort und dann sah ich einen einzigen Mann im vollen Café mit einem Corriere de la Serra.
00:28:17: Niemand anderes hatte eine Zeitung in der Hand, und dann dachte ich mir als ich bin überzeugt vor zehn Jahren wäre die Zahl mindestens bei zehn gewesen.
00:28:27: Das ist ja ein Zug, wenn ich nach Rom war öfters da bin ich der einzige, der eine Zeitungen liest, weil ich nicht immer die Zeit mit weiß wie er.
00:28:36: so Alle anderen haben das Internet offen und operieren dort herum.
00:28:45: In Japan, ich war in Japan, da waren die Züge so voll!
00:28:52: Und alle hatten ein Buch hinterher.
00:28:56: Die Lassen, weil sie sind die vor einer Stunde von A nach B in die Stadt nach Tokio umzuarbeiten.
00:29:03: Hatten alle ein Buch genannt, weil ich letztes Mal war Nicht ein.
00:29:07: Da haben sie alle Telefon in der Hand, nicht?
00:29:13: Sie sind nun seit dreißig Jahren Herausgeber einer neunzehnten oder Tageszeitung und wenn man sich diese Fünfermannschaft, die sich damals in UMS bei Volms getroffen hat von damals anzieht dann ist sie in dreizig Jahren identisch geblieben.
00:29:26: Christoph Mancheskini ist zwar für kurze Zeit weg ist jetzt wieder zurück.
00:29:30: was hält sie denn zusammen?
00:29:32: Ich glaube uns hält zusammen so.
00:29:36: Ja, eigentlich eine innige Freundschaft ist es jetzt wissen geworden.
00:29:41: Das ist so auch eine quasi-Familie.
00:29:48: Man gehört zusammen und wir haben keine großen Beziehungen, aber man ist halt da.
00:29:55: Aber ist man auch privat befreundet?
00:29:57: Wenig!
00:30:00: Aber es ist der Kern, aber rundherum sind ja so viele andere junge Menschen, die da zirkulieren.
00:30:11: Die auch eine Freude bereiten, weil man sieht dass sie das eben, dass die doch Interesse haben, dass sie gern schreiben und sich auch noch einen Beruf vorstellen in diesem mit je und so weiter.
00:30:22: Das ist auch wieder schön!
00:30:24: Aber natürlich frage ich mir auch Zeit zu gehen, ne?
00:30:28: Sagen wir das ...
00:30:28: Sagen Sie, Herr Dribos.
00:30:30: Ja, weil man sagt, man soll nicht den Leuten auf die Nerven gehen, immer noch da drüber.
00:30:37: Ah!
00:30:38: Wie lang bleibt denn der?
00:30:39: Aber andererseits
00:30:40: so... Haben sie für sich persönlich einen Plan?
00:30:44: Nein.
00:30:46: Bei mir braucht es keinen Plan mehr.
00:30:48: Ich bin so alt und ich habe dann genügend Lebensbeschäftigungen die mich sagen, wir unterhalten können.
00:30:59: Und ich würde nicht sterben ohne.
00:31:03: Ich bin, sagen wir ... Ich wollte ja schon, aber es ist ... Ich bin immer wieder gebeten worden
00:31:10: zu bleiben.
00:31:11: Sie sind ja auch noch unglaublich fittig.
00:31:13: Wir gingen ja
00:31:15: immer wieder auf der Gunschnapolare beim Laufen!
00:31:17: Ja, ich bin
00:31:18: doch nicht ganz lappet schon.
00:31:20: Aber wie gesagt, alles hat seinen Ende.
00:31:23: Obwohl, ich bin nicht da denke, die alten großen Journalisten, die ich gekannt habe, der Giorgio Bocca, der ist über achtzig und hat dann noch geschrieben für ein Espresso.
00:31:32: Ganz zu schweigen vom Skalfahrer mit dreiundneunzig noch im letzten Artikel geschrieben.
00:31:37: Und dann ist er, glaube ich, wicht oder fällt drin ist.
00:31:40: Die sind alle ewig, ewig nicht so weit langgeblieben!
00:31:44: Und lange geblieben sind ja auch andere Redakteure.
00:31:47: Denken wir nur an Erna Ecker, also die Redakteurin
00:31:49: z.B.,
00:31:49: das
00:31:51: Eisaktaus und die Silke Hinterwalner ist nach Zweiund... Ja,
00:31:53: sie haben ja abgeworben!
00:31:55: Die Erna gehört zum Inventar.
00:31:57: Ja, die Erna ist sehr gut.
00:31:59: Die ist mit der Silke gekommen glaube ich so ungefähr zeitgleich nicht zwei Mädchen aus Barbian stellen Sie sich vor wie ein Roman, nicht?
00:32:06: Genau, genau.
00:32:08: Und die Silkie Hinterwalners ist nach zwanzig Jahren von der neunzigen Uhr der Tageszeitung zu uns gekommen.
00:32:14: Das ist auch wieder ein Beweis, dass sie das neu gesucht hat wahrscheinlich.
00:32:17: Ich weiß nicht warum es ihr weg ist aber...
00:32:19: Aber Sie schninden schon etwas traurig dort?
00:32:20: Absolut!
00:32:21: Ich weine ja da und nach, aber das hilft nichts.
00:32:24: Sie ist da hoffensichtlich glücklich und ich hoffe,
00:32:28: dass ihr glücklich ist.
00:32:30: Wir
00:32:31: sind sehr happy, wir sind
00:32:32: sehr glücklich.
00:32:32: Eine sehr glückliche Redakteurin, die hat das Bus total bei uns groß gemacht und der Frank sei mich halt noch nicht auch beim Fest.
00:32:42: Das sind zu Pusteren, die sagen ja Position mit der Sieg.
00:32:47: Die ist weg!
00:32:48: Die gibt's nicht mehr, das bei der FF.
00:32:51: Die bringt jetzt all ihr Pustertalwissen hier bei uns in den FF ein.
00:32:54: Herr Tribos abschließend, welche Zukunft geben sie denn uns Brinkmedien?
00:33:00: Wie gesagt ich will optimistisch sein weil ich... Also so schnell sterben wir nicht aus.
00:33:07: Solange wir erleben, werden diese ganze Generation, die halt sagen wir vierzig ist bis es werden sie alle hundert, die lesen immer noch.
00:33:18: Die nächsten vierzehn Jahre lesen die immer noch Tageszeitung und FFs.
00:33:23: Trösten Sie sich!
00:33:24: Dann die ganz neue Generation, da kommen die Neuden nach und ich habe das gesehen nach so jungen Studenten, die dann plötzlich die Zeitungen lesen.
00:33:36: Ich sehe das nicht so pessimistisch weil es ist genau so gesagt bei den Büchern.
00:33:44: Inzwischen kommen Bücher raus noch und nöcher.
00:33:47: Die Buchmesse ist ein riesiger Erfolg.
00:33:49: Bücher werden verkauft.
00:33:51: Ob sie dann gelesen werden, weiß ich nicht.
00:33:54: Auf alle Fälle werden sich gekauft und da hat es auch diese Cassandra-Rufe gegeben.
00:33:58: die Bücher hören auf Die Zeitungen hören auf.
00:34:01: Also jeder technologische Fortschritt der ist gut aber der heißt noch lange nicht dass er damit alles andere begrebt das was war.
00:34:10: Und wie lange gibt es noch die Tageszeitung Dolomiten in Printform?
00:34:15: Ja wenn schon hört die auf weil die sagen wir Nicht von diesen Aufklärerischen Furore betroffen sind wie wir, den wir noch haben.
00:34:25: Das ist ein Wirtschaftsunternehmen mittlerweile und wenn sich nicht mehr rechnet dann sagt der neue Besitzer, der ja sehr klug ist, braucht man nicht mehr.
00:34:34: Wir machen nur noch eine Internetausgabe.
00:34:38: Ich glaube die hören vor uns auf!
00:34:41: Herr Trebus, wir könnten noch lange weiter reden.
00:34:44: Ich bedanke mich vielmals, dass Sie heute hier bei uns zu Gast waren und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute!
00:34:49: Und ich hoffe, noch lange von Ihnen zu lesen.
00:34:52: Das freut mich.
00:34:52: Danke vielmals für die Einladung.
00:34:56: Ja, kommen wir nun zum aktuellen Heft.
00:34:58: Der Titel auf dem Cover lautet «Das Goldene Versprechen».
00:35:02: Gemeint ist damit das größte Einkaufszentrum Südtirolz der Walterpark in Bozen.
00:35:07: Am sechzehn Oktober, also vor knapp einem Jahr wurde er offiziell eröffnet.
00:35:14: Zeit also eine erste Bilanz zu ziehen dachte sicher VfR-Redakteur André Wert.
00:35:19: Für seine Recherche hat er einen ganzen Tag im Walterpark verbracht.
00:35:23: Er hat die Fressmeile ausprobiert mit Verkäuferinnen und Kunden gesprochen sich eine Wohnung angeschaut ist in den Büros gegangen in denen Landesbeamte ihren Dienst verrichten Und er hat auch im Fitnessstudio geschwitzt.
00:35:35: Der Walterpark wird geliebt und gehasst.
00:35:39: Er ist eines der wenigen Projekte von René Benko, die die Pleite des Signers überstanden haben.
00:35:44: Wert hat auch mit Dibo Chavanna dem noch Präsidenten der Walterpark AG und seinem Vorgänger Heinz Beter Hager gesprochen.
00:35:52: Er hat sie gefragt was an dem Gerücht dran sei das Chavana künftig nicht mehr als Präsident tätig sein wird.
00:35:58: Die beiden blieben beim Gespräch sehr schmalibbig.
00:36:01: Am gestrigen Mittwoch dann bestätigte Schavanage gegenüber der FF das Gerücht.
00:36:06: Wer sein Nachfolger wird, wahrscheinlich sein Vorgänger Heinz-Peter Hager.
00:36:11: Ihr unser Podcast der vergangenen Freitag erschienen ist hat für Aufsehen gesorgt.
00:36:16: Nur wenige Tage nachdem die FF-Podcastfolge aus der Blase mit Gabriele Morandell, der Vorsitzenden der sozialen Mitte in der SVP online gegangen war, trat die Achtundfünfzigjährige von ihren Posten als Generalsekretärin der Region zurück.
00:36:31: Unter anderem war ihrer öffentliche Kritik und Koalitionspartner Fratelli Ditalia nicht gut angekommen.
00:36:37: Den Fall an.
00:36:38: seine Hintergründe können sie Martikel von Alexandra Aschbacher nachlesen.
00:36:42: Sie geht der Frage nach, ob eine Spitzenbeamtin politisch Städtig sein darf.
00:36:46: Der Fall Morandell gibt darauf eine Antwort.
00:36:50: Und noch ein Rückblick Vergangenem Mittwoch fanden die Dritten FF-Deutschs in den letzten Jahren im Jahr zum Thema Grüne Transformation Das Impulsreferat.
00:36:59: Hildek Halter, Diplomwirtschaftsingenieur Felix Kschnell.
00:37:03: Er arbeitet seit elf Jahren beim Dänischen Energiekonzern Orstedt dem Weltmarktführer für Offshore Windenergie und ist unter anderem für den jüngsten und größten Windpark in der Nordsee verantwortlich.
00:37:15: Markus Lacher hat den Energiemanager zum Interview getroffen.
00:37:19: Kschell ist überzeugt die Energiewende muss ökologisch und wirtschaftlich funktionieren.
00:37:25: Ja, das war's für diese Woche.
00:37:26: Ich bedanke mich herzlich fürs Zuhören!
00:37:29: Wir hören uns wieder nächsten Donnerstag, denn Donnerstag ist auf Öff-Tag.
00:37:32: Machen Sie es gut!
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